{"id":275813,"date":"2022-12-10T00:01:00","date_gmt":"2022-12-09T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=275813"},"modified":"2022-12-09T22:42:08","modified_gmt":"2022-12-09T21:42:08","slug":"eu-gericht-entscheidet-google-muss-falsche-suchmaschineneintrge-lschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/10\/eu-gericht-entscheidet-google-muss-falsche-suchmaschineneintrge-lschen\/","title":{"rendered":"EU-Gericht entscheidet: Google muss falsche Suchmaschineneintr&auml;ge l&ouml;schen"},"content":{"rendered":"<p>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/?p=27989\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]Die Alphabet-Tochter Google muss Links aus seiner Suchmaschine entfernen, wenn die von Nutzern aus Europa gefordert wird und diese nachweisen k\u00f6nnen, dass die verlinkten Seiten falsche Informationen enthalten. Das geht aus einem Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) vom 8. Dezember 2022 hervor.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1d0acf67f07142efbede30eecb87ba6f\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Vor dem EuGH wurde die Klage zweier F\u00fchrungskr\u00e4fte einer Gruppe von Investmentgesellschaften verhandelt, die Google gebeten hatten, Suchergebnisse zu entfernen, die ihre Namen mit bestimmten Artikeln in Verbindung brachten, in denen das Investitionsmodell der Gruppe kritisiert wurde. Zudem sollte Google auch Miniaturabbildungen von Fotos dieser Personen aus den Suchergebnissen l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Google lehnt die Antr\u00e4ge der beiden Kl\u00e4ger mit der Begr\u00fcndung ab, dass man nicht wisse, ob die Informationen in den Artikeln korrekt seien oder nicht. Die Betroffenen reichten dann Klage vor deutschen Gerichten ein. Ein deutsches Gericht ersuchte daraufhin vom EuGH eine Entscheidung hinsichtlich der Abw\u00e4gung zwischen dem \"Recht auf Vergessen\" und dem \"Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und Informationsfreiheit\".<\/p>\n<p>In Urteil vom 8. Dezember 2022 weist der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) darauf hin, dass das Recht auf Schutz der personenbezogenen Daten kein absolutes Recht ist, sondern<br \/>\nim Hinblick auf seine Funktion in der Gesellschaft betrachtet und gegen andere Grundrechte, im Einklang mit dem Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit, abgewogen werden muss.<\/p>\n<p>Die Datenschutzgrundverordnung sieht ausdr\u00fccklich vor, dass das Recht auf L\u00f6schung ausgeschlossen ist, wenn die Verarbeitung f\u00fcr die Aus\u00fcbung des Rechts, insbesondere auf Information, erforderlich ist. Die Rechte der betroffenen Person auf Schutz des Privatlebens und auf Schutz der personenbezogenen Daten haben in der Regel Vorrang vor dem<br \/>\nberechtigten Interessen der Internetnutzer, die am Zugang zu den fraglichen Informationen interessiert sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Diese Abw\u00e4gung kann jedoch von den jeweiligen Umst\u00e4nden des Einzelfalls abh\u00e4ngen. Dies h\u00e4nge insbesondere von der Art dieser Informationen und ihrer Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Privatleben der betroffenen Person sowie von dem Interesse der \u00d6ffentlichkeit an diesen Informationen ab. \"Der Betreiber einer Suchmaschine muss Informationen, die in dem referenzierten Inhalt gefunden wurden, entfernen, wenn derjenige, der die L\u00f6schung beantragt, nachweist, dass diese Informationen offensichtlich unrichtig sind\", so der Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union in seiner Entscheidung. Der EuGH detailliert die Entscheidung der Richter im Fall e C-460\/20 in <a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2022-12\/cp220197en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Pressemitteilung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[English]Die Alphabet-Tochter Google muss Links aus seiner Suchmaschine entfernen, wenn die von Nutzern aus Europa gefordert wird und diese nachweisen k\u00f6nnen, dass die verlinkten Seiten falsche Informationen enthalten. Das geht aus einem Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) vom 8. 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