{"id":281748,"date":"2023-05-30T09:50:41","date_gmt":"2023-05-30T07:50:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=281748"},"modified":"2023-05-30T10:07:42","modified_gmt":"2023-05-30T08:07:42","slug":"sind-microsoft-microsoft-365-office-365-produkt-keys-nicht-mehr-unbegrenzt-gltig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/05\/30\/sind-microsoft-microsoft-365-office-365-produkt-keys-nicht-mehr-unbegrenzt-gltig\/","title":{"rendered":"Sind Microsoft Microsoft 365\/Office 365 Produkt-Keys nicht mehr unbegrenzt g&uuml;ltig?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Office1.jpg\" width=\"55\" align=\"left\" height=\"60\"\/>[English]Gibt es das Problem, dass die Produktschl\u00fcssel gekaufter Microsoft Office 365-Pakete (neuerdings als Microsoft 365 bezeichnet) mit einer Laufzeit von einem Jahr durch Microsoft eine gewisse Zeit nach dem Kauf gesperrt werden? Mir ist der Verdacht schon mal untergekommen, aber die R\u00fcckmeldung eines Blog-Lesers, der in diesem Bereich als Dienstleister unterwegs ist, hat mich bewogen, das Thema mal hier im Blog einzustellen, verbunden mit der Frage, ob weitere Leser diese Erfahrung ebenfalls gemacht haben.&nbsp; <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Office-Lizenzen im Abo<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/78cf996ac2e648a5aa3b2ecdbfa98e09\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Microsofts Zielrichtung ist ganz klar, bei Software auf Abonnement-L\u00f6sungen zu setzen, f\u00fcr die monatliche Zahlungen erforderlich werden. Beim Kauf eines Microsoft Office-Produkts muss man unterscheiden, ob es sich um eine Kauflizenz mit zeitlich nicht eingeschr\u00e4nktem Nutzungsrecht (englisch perpetual license) oder um ein Abo, abgeschlossen f\u00fcr ein Jahr, handelt. <\/p>\n<p>Produkte mit zeitlich unbegrenztem Nutzungsrecht sind f\u00fcr den Einsatz im Privatumfeld praktisch nicht mehr erh\u00e4ltlich (die Office 2019 ProPlus-Lizenzen sind eigentlich nur f\u00fcr Firmenumgebungen vorgesehen). Nachfolgend geht es aber definitiv um die Abo-Produkte von Office 365, die auch als Microsoft 365-Pakete mit einer Abo-Laufzeit von einem Jahr im Handel angeboten werden. <\/p>\n<p>Man kauft also beispielsweise ein Microsoft 365 Family f\u00fcr 12 Monate zu einem vorgegebenen Preis bei einem Distributor und bekommt einen Produktschl\u00fcssel zur Aktivierung des Produkts. Wenn ich nun ein solches Produkt kaufe, muss ich erwarten k\u00f6nnen, dass dieses Produkt ab dem Zeitpunkt der Aktivierung auch f\u00fcr 12 Monate verwendbar und der Aktivierungsschl\u00fcssel g\u00fcltig ist. <\/p>\n<p>Das sollte nicht nur f\u00fcr den Zeitraum des Kaufs, sondern auch ein oder zwei Jahre sp\u00e4ter gelten. Das Produkt ist ja noch nicht aktiviert worden, also unbenutzt. Zumindest f\u00fcr dieses Szenario gibt es den Verdacht, dass dem nicht mehr so ist. Ein gekauftes \"Paket\", welches unbenutzt ist, l\u00e4sst sich eine gewisse Zeit nach dem Kauf nicht mehr aktivieren &#8211; die ungenutzte Software w\u00fcrde nach einem Zeitraum X einfach verfallen.<\/p>\n<h2>Problem: Produktschl\u00fcssel ung\u00fcltig <\/h2>\n<p>Blog-Leser Christian K. hat, der als Dienstleister unterwegs ist, hat mich die Tage per Mail \u00fcber eine solche unsch\u00f6ne Beobachtung informiert, die ich einerseits hier einstelle &#8211; und bez\u00fcglich derer ich wissen will, ob es andere Betroffene gibt. Christian schrieb mir:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Hallo Herr Born,<\/p>\n<p>ich wende mich an sie, weil sie einen sch\u00f6nen Honey Pot hierf\u00fcr haben: Ich installiere f\u00fcr private End-Kunden ziemlich h\u00e4ufig MS 365 Produktschl\u00fcssel.<\/p>\n<p>Daher habe ich einen gewissen Vorrat an Product Keys, weil ich dann selbst im Einkauf Angebote wahrnehmen kann und stets \u00fcber einen Vorrat verf\u00fcge, denn die Lagerhaltung f\u00e4llt gewiss nicht schwer.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das ist eigentlich das normale Gesch\u00e4ft von Dienstleistern, die f\u00fcr ihre meist privaten Kunden oder kleine Firmen Office 365 (oder Microsoft 365, wie es inzwischen hei\u00dft) einkaufen und dann installieren. Hier g\u00e4be es nun zwei Varianten:<\/p>\n<ul>\n<li>Kauf der Originalprodukte (samt Lizenzen) bei Microsoft oder einem der Partner  <\/li>\n<li>Kauf einer \"Gebrauchtlizenz\" bei Wiederverk\u00e4ufern im Internet<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der letztgenannten Quelle kann es immer mal wieder sein, dass die Lizenzen als Volumenlizenzvertr\u00e4gen stammen, die eine gewisse Anzahl an Aktivierungen vorsehen, die aber durch die Verk\u00e4ufe der Produktschl\u00fcssel \u00fcberstiegen wird. Microsoft sperrt dann die betreffenden Produktschl\u00fcssel (Aktivierungs-Keys). Zu diesem Sachverhalt schreibt Christian aber:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Nun ist mir gerade hier die Problematik mit 'Dritth\u00e4ndlern' bekannt, die statt Office 365 lieber ProPlus ausliefern, die aus zweifelhaften Quellen stammen, weshalb ich meine Produktschl\u00fcssel i.d.R. ausschlie\u00dflich von gro\u00dfen Distributoren kaufe. Bei Amazon lege ich dar\u00fcber hinaus Wert darauf, dass der Verkauf ausschlie\u00dflich durch Amazon selbst und nicht etwa einen Marketplace H\u00e4ndler stattfindet. <\/p>\n<p>Auch kaufe ich immer mehr als eine Box. Ich w\u00fcrde davon ausgehen, dass bei einem Fake-Lizenzschl\u00fcssel eine ganze Charge betroffen w\u00e4re. <\/p>\n<p>Sofern die Produktschl\u00fcssel 'boxed' ausgeliefert wurden, habe ich die jeweiligen Boxen immer in mehrfacher St\u00fcckzahl gekauft und ge\u00f6ffnet, sofort benutzt und dann entsorgt, sodass ich mit ziemlicher Sicherheit ausschlie\u00dfen kann, dass ein Schl\u00fcssel mehrfach verwendet wurde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die oben angerissene Tatsache, das auch Gebraucht-Pakete im Handel sind oder gef\u00e4lschte Produktschl\u00fcssel verkauft werden, ist also ber\u00fccksichtigt. Aktuell sind mir die Namen der \"gro\u00dfen Distributoren\" nicht bekannt, m\u00fcssen hier auch nicht aufgef\u00fchrt werden, da es ja nicht um die Frage geht \"liefert Distributor xyz eventuell problematische Produktkeys aus\", sondern um das Thema \"kann die Beobachtung von Dritten best\u00e4tigt werden\" geht.&nbsp; Christian schreibt nun, dass es folgendes Problem gebe, welches ihm aufgefallen ist. <\/p>\n<blockquote>\n<p>Jetzt ist folgendes passiert: Ich habe die letzte Box aus meinem Lagerbestand ge\u00f6ffnet, mich bei <em>setup.office.com<\/em> angemeldet und dort den Schl\u00fcssel eingegeben. Das zugeh\u00f6rige Produkt (Microsoft 365 Family f\u00fcr 12 Monate) wurde erkannt, es kam die R\u00fcckfrage, ob ich die automatische Verl\u00e4ngerung m\u00f6chte, sonst w\u00fcrde Office auslaufen. Genannt wurde hier ein Datum, das dem urspr\u00fcnglichen Ablaufdatum + 1 Jahr entsprach. <\/p>\n<p>Bis dahin war der Schl\u00fcssel also durchaus noch 'g\u00fcltig'. Screenshot hab ich nat\u00fcrlich nicht gemacht. Bei Klick auf 'Aktivierung' kam dann allerdings 'Token not found'. Ab dann galt der Sch\u00fcssel als 'bereits eingel\u00f6st &#8211; auch auf <em>microsoft.com\/redeem <\/em>wurde entsprechendes vermerkt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Produktaktivierung auf Microsofts Office-Seite hat das Produkt an Hand des Produktschl\u00fcssels also erkannt. Wenn dann das Produkt aber mit \"Token not found\" von einer Aktivierung f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Monate abgelehnt wird, der Schl\u00fcssel gleichzeitig als \"eingel\u00f6st\" gekennzeichnet wird, bleibt der Dienstleister quasi auf dem Kauf sitzen. Er hat das Produkt ja regul\u00e4r gekauft, bisher nicht benutzt und stellt beim Einl\u00f6sen des Produkt-Keys fest, dass das Produkt faktisch nicht nutzbar ist. Christian schrieb dazu: <\/p>\n<blockquote>\n<p>Im Internet findet man die Frage sehr h\u00e4ufig. Die Antwort ist i.d.R. 'Wende dich an den H\u00e4ndler, er hat dir eine Raubkopie verkauft'. Genau das kann ich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschlie\u00dfen. Auch schon deshalb, weil dann vermutlich mehrere Keys aus einer Charge betroffen w\u00e4ren, und auch weil der Schl\u00fcssel ja bis zum 'Best\u00e4tigen' als g\u00fcltig eingestuft wurde. MS hat ja sehr wohl erkannt, dass es sich um ein Office 365 Family mit 12 Monaten (es gibt auch 15 Monate) handelt.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt: Es steht (C) 2019 auf der Key Card. Das dr\u00e4ngt mich zu der Vermutung, dass die Token ggf. einfach nach 3 Jahren ablaufen. Nachweisen kann ich das indes nicht, mir fehlen weitere Keys aus der Zeit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das Ganze ist nun ein interessanter Fall. Wenn wir mal postulieren, dass es eben nicht die Fake-Produkt-Keys aus obskuren Quellen waren, die der Leser bei Distributoren gekauft hat, stellt sich die Frage, ob solche Key-Cards mit den Produktschl\u00fcsseln, die im Handel verkauft werden, ein \"Ablaufdatum\" haben, welches aber nicht kommuniziert wird. Kurzum, die Frage die sich Christian stellt: Gibt es weitere Betroffene, die \u00e4hnliches beobachtet haben, oder ist das wirklich ein \"bedauerlicher Einzelfall\"? <\/p>\n<p>Wer eine solche Beobachtung gemacht hat, kann ja einen Kommentar hinterlassen, um welche Produkte es sich handelt und ggf. welche Quelle beim Kauf genutzt wird. Bitte aber Kommentare der Art \"bin nicht betroffen\" oder \"wird eine Raubkopie gewesen sein\" zu unterlassen &#8211; denn die bringen uns nicht weiter. Entweder es ist \"bedauerlicher Einzelfall\", dann sind wir weiter. Oder es gibt mehr Betroffene, die solche Beobachtungen best\u00e4tigen. <\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/08\/18\/falle-office-365-business-microsoft-365-app-abonnement-vom-reseller-teil-11\/\">Falle: Office 365 Business\/Microsoft 365-App-Abonnement vom 'Reseller' \u2013 Teil 11<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/01\/23\/achtung-falle-bei-lastschrift-von-business-abos-fr-microsoft-365-offcie-365\/\">Achtung Falle bei Lastschrift von Business-Abos (z.B. f\u00fcr Microsoft 365\/Office 365)<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/10\/07\/neues-zu-fallen-bei-office-lizenzen-bei-edeka\/\">Neues zu Fallen bei (Office-)Lizenzen bei Edeka \u2013 Teil 8<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[English]Gibt es das Problem, dass die Produktschl\u00fcssel gekaufter Microsoft Office 365-Pakete (neuerdings als Microsoft 365 bezeichnet) mit einer Laufzeit von einem Jahr durch Microsoft eine gewisse Zeit nach dem Kauf gesperrt werden? 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