{"id":278649,"date":"2023-03-12T07:31:00","date_gmt":"2023-03-12T06:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=278649"},"modified":"2024-10-03T01:03:54","modified_gmt":"2024-10-02T23:03:54","slug":"lauterbach-will-die-elektronische-patientenakte-epa-mit-opt-out-ein-desaster-mit-ansage-oder-wolkenkuckucksheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/12\/lauterbach-will-die-elektronische-patientenakte-epa-mit-opt-out-ein-desaster-mit-ansage-oder-wolkenkuckucksheim\/","title":{"rendered":"Lauterbach &quot;will&quot; die elektronische Patientenakte (ePA) mit Opt-out &#8211; ein Desaster mit Ansage oder Wolkenkuckucksheim?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gesundheit-klein.jpg\" alt=\"Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)\" width=\"200\" border=\"0\" \/>Die Woche hat der deutsche Gesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach seine Pl\u00e4ne zur elektronischen Patientenakte (ePA) mit einer opt-out-Regelung f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte vorgestellt. In der Pressekonferenz und in der \"Medienbegleitung\" wurden die Propagandisten nicht m\u00fcde, die Vorteile f\u00fcr Versicherte preisen. Der Minister will jetzt ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen und \"glaubt\", Ende 2024 h\u00e4tte die meisten Versicherten (80%) die elektronische Patientenakte (ePA). Ich habe mal einen Blick auf den Sachverhalt geworfen, der sich mit \"Geballte Ignoranz und Inkompetenz macht sich auf den Web ins\u00a0 Wolkenkuckucksheim\" umschrieben werden muss. Da muss viel passieren, damit das wirklich gut wird, sicher bleibt und den Patienten nutzt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>ePA: Worum geht es?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/4bf928b4ff374a4ba05618d25e1a67aa\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Das K\u00fcrzel ePA steht f\u00fcr elektronische Patientenakte, die seit 20 Jahren auf ihre Einf\u00fchrung im deutschen Gesundheitswesen harrt. Minister Lauterbach \"r\u00fchmte\" sich vergangene Woche (3.3.2023) in der Pressekonferenz, deren Einf\u00fchrung seit dieser Zeit \"begleitet\" zu haben. Nun will Herr Lauterbach ein entsprechendes Gesetz auf den Weg f\u00fcr eine sogenannte opt-out-L\u00f6sung bringen. Bis Ende 2024 soll eine Gesetzesl\u00f6sung die \"ePA f\u00fcr alle verpflichtend machen\".<\/p>\n<h3>Die \"vielen Vorteile\" f\u00fcr Patienten<\/h3>\n<p>Ich habe ja bereits h\u00e4ufiger im Blog \u00fcber das Thema referiert. Seit 20 Jahren versucht die Politik die elektronische Patientenakte (ePA) zum Laufen zu bringen &#8211; ohne Erfolg. Die Propagandisten werden nicht m\u00fcde, die Vorteile f\u00fcr Patienten zu schildern &#8211; Doppeluntersuchungen werden \u00fcberfl\u00fcssig, Befunde werden zentral gehalten, und Medikamentenwechselwirkungen sollen erkennbar sein.<\/p>\n<h4>Ein Interview mit der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit Minister Lauterbach, die das BMG (Gesundheitsministerium) <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/interviews\/interview\/fas-030324-elektronische-patientenakte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> ver\u00f6ffentlicht hat &#8211; transportiert seine Vorstellungen &#8211; die Fassung des Interview ist am Beitragsende zu finden.<\/h4>\n<h3>So ganz spontane Fragen<\/h3>\n<p>Prof. Dr. Christian Karagiannidis, Pr\u00e4sident der \"Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin\" sowie <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230829080801\/https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/bundesregierung\/bundeskanzleramt\/prof-dr-christian-karagiannidis-2005428\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitglied des ExpertInnenrats der Bundesregierung<\/a>, wurde im Interview mit den Tagesthemen nicht m\u00fcde, die \"Vorteile\" der ePA f\u00fcr die Notfall-Medizin zu schildern. Wenn ein Patient nicht ansprechbar in der Notfallaufnahme sei, k\u00f6nne der Notfallmediziner sofort erkennen, ob er Diabetes oder andere Krankheiten habe. Ich habe mir extra die Zeit genommen, dieses Interview anzusehen &#8211; und mir sind dann so doofe Fragen durch's Hirn gejagt &#8211; die Aussagen des Mannes, der ein exzellenter Mediziner sein mag, sind an sich ein Oxymoron und Opium f\u00fcr's Volk.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Patient ist nicht ansprechbar, aber unserer wackerer Notfallmediziner hat absolut Zugriff auf seine elektronische Patientenakte. Das muss mir mal jemand erkl\u00e4ren. Sind Angeh\u00f6rige dabei, kennen die Vorerkrankungen &#8211; und ich frage mich, ob sich ein Mediziner auf die Diagnosen in einer Akte verl\u00e4sst?<\/li>\n<li>Minister Lauterbach betont, dass der Patient Herr \u00fcber seine Daten ist und festlegt, ob ein Arzt Zugriff auf die Daten hat. Wie wird denn diese Einwilligung erbracht, wenn die Person nicht ansprechbar ist? Angeh\u00f6rige k\u00f6nnten dies ohne Patientenverf\u00fcgung aus juristischer Sicht schlicht nicht leisten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und die M\u00e4r von den ersparten Doppeluntersuchungen glaube ich erst, wenn ich diese Fata Morgana selbst erz\u00e4hlt. Eigene Beobachtung: Wegen kieferchirurgischen Behandlungen ben\u00f6tige ich R\u00f6ntgenaufnahmen. Zahnarzt hat diese &#8211; der Kieferchirurg fertigt eigene Aufnahmen an, da medizinische Indikation gegeben (3D-Aufnahme zur OP-Planung). Zahnarzt bekommt die Aufnahme, bittet mich aber 2 Mal in die Praxis, um R\u00f6ntenaufnahmen zu machen &#8211; sind angeblich notwendig. Der Zahnarzt ist Gutachter f\u00fcr Behandlungen und f\u00e4llt nicht durch Beutelschneiderei auf. Wenn ich mir anschaue, dass angeschaffte Ger\u00e4te amortisiert werden m\u00fcssen, bin ich nicht so optimistisch, dass da viele Doppeluntersuchungen wirklich entfallen.<\/p>\n<p>Und Wechselwirkungen von Medikamenten sollen doch seit Jahren durch den Medikamentenplan, den der Arzt ausstellen muss, verhindert werden. Der gut informierte Patient mit einem engagierten Arzt d\u00fcrfte da gut aufgestellt sein. Man versucht aktuell, so mein Eindruck, mit Digitalisierung den x% Rest der Patienten \"zu optimieren\", ohne zu hinterfragen, ob sich das optimieren l\u00e4sst.<\/p>\n<h3>Man will die Gesundheitsdaten<\/h3>\n<p>Eine Sache, die mich pers\u00f6nlich wahnsinnig st\u00f6rt, ist die im Raum stehende Geschichte, dass die Protagonisten an die Gesundheitsdaten der Versicherten heran wollen. Lauterbach dazu: \"Der Grundgedanke ist, dass diese Daten in pseudonymisierter Form f\u00fcr Forschungszwecke kombiniert werden k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen wir bisher nicht machen, dadurch fallen wir im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern zur\u00fcck.\" Und die EU will diese Gesundheitsdaten ebenfalls &#8211; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalisierungsstrategie-Lauterbach-will-mehr-E-Patientenakten-und-Daten-7540018.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei heise liest<\/a> sich das so:<\/p>\n<blockquote><p>\"Wie genau der Widerspruch erfolgen kann und wie die Opt-out-Regelung genau aussieht, ist weiterhin nicht bekannt. Die Daten aus der ePA sollen in Zukunft automatisch zu Forschungszwecken \u00fcber das Forschungsdatenzentrum (FDZ) abgerufen werden k\u00f6nnen. Auch die forschende Industrie soll Antr\u00e4ge auf Datennutzung stellen k\u00f6nnen.\"<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit anderen Worten: Minister Dr. Karl Lauterbach, legt die Axt an Artikel 9 der DSGVO und will die notwendige Zustimmungsl\u00f6sung des Betroffenen zur Weitergabe der Daten aushebeln. Bedenken des Bundesdatenschutzbeauftragten werden munter weg gewischt. Ob ein entsprechendes Gesetz, welches dann mit der DSGVO kollidiert und mit EU-Recht bricht, vor dem Bundesverfassungsgericht und dem EuGH h\u00e4lt? Die Frage ist durchaus offen.<\/p>\n<h3>Was st\u00f6rt: Privatversicherte entscheiden<\/h3>\n<p>Man k\u00f6nnte ja optimistischer Weise die geschilderten Notwendigkeiten des Ministers und die propagierten Vorteile als \"gegeben\" annehmen. Was mich aber so ganz spontan st\u00f6rt: Die elektronische Patientenakte (ePA) \"f\u00fcr Alle\" bezieht sich auf:<\/p>\n<ul>\n<li>die gut 73 Millionen gesetzlich Krankenversicherten (GKV).<\/li>\n<li>die ca. 8,7 Millionen privat Krankenversicherten (PKV) bleiben au\u00dfen vor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich habe mir die Zahlen aus der im Screenshot gezeigten Erhebung heraus gezogen. Das hei\u00dft: Der Gro\u00dfteil der im Bundestag sitzenden Abgeordneten sind Beamte und sonstige Privatversicherte, die dann \u00fcber die Datenhoheit der gesetzlich Versicherten entscheiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Versicherte in der PKV und GKV\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/j24qn0e.png\" alt=\"Versicherte in der PKV und GKV\" \/><\/p>\n<p>Herr Lauterbach meint im FAZ-Interview auf die Frage, ob er schon eine ePA habe: \"Nein. Erstens bin ich als Beamter privat versichert, die elektronische Patientenakte steht bei meiner Krankenversicherung gar nicht zur Verf\u00fcgung. Und bisher kann man mit der Akte auch in der Praxis noch wenig anfangen, auch deshalb nutzen das derzeit weniger als ein Prozent der Patienten. Das wollen wir \u00e4ndern. Ende kommenden Jahres wird die elektronische Patientenakte f\u00fcr alle verbindlich.\" Wie nun? F\u00fcr Alle verbindlich, oder f\u00fcr alle GKV-Mitglieder &#8211; ein kleiner oder feiner Unterschied. Genau mein Humor, da ist Pr\u00e4zisierung notwendig.<\/p>\n<h3>Keine Akzeptanz bei Versicherten und \u00c4rzten<\/h3>\n<p>Interessant sind in diesem Kontext f\u00fcr mich auch Sachverhalte, die mir untergekommen sind. Die ePA gibt es seit 2021 ja bereits als opt-in-L\u00f6sung:<\/p>\n<ul>\n<li>aber nur 1% der gesetzlich Krankenversicherten mochte sich f\u00fcr diese L\u00f6sung entscheiden &#8211; und das, obwohl die \"vielen Vorteile\" oben aufgezeigt wurden.<\/li>\n<li>die Bereitschaft zur Weitergabe der Daten h\u00e4lt sich bei der Bev\u00f6lkerung in Grenzen &#8211; im Tagesthemen-Interview hie\u00df es erinnerungsm\u00e4\u00dfig (unter Berufung auf eine Umfrage), dass ca. 70% die Gesundheitsdaten an den Arzt weiter geben w\u00fcrden, ca. 40 % an die Krankenkasse und nur ca. 11% an eine staatliche Struktur.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum letztgenannten Punkt habe ich die Umfrage nicht gefunden &#8211; aber es gibt die <a href=\"https:\/\/www.sbk.org\/magazin\/patientendaten-teilen-sind-sie-bereit-dazu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage von 2019<\/a> der SBK, wo einige Zahlen erneut auftauchen. 56 % der Befragten m\u00f6chten Daten nur weitergeben, wenn ein Datenmissbrauch ausgeschlossen ist. Dass Misstrauen gegen\u00fcber Datenpannen ist also hoch. Warum wohl? Und laut einer Stichprobe der Stiftung Warentest wollten auch nur 2 von 12 \u00c4rzten ihren Patienten freiwillig Einblick in die analoge Patientenakte gew\u00e4hren, liest man im <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/interviews\/interview\/fas-030324-elektronische-patientenakte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FAZ-Interview<\/a>.<\/p>\n<p>Was in der aktuellen Diskussion auch unter den Tisch f\u00e4llt: Ein Arzt haftet f\u00fcr Datenschutzverletzungen, wenn diese in seinem Einflussbereich auftreten. Und diese F\u00e4lle werden unweigerlich kommen.<\/p>\n<h2>Ein (Sicherheit-)Technisches Desaster<\/h2>\n<p>Abseits der oben aufgerissenen Fragen stellt sich auch die Frage der technischen Umsetzung des Ganzen. Die gematik ist ja seit vielen, vielen Jahren mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen betraut und hat ja \"Vorlauferfahrung\" mit der ePA. Ich hatte ja die grunds\u00e4tzlichen Beschl\u00fcsse zum Neustart der elektronischen Patientenakte, die Basis f\u00fcr die jetzt vorgestellten Pl\u00e4ne des\u00a0 Gesundheitsministeriums sind, Ende 2022 im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/30\/neustart-in-2023-fr-elektronische-patientenakte-epa-geplant\/\">Neustart in 2023 f\u00fcr Elektronische Patientenakte (ePA) geplant<\/a> besprochen.<\/p>\n<h3>Technische (In-)Kompetenz der gematik<\/h3>\n<p>Bei heise hei\u00dft es im Artikel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalisierungsstrategie-Lauterbach-will-mehr-E-Patientenakten-und-Daten-7540018.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitswesen: Lauterbach will mehr E-Patientenakten und Daten<\/a>, dass die bisher nur im Gesundheitsministerium angesiedelte gematik GmbH zur Gesundheitsagentur bef\u00f6rdert und vollst\u00e4ndig dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt werden soll &#8211; und dass ein nationaler Datenraum kommen werde.\u00a0 Bisher waren in der gematik auch die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung und der Verband der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen als Gesellschafter vertreten. Schaut man sich die bisherige Leistungsbilanz der gematik in Bezug auf technische Kompetenz an, wird einem Angst und Bange.<\/p>\n<ul>\n<li>Im August 2022 musste die gematik den Einsatz des Video-Ident-Verfahrens zur Authentifizierung von Versicherten f\u00fcr die ePA wegen Sicherheitsm\u00e4ngeln untersagen. Passierte erst, nachdem Dritte nachgewiesen hatten, dass sich Video-Ident leicht austricksen l\u00e4sst. ich hatte im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/10\/gematik-untersagt-video-ident-verfahren-in-der-telematikinfrastruktur-9-august-2022\/\">gematik untersagt Video-Ident-Verfahren in der Telematikinfrastruktur (9. August 2022)<\/a> berichtet.<\/li>\n<li>Im Jahr 2022 machte der Skandal beim Tausch der TI-Konnektoren bei \u00c4rzten Schlagzeilen &#8211; es wurden von der gematik technisch nicht notwendige Austauschl\u00f6sungen mit Millionen Kosten f\u00fcr die Versicherten durchgewunken. Erst als Dritte diesen Skandal aufdeckten (siehe<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/10\/16\/ti-connectoren-im-gesundheitswesen-der-300-millionen-euro-hack-des-chaos-computer-clubs\/\">TI-Konnectoren im Gesundheitswesen \u2013 der \"400 Millionen Euro\"-Hack des Chaos Computer Clubs<\/a>), ruderte die gematik zur\u00fcck und ebnete den Weg f\u00fcr eine Software-L\u00f6sung. Von der \u00c4rzteschaft gibt es inzwischen eine Anzeige wegen Korruptionsverdacht (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/18\/ti-konnektorentausch-rzteverbnde-erstatten-anzeige-wegen-korruptionsverdacht\/\">TI-Konnektorentausch: \u00c4rzteverb\u00e4nde erstatten Anzeige wegen Korruptionsverdacht<\/a>).<\/li>\n<li>Im Jahr 2022 sollte das eRezept auf breiter Basis eingef\u00fchrt werden &#8211; die gematik versuchte gegen die Empfehlungen der Datensch\u00fctzer die technische L\u00f6sung durchzudr\u00fccken und wurde vom Datenschutz gestoppt (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/06\/kvb-verschiebt-erezept-einlsung-mit-egk-auf-sommer-2025-verschoben\/\">KBV: Gematik verschiebt eRezept-Einl\u00f6sung mit eGK auf Sommer 2023<\/a>).<\/li>\n<li>Seit Anfang 2023 ist die elektronische Krankschreibung (eAU) <a href=\"https:\/\/www.tk.de\/firmenkunden\/service\/fachthemen\/alles-wichtige-zur-eau\/seit-2023-eau-fuer-arbeitgeber-verpflichtend-2102198#:~:text=Seit%202023%20ist%20das%20Meldeverfahren%20zur%20elektronischen%20Arbeitsunf%C3%A4higkeitsbescheinigung%20auch%20f%C3%BCr%20Arbeitgeber%20verpflichtend.&amp;text=Seit%20dem%201.,nicht%20mehr%20von%20Ihren%20Mitarbeitenden.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verpflichtend<\/a> und ist fl\u00e4chendeckend im Einsatz. Vor einigen Tagen berichtete Golem im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/elektronische-krankmeldung-eau-system-funktioniert-in-der-praxis-ueberhaupt-nicht-2303-172415.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eAU-System funktioniert in der Praxis \"\u00fcberhaupt nicht\"<\/a> vom Chaos der Zust\u00e4ndigkeiten und Mehraufwand in den Betrieben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sind nur einige Beispiele f\u00fcr Projekte, die die gematik zu verantworten hat, und wo eine Empfehlung in Sachen Sachkompetenz abgegeben h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Stattdessen spiegelt sich dort die Unf\u00e4higkeit der gematik, die zu realisierenden L\u00f6sungen in der Praxis umzusetzen. Und es sind alles Baustellen, die Gesundheitsminister Lauterbach seit einem Jahr geerbt hat, aber nicht saniert. Stattdessen sattelt er \"ein Luxusdach auf ein morsches Fundament\", so der Chaos Computer Club in <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240225075830\/https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/e-patientenakte-digitalisierung-gesundheiteswesen-lauterbach-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem ZDF-Artikel<\/a> zum Thema.<\/p>\n<h3>Praktische Umsetzung ein Desaster<\/h3>\n<p>Wie steht es eigentlich um die technische Umsetzung der ePA samt Datentransfer und Freigabe der Dateneinsicht durch den Patienten. Im FAZ-Interview wird Minister Lauterbach mit folgendem Aussagen zitiert:<\/p>\n<blockquote><p>Auch bei den Patienten, die sich selbst nicht mit der Einrichtung der elektronischen Akte besch\u00e4ftigen m\u00f6chten, steht sie zur Verf\u00fcgung, sie kann und soll von den \u00c4rzten zum Austausch von Informationen\u00a0 genutzt werden. Und wir warten nicht, bis es f\u00fcr alle Befunde eine standardisierte Datenstruktur gibt. F\u00fcr den Anfang wird es m\u00f6glich sein, ganz einfach pdf- oder Word-Dateien einzuspeisen. Bereits das ist schon ein riesiger Fortschritt. Und bei den Arzneimitteln wird es von Anfang an systematisierte Eintr\u00e4ge geben, damit \u00c4rzte und Apotheker einen schnellen \u00dcberblick haben \u2013 und auf das elektronische Rezept zugreifen k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gut, ein Minister, von der Ausbildung Mediziner und Epidemiologe, muss nicht unbedingt die technischen Feinheiten wissen. Aber die obige Aussage ist gelebte Verantwortungslosigkeit: \"Wir haben zwar keine standardisierte Methode, wie wir die Datenhalde f\u00fcttern, aber wir machen mal.\" Und was Lauterbach als \"riesigen Fortschritt\" preist, ist der Sicherheitsalptraum eines jeden Administrators und Sicherheitsforschers. Gerade Adobe PDF- und Word-Dokumente sind als Einfalltor f\u00fcr Sch\u00e4dlinge bekannt und halten Sicherheitsleute in Atem.<\/p>\n<p>Ich hatte ja bereits im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a> auf diese Problematik hingewiesen. Ich erinnere mich, 2022 als Gast bei einer Sitzung einer Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung dabei gewesen zu sein. Es ging um Praxissicherheit f\u00fcr \u00c4rzte und auf die Frage, wie man eigentlich sicherstellen wollte, dass vom Patienten oder anderen \u00c4rzten bereitgestellte Dokumente kein Sicherheitsrisiko f\u00fcr die Praxen darstellten hie\u00df es vom technischen Berater:<\/p>\n<ul>\n<li>vom Praxisteam muss dann das Dokument auf einem separaten, isolierten PC mit einem aktuellen Virenscanner gepr\u00fcft werden und darf erst dann auf einem anderen PC in das Praxissystem eingespeist werden.<\/li>\n<li>der Arzt ist f\u00fcr die Sicherheit der Systeme zust\u00e4ndig und haftet auch bei Datenschutzverst\u00f6\u00dfen und Sch\u00e4den.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ist unfreiwillig gelebte Hilflosigkeit, die im Praxisalltag (in meinemn Augen) erstens nicht gangbar ist und zweitens den Arzt in arge Bedr\u00e4ngnis bringt. Dass die \u00c4rzte selbst, zumindest in Teilen, alles andere als begeistert sind, hatte ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/05\/vernichtendes-urteil-an-elektronischer-patientenakte-auf-freie-rzteschaft-fa-kongress-3-12-2022\/\">Vernichtendes Urteil an elektronischer Patientenakte auf Freie \u00c4rzteschaft (FA) Kongress (3.12.2022)<\/a> aufgegriffen.<\/p>\n<p>Geht man die Aussagen von Prof. Dr. Karl Lauterbach in der FAZ durch, offenbaren sich weitere L\u00fccken und Nullstellen. Hier ein Zitat zur notwendigen Infrastruktur:<\/p>\n<blockquote><p>Die Infrastruktur f\u00fcr die elektronische Patientenakte gibt es ja bereits. Auch die Patientendaten liegen schon in elektronischer Form vor \u2013 in der IT beim Arzt. Neu ist der erleichterte Zugang. Das muss f\u00fcr \u00c4rzte, Krankenh\u00e4user oder Patienten total unb\u00fcrokratisch sein. Das hei\u00dft: K\u00fcnftig wird jeder meiner behandelnden \u00c4rzte Zugang zu meiner Akte bekommen, solange ich nicht widerspreche. Er erh\u00e4lt dort den \u00dcberblick \u00fcber meine Patientenhistorie und stellt selbst relevante Daten und Dokumente ein. Als Patient wiederum habe ich auch die M\u00f6glichkeit, mir einen Zugang zu meiner Akte per Smartphone einzurichten, muss es aber nicht zwingend tun.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im letzten Satz hat Lauterbach gerade noch die Kurve gekriegt und den Patienten noch irgendwie eingeflickt. Aber das Recht auf informelle Selbstbestimmung, was meine Gesundheitsdaten betrifft, kommt in diesem Absatz nur in Form \"wenn ich nicht wiederspreche\" vor. Eine in Artikeln zum Thema postulierte granulare Vergabe von Zugriffsrechten, was ein Arzt sehen darf und was nicht, verwaltet vom Patienten, kommt nicht vor &#8211; zudem w\u00fcrde das auch viele Patienten \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen pochen laut <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/elektronische-patientenakte-gruene-pochen-auf-besonderen-schutz-von-daten-mit-hohem-RCQKJJRETBCJHDUH3MGRUDIVUM.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> auf besonderen Schutz von Daten mit \u201ehohem Diskriminierungspotenzial\".\u00a0 Mediziner und Gr\u00fcnen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen will, dass Daten zu Infektionskrankheiten, Schwangerschaftsabbr\u00fcchen oder psychischen Erkrankungen in der Akte automatisch \"verschattet\" werden werden. Nur Patient und behandelnder Arzt soll diese Daten sehen.\u00a0 \"Damit wird eine Vollst\u00e4ndigkeit der Daten gew\u00e4hrleistet, um beispielsweise dennoch die Forschung in diesen wichtigen Bereichen zu erm\u00f6glichen, aber gleichzeitig einer Verletzung der Privatsph\u00e4re, Stigmatisierung, Diskriminierung oder Benachteiligung durch Datenmissbrauch von Beginn an vorzubeugen.\", so der gr\u00fcne Gesundheitsexperte.<\/p>\n<h3>Klopper beim Datenschutz<\/h3>\n<p>Pers\u00f6nlich ist mir die Kinnlade bei der Vorstellung von Lauterbachs Pl\u00e4nen heruntergefallen. Nur mal langsam zum Mitschreiben: Jede popelige Webseite muss per Opt-in die Zustimmung einholen, dass ein Cookie gesetzt werden darf und soll sich Gedanken machen, ob und wie eine (im Zweifelsfall wechselnde) IP als \"pers\u00f6nliches Datum\" gehandhabt, gespeichert und weiter transferiert wird. Die DSGVO will das so.<\/p>\n<p>Und bei wirklich sensiblen Gesundheitsdaten, die einen von der Wiege bis zur Bahre begleiten, soll das alles gekippt werden &#8211; ich soll als Patient im Zweifelsfall bestenfalls noch widersprechen k\u00f6nnen &#8211; ob es umgesetzt wird, kann ich nicht einmal kontrollieren?<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/interviews\/interview\/fas-030324-elektronische-patientenakte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FAZ-Artikel<\/a> weist Prof. Dr. Lauterbach im Hinblick auf die Bedenken des Datenschutzbeauftragten, Dr. Ulrich Kelber, darauf hin, dass man mit dieser Stelle in Kontakt stehe und dieser \"wisse, dass das Gesundheitsministerium Patientendaten sch\u00fctze will\". Zitat:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Der Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat schon Bedenken ge\u00e4u\u00dfert.<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch. Herr Kelber wei\u00df, dass wir Patientendaten sch\u00fctzen, aber gleichzeitig die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nutzen wollen. Aber das geht nicht \u00fcber Systeme, in denen der Zugang zur elektronischen Patientenakte so kompliziert ist, dass er nie begangen wird. Was w\u00e4re denn dann die Konsequenz? Dann verschicken \u00c4rzte und Patienten weiter Befunde per E-Mail, Fax oder Post. Das ist viel unsicherer. Ich m\u00f6chte, dass jeder eine Patientenakte bekommt und jeder die Chance bekommt, sie auch zu nutzen, ohne vorher zum <abbr>IT<\/abbr>-Experten zu werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da sind wir doch beruhigt &#8211; die Fachleute in gematik und Bundesgesundheitsministerium machen das schon &#8211; Fragen k\u00f6nnten nur beunruhigen. Und zur Weitergabe von Daten f\u00fcr die Forschung hei\u00dft es, dass diese in pseudonymisierter Form weitergegben w\u00fcrden. Das diese Daten im ung\u00fcnstigen Fall deanomisiert werden k\u00f6nnen, wen interessiert das schon, wir haben es schlie\u00dflich nur gut gemeint. Und eigentlich soll jeder &#8211; auch aus der interessierten Industrie &#8211; Zugriff auf diesen staatlichen Datenraum bekommen. Gut, wenn alle Daten \"\u00f6ffentlich\" sind, kann es per Definition keinen Datenschutzvorfall mehr geben &#8211; war jetzt sarkastisch.<\/p>\n<p>B\u00e4nde sprechen zwei Stimmen, die in <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240225075830\/https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/e-patientenakte-digitalisierung-gesundheiteswesen-lauterbach-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem ZDF-Beitrag<\/a> zum Thema zu finden sind. Vorstand Eugen Brysch von der Deutsche Stiftung Patientenschutz sagt:<strong> \"<\/strong>Dem B\u00fcrger darf nicht die Kontrolle \u00fcber seine medizinischen Informationen entzogen werden. Denn Schweigen bedeutet nicht Zustimmung\"! &#8211; also eine Ablehnung der Opt-out-L\u00f6sung. Und das ZDF wollte eine Stellungnahme vom Datenschutzbeauftragten, Dr. Kelber, die dieser aber mit Hinweis \"aus politischen Gr\u00fcnden\" ablehnte.<\/p>\n<p>Linken-Digitalexpertin Anke Domscheit-Berg kritisiert, dass Lauterbach den Bundesdatenschutzbeauftragten bei der Umsetzung der Pl\u00e4ne entmachtet und ihm ein Vetorecht entzogen habe. Das spricht alles schon B\u00e4nde und auch Martin Tschirsich vom <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/updates\/2022\/chaos-computer-club-hackt-video-ident\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chaos Computer Club<\/a> sagt: \"Herr Lauterbach vernachl\u00e4ssigt den Datenschutz\".<\/p>\n<h2>Abschlie\u00dfende Gedanken<\/h2>\n<p>Obiger Abriss ist (aus bisherigen Erfahrungen) von Pessimismus getragen. Man kann nat\u00fcrlich optimistisch hoffen, dass irgendwie alles gut gehen m\u00f6ge. Aber es ist bereits fatal, dass auf berechtigte Fragen keine Antworten sondern Worth\u00fclsen geliefert werden. Die bisherigen Erfahrungen mit gematik &amp; Co. lassen nichts Gutes erahnen. Es bleibt abzuwarten, wie das Gesetz in seiner Endfassung ver\u00f6ffentlicht wird &#8211; und dann ein Opt-out zu w\u00e4hlen. Dass es dann Klagen in Bezug auf Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit und informelles Selbstbestimmung sowie Datenschutz geben wird, davon gehe ich aus.<\/p>\n<p>Wie dr\u00fcckte es heise in <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Kommentar-Bis-Lauterbachs-Digitalstrategie-Patienten-hilft-wird-es-noch-dauern-7542709.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> aus: <em>eHealth: Technische Laien wollen mit halbgarer Digitalisierungsstrategie punkten. Lauterbach soll erst mal Projekte beenden und sich um IT-Security k\u00fcmmern, bevor er neue F\u00e4sser oder besser Datensilos aufmacht<\/em>. Dem kann ich nicht wirklich widersprechen. Irgendjemand hat es in einem Forum auf den Nenner \"Arroganz, gepaart mit Ignoranz und Inkompetenz\" gebracht. Ist sehr def\u00e4tistisch, aber der Gedanke k\u00f6nnte einem kommen. Bleibt zu hoffen, dass am Ende des Tages was Anst\u00e4ndiges bei raus kommt und dass der GAU ausbleibt.<\/p>\n<p>Der Verweis \"andere sind schon weiter\" hilft \u00fcbrigens nicht &#8211; das weiter muss vergleichbar sein &#8211; und ob es anzustreben ist, dass pers\u00f6nliche Daten der Finanzbeh\u00f6rde wie in Lettland, oder Regierungsbeh\u00f6rden wie in Litauen, oder der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/datendiebstahl-trifft-auch-digitalpioniere\/a-46992651\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenklau in Estland<\/a> zu berichten sind, wei\u00df ich nicht. Der im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/10\/28\/rki-war-opfer-eines-ddos-angriffs\/\">DDoS-Angriff auf das RKI, und Hacker erbeuten finnische Psychotherapie-Patientendaten<\/a> berichtete Hack von Patientendaten ist f\u00fcr Betroffene tragisch. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr den Fall der <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/02\/24\/cyber-und-ransomwareangriffe-rodgau-rosenbauer-dole-medibank-facebook-seite-und-tiktok-gebrauch-untersagt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medibank<\/a> in Australien, oder den <a href=\"https:\/\/zephyrnet.com\/de\/Verletzung-der-Privatsph%C3%A4re-von-Krebspatienten-Russische-Hacker-lecken-Nacktfotos-im-Dark-Web\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuellen Fall<\/a>, wo russische Hacker Fotos von US-Krebspatienten in Untergrundforen ver\u00f6ffentlichen. Der neueste Fall von Cerebral mit 3,18 Mio. Betroffenen findet sich <a href=\"https:\/\/www.bleepingcomputer.com\/news\/security\/mental-health-provider-cerebral-alerts-31m-people-of-data-breach\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong> Bianca Kastl hat auf <em>netzpolitik.org<\/em> ebenfalls einen sehr lesenswerten Kommentar <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/degitalisierung-vertrauen-ist-ein-weg-aus-vielen-kleinen-schritten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vertrauen ist ein Weg aus vielen kleinen Schritten<\/a> zum Thema verfasst. Ich gestehe, mein St\u00fcckchen Restvertrauen (wird schon gut gehen), welches ich krampfhaft in meiner schwarzen Seele zusammen gekratzt habe, ist beim Lesen gerade pulverisiert worden.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/24\/elektronische-patientenakte-br-will-datenschutz-schleifen\/\">Elektronische Patientenakte: B\u00e4r will Datenschutz schleifen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/11\/06\/digitalisierung-im-gesundheitswesen-rzteverbnde-fordern-einjhriges-moratorium\/\">Digitalisierung im Gesundheitswesen: \u00c4rzteverb\u00e4nde fordern einj\u00e4hriges Moratorium<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/11\/video-ident-durch-chaos-computer-club-sturmreif-geschossen\/\">Video-Ident durch Chaos Computer Club \"sturmreif geschossen\"<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/10\/gematik-untersagt-video-ident-verfahren-in-der-telematikinfrastruktur-9-august-2022\/\">gematik untersagt Video-Ident-Verfahren in der Telematikinfrastruktur (9. August 2022)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/16\/problem-mit-statischer-aufladung-bei-egk-2-1\/\">Problem mit statischer Aufladung bei eGK 2.1-Leseger\u00e4ten<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/03\/14\/old-school-hack-fr-gesundheitskarte\/\">Datenleck: Old-School-'Hack' f\u00fcr Gesundheitskarte<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/06\/kvb-verschiebt-erezept-einlsung-mit-egk-auf-sommer-2025-verschoben\/\">KBV: Gematik verschiebt eRezept-Einl\u00f6sung mit eGK auf Sommer 2023<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/10\/16\/ti-connectoren-im-gesundheitswesen-der-300-millionen-euro-hack-des-chaos-computer-clubs\/\">TI-Konnectoren im Gesundheitswesen \u2013 der \"400 Millionen Euro\"-Hack des Chaos Computer Clubs<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/18\/ti-konnektorentausch-rzteverbnde-erstatten-anzeige-wegen-korruptionsverdacht\/\">TI-Konnektorentausch: \u00c4rzteverb\u00e4nde erstatten Anzeige wegen Korruptionsverdacht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/12\/28\/sicherheitslcken-im-deutschen-gesundheitsdatennetz\/\">Sicherheitsl\u00fccken im deutschen Gesundheitsdatennetz<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/08\/gematik-gesellschafter-haben-opt-out-fr-elektronische-patientenakte-epa-beschlossen\/\">gematik-Gesellschafter haben Opt-out f\u00fcr elektronische Patientenakte (ePA) beschlossen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/05\/vernichtendes-urteil-an-elektronischer-patientenakte-auf-freie-rzteschaft-fa-kongress-3-12-2022\/\">Vernichtendes Urteil an elektronischer Patientenakte auf Freie \u00c4rzteschaft (FA) Kongress (3.12.2022)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/30\/neustart-in-2023-fr-elektronische-patientenakte-epa-geplant\/\">Neustart in 2023 f\u00fcr Elektronische Patientenakte (ePA) geplant<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><em>Presse-Meldung des Bundesgesundheitsministeriums<\/em> (Rechtschreibfehler habe ich, wenn sie mir aufgefallen sind, bei der \u00dcbernahme hier im Blog ausgeb\u00fcgelt).<\/p>\n<h2>Lauterbach: Elektronische Patientenakte ab Ende 2024 f\u00fcr alle verbindlich<\/h2>\n<p>\"Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern wichtiger Bestandteil moderner Medizin\". Im Interview mit der <abbr>FAZ<\/abbr> gibt Bundesgesundheitsminister <abbr>Prof.<\/abbr> Karl Lauterbach einen Ausblick auf Digitalisierungsvorhaben f\u00fcr das Gesundheitswesen.<\/p>\n<p>03. M\u00e4rz 2023<\/p>\n<p><strong>Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (<abbr>FAS<\/abbr>): Herr Lauterbach, auf der Kabinettsklausur in Meseberg wollen Sie an diesem Wochenende die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen. Haben Sie denn schon selbst eine elektronische Patientenakte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bundesgesundheitsminister <abbr>Prof.<\/abbr> Karl Lauterbach: <\/strong>Nein. Erstens bin ich als Beamter privat versichert, die elektronische Patientenakte steht bei meiner Krankenversicherung gar nicht zur Verf\u00fcgung. Und bisher kann man mit der Akte auch in der Praxis noch wenig anfangen, auch deshalb nutzen das derzeit weniger als ein Prozent der Patienten. Das wollen wir \u00e4ndern. Ende kommenden Jahres wird die elektronische Patientenakte f\u00fcr alle verbindlich.<\/p>\n<p><strong>Was versprechen Sie sich davon?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht es um den Patienten. Mit der elektronischen Patientenakte wird er endlich Herr seiner Daten \u2013 er bekommt eine geordnete \u00dcbersicht \u00fcber Arztbriefe, Befunde, Medikamente. Und dann hilft die Akte auch bei seiner Behandlung. Sein Arzt kann schnell erkennen, welches Medikament er zus\u00e4tzlich verordnen kann, ob es Wechselwirkungen gibt. Au\u00dferdem sieht er, ob ein Kollege schon vorher dasselbe untersucht hat. Nehmen wir ein Beispiel. Ich werde oft von Patienten nach einer zweiten Meinung gefragt und leite das an einen Spezialisten weiter. Zuletzt ging es um eine junge Frau mit beginnender Multipler Sklerose nicht im Gehirn, sondern im R\u00fcckenmark. Ein seltener Fall. Aber auch hier war es wieder so: In der Papierakte fehlten wichtige Befunde \u2013 von Untersuchungen, die bereits durchgef\u00fchrt waren.<\/p>\n<p><strong>Die Idee zur Digitalisierung der Befunde hatten Sie vor mehr als zwanzig Jahren, mit der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Warum soll es auf einmal klappen?<\/strong><\/p>\n<p>Weil jetzt einfach etwas passieren muss. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern wichtiger Bestandteil moderner Medizin. Als Minister muss ich daf\u00fcr sorgen, dass unser Gesundheitssystem endlich im 21. Jahrhundert ankommt. Daf\u00fcr gehe ich die Frage von der pragmatischen Seite an. Das deutsche Problem mit der Digitalisierung ist: Wir machen viele Dinge zu kompliziert. Das will ich vermeiden. Deshalb soll die \u201eelektronische Patientenakte f\u00fcr Alle\" Wirklichkeit werden.<\/p>\n<p><strong>Was hei\u00dft das?<\/strong><\/p>\n<p>Jeder, der nicht ausdr\u00fccklich widerspricht, ist automatisch dabei. Das ist das Opt-Out-Prinzip. Auch bei den Patienten, die sich selbst nicht mit der Einrichtung der elektronischen Akte besch\u00e4ftigen m\u00f6chten, steht sie zur Verf\u00fcgung, sie kann und soll von den \u00c4rzten zum Austausch von Informationen\u00a0 genutzt werden. Und wir warten nicht, bis es f\u00fcr alle Befunde eine standardisierte Datenstruktur gibt. F\u00fcr den Anfang wird es m\u00f6glich sein, ganz einfach pdf- oder Word-Dateien einzuspeisen. Bereits das ist schon ein riesiger Fortschritt. Und bei den Arzneimitteln wird es von Anfang an systematisierte Eintr\u00e4ge geben, damit \u00c4rzte und Apotheker einen schnellen \u00dcberblick haben \u2013 und auf das elektronische Rezept zugreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Schaffen Sie es, die n\u00f6tige Infrastruktur so schnell zu installieren?<\/strong><\/p>\n<p>Die Infrastruktur f\u00fcr die elektronische Patientenakte gibt es ja bereits. Auch die Patientendaten liegen schon in elektronischer Form vor \u2013 in der <abbr>IT<\/abbr> beim Arzt. Neu ist der erleichterte Zugang. Das muss f\u00fcr \u00c4rzte, Krankenh\u00e4user oder Patienten total unb\u00fcrokratisch sein. Das hei\u00dft: K\u00fcnftig wird jeder meiner behandelnden \u00c4rzte Zugang zu meiner Akte bekommen, solange ich nicht widerspreche. Er erh\u00e4lt dort den \u00dcberblick \u00fcber meine Patientenhistorie erhalten und stellt selbst relevante Daten und Dokumente ein. Als Patient wiederum habe ich auch die M\u00f6glichkeit, mir einen Zugang zu meiner Akte per Smartphone einzurichten, muss es aber nicht zwingend tun.<\/p>\n<p><strong>Der Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat schon Bedenken ge\u00e4u\u00dfert.<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch. Herr Kelber wei\u00df, dass wir Patientendaten sch\u00fctzen, aber gleichzeitig die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nutzen wollen. Aber das geht nicht \u00fcber Systeme, in denen der Zugang zur elektronischen Patientenakte so kompliziert ist, dass er nie begangen wird. Was w\u00e4re denn dann die Konsequenz? Dann verschicken \u00c4rzte und Patienten weiter Befunde per E-Mail, Fax oder Post. Das ist viel unsicherer. Ich m\u00f6chte, dass jeder eine Patientenakte bekommt und jeder die Chance bekommt, sie auch zu nutzen, ohne vorher zum <abbr>IT<\/abbr>-Experten zu werden.<\/p>\n<p><strong>Sie wollen medizinische Informationen auch f\u00fcr die Forschung leichter zug\u00e4nglich machen. Ist das nicht auch ein Datenschutzproblem?<\/strong><\/p>\n<p>Das geschieht nur in pseudonymisierter Form. Wir haben schon jetzt eine Menge Daten, die aber in getrennten Silos liegen und nicht miteinander verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen: in den Krankenh\u00e4usern, bei den Krankenkassen, dem Krebsregister, in Genom-Datenbanken, k\u00fcnftig aus der digitalen Patientenakte. Der Grundgedanke ist, dass diese Daten in pseudonymisierter Form f\u00fcr Forschungszwecke kombiniert werden k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen wir bisher nicht machen, dadurch fallen wir im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern zur\u00fcck. Das ist der Grund, warum Biontech f\u00fcr die Studien Deutschland verlassen hat. Wenn wir da nicht wirklich etwas bewegen, spielen wir in der pharmazeutischen Forschung bald keine Rolle mehr.<\/p>\n<p><strong>Bisher waren die \u00c4rzte an Transparenz nicht sonderlich interessiert: In einer Stichprobe der Stiftung Warentest wollten nur 2 von 12 \u00c4rzten ihren Patienten freiwillig Einblick in die analoge Patientenakte gew\u00e4hrt.<\/strong><\/p>\n<p>Das geht nicht. Die Gesetzeslage ist schon jetzt eindeutig: Die Befunde geh\u00f6ren dem Patienten. In Zukunft k\u00f6nnen sie in ihrer Patientenakte \u2013 \u00fcber eine App oder am Computer \u2013 jederzeit mitlesen. Der Arzt kann nicht sagen: Es gibt zwar die elektronische Patientenakte, aber meine Befunde stelle ich da nicht rein.<\/p>\n<p><strong>Wie wollen Sie das kontrollieren?<\/strong><\/p>\n<p>Dokumentationspflichten gibt es heute schon. Aber die Patienten akzeptieren es nicht l\u00e4nger, dass sie keinen Zugang zu ihren Daten haben. Wenn sie jetzt mit der elektronischen Patientenakte ein sehr einfach zug\u00e4ngliches Instrument bekommen, werden sie sich nicht mehr damit abfinden, dass \u00c4rzte dort nichts einstellen. Au\u00dferdem werden wir es auch den \u00c4rzten sehr leicht machen, die Akte zu bef\u00fcllen, indem wir das weitestgehend automatisieren. Aber es sind nur ganz wenige \u00c4rzte, die damit ein Problem haben. Ein paar lautstarke Kritiker wird es immer geben. Wir arbeiten mit den vielen, die hoch qualifiziert sind, gutwillig sind, den Patienten helfen wollen \u2013 und die auch Teil eines Verbunds sein wollen.<\/p>\n<p><strong>Wenn ich wegen einer harmlosen Erk\u00e4ltung zum Arzt gehe: Muss ich ihm dann wirklich meine ganze Krankengeschichte offenlegen?<\/strong><\/p>\n<p>Das m\u00fcssen Sie nicht. Sie k\u00f6nnen dem Arzt auch die M\u00f6glichkeit geben, dass er in die Patientenakte nur hineinschreibt, aber nicht sieht, was dort schon enthalten ist \u2013 auch wenn der behandelnde Kollege vielleicht ein Misstrauen sp\u00fcrt. F\u00fcr die Akzeptanz ist das enorm wichtig.<\/p>\n<p><strong>Das deutsche Gesundheitssystem verlangt ungew\u00f6hnlich viel Eigeninitiative. An Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen wird nicht erinnert, Befunde werden nicht automatisch mitgeteilt. \u00c4ndert sich das jetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Genau f\u00fcr solche Erinnerungen ist es sinnvoll, wenn sich auch Patienten einen eigenen Zugang zur elektronischen Patientenakte einrichten. Dann k\u00f6nnen Impf-Erinnerungen basierend auf der eigenen Impfhistorie erfolgen. Dar\u00fcber hinaus werden wir einen Medical Messenger einf\u00fchren. Der Arzt soll die M\u00f6glichkeit bekommen, \u00fcber einen sicheren Weg mit dem Patienten per Textnachricht zu kommunizieren. Der Patient kann auch antworten und Fragen stellen. Das ist eine ganz neue, schnelle Art der Arzt-Patienten-Kommunikation.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland darf ich bislang so viele \u00c4rzte aufsuchen, wie ich will. Soll die elektronische Akte diesen Praxistourismus unterbinden?<\/strong><\/p>\n<p>Man wird in Deutschland immer die freie Arztwahl haben. Das Hopping von einem Arzt zum anderen hat ohnehin nicht mehr die Bedeutung wie fr\u00fcher. Schon weil es so schwer ist, Termine zu bekommen. Und dass unn\u00f6tige Untersuchungen vermieden werden, ist doch auch f\u00fcr den Patienten von Vorteil!<\/p>\n<p><strong>Brauche ich als Patient die App meiner Krankenkasse, wenn ich die elektronische Akte nutzen will?<\/strong><\/p>\n<p>Sie brauchen die App nur, wenn Sie selbst Einblick nehmen m\u00f6chten. F\u00fcr die Akte selbst ist das nicht n\u00f6tig, sie wird ohnehin angelegt. Die \u00e4ltere Dame hat dieselben Vorteile wie der Digital Native. Sie geht zum Arzt, der Arzt stellt dann wichtige medizinische Befunde ein und aktualisiert die Liste der Medikamente, wenn er ein elektronisches Rezept ausstellt.<\/p>\n<p><strong>Ich habe versucht, die App meiner Krankenkasse zu installieren. Auf die Schnelle ist mir das nicht gelungen.<\/strong><\/p>\n<p>Das muss einfacher werden, ganz klar. Bislang muss sich jeder, der die elektronische Akte haben will, selbst freischalten. In Zukunft muss jeder, der auch selbst den Zugang haben will, nur einmal einen Identifikationsprozess durchlaufen \u2013 und diesen Zugang dann f\u00fcr die elektronische Patientenakte, das elektronische Rezept, sogenannte digitale Gesundheitsanwendungen nutzen. Das macht das System schon mal viel \u00fcbersichtlicher.<\/p>\n<p><strong>Auch das elektronische Rezept wird bislang kaum genutzt. Das wird dann ebenfalls verpflichtend?<\/strong><\/p>\n<p>So ist es. Wenn der Arzt ein Medikament verschreibt, erh\u00e4lt der Patient keinen rosa Zettel mehr. Sondern der Patient muss dann nur seine elektronische Patientenakte, seine E-Rezept-App oder seine Gesundheitskarte vorzeigen, und der Apotheker sieht sofort das elektronische Rezept. Auch hier gilt: Es muss so einfach wie m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p><strong>Mit einer breiten Bewegung gegen die Neuerungen rechnen Sie nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Das glaube ich nicht. Denn das Entscheidende ist: Wir machen hier nicht nur L\u00f6sungen f\u00fcr Digital Natives, sondern wir konzipieren die Anwendungen so, dass sie der medizinischen Versorgung jedes Patienten dienen. Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung ist zudem der Digitalisierung gegen\u00fcber positiv eingestellt. Die allermeisten Leute wollen, dass wir uns nicht blo\u00df gegenseitig bedauern, was alles nicht geht. Sondern dass mal wieder etwas funktioniert.<\/p>\n<p>Aufschlussreich ist auch <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/141467\/Lauterbach-Elektronische-Patientenakte-ab-Ende-2024-fuer-alle-verbindlich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Artikel<\/a> im \u00c4rzteblatt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Woche hat der deutsche Gesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach seine Pl\u00e4ne zur elektronischen Patientenakte (ePA) mit einer opt-out-Regelung f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte vorgestellt. 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