{"id":286892,"date":"2023-10-12T08:35:35","date_gmt":"2023-10-12T06:35:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=286892"},"modified":"2024-10-04T11:00:17","modified_gmt":"2024-10-04T09:00:17","slug":"dicke-kohle-i-us-steuerbehrde-will-289-milliarden-us-dollar-steuernachzahlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/10\/12\/dicke-kohle-i-us-steuerbehrde-will-289-milliarden-us-dollar-steuernachzahlung\/","title":{"rendered":"Dicke Kohle I: US-Steuerbeh&ouml;rde will 28,9 Milliarden US-Dollar Steuernachzahlung von Microsoft"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Das ist eine etwas dickere Rechnung: Microsoft sieht sich von den US-Steuerbeh\u00f6rden (IRS) mit einer Forderung von 28,9 Milliarden US-Dollar an Steuernachzahlungen konfrontiert. Das Unternehmen ist mit den Forderungen nicht einverstanden und will sie gegebenenfalls vor Gericht anfechten. Der Verwaltungsweg gegen die IRS kann Jahre dauern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f9fc07d680bc4942bf4370fa7fc547e2\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Es gibt eine <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20231023144117\/https:\/\/microsoft.gcs-web.com\/node\/31951\/html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pflichtmitteilung<\/a> an die US Wertpapier- und B\u00f6rsenaufsichtsbeh\u00f6rde (Securities and Exchange Commission, SEC) zum Sachverhalt, der auf <a href=\"https:\/\/blogs.microsoft.com\/on-the-issues\/2023\/10\/11\/update-irs-audit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Blog-Beitrag<\/a> mit Details Bezug nimmt.<\/p>\n<h2>Zum Sachverhalt<\/h2>\n<p>Microsoft reicht j\u00e4hrlich seine Steuererkl\u00e4rung beim US-Finanzamt ein, die auf den Finanzberichten der jeweiligen Steuerjahre beruht. Nun hat es eine Steuerpr\u00fcfung gegeben und die IRS hat Microsoft k\u00fcrzlich ein Dokument (Notices of Proposed Adjustment &#8211; NOPAs) zukommen lassen, das eine Reihe von Korrekturen zur Steuerfestsetzungen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Laut IRS schuldet Microsoft f\u00fcr die Jahre 2004 bis 2013 zus\u00e4tzliche 28,9 Milliarden Dollar an Steuern, zuz\u00fcglich Strafen und Zinsen. Die von der IRS erhobenen Forderungen (Microsoft schreibt von \"vorgeschlagenen Anpassungen\") stellen keine endg\u00fcltige Entscheidung in der Sache dar. Denn in den Steuernachforderungen sind die von Microsoft im Rahmen des Tax Cuts and Jobs Act (TCJA) gezahlten Steuern nicht ber\u00fccksichtigt. Dadurch k\u00f6nnte sich, die im Rahmen der Pr\u00fcfung geschuldete endg\u00fcltige, Steuer um bis zu 10 Milliarden US-Dollar verringern.<\/p>\n<h2>\u00c4nderungen und Widerspruch<\/h2>\n<p>Laut Microsoft habe das Schreiben des Finanzamts (IRS) zum ersten Mal ausf\u00fchrliche Informationen und Erkl\u00e4rungen zu dessen Ansichten zu den fraglichen Punkten enthalten. Dies markiert das Ende der Pr\u00fcfung f\u00fcr die Jahre 2004 bis 2013 und den Beginn eines neuen Prozesses zur Kl\u00e4rung dieser jahrzehntealten Probleme. Microsoft hat seine Unternehmensstruktur und -praktiken seit den Jahren, die von der Pr\u00fcfung abgedeckt werden, ge\u00e4ndert, so dass die vom IRS aufgeworfenen Fragen zwar f\u00fcr die Vergangenheit, nicht aber f\u00fcr aktuelle Steuererkl\u00e4rungen ab 2014 relevant sind.<\/p>\n<p>Microsoft ist mit diesen vorgeschlagenen Anpassungen nicht einverstanden und wird beim IRS Berufung einlegen. Das ist legitim und der Vorgang d\u00fcrfte voraussichtlich mehrere Jahre dauern. Microsoft ist der Meinung, dass man sich immer an die Regeln des IRS gehalten und die Steuern gezahlt habe, die das Unternehmen in den USA und auf der ganzen Welt schuldet.<\/p>\n<p>Der Hauptstreitpunkt ist die Art und Weise, wie Microsoft die Gewinne w\u00e4hrend des Pr\u00fcfzeitraums auf die einzelnen L\u00e4nder und Gerichtsbarkeiten verteilt hat. Dies wird gemeinhin als Verrechnungspreisgestaltung bezeichnet, und die US-Steuerbeh\u00f6rde IRS hat Vorschriften erlassen, die es Unternehmen erlauben, eine spezielle Vereinbarung zur Verrechnungspreisgestaltung, die so genannte Kostenteilung, anzuwenden.<\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe multinationale Unternehmen nutzen die Kostenteilung, da sich Tochtergesellschaften an den Kosten f\u00fcr die Entwicklung bestimmter geistiger Eigentumsrechte beteiligten. Diese Tochtergesellschaften hatten gem\u00e4\u00df den IRS-Vorschriften zur Kostenteilung auch Anspruch auf die entsprechenden Gewinne. Wie auch immer sei, Microsoft wird den Sachverhalt vermutlich gerichtlich kl\u00e4ren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Microsoft gibt an, dass es zum 30. September 2023 Wertberichtigungen f\u00fcr Einkommenssteuerr\u00fcckstellungen in angemessener H\u00f6he gebildet hat. Microsoft gibt an, seit jeher einer der gr\u00f6\u00dften Steuerzahler in den USA zu sein. Seit 2004 habe man \u00fcber 67 Milliarden Dollar an Steuern gezahlt. Dieser Betrag erscheint mir, angesichts der Jahresums\u00e4tze (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/155721\/umfrage\/entwicklung-des-nettogewinns-der-microsoft-corporation-seit-dem-geschaeftsjahr-2002\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe<\/a>), doch irgendwie arg klein. Vielleicht bezieht sich der Betrag auf 2004-2013.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist eine etwas dickere Rechnung: Microsoft sieht sich von den US-Steuerbeh\u00f6rden (IRS) mit einer Forderung von 28,9 Milliarden US-Dollar an Steuernachzahlungen konfrontiert. Das Unternehmen ist mit den Forderungen nicht einverstanden und will sie gegebenenfalls vor Gericht anfechten. 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