{"id":287,"date":"2010-02-03T21:48:00","date_gmt":"2010-02-03T16:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2010\/02\/03\/und-es-geht-doch-win7-os-cloning-fur-virtuelle-maschinen\/"},"modified":"2024-07-26T18:25:07","modified_gmt":"2024-07-26T16:25:07","slug":"und-es-geht-doch-win7-os-cloning-fur-virtuelle-maschinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/02\/03\/und-es-geht-doch-win7-os-cloning-fur-virtuelle-maschinen\/","title":{"rendered":"Und es geht doch: Win7-OS-Cloning f&uuml;r virtuelle Maschinen"},"content":{"rendered":"<p>Durch Verwendung von Virtualisierungsl\u00f6sungen wie Windows Virtual PC, VirtualBox, VMware Player, VMLite bietet es sich an, ein laufendes Windows 7 in ein virtuelles Laufwerk (vhd) zu clonen und dann in einer virtuellen Maschine auszuf\u00fchren. Dies er\u00f6ffent die M\u00f6glichkeit, Experimente am geclonten Betriebssystem auszuf\u00fchren, das virtuelle Laufwerk zu kopieren oder mit Delta-Versionen zu fahren (hilfreich bei Softwaretests). Eine naheliegende L\u00f6sung w\u00e4re dabei, die in Windows 7 unterst\u00fctzte Sicherung eines Systemabbilds f\u00fcr diesen Zweck zu verwenden. Nachdem ich l\u00e4ngere Zeit an dieser Aufgabe gescheitert bin, habe ich doch einen funktionierenden Weg gefunden, um Windows 7 mit Bordmitteln in eine virtuelle Maschine zu clonen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/8f0ed4a460eb4027ab14bf7cb44f9d3a\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><strong>Clonetechnik f\u00fcr Windows 7 gef\u00e4llig?<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee ist so einfach wie bestechend: Unter Windows 7 l\u00e4sst sich eine Sicherung des Systems ausf\u00fchren.<\/p>\n<ol>\n<li>Einfach im Suchfeld des Startmen\u00fcs \"Sichern\" eintippen und dann den Befehl <em>Sichern und Wiederherstellen<\/em> w\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Dann in der Aufgabenleiste auf den Befehl <em>Systemabbild erstellen<\/em> klicken und die Benutzerkontenabfrage best\u00e4tigen.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfend l\u00e4sst sich ein Datentr\u00e4ger f\u00fcr die Sicherung ausw\u00e4hlen und die Sicherung durchf\u00fchren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dabei sichert Windows 7 die mit \"System-reserviert\" bezeichnete Partition sowie die Windows-Partition in einen Backup-Datensatz. Als Sicherungsziel kann eine separate Festplatte angegeben werden. Bei meinem System l\u00e4sst sich ein frisch aufgesetztes Windows 7 binnen 2 Minuten auf eine externe, per eSATA angeschlossene, Festplatte sichern.<\/p>\n<p><strong>Das geclonte Windows 7 aus dem Backup entkernen, so gehts!<\/strong><\/p>\n<p>Die Funktion <em>Sichern und Wiederherstellen<\/em> legt am dem Sicherungsziel einen Ordner <em>WindowsImageBackup<\/em> an. Analysiert man den Inhalt dieses Ordners, finden sich zwar eine Unmenge an XML-Dateien, aber auch eine Unterordnerzweig, der die Sicherungsdateien enth\u00e4lt. Darunter finden sich i.d.R. auch zwei .vhd-Dateien, von denen eine ca. 38 MByte gro\u00df ist und die Partition \"System-reserviert\" enth\u00e4lt. Eine zweite .vhd-Datei sollte ca. 6,5 GByte oder mehr umfassen (je nachdem, in welchem Zustand das Windows 7-Systemabbild gesichert wurde). Diese beiden .vhd-Dateien sind mit einem Class ID-Code benannt und m\u00fcssen mit administrativen Berechtigungen in einen anderen Ordner kopiert werden. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen Sie die so kopierten virtuellen Disks mit <em>system-reserved.vhd<\/em> und <em>Win7-Clone.vhd<\/em> benennen.<\/p>\n<blockquote dir=\"ltr\" style=\"margin-right: 0px;\">\n<p style=\"background-color: #f0ffff;\"><strong>Tipp:<\/strong> Um sp\u00e4ter Probleme mit Zugriffsberechtigungen im Backup-Datensatz zu vermeiden, sollten Sie den Backup-Ordner am Sicherungsziel kopieren und alle Operationen auf dieser Kopie ausf\u00fchren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Die virtuellen Disks in eine virtuelle Maschine einbinden<\/strong><\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt gilt es, eine virtuelle Maschine einzurichten und die beiden .vhd-Dateien als Festplatten einzubinden. Im konkreten Test habe ich f\u00fcr diesen Schritt VirtualBox verwendet, es sollte sich auch VMware Player 3.0 oder Windows Virtual PC verwenden lassen. Bei Bedarf l\u00e4sst sich in <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/category\/virtualisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Beitr\u00e4gen<\/a> nachlesen, was zu beachten ist. Wichtig ist vor allem, dass das gleiche Modell f\u00fcr den Festplattencontroller wie bei der physischen Maschine verwendet wird. L\u00e4uft Windows 7 also auf einer SATA-Platte, richten Sie auch einen SATA-Kontroller in der virtuellen Maschine ein. Die Partition \"System-reserviert\" ist dabei als erste Festplatte und die Windows-Partition als zweite Festplatte einzubinden. Zus\u00e4tzlich binden Sie noch ein DVD-Laufwerk in die virtuelle Maschine ein. Dieses kann auf die ISO eines Reparaturdatentr\u00e4gers oder einer Windows 7 Setup-DVD gemappt werden. Es l\u00e4sst sich aber auch ein physisches Laufwerk zuordnen, in welches Sie die betreffenden Bootmedien einlegen.<\/p>\n<p><strong>Hauch dem Clone Leben ein &#8211; ein Theaterst\u00fcck in mehreren Akten<\/strong><\/p>\n<p>Nun gilt es, die so eingerichtete virtuelle Maschine zum Booten zu bewegen. Das erwies sich alles andere als trivial. Im Originalsystem befinden sich die beiden Partitionen ja auf einem Laufwerk, w\u00e4hrend in der virtuellen Maschine zwei vhd-Dateien als separate Laufwerke eingebunden sind.<\/p>\n<p>Zudem musste ich feststellen, dass eine so eingebundene \"System-reserviert\"-Partition noch nicht einmal zum Laden des Bootmanagers (bootmgr) zu bewegen ist. Die virtuelle Maschine h\u00e4ngt nach dem Start einfach und sagt nix. Auch ein Reparaturversuch \u00fcber die Computerreperaturoptionen l\u00f6st das Problem nicht (habe ich zig Mal versucht).<\/p>\n<blockquote dir=\"ltr\" style=\"margin-right: 0px;\">\n<p style=\"background-color: #f0ffff;\"><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich habe die 100 MByte Boot-Partition mit dem Kommandozeilentool <em>diskpart<\/em> analysiert. Aufgefallen ist, dass bei dieser ein Offset von 64 KByte angezeigt wird. Bei den physischen Maschinen wird dagegen ein Offset von 1024 KByte angezeigt. Das erste Megabyte bleibt also auf der Partition frei. Dies k\u00f6nnte der Grund daf\u00fcr sein, dass die Computerreperaturoperation und auch die Anwendung der Befehle<\/p>\n<p><em>Bootrec \/FixMBR<br \/>\nBootrec \/FixBoot<\/em><\/p>\n<p style=\"background-color: #f0ffff;\">versagt. Die Werkzeuge schreiben zwar vermutlich die Boot-Dateien auf die richtige Partition. Da der MBR jedoch einen Einsprungpunkt bei einem Offset von 1024 KByte erwartet, l\u00e4uft der Versuch, auf die Datei <em>bootmgr<\/em> zuzugreifen, schief. In meinen Augen scheint sogar der MBR nicht korrekt geladen zu werden, da noch nicht einmal die Meldung \"bootmgr fehlt\" erscheint.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nach vielen Versuchen haben ich dann eine f\u00fcr mich funktionierende L\u00f6sung gefunden, die etwas Handarbeit verlangt.<\/p>\n<p><strong>Akt 1<\/strong><\/p>\n<p>Booten Sie die frisch aufgesetzte virtuelle Maschine mittels der Windows 7-Setup DVD. Anschlie\u00dfend w\u00e4hlen Sie die Tastatursprache und klicken im n\u00e4chsten Installationsdialogfeld auf den Befehl <em>Computerreperaturoptionen<\/em>.<\/p>\n<p>Lassen Sie das Dialogfeld mit dem Reperaturversuch durchlaufen und w\u00e4hlen Sie anschlie\u00dfend die Option, um zum Dialogfeld mit den Computerreperaturoptionen zu gelangen. Sie sollten sich auch nicht in die Irre f\u00fchren lassen, wenn die Computerreperatur behauptet, kein Windows oder keinen Fehler zu finden.<\/p>\n<p><strong>Akt 2<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hlen Sie im Dialogfeld mit den Computerreperaturoptionen den Befehl zum \u00d6ffnen der Eingabeaufforderung. Anschlie\u00dfend geben Sie folgende Befehlsfolge in der Eingabeaufforderung ein:<\/p>\n<p>diskpart<br \/>\nlist disk<br \/>\nselect disk 0<br \/>\nlist partition<br \/>\nselect partition 1<br \/>\ndelete partition override<\/p>\n<p>Mit dem letzten Befehl wird die Partition \"System-reserviert\" gel\u00f6scht. Nun m\u00fcssen Sie die Partition wieder anlegen.<\/p>\n<p>create partition <strong>primary<\/strong><br \/>\nactive<br \/>\nformat<br \/>\nexit<\/p>\n<p>Mit den Befehlen wird eine Partition erzeugt, als aktiv gesetzt und dann formatiert. Der letzte Befehl beendet <em>diskpart<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Akt 3<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesen vorbereitetenden Schritten geht es nun an die Reparatur des betreffenden Systems. Geben Sie im Fenster der Eingabeaufforderung folgende Befehle ein:<\/p>\n<p>Bootrec \/FixMBR<br \/>\nBootrec \/FixBoot<\/p>\n<p>Diese schreiben einen neuen Master Boot Record und sollten auch die fehlenden Boot-Dateien (bootmgr, Verzeichnis Boot etc.) anlegen.<\/p>\n<p><strong>Akt 3<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dfen Sie ggf. das Fenster der Eingabeaufforderung und klicken Sie im Dialogfeld <em>Computerreperaturoptionen<\/em> auf den Befehl <em>Systemstartreperatur<\/em>. Mit diesem Befehl versucht die betreffende Funktion die Startdateien zu reparieren und eine BCD-Datenbank mit Starteintr\u00e4gen anzulegen.<\/p>\n<p>Sobald die Systemstartreperatur durchgelaufen ist, k\u00f6nnen Sie sich die gefundenen Fehler ansehen und dann auf die Schaltfl\u00e4che zum neu Starten klicken.<\/p>\n<p>Die Taste zum Booten von DVD brauchen Sie nicht zu dr\u00fccken, denn es soll ja gepr\u00fcft werden, ob das System bootet. Falls nicht, m\u00fcssen Sie erneut von der DVD booten, die Computerreperaturoptionen aufrufen und die Systemstartreperatur durchf\u00fchren lassen. Dann gilt es, einen Neustart auszuf\u00fchren und zu pr\u00fcfen, ob das System dann bootet. Zumindest bei meinem Testsystem meldete sich der Bootlader und bem\u00e4ngelte beim ersten Durchlauf einen fehlenden Bootmgr. Nach weiteren zwei Reperaturversuchen, bei denen auch ein Windows 7 gefunden und im BCD-store eingetragen wurde, konnte die virtuelle Maschine booten.<\/p>\n<p>Das System war sofort lauff\u00e4hig. Einzig den Audiotreiber musste ich \u00fcber den Ger\u00e4te-Manager aktualisieren &#8211; und eine Basis-Ger\u00e4t wird in der virtuellen Maschine als nicht funktionsf\u00e4hig angezeigt.<\/p>\n<blockquote dir=\"ltr\" style=\"margin-right: 0px;\">\n<p style=\"background-color: #f0ffff;\"><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer sich einmal eine funktionierende (d.h. bootbare) Partition \"System-reserviert\" angelegt hat, kann diese ja durch Kopieren der .vhd jederzeit in weiteren VMs \u00fcbernehmen. Im Idealfall bootet dann der eingebundene Datentr\u00e4ger direkt \u2013 andernfalls sollte die erste Startreperatur bereits Erfolg zeigen.<\/p>\n<p style=\"background-color: #f0ffff;\">Falls Sie mit VMware Player arbeiten, empfehle ich den R\u00fcckgriff auf den kostenfreien VMware Konverter 4.0 zum Clonen von Windows-Installationen. Verwenden Sie eine .vmdk-Datei als Zielmedium, da es andernfalls <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server\/\">Boot-Probleme<\/a> wegen falsch eingebundenen Treibern geben kann.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Nachtr\u00e4ge:<\/strong> Unter [2] findet sich noch ein Forenbeitrag von Hans Peter Matthess, der einen Ansatz zum Clonen eines Windows 7 Ultimate-Systems in eine <em>.vhd<\/em>-Disk beschreibt. Unter [3] beschreibe ich eine L\u00f6sung, um Windows XP, Vista und Windows 7 (auch HP) in eine virtuelle Disk zu installieren.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<br \/>\n<\/strong>1: <a title=\"FAQ\" href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/category\/virtualisierung\/\">Virtualisierungsbeitr\u00e4ge<\/a> in meinem Blog<br \/>\n2: Forenbeitrag zum Clonen von Win 7<br \/>\n3: <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/12\/23\/genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7\/\">.vhd-Boot f\u00fcr Windows XP, Vista und Windows 7<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Verwendung von Virtualisierungsl\u00f6sungen wie Windows Virtual PC, VirtualBox, VMware Player, VMLite bietet es sich an, ein laufendes Windows 7 in ein virtuelles Laufwerk (vhd) zu clonen und dann in einer virtuellen Maschine auszuf\u00fchren. Dies er\u00f6ffent die M\u00f6glichkeit, Experimente am &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/02\/03\/und-es-geht-doch-win7-os-cloning-fur-virtuelle-maschinen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,14],"tags":[74,4299,4294,75],"class_list":["post-287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-problemlosung","category-virtualisierung","tag-vhd-disk","tag-virtualisierung","tag-windows-7","tag-windows-7-cloning"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}