{"id":271119,"date":"2022-08-01T13:20:41","date_gmt":"2022-08-01T11:20:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=271119"},"modified":"2023-08-30T13:11:33","modified_gmt":"2023-08-30T11:11:33","slug":"gigabit-anschlsse-vodafone-droht-altkunden-ende-der-fahnenstange-fr-glasfaser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/01\/gigabit-anschlsse-vodafone-droht-altkunden-ende-der-fahnenstange-fr-glasfaser\/","title":{"rendered":"Gigabit-Anschl&uuml;sse: Vodafone droht Altkunden, Ende der Fahnenstange f&uuml;r Glasfaser?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Cloud\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Cloud-Symbol.jpg\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Ich kippe mal zwei Themen hier in einem Beitrag im Blog ein, die sich mit dem Thema schnelles Gigabit-Internet befassen. Ein Blog-Leser informierte mich \u00fcber einen Anruf von Vodafone (oder deren Beauftragte), die den Kabel-Internetvertrag \"per Angebot\" im Preis extrem verteuert h\u00e4tte. Und beim Thema Glasfaser-Ausbau scheint das \"Ende der Fahnenstange\" erreicht &#8211; die Filet-St\u00fccke scheinen verteilt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Vodafone \"Angebot\" f\u00fcr Altkunden<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/b96dd09fa9e14420a9aeb222524ca700\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Mir geht immer so ein Mafia-Film im Hinterkopf herum, bei dem \"der Pate\" einem \"Opfer\" ein Angebot macht, was dieses nicht ablehnen kann. Blog-Leser Alexander J. hat mich per Mail \u00fcber ein Angebot seines Kabelnetzbetreibers Vodafone informiert und schrieb.<\/p>\n<blockquote><p>Vor einigen Tagen erhielt ich einen Anruf von Vodafone, oder einem Callcenter von Vodafone.<\/p>\n<p>Inhalt: Ihr Tarif wird demn\u00e4chst 15 bis 20\u20ac teurer, weil sie keine Preisgarantie haben.<\/p>\n<p>Ich habe seit vielen Jahren einen Kabel Internet Start 30 f\u00fcr 19,99\u20ac\/Monat mittels Kabelmodems und echter IPv4 Adresse.<\/p>\n<p>Zugegeben nicht schnell und daf\u00fcr recht teuer, aber als Backup, auch f\u00fcr meine VPNs, v\u00f6llig ausreichend.<\/p>\n<p>20\u20ac mehr w\u00e4ren 40\u20ac, daf\u00fcr bietet Vodafone einen 1Gbit-[Tarif] via Kabel an. Einen Kabel 50-[Tarif] f\u00fcr bereits 30\u20ac!<\/p>\n<p>Man bot mir stattdessen ein 1Gb-Tarif an f\u00fcr 39,99\u20ac. Als ich sagte, ich brauche nicht so viel, 50 MBit reichen mir v\u00f6llig aus, teilte man mir mit, den Tarif kann ich nicht buchen, nur 100 oder 1000 Mbit.<\/p>\n<p>Eine Preis Erh\u00f6hung von bis zu 100% w\u00e4re schon unverfroren. Ich habe dankend abgelehnt.<\/p>\n<p>Ich glaube, Vodafone will das alte System mit den Kabelmodems loswerden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Noch jemand aus der Leserschaft, der als Vodafone-Kunde solche Anrufe bekommen hat? Bei Vodafone Kabelnetz-Geschichte bleibt mir nur \"jede Menge \u00c4rger\" im Hinterkopf zur\u00fcck (siehe die am Artikelende verlinkten Beitr\u00e4ge).<\/p>\n<h2>Glasfaserausbau stockt: Wer braucht 1 GBit?<\/h2>\n<p>Eine andere Baustelle ist der Glasfaserausbau in Deutschland, wo mit Fiber to the Curb (FTTC) die Fl\u00e4che, oder mit Fiber to the Building (FTTB) jedes Geb\u00e4ude, oder mit Fiber to the Home (FTTB) sogar die Wohnungen\u00a0mit einem entsprechenden Gigabit (Glasfaser)-Anschluss ausgestattet werden sollen. Mitte Juli 2022 hatte heise <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Glasfaser-fuer-alle-Bundesregierung-beschliesst-Gigabitstrategie-7178814.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> beispielsweise den Beschluss der deutschen Bundesregierung f\u00fcr die \"Gigabitstrategie\" thematisiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/heiseonline\/status\/1547271154532057094\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" title=\"Glasfaserausbau\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Pu1V0wE.png\" alt=\"Glasfaserausbau\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ziel der Bundesregierung sei es, bis 2030 \"die fl\u00e4chendeckende energie- und ressourceneffiziente Versorgung mit Glasfaseranschl\u00fcssen bis ins Haus\" (FTTH) zu erreichen &#8211; hei\u00dft es im Artikeln von heise. Zudem soll der \"neueste Mobilfunkstandard\" 5G \u00fcberall dort verf\u00fcgbar sein, \"wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind \u2013 auch in l\u00e4ndlichen Gebieten\". Im Artikel las ich auch, dass der eco-Verband 10-Gigabit-Ausbau fordert, und mit nachfolgenden Aussagen zitiert wird:<\/p>\n<blockquote><p>Damit unsere Version der Gigabitgesellschaft dann auch wettbewerbsf\u00e4hig ist. Zentrale Herausforderung bleibe es, die notwendigen Leerrohrtrassen f\u00fcr Glasfaser z\u00fcgig und zu wirtschaftlich tragbaren Konditionen in die Erde zu bekommen \u2013 ohne in langwierigen Diskussionen mit den Kommunen zu stranden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kurzfazit: Die Bundesregierung verabschiedet eine Strategie, die Verb\u00e4nde mosern, weil es nicht schnell genug geht. Nun ja, w\u00e4re nat\u00fcrlich super, wenn jeder schnelles Internet h\u00e4tte &#8211; ich kenne es von meiner Schwester auf dem \"platten Land\", wo jahrelang kein DSL verf\u00fcgbar war, weil die Kabelwege \u00fcber mehrere Kilometer zu lang waren. Irgendwann wurde am Hof vorbei Glasfaser verlegt, und seitdem hat sie schnelles Internet. Ein echter Fortschritt, keine Frage &#8211; war vorher doch nur LTE-Magerbetrieb mit Festnetz-Telefontarif der Telekom m\u00f6glich. Aber bei einem genaueren Blick in die obige Ausbaustrategie bin ich mir nicht sicher, ob das nicht gegen die Wand gefahren wird und ob es \u00fcberhaupt was bringt. Zudem muss man sich klar sein, was FTTC, FTTC und FTTH genau bedeutet. Ich habe mir nachfolgend mal einige Gedanken um das Thema gemacht.<\/p>\n<h3>Buzzword Glasfaser und 1 Gigabit<\/h3>\n<p>K\u00fcrzlich bin ich auf <a href=\"https:\/\/www.medialabcom.de\/newsletter\/2021\/05\/index.html#beitrag5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> gesto\u00dfen, der sich mit dem Thema Glasfaserausbau und den erreichten Ausbauzielen befasst. Dort wird bem\u00e4ngelt, dass der Begriff \"Glasfaser\" als Marketing-Instrument verwendet, aber nicht klar zwischen Glasfaseranschluss im Geb\u00e4ude (Fiber to the Building, FTTB) und Fiber to the Home (FTTH) sowie Fiber to the Curb (FTTC) unterschieden werde. Der Verbraucher werde durch die Werbung derart verwirrt, dass er die Unterschiede zwischen den einzelnen Zugangstechnologien &#8211; und damit die jeweiligen Nachteile \u2013 nicht erkenne. Hier mal die Aufbereitung, um was es bei den einzelnen K\u00fcrzeln\/Begriffen geht.<\/p>\n<blockquote><p>FTTC bedeutet, in den Ortschaften wird Glasfaser zu den Verteilerk\u00e4sten in den Stra\u00dfen verlegt, die restlichen Meter bis zum Haus geht es \u00fcber das bereits liegende Kupferkabel. F\u00fcr den Nutzer \u00e4ndert sich nichts, dessen Infrastruktur bleibt, er bekommt ggf. eine stabilere Internetverbindung und kann in einen schnelleren Tarif wechseln. Und die Menge der Tiefbauarbeiten f\u00fcr die Glasfaserverlegung wird minimiert, es m\u00fcssen nicht alle Gehwege aufgerissen werden. Hat man bei uns gemacht, es hat f\u00fcr mich einiges gebracht.<\/p>\n<p>FTTB bedeutet dagegen, jedes Haus (Building) bekommt einen Glasfaseranschluss in den Keller &#8211; der Nutzer muss sich dann darum k\u00fcmmern, wie es weiter geht. Der Aufwand, auch an Tiefbauarbeiten, ist enorm und der Nutzer m\u00fcsste sich im eigenen Objekt drum k\u00fcmmern, dass der Glasfaseranschluss auch genutzt werden kann. Noch einen Schritt weiter geht FTTH (bis in die Wohnung).<\/p><\/blockquote>\n<p>Es ging im Tenor des Artikels darum, dass in jedes Haus ein Glasfaseranschluss gelegt (FTTB) und der \"Abschied vom Kupfer\" eingel\u00e4utet werden soll. Kann man ja planen &#8230; ob es wirtschaftlich und sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.<\/p>\n<p>Sehr spannend fand ich dann den Newsletter vom August 2022 des gleichen Mediums, der mir die Tage zuging. In <a href=\"https:\/\/www.medialabcom.de\/newsletter\/2022\/08\/index.html#beitrag3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> hei\u00dft es, dass die Sahnest\u00fccke des Glasfaser-Kuchens verteilt seien. Um einige Ausbauregionen herrsche ein regelrechter Kampf zwischen den Netzbetreibern. Aber die steigende Inflation und Ressourcenknappheit beim Material und im Tiefbau wirkten sich auf den Markt aus. Es werde eine Konsolidierung des Markt erwartet, was dunkle Wolken f\u00fcr den Glasfaserausbau bedeutet. Tenor: \u00dcber den Gigabit-Ausbau ziehen sich dunkle Wolken zusammen und die Pl\u00e4ne k\u00f6nnten wie ein Kartenhaus zusammenfallen.<\/p>\n<p>Laut Artikel z\u00e4hle das Gigabitb\u00fcro des Bundes in Deutschland 29,6 Millionen Haushalte, \"die mit Gigabit-Geschwindigkeit im Internet surfen k\u00f6nnten (71 Prozent)\" \u2013 was aber nur die jeweiligen Gigabit-Vertr\u00e4ge benennt. Davon sind sogar rund 25 Millionen Haushalte \u00fcber 1 Gigabit-Kabelanschluss ans Internet angebunden. Und da kommt oft viel weniger als 1 Gigabit an. Nur zwischen acht und neun Millionen Haushalte verf\u00fcgten \u00fcber einen Glasfaseranschluss, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Ergo g\u00e4be es theoretisch noch jede Menge Haushalte, die \"eine FTTB\/H-Leitung ben\u00f6tigen\", sofern der Beschluss der Bundesregierung, bis 2030 1 Gigabit als Standard zu haben, umgesetzt wird. Ob sich das aber alles verwirklichen l\u00e4sst, steht f\u00fcr mich in den Sternen. Brancheninsider sehen gleich mehrere Probleme: Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse f\u00fcr Tiefbauarbeiten (das Zeug muss ja in die Erde), sowie Preissteigerungen durch die aktuell herrschende Inflation.<\/p>\n<p>Momentan sind Deutsche Telekom (die sich die Filetst\u00fccke l\u00e4ngst beim Ausbau herausgepickt hat), die Deutsche Glasfaser und Deutsche Giganetz in Sachen Glasfaser unterwegs. Die vor einem Jahr gestartete Deutsche Giganetz kann auf <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/technik\/it-internet\/infrastruktur-schnelleres-internet-auf-dem-land-giganetz-gewinnt-dws-als-investor-fuer-glasfaserausbau\/28538316.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3 Milliarden Euro Kapital bauen<\/a>, um in der Fl\u00e4che Glasfaser bis zum Keller anzubieten. DWS und <a href=\"https:\/\/www.ircp.com\/news\/infrared-makes-substantial-digital-infrastructure-investment-through-acquisition-majority\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">InfraRed Capital Partners<\/a> sind Kapitalgeber. Aber die Branche hofft auf \u00fcppige F\u00f6rderung, die man abgreifen k\u00f6nnte &#8211; was in den Kommunen aber in eine \"wir warten mal ab, bis gef\u00f6rdert wird\"-Haltung umschlagen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich sehe da noch ein weiteres Problem, welches auch mit Inflation zu tun hat: Wenn es mit den Preissteigerungen so weiter geht, ist ein Gigabit Glasfaseranschluss im Keller zum \"Netflix kucken\" f\u00fcr viele Haushalte das geringste Problem. Da geht es eher darum: Kann ich die n\u00e4chste Heizkostenabrechnung bezahlen und ist am Ende des Monats genug Geld vorhanden, um Lebensmittel zu kaufen. Aus gegebenem Anlass noch einige \u00dcberlegungen.<\/p>\n<h3>Wenn 1 Gigabit nix bringt, und nur teuer ist &#8230;<\/h3>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich auf einen Aspekt eingehen, der meiner Ansicht nach komplett unter den Tisch f\u00e4llt, wenn es um Glasfaseranschluss ins Geb\u00e4ude (FTTB) geht. Ich bin zuf\u00e4llig gerade an meinem Wohnort mit diesem Thema konfrontiert worden, weil die Kommune bei Deutsche Giganetz bez\u00fcglich des Ausbaus angefragt hatte (\"die Leute schreien nach schnellem Internet\" &#8211; nur kenne ich keinen). Seit Monaten laufen die Vertreter von Deutsche Giganetz die Stra\u00dfen ab, um 40 % Kunden f\u00fcr den Ausbau zu bekommen (bei weniger wird nicht ausgebaut).<\/p>\n<p>Nach der ersten Phase waren 21 % Interessenten identifiziert, nach einer 4 w\u00f6chigen Verl\u00e4ngerung waren es 23 % &#8211; weit weg von den geforderten 40 %. Die Werbephase endete im Juli 2022, das neueste was ich las, war, dass man eventuell Stadtteile mit Glasfaser bis ins Haus versorgen wolle, wo die Interessentenrate die 40% eher erreicht.<\/p>\n<p>Daraus lese ich zwei Informationen ab: Das Interesse der B\u00fcrger in meiner Kommune an 1 Gigabit-Glasfaser ist nicht so der Br\u00fcller, sonst w\u00e4ren die Leute auf das Angebot geh\u00fcpft &#8211; der Anschluss im Keller soll ja kostenlos f\u00fcr den Kunden sein, er muss sich nur f\u00fcr 24 Monate im Vertrag binden.<\/p>\n<p>Ich hatte beim Anbieter nachgefragt, ohne Vertrag sollte der Glasfaseranschluss bis zum Keller um die 900 Euro kosten. Am fehlenden Geld der potentiellen Kundschaft d\u00fcrfte es im \"Speckg\u00fcrtel Frankfurts\" eher nicht liegen. K\u00f6nnte nat\u00fcrlich sein, dass da viele \u00e4ltere Bewohner unterwegs sind, wo das schnelle Internet an \"jeder Michkanne\" nicht mehr an erster Priorit\u00e4t steht und \"Netflix\" irgendwie nach \"verflixtem \u00c4rger\" klingt. Aber selbst die \"Vertriebler-Drohung\": <em>Ohne 1 Gigabit-Glasfaser verlieren eure H\u00e4user beim Verkauf massiv an Wert<\/em>, scheint nicht gez\u00fcndet zu haben.<\/p>\n<p>Zweite Erkenntnis: Der Anbieter sucht h\u00e4nderingend Kunden, um die Investorengelder unter das Volk zu bringen &#8211; muss aber am Ende des Tages die Investition wieder rein bekommen. Daher die Verl\u00e4ngerung, von der Verl\u00e4ngerung von der Verl\u00e4ngerung. Von daher habe ich auch mal m\u00e4chtig gezuckt, als der Chef der Deutsche Glasfaser k\u00fcrzlich in einer Veranstaltung verlauten lie\u00df, dass man den \"Mitbewerb nicht auf die eigene Glasfaser lasse\" &#8211; interpretiere ich erst mal so, dass der Glasfaser-Kunde sp\u00e4ter nicht wirklich zu einem anderen Glasfaseranbieter wechseln kann, der dann die letzte Meile Glasfaser mietet (leider finde ich die Zitatstelle nicht mehr). Ob dies rechtlich zul\u00e4ssig ist, bezweifele ich &#8211; aber wenn der Wechselwillige dann keinen Anbieter findet, ist er im \"lock-in\"-Modus. Bez\u00fcglich obiger Aussage ist man &#8211; wenn ich es richtig interpretiert habe, wieder etwas abger\u00fcckt. Mich macht so etwas aber nachdenklich.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich mich \"aus gegebenem Anlass\" n\u00e4her mit dem Thema Glasfaserausbau bis zu meinem Haus befasst. Und dann fingen die Fragen und Ungereimtheiten an, die dann das Ganze f\u00fcr mich pers\u00f6nlich als \"nutzlos\" enden lie\u00dfen. Zum Sachverhalt ist zu sagen, dass die Telekom vor ca. 1 1\/2 Jahren Glasfaser bis zu den DSLAM-Vermittlungsstationen in den Stra\u00dfen verlegt hat (FTTC). Die letzten Meter zu den H\u00e4usern\/Wohnungen werden per Kupferkabel und VDSL \u00fcberbr\u00fcckt &#8211; die Thematik ist <a href=\"https:\/\/www.toplink.de\/gut-zu-wissen\/wissenswertes\/was-ist-der-unterschied-zwischen-dsl-und-glasfaser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> etwas beschrieben. Die FRITZ!Box meldet mir, dass der DSLAM 124 &#8211; 133 Meter entfernt sei. Ich habe seit dieser Umstellung einen 100 MBit VDSL-Anschluss, bei dem auch 100 MBit beim Download, sowie 50 MBit beim Upload erreicht werden.<\/p>\n<p>Mir reicht der Anschluss bei weitem aus. Aber wenn Du 1 Gigabit kriegen kannst, sollte man mal schauen &#8211; und ich habe genauer geschaut. Mein VDSL-Internet-Anschluss kostet mich aktuell 40 Euro, umfasst aber eine Flatrate ins deutsche Festnetz, eine DE-Internet-Domain sowie einen E-Mail-Server (bin Altkunde bei 1&amp;1, ein Umzug auf IONOS w\u00fcrde den Anschluss g\u00fcnstiger machen, aber dann entfallen einige dieser Goodies).<\/p>\n<p>Bei Deutsche Giganetz liegt der Glasfaseranschluss mit 1 Gigabit-Tarif (der Leistungssieger) zwar g\u00fcnstiger bei 30 Euro &#8211; aber es war vor einigen Monaten keine Telefon-Flat drin &#8211; und ab dem 13. Monat kostet es dann 74,90 Euro (wobei aktuell eine Flatrate ins deutsche Festnetz und drei Telefonnummern geboten werden &#8211; es gibt sogar eine Wechselgarantie \"in einen kleineren Tarif\"). Der g\u00fcnstigste Glasfasertarif mit 300 MBit, aber ohne Telefonflatrate und mit 3 Telefonnummern, liegt bei 30 Euro f\u00fcr 1 Jahr, steigt dann aber auf 45 Euro\/Monat. Die Telefonflat ins deutsche Festnetz wird aktuell nicht mehr angeboten, h\u00e4tte mich bei der Angebotspr\u00fcfung 5 Euro pro Monat zus\u00e4tzlich gekostet. Meine aktuell f\u00fcnf Telefonnumern w\u00e4ren dann fl\u00f6ten [Erg\u00e4nzung: Bestehende Nummern k\u00f6nnen portiert werden]. Der\u00a0 E-Mail-Server und eine DE-Domain w\u00e4ren weg gewesen. Gut Domain und E-Mail-Server w\u00e4ren f\u00fcr kleines Geld bei HostEurope buchbar gewesen.<\/p>\n<p>Unter dem Strich w\u00e4re mich das Vorhaben teurer als VDSL gekommen, ohne dass ich die schnelleren 300 MBit\/150 MBit (Upload) wirklich gebraucht h\u00e4tte. Aber die Pointe kommt noch, denn Fiber to the Building (FTTB), mit dem die letzten Meter vom Stra\u00dfenverteiler zum Haus\/Wohnung \u00fcberbr\u00fcckt werden, und die das Kupferkabel ersetzen sollen, gehen genau bis zum Keller. Da liegt dann theoretisch 1 Gigabit am Glasfaser\u00fcbergabepunkt an, wenn der entsprechende Tarif gebucht wird.<\/p>\n<p>Spa\u00dfeshalber habe ich dann gefragt, wie ich dieses Gigabit-Internet ins B\u00fcro im ersten Stock bek\u00e4me (ich habe nur ISDN-Kabel und Kabel f\u00fcr analoge Telefone im Haus verlegt &#8211; kein CAT.5 oder gar CAT.7, letzteres w\u00fcrde ich bei 1 Gigabit ben\u00f6tigen bzw. bevorzugen &#8211; obwohl CAT.5e ginge wohl auch). Aktuell habe ich die L\u00f6sung, dass ich den Kupferanschluss der Telekom per Verteiler \u00fcber zwei unbelegte Dr\u00e4hte eines ISDN-Kabels zum B\u00fcro durchgeschaltet habe (inzwischen ist das ISDN-Kabel sogar nur noch f\u00fcr diese Durchleitung im Betrieb, da die Telefonanlage vor wenigen Monaten kaputt ging und ich per DECT und FRITZ!Box ausreichend mit Telefonie ausgestattet bin). Im B\u00fcro sitzt eine FRITZ!Box 7590, die das VDSL-Signal empf\u00e4ngt und dann Internet und Telefon im Haus per WLAN, LAN und DECT verteilt. Seit meine Auerswald Telefonanlage im Keller vor wenigen Wochen gestorben ist, nutze ich ausschlie\u00dflich DECT-Telefone im Haus &#8211; klappt sogar ohne Repeater und Mesh (was ich vom Energieverbrauch super finde). Und die ganze Kupferverkabelung l\u00e4uft absolut stabil &#8211; obwohl ich mir seinerzeit, bei der VDSL-Umstellung, nicht so sicher war.<\/p>\n<p>Diese L\u00f6sung h\u00e4tte beim Gigabit-Anschluss angepasst werden m\u00fcssen &#8211; ein Leerrohr vom Hausanschlussraum zum B\u00fcro habe ich nicht). Ich war daher gespannt auf den L\u00f6sungsvorschlag der Vertriebsleute. Es hie\u00df: FRITZ.Box 7530 im Keller als Glasfasermodem &#8211; dann k\u00f6nne man mit Netzwerkverkabelung (habe ich leider auch nicht) oder zwei Devolo-Adaptern \u00fcber elektrische Leitungen ja Internet ins B\u00fcro verteilen. Dort k\u00f6nnte ich eine weitere FRITZ.Box verwenden, um ggf. Telefon, WLAN und Netzwerk mit Internet zu versorgen. Diese L\u00f6sung (ohne Umbauten und Kabelverlegung im Haus) wurde auch den Bewohnern der Nachbarh\u00e4user \"verkauft\", wie ich aus Nachfragen wei\u00df.<\/p>\n<p>Und damit kommen wir zum Dilemma der ganzen Gigabit-Glasfaser-Diskussion: Der Glasfaseranschluss im Hausanschlussraum im Keller besagt nicht, dass das 1 Gigabit auch beim Nutzer ankommt. Vielmehr deutet sich an, dass es bei \"Vertrags-Gigabit\" bleibt &#8211; denn mit der Devolo-L\u00f6sung sind selbst die 100 MBit-Geschwindigkeiten kaum erreichbar. Wird Internet per WLAN im Haus verteilt, kommt an den Endger\u00e4te mitnichten 1 Gigabit an. Unter dem Strich blieb im aktuellen Fall bei n\u00fcchterner Betrachtung: Ich h\u00e4tte f\u00fcr den (1 Gigabit) Glasfaseranschluss, selbst im g\u00fcnstigsten Tarif (300\/150 MBit) deutlich mehr als bei meinem aktuellen VDSL-Tarif bezahlt, ohne dass ein Bit schneller im Haus bei den Endger\u00e4ten angekommen w\u00e4re. Sinn macht das Ganze nur, wenn die Glasfaser wirklich bis zu dem Punkt verlegt wird (FTTH), wo die FRITZ.Box 7530 (o.\u00e4.) das Haus oder die Wohnung mit Internet\/Telefonie versorgt &#8211; oder wenn es eine schnelle Netzwerkverkabelung vom Hausanschlussraum zu den Endpunkten gibt.<\/p>\n<p>Als ich dann bei den direkten Nachbarn nachfragte, war die Situation dort \u00e4hnlich &#8211; das Interesse auf einen Glasfaseranschluss zu gehen, war deutlich reduziert (selbst beim Technik-affinen Nachbarn).<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung: <\/strong>Auf einen g\u00e4nzlich anderen Aspekt bin ich in <a href=\"https:\/\/www.immoclick24.de\/immobilien-verwaltung\/haus-und-grundstuecksverwaltungen\/glasfaseranschluss-das-muessen-weg-verwalter-jetzt-wissen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> gesto\u00dfen, wo es um das Thema Mehrfamilienhaus und Zustimmung der Verwaltung zu einem Glasfaseranschluss im Objekt geht. Dort werden die f\u00fcr Verwalter relevanten Fragestellungen behandelt.<\/p>\n<p>Schaue ich mir die Situation n\u00fcchtern an, d\u00fcrfte dieses Szenario in vielen Haushalten in \u00e4hnlicher Form vorliegen. Niemand rei\u00dft W\u00e4nde in H\u00e4usern auf, um Glasfaser oder CAT.5e\/6\/7-Netzwerkkabel in die Zimmer oder Wohnungen zu verlegen. Und ob da \u00fcberall nutzbare Leerrohre vorhanden sind, da mache ich ein Fragezeichen dran.<\/p>\n<blockquote><p>Schwank am Rande: Ich hatte mir sogar beim Bau den Hauses ein 22 mm Leerrohr vom Dach bis zum Keller verlegen lassen &#8211; es w\u00e4re theoretisch mit wenig Aufwand was gegangen (nur im Keller h\u00e4tten Kabel verlegt werden m\u00fcssen). Aber vor Jahren wollte ich ein Netzwerkkabel vom B\u00fcro ins Dachgeschoss einziehen, damit Sohn Internet hat. Dabei gewann ich die ern\u00fcchternde Erkenntnis, dass das Leerrohr nutzlos sei. Warum: Beim Betonieren der Betondecken waren die Leerrohre wohl abgeknickt worden. Mit viel M\u00fche, Spucke und Tricks habe ich es geschafft, ein Kabel die 2,5 Meter in das Rohr zu bekommen. Ob da ein dickeres Netzwerkkabel oder eine Glasfaser eingezogen werden kann, steht in den Sternen. McMurphy in Reinkultur eben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die ganzen F\u00e4lle, wo Vermieter sich weigern, Pflaster und Vorg\u00e4rten zur Verlegung von Glasfaser aufgraben zu lassen, oder wo Sub-Sub-Sub-Unternehmer bei der Verlegung \"verbrannte Erde\" und kaputte Pflaster hinterlassen, m\u00f6chte ich gar nicht erst einbeziehen. Spiegele ich diese technische Seite und die Realit\u00e4ten am Wunsch \"Glasfaser an jedem Haus, Kupfer ist so was von vorgestern\", gibt es mehrere Punkte, die mir durch den Kopf gehen.<\/p>\n<ul>\n<li>Ist es wirtschaftlich, die letzten Meter Kupferkabel der \"es muss Glasfaser sein\"-Doktrin zu opfern?<\/li>\n<li>Kommt vom 1 Gigabit-Anschluss auch wirklich 1 Gigabit beim Endger\u00e4t oder beim Kunden an?<\/li>\n<li>Braucht der Privatanwender wirklich diesen 1 Gigabit-Anschluss?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich denke, man muss da nochmals sehr genau schauen &#8211; in meinem Wohnort haben die Leute wohl mit den F\u00fc\u00dfen abgestimmt und diese still gehalten, als gefragt wurde \"braucht wer 1 Gigabit\". Mir ist aktuell auch absolut unklar, ob sich das f\u00fcr die Anbieter wirklich mit allen Tiefbauma\u00dfnahmen in der Fl\u00e4che rechnet. Die Vorteile sind &#8211; unter den gegenw\u00e4rtigen Bedingungen, die ich weiter oben skizziert habe &#8211; fraglich, nicht vorhanden, marginal oder \"irgendwann auf die Zukunft bezogen\".<\/p>\n<h3>Braucht es 1 Gigabit?<\/h3>\n<p>Und ob die Leute in der Masse wirklich die Gigabit-Internetanschl\u00fcsse in Zukunft brauchen, da habe ich wirklich meine Zweifel. Es wird zwar immer wieder Streaming als \"Killeranwendung\" angef\u00fchrt. Aber es geht schlecht an, wenn ich auf der einen Seite an allen Ecken und Enden sparen und energieeffizient werden soll, dann aber auf Teufel komm raus streame. Der Streaming-Boom k\u00f6nnte &#8211; unter den sich gegenw\u00e4rtig abzeichnenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen &#8211; eh den Peak erreicht haben.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich las ich dann &#8211; gar nicht marketingkompatibel mit den Anbietern von Glasfaseranschl\u00fcssen &#8211; dass der typische Haushalt mit einem 100 MBit Internetanschluss eigentlich ausreichend bedient sei &#8211; mehr w\u00fcrde gar nicht ben\u00f6tigt. Wenn ich meinen Breitband-Bedarf betrachte, kann ich sogar zustimmen. Die Wartezeiten beim Abrufen von Internetseiten liegen nicht an der Bandbreite, sondern werden von den Clients verursacht, wenn die Rendering-Engine im Browser einfach braucht, um die Daten anzufordern und darzustellen. Beim Download ist die Bandbreite des Download-Servers ebenfalls der limitierende Faktor.<\/p>\n<p>Und wenn ich Millionen Glasfaser-Router zus\u00e4tzlich zu Mesh-Verteilern und Zusatzroutern in Wohnungen betreiben muss, wo bisher nur ein Router am Kupferkabel lief, steigert dies ebenfalls den Energieverbrauch. Hochgerechnet auf ein ganzes Land mit 80 Millionen Einwohnern ist das kein Pappenstiel und passt so gar nicht zu \"wir m\u00fcssen CO2 einsparen und den Energieverbrauch reduzieren\". Zudem ist das in vielen F\u00e4llen ein Verlagern von Energiekosten vom Provider zum Verbraucher &#8211; wie es <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/forum\/heise-online\/Kommentare\/Glasfaser-fuer-alle-Bundesregierung-beschliesst-Gigabitstrategie\/Versorgung-mit-Glasfaseranschluessen-bis-ins-Haus-in-Keller-nicht-Wohnungen\/posting-41301071\/show\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> jemand ausdr\u00fcckte.<\/p>\n<p>Das einzige Szenario, welches ich mir als Vorteil f\u00fcr 1 Gigabit-Glasfaser vorstellen kann: Am Glasfaser-Einspeisepunkt geht eine sternf\u00f6rmige Netzwerkverkabelung ab, \u00fcber die dann die Gigabit-Bandbreite auf mehrere Power-Anwender verteilt wird (beispielsweise kleines B\u00fcro mit mehreren Mitarbeitern), so dass 100 &#8211; 300 MBit ankommen. Oder es wird die Glasfaser zum B\u00fcro durchgezogen (FTTH). Bei B\u00fcros, die gro\u00dfe Datenmengen \u00fcbertragen (Grafiker, Setzer, Konstrukteure, Videospezialisten etc.) wird die Bandbreite ben\u00f6tigt. Das ist aber nicht \"Otto-Normalverbraucher und Netflix-Nutzer\" &#8211; und ob das Milliarden Euro Investitionen, in Form von in B\u00fcrgersteigen versenkten Glasfaserkabeln, erfordert, da k\u00f6nnte man schon ein Fragezeichen dran machen. Vielleicht rechnet es sich in 10 Jahren, weil pl\u00f6tzlich neue \"Killeranwendungen\" am Horizont erschienen sind, die ich heute noch nicht sehe. Es k\u00f6nnte aber auch sein, dass es ein Investitionsgrab wird, und uns in 10 Jahren der Schuh deutlich an anderer Stelle dr\u00fcckt, als bei der Frage eines schnellen Internetanschlusses.<\/p>\n<p>Oder sehe ich das falsch? Ich bin bei dem Thema hin und her gerissen. Einerseits gibt es die vage \u00dcberlegung \"verbaut man sich die Zukunft, wenn man auf Glasfaserausbau verzichtet?\", der ich dann aber aktuell ganz n\u00fcchtern die Ist-Situation gegen\u00fcber stelle und zum Schluss komme, dass \"abseits von Marketing-Spr\u00fcchen\" das Ganze in der gegenw\u00e4rtigen Form f\u00fcr die Masse der Leute weitgehend Unsinn ist.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung 2:<\/strong> Der Beitrag hat ziemlich eingeschlagen, sowohl was Abrufzahlen als auch Kommentare betrifft. Mein Dank an die Leserschaft f\u00fcr die bisherigen zahlreichen R\u00fcckmeldungen, Erfahrungen und Anregungen\/Gedanken. Habe da viel draus gelernt. Mein Schluss: Es muss jeder individuell entscheiden, ob ein 1 GBit Glasfaseranschluss am Haus oder in der Wohnung (FTTH\/B) Sinn macht oder nicht. Die Marketing-Spr\u00fcche der Anbieter \"Du brauchst Glasfaser f\u00fcr deine Zukunft\" k\u00f6nnen jedenfalls nicht Basis f\u00fcr die Entscheidung sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist die Entscheidung gefallen &#8211; FTTC d\u00fcrfte bis auf weiteres &#8211; auch auf Grund der aktuellen Randbedingungen &#8211; reichen. Interessant ist auch, wie unterschiedlich die Angebote sind (von \"kostenlosem Leerrohr\/Glasfaserkabel am Haus\", bis zu \"sehr wettbewerbsorientierten Tarifen\" war ja alles dabei). Hier bei uns war das Angebot (nach meinem Gef\u00fchl) von den Tarifen her &#8211; wenn man den Preis f\u00fcr das 12-Monate-Angebot ausnimmt &#8211; eher unattraktiv. Und wenn ich mal im Internet nach Erfahrungen bzgl. der Anbieter Deutsche Glasfaser oder Deutsche Giganetz gesucht habe, gab es ebenfalls unsch\u00f6ne Sachverhalte (was nat\u00fcrlich immer Einzelf\u00e4lle sind).<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung 3:\u00a0<\/strong>Im Nachgang zu diesem Blog-Beitrag hatte ich ein Telefonat mit Herrn Wolfram Thielen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Deutsche GigaNetz GmbH. Ich erg\u00e4nze einfach einige Informationen aus diesem Gespr\u00e4ch f\u00fcr die Leserschaft.<\/p>\n<ul>\n<li>Deutsche GigaNetz GmbH bietet FFTH (also bis in die Wohnung an).<\/li>\n<li>Die Verlegung der Glasfaser im Geb\u00e4ude ist bei Mehrfamilienh\u00e4usern f\u00fcr die Eigent\u00fcmer kostenlos.<\/li>\n<li>Bei Einfamilienh\u00e4usern gibt das Unternehmen Pauschalpreise (abh\u00e4ngig vom Aufwand) f\u00fcr die Verlegung der Glasfaser im Haus an &#8211; Aussage: Preis 300-400 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit entf\u00e4llt nat\u00fcrlich die (obige) Diskussion der Verl\u00e4ngerung des 1 Gigabit-Netzes vom Geb\u00e4ude-\u00dcbergabepunkt zur Wohnung oder im Haus per Kupferkabel. Weiterhin gab es auch die Aussage, dass der Ausbau nur bei 40 % Kunden kein Dogma sei &#8211; es werde auch in Gebieten ausgebaut, wo dieser Wert nicht ganz erreicht wird. Das Unternehmen schaut auf den Einzelfall. Der Ausbau vor Ort erfolge durch zertifizierte Partner &#8211; ein Wechsel zu einem Anbieter sei nach der 24-monatigen-Bindungsfrist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich Telefoni gab es zudem die Aussage, dass bei zu 10 bestehende Telefonnummern transferiert werden k\u00f6nnen. Bei den <a href=\"https:\/\/deutsche-giganetz.de\/internet-telefon\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Tarifen<\/a> findet sich inzwischen auch der Hinweis, dass man diese 10 Telefonnummern als Paket mit buchen kann. Beim MyNet 300-Tarif gibt es keine Telefon-Flatrate, was aber wohl eine reine Marketing-Entscheidung ist.<\/p>\n<p>Inzwischen droht dem Glasfaser-Ausbau aber von anderer Seite ein Problem. Sowohl Glasfaserkabel als auch Komponenten k\u00f6nnten knapp werden und die Kosten f\u00fcr die Verlegung steigen durch die Inflation und Fachkr\u00e4fteknappheit kr\u00e4ftig. heise hat die Tage <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Glasfaser-Noch-keine-Bueckware-aber-Lieferkette-angespannt-7223525.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> zum Thema ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/23\/vodafone-ndert-kabel-tv-frequenzen-in-2022\/\">Vodafone \u00e4ndert Kabel-TV-Frequenzen in 2022<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/02\/03\/vodafone-30-kabel-tv-sender-werden-ab-april-gestrichen\/\">Vodafone: 30 Kabel-TV-Sender werden ab April gestrichen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/08\/26\/vodafone-und-die-doppelt-kassierte-kabelgebhr\/\">Vodafone und die doppelt kassierte Kabelgeb\u00fchr<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/05\/07\/modemzwang-verbraucherschtzer-mahnen-vodafone-und-deutsche-glasfaser-ab\/\">Modemzwang: Verbrauchersch\u00fctzer mahnen Vodafone und Deutsche Glasfaser ab<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/02\/25\/vodafone-gigabit-internetanschluss-gibt-es-hufiger-zwangstrennungen\/\">Vodafone Gigabit-Internetanschluss: Gibt es h\u00e4ufiger Zwangstrennungen?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/09\/10\/mail-zustellung-bei-outlook-com-vodafone-und-arcor-verzgert-wartung-im-kabelnetz\/\">Mail-Zustellung bei Outlook.com, Vodafone und Arcor verz\u00f6gert? 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