{"id":279205,"date":"2023-03-31T07:52:05","date_gmt":"2023-03-31T05:52:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=279205"},"modified":"2023-03-31T08:49:07","modified_gmt":"2023-03-31T06:49:07","slug":"world-backup-day-am-31-mrz-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/31\/world-backup-day-am-31-mrz-2\/","title":{"rendered":"World Backup Day am 31. M&auml;rz &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Amazon\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/HD01.jpg\" alt=\"Amazon\" width=\"84\" height=\"66\" align=\"left\" border=\"0\" \/>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2023\/03\/31\/world-backup-day-march-31-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]Am 31. M\u00e4rz eines jeden Jahres ist \"World Backup Day\", und es soll an die Bedeutung von Sicherungen (neudeutsch Backups) erinnert werden. Anl\u00e4sslich des Tages ein kleines Kaleidoskop an Informationen rund um dieses Thema &#8211; angefangen von der Erkenntnis, dass die Leute Backup-Muffel sind, bis hin zur Tatsache, dass Backups nichts n\u00fctzen, wenn das R\u00fccklesen nicht funktioniert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/f49438394ee849bcafd8d8d8410823a5\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Jedes Jahr am 31. M\u00e4rz ist World Backup Day. An diesem Tag dreht sich alles um die Bedeutung von Datensicherung. 2011 wurde der Feiertag von einer Gruppe Reddit-User ins Leben gerufen, die keine Lust mehr hatten, st\u00e4ndig auf Reddit-Threads zu antworten wie \"Ich habe meine Datenbank gel\u00f6scht und habe kein Backup, bitte helft mir!\". Neben der Datensicherung steht der Tag auch im Zeichen der Datenhygiene &#8211; als Ma\u00dfnahme f\u00fcr einen besseren Schutz der Daten bei der Speicherung, Nutzung und \u00dcbertragung. Im Grunde geht es um alles, was das Risiko von Datenverlusten reduziert, und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung erh\u00f6ht.<\/p>\n<h2>Deutsche sind Backup-Muffel<\/h2>\n<p>Wie wichtig Backups sind, das merken viele leider erst wenn es zu sp\u00e4t ist. Ob Hardware-Fehler, Ger\u00e4teverlust oder Hacker-Angriff \u2013 Urlaubs- und Familienbilder auf dem Handy oder der Mailverkehr und Dokumente auf dem PC gehen unwiederbringlich verloren. \"Regelm\u00e4\u00dfige Backups sind die einzige M\u00f6glichkeit, die eigenen Daten vor unterschiedlichen Verlustszenarien zuverl\u00e4ssig zu sch\u00fctzen\", sagt Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte und Gesch\u00e4ftsbereichsleiter Mitgliederservices im eco \u2013 Verband der Internetwirtschaft e. V. \"Je k\u00fcrzer die Abst\u00e4nde zwischen den Backups sind, desto weniger Daten gehen im Fall der F\u00e4lle verloren.\" Er empfiehlt, wichtige Daten mindestens w\u00f6chentlich zu sichern und das m\u00f6glichst \u00fcber zwei Wege, beispielsweise in der Cloud und eine externe Festplatte. An die obigem Empfehlungen h\u00e4lt sich in Deutschland nur eine Minderheit.<\/p>\n<ul>\n<li>Nur jeder und jede F\u00fcnfte (20 Prozent) macht w\u00f6chentlich oder \u00f6fter Updates der wichtigsten Daten.<\/li>\n<li>Nur jeder und jede Dritte in Deutschland (33,8 Prozent) macht mindestens monatlich Updates.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das hat eine repr\u00e4sentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des eco Verbands ergeben. Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat dazu im Auftrag von eco 2500 Personen zwischen dem 15. und dem 16.02.2023 befragt. Es gibt auch gute Nachrichten: 17,5 Prozent sichern ihre Daten zumindest ein bis zweimal im Jahr. Seltener als einmal im Jahr machen 20,9 Prozent eine Datensicherung, 15,7 Prozent sagen sogar, sie machen nie Backups. Das sind sogar mehr als vor vier Jahren. 2019 gaben bei einer vergleichbaren Befragung 10,6 Prozent an, niemals Backups machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Machst Du Backup?\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Ky1ubOF.png\" alt=\"Machst Du Backup?\" \/><br \/>\nQuelle: eco &#8211; Civey<\/p>\n<p>eco Experte Markus Schaffrin gibt folgende Tipps zum automatisierten Backup, die ich aber gr\u00f6\u00dften Teil f\u00fcr Binsen halte &#8211; der normale Nutzer hat diese M\u00f6glichkeiten nicht. Hier die Thesen des Experten &#8211; pr\u00fcft selbst, ob diese f\u00fcr euch ad-hoc gangbar sind.<\/p>\n<ul>\n<li>Cloud-Backup-L\u00f6sung erm\u00f6glichen es, Daten automatisch zu sichern. Einige beliebte Optionen sind Google Drive, iCloud, Dropbox und OneDrive. Viele Handyhersteller bieten auch eigene Apps, um die Daten des eigenen Smartphones oder die Bilder online verschl\u00fcsselt in der Cloud zu speichern.<\/li>\n<li>Wer Daten lieber vor Ort sichern m\u00f6chte, der kann eine externe Festplatte nutzen. Mindestens einmal in der Woche lassen sich Daten darauf manuell oder automatisiert mithilfe von Windows Backup (PC) oder Time Machine (Mac) sichern. Es gibt zudem ein gro\u00dfes Angebot an Backup-Software, die automatisiert Backups anlegen und verwalten kann.<\/li>\n<li>Befindet sich im Haushalt ein NAS (Network Attached Storage)-System, dann lassen sich Daten auch dort automatisch sichern. Eine NAS ist ein Ger\u00e4t, das ans Netzwerk angeschlossen wird und als zentraler Speicherort f\u00fcr Daten dient.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der eco Verband empfiehlt die sicherste Option, eine Kombination aus Cloud-Backup und externer Festplatte oder NAS, um Daten an mehreren Orten zu sichern. Setzen Sie f\u00fcr wichtige Daten auf diese doppelte Backup-Option und sorgen Sie \u00fcber beide Wege f\u00fcr Updates mindestens einmal in der Woche. Die Punkte lesen sich f\u00fcr mich so etwas wie Wolken-Kuckucksheim &#8211; mal eben alles schnell in die Cloud, Smartphone per App sichern, oder mal eben Windows Backup anwerfen (wo finde ich diese Funktion).<\/p>\n<p>Wer den Zugriff auf seinen Cloud-Speicher verloren hat (ich werfe mal die Kontensperren in die Debatte), dem nutzt das dort gespeicherte Backup auch nichts mehr. Und je mehr Backups es gibt, umso gr\u00f6\u00dfer wird die Gefahr, dass \u00fcber diese Sicherungen Datenlecks entstehen. Backups m\u00fcssten daher verschl\u00fcsselt erstellt und gespeichert werden. Dann kommt es aber darauf an, die Wiederherstellungsschl\u00fcssel sicher und auffindbar aufzubewahren. Denn was nutzt ein verschl\u00fcsseltes Backup, wenn sich dieses wegen fehlendem Schl\u00fcssel nicht zur\u00fccklesen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Man kann es auch auf den Punkt bringen: Die Industrie hat es verkackt &#8211; bei den typischen Systemen gibt es keine build-in Backup-Funktion. Und einfach zu handhaben sowie foolproof ist das alles auch nicht &#8211; wird jeder best\u00e4tigen, der schon mal ein Backup zur\u00fcck lesen musste und feststellt \"geht leider nicht\".<\/p>\n<h2>Backups sind ohne Wiederherstellung wertlos<\/h2>\n<p>Der Gedanke \"Ich brauche ein Backup!\" ist zwar naheliegend und m\u00f6glicherweise auch schnell umgesetzt. Das Ganze ist aber wertlos, wenn sich das Backup nicht zur\u00fcck lesen l\u00e4sst oder dessen Inhalt wertlos ist, weil es die ben\u00f6tigten Daten nicht enth\u00e4lt. Es ist ein Fehler, einen Datensicherungsplan zu erstellen, wenn man noch keinen Plan f\u00fcr die Wiederherstellung hat. Den Datenwiederherstellungsplan wiederum kann man erst erstellen, wenn man sich zuvor mit einigen Grundkonzepten vertraut gemacht hat, schreibt mit SolarWinds (die, die 2020 Opfer eines Lieferkettenangriffs wurden, bei dem Systeme von Kunden gehackt werden konnten).<\/p>\n<p>Trotzdem sind die generellen \u00dcberlegungen von Thomas LaRock, Head Geek bei Solarwinds, nicht von der Hand zu weisen. In folgenden Punkten erkl\u00e4rt er, worauf es bei der Datensicherung ankommt.<\/p>\n<ol>\n<li><b>Einen \u00dcberblick \u00fcber die Gesch\u00e4ftsanforderungen verschaffen<br \/>\n<\/b>Die Grundlage f\u00fcr einen guten Wiederherstellungsplan ist ein solides Verst\u00e4ndnis der gesch\u00e4ftlichen Anforderungen. Man sollte die Bedeutung einiger gel\u00e4ufiger Akronyme kennen, etwa SLA (Service Level Agreement), RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery Point Objective). RTO bezeichnet die maximale Zeit, die die Wiederherstellung in Anspruch nehmen darf, und RPO ist der Zeitpunkt in der Vergangenheit, zu dem das System wiederhergestellt wird. Mithilfe dieser beiden Faktoren wird das SLA festgelegt. Man k\u00f6nnte beispielsweise die Anforderung haben, eine Datenbank auf den Zeitpunkt von vor 15 Minuten zur\u00fcckzusetzen (RPO), wobei die vollst\u00e4ndige Wiederherstellung 10 Minuten dauern darf (RTO). Wenn das Datenvolumen so hoch ist, dass die Wiederherstellung auf den gestrigen Tag eine Stunde dauern kann, aber das Unternehmen sich ein SLA von 15 Minuten w\u00fcnscht, passen Erwartungen und Realit\u00e4t eindeutig nicht zusammen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li><b>Die 3-2-1-1-Strategie<br \/>\n<\/b>F\u00fcr Backups gilt die folgende zentrale Strategie: Mindestens drei Kopien in mindestens zwei verschiedenen Formaten, von denen eines unver\u00e4nderlich ist und das andere an einem externen Ort aufbewahrt wird. F\u00fcr einen privaten Laptop mag das etwas \u00fcbertrieben erscheinen, aber in einer Unternehmensumgebung ist es unverzichtbar. F\u00fcr Unternehmen sind regelm\u00e4\u00dfige Sicherungen absolut entscheidend, denn sie verarbeiten h\u00e4ufig vertrauliche Daten und m\u00fcssen bei einem Datenverlust oder \u2011diebstahl mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Es geht nach wie vor darum, das Datenverlustrisiko zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung zu erh\u00f6hen. Ein j\u00e4hrliches Backup ist beispielsweise l\u00e4ngst nicht so hilfreich wie h\u00e4ufigere Sicherungen. Zudem ist es deutlich sinnvoller, das Backup auf einem externen Laufwerk oder in der Cloud zu speichern als auf derselben Festplatte wie die zugrundeliegenden Daten.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li><b>HA != DR<br \/>\n<\/b>Zwei weitere Akronyme, die man kennen sollte, sind HA (High Availability) und DR (Disaster Recovery bzw. Notfallwiederherstellung). Man h\u00f6rt immer wieder solche Sachen wie: \u201eSobald wir uns um High Availability gek\u00fcmmert haben, brauchen wir den Disaster Recovery-Kram nicht mehr.\" Diese Denkweise ist nicht nur falsch, sondern auch gef\u00e4hrlich, denn HA und DR sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Es liegt nahe, zu denken, man k\u00f6nne mit technischen Methoden wie der Datenreplikation auch zu Wiederherstellungszwecken auf Daten zugreifen, doch leider sieht die Realit\u00e4t anders aus. Als Beispiel: Auch Fehler werden repliziert. Wenn hier eine Datei ausgelassen wird, wird sie auch dort ausgelassen \u2013 und die einzige M\u00f6glichkeit zur Wiederherstellung ist ein Backup. Bei der HA geht es um Verf\u00fcgbarkeit, nicht um die Wiederherstellung. Als DBA wei\u00df man: Wenn ich keine Daten wiederherstellen kann, bin ich meinen Job los.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b>Den eigenen Wiederherstellungsprozess testen<br \/>\n<\/b>Es gibt nur einen Weg, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob man \u00fcber ein gutes Backup verf\u00fcgen: Man testet den Prozess zur Wiederherstellung. Es ist gut, \u00fcber Sicherungsdateien zu verf\u00fcgen, aber wenn sie nicht zur Wiederherstellung verwendet werden k\u00f6nnen, n\u00fctzen sie wenig. Einige Unternehmen f\u00fchren die DR-Planung j\u00e4hrlich oder halbj\u00e4hrlich durch. So wollen sie sicherstellen, dass sie im Notfall \u00fcber die notwendige Erfahrung verf\u00fcgen, um ihre Systeme wiederherzustellen und die Betriebsabl\u00e4ufe fortgesetzt werden k\u00f6nnen. Doch man muss nicht auf diesen Termin warten: man kann die Sicherungen jederzeit mit einer kleinen Stichprobe testen. Daf\u00fcr w\u00e4hlt man einen Server oder ein paar Datenbanken und testet, ob sich die Daten wiederherstellen lassen und ob der Prozess die festgelegten SLAs einh\u00e4lt. \u00dcblicherweise werden Daten im Laufe der Zeit nur mehr und nicht weniger, sodass es nach und nach schwieriger wird, den RTO und RPO mit den SLAs in Einklang zu bringen. Beim Thema Datenwachstum kommt einem dementsprechend immer wieder leicht der Satz \u201eToo big to failover\" in den Sinn.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Fazit aus obigen Punkten: Datensicherungen sind oft ein m\u00fchsamer Prozess, der h\u00e4ufig aufgeschoben oder vergessen wird, bis es zu sp\u00e4t ist. Regelm\u00e4\u00dfige Backups sind wichtig. Im Zweifelsfall machen sie den Unterschied, ob wertvollen Informationen gut gesichert sind oder ob sie alle verloren sind. Gerade nachdem Ransomware und Cyberangriffe immer h\u00e4ufiger werden, ist eine robuste Backup-Strategie f\u00fcr Datenbanken absolut unverzichtbar. Unternehmen und Datenbankverantwortliche haben am World Backup Day die Gelegenheit, die eigene Backup-Strategie kritisch zu \u00fcberdenken und sicherzustellen, dass sie Best Practices umsetzen.<\/p>\n<p>Was mir dabei auff\u00e4llt: Diese \u00dcberlegungen, die ich f\u00fcr wichtig halte, stehen in krassem Widerspruch zum \"Wolkenkuckucksheim\" der eco, wo alles ganz einfach und auf Knopfdruck erledigt werden kann.<\/p>\n<h2>Backups kein Allheilmittel<\/h2>\n<p>In Bezug auf den Befall mit Schadsoftware stellt sich auch die Frage, ob ein Backup wirklich hilft. Es gibt F\u00e4lle, in denen die Infektion Wochen oder Monate vor der Entdeckung oder Eskalation durch Verschl\u00fcsselung der Dateien durch Ransomware auftritt. Dann helfen Backups nur, wenn sie den Zeitpunkt erfassen, der vor der Kompromittierung lag. Diesen Zeitpunkt zu bestimmen, gleichzeitig aber die IT-Infrastruktur bez\u00fcglich Daten und Softwarestand auf den aktuellen Zustand vor dem GAU schnell zur\u00fccksetzen zu k\u00f6nnen, gleicht quasi der Quadatur des Kreises. Ohne Backup ist alles Mist &#8211; mit Backup hei\u00dft es \"kommt darauf an\".<\/p>\n<p>Die Sicherheitsforscher von Palo Alto Networks weisen in einem Statement darauf hin, dass Backups im Kontext von Schadsoftware weiterhin wichtig seien. Aber das Konzept habe halt im Kontext von Malware auch deutliche Grenzen. Sergej Epp, Chief Security Officer (CSO) bei Palo Alto Networks in Central Europe schreibt: \"<em>Wer noch auf Backup als alleinige Strategie gegen Ransomware und Cyberkriminelle setzt, ist nicht up-to-date. In 70% der Ransomware-F\u00e4lle werden die Daten neuerdings gestohlen und nicht verschl\u00fcsselt. So haben die Cyber-Kriminelle viel mehr Spielraum, auf die Unternehmen mehr Druck auszu\u00fcben, zum Beispiel \u00fcber zus\u00e4tzliche Benachrichtigung der Betroffenen des Datenleak. Man spricht hier von Double Extortion. Dennoch k\u00f6nnen wir nicht auf das Backup verzichten, denn in der aktuellen geopolitischen Lage ist die Gefahr von sogenannter Wiper-Malware und weiteren Sabotage-Taktiken allgegenw\u00e4rti<\/em>g.\"<\/p>\n<p>Johannes Streibich, Regional Director CEMEA bei Zerto, pl\u00e4diert daf\u00fcr, dass Backups nur der Anfang sind &#8211; und es in der Praxis auf die schnelle Wiederherstellung ankommt. Nach seinen Aussagen nutzen die meisten Unternehmen im professionellen Umfeld l\u00e4ngst Backups. Backups sind f\u00fcr die Datensicherung allgemein die Standardl\u00f6sung, doch hat sich die Technologie im Kern seit 25 Jahren nicht weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Die der 3-2-1-Backup-Strategie garantiert, dass Unternehmen\u00a0 so gut wie alle Daten fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wiederherstellen k\u00f6nnen. F\u00fcr weniger wichtigere Daten ist das auch vollkommen ausreichend. Das Problem liegt eher im \"fr\u00fcher oder sp\u00e4ter\". Denn l\u00e4ngere Ausfallzeiten sind f\u00fcr die meisten Organisationen heute nicht mehr hinnehmbar. Das Problem liegt daran, dass Backups die Schw\u00e4che haben, dass sie nur einzelne Server absichern jedoch keine kompletten Applikationen. Nach einer Wiederherstellung der Daten von einem Backup m\u00fcssen die Applikationen erst wieder manuell aus ihren einzelnen Bestandteilen zusammengesetzt werden. Das kostet Zeit und ist f\u00fcr tage- bis wochenlange Wiederherstellungszeiten verantwortlich.<\/p>\n<p>Johannes Streibich, Senior Director Sales CEMEA meint dazu: \"Die Datensicherung ist nur der Anfang: Auf die schnelle Wiederherstellung kommt es an! Die Sicherung von Daten ist nur der Anfang: Sobald man eine Strategie zur Datensicherung entwickelt hat, muss man sich auch Gedanken \u00fcber die Wiederherstellung dieser Daten und der betroffenen Applikationen im Falle von St\u00f6rungen, Ausf\u00e4llen oder Cyberangriffen machen. Besonders bei Ransomware-Angriffen ist die Geschwindigkeit der Wiederherstellung entscheidend: Wie schnell kann man den IT-Betrieb wieder in einen \u00e4hnlichen Zustand wie vor der Attacke zur\u00fcckversetzen und weiterf\u00fchren, ohne dabei kritische Daten zu verlieren oder L\u00f6segeld zu zahlen? Widerstandsf\u00e4hige Unternehmen testen diese K-F\u00e4lle regelm\u00e4\u00dfig, um sicherzustellen, dass im Ernstfall dann auch alle wichtigen Schritte korrekt durchgef\u00fchrt werden, sodass Ausfallzeiten und Datenverluste im Sekunden- oder Minutenbereich bleiben.\"<\/p>\n<p>Sehr spannend fand ich die Hinweise von Charles Smith, Consultant Solution Engineer, Data Protection, Barracuda. Er schrieb mir, dass nur 52 Prozent der Ransomware-Opfer letztes Jahr die verschl\u00fcsselten Daten durch Backups wiederherstellen konnten. Die Angaben basieren auf einer aktuellen Untersuchung durch Barracuda. Eine bei Angreifern beliebte Sicherungsstrategien erm\u00f6glicht diesen den breiten Zugriff auf die Backup-Software, sowie auf mit dem Netzwerk verbundene Backup-Systeme, Fernzugriff auf Backup-Systeme, unregelm\u00e4\u00dfige und ungepr\u00fcfte Backups. Im Zweifelsfall werden die Backup-Systeme ebenfalls infiltriert und infiziert.<\/p>\n<p>Martin Zugec, Technical Solutions Director bei Bitdefender, schreibt dazu \"Professionelle erpresserische Hacker betreiben einen hohen Aufwand, um ihre Opfer an der Wiederherstellung der verschl\u00fcsselten Daten zu hindern. Dies geschieht etwa, indem sie Shadow Volume Copies routinem\u00e4\u00dfig angreifen. Alternativ infizieren sie Backups: Beim Einspielen einer solchen Sicherung stellen die IT-Administratoren dann auch den Zugang der Hacker auf zuvor angegriffene Systeme wieder her. IT-Sicherheitsverantwortliche m\u00fcssen daher komplexe Angriffe fr\u00fchzeitig erkennen, um Hacker abzuwehren, bevor sie auf das Backup zugreifen.\"<\/p>\n<p>Also auch hier muss ein ausgekl\u00fcgeltes System her, damit die Backup-Strategie sicher ist und im Fall der F\u00e4lle hilft. Ich habe in diesem Text nun den Bogen vom \"Wolkenkuckucksheim\" des eco bis hin zu essentiellen Fragen der Datensicherheit in Unternehmen &#8211; auch in Bezug auf Ransomware-Befall gespannt. Der Abriss zeigt, dass der World Backup Day wichtig ist, sich aber nicht auf \"ich dr\u00fccke den Backup-Knopf und alles ist gut\" beschr\u00e4nkt. Zeit, sich (erneut) Gedanken um (s)eine Backup-Strategie samt Wiederherstellung zu machen.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/03\/31\/31-3-world-backup-day-alles-in-die-cloud\/\">31.3: World Backup Day \u2013 alles in die Cloud?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/03\/31\/world-backup-day-2022\/\">World Backup Day 2022<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/03\/27\/windows-10-11-backup-funktion-sichern-und-wiederherstellen-kaputt-jan-2022\/\">Windows 10\/11: Backup-Funktion \"Sichern und Wiederherstellen\" seit Jan. 2022 kaputt<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/03\/21\/solarwinds-kunden-sollten-web-help-desk-entfernen\/\">SolarWinds-Kunden sollten Web Help Desk entfernen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/10\/exploit-fuer-kritische-schwachstelle-cve-2023-27532-in-veeam-backup-replication\/\">Exploit f\u00fcr kritische Schwachstelle CVE-2023-27532 in Veeam Backup &amp; Replication<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/08\/veeam-fixt-kritische-schwachstelle-cve-2023-27532-in-backup-replication-v11a-v12\/\">Veeam fixt kritische Schwachstelle CVE-2023-27532 in Backup &amp; Replication V11a\/V12<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/01\/06\/probleme-beim-rckspielen-von-backups-wegen-vdm-bei-intel-core-i5-11-generation-cpus\/\">Probleme beim R\u00fcckspielen von Backups wegen VDM bei Intel Core i5 11. 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