{"id":287575,"date":"2023-10-28T19:06:18","date_gmt":"2023-10-28T17:06:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=287575"},"modified":"2023-10-28T19:07:13","modified_gmt":"2023-10-28T17:07:13","slug":"check-point-wchentlich-386-cyberangriffe-auf-organisationen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/10\/28\/check-point-wchentlich-386-cyberangriffe-auf-organisationen-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Check Point: W&ouml;chentlich 386 Cyberangriffe auf Organisationen in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" width=\"200\" align=\"left\"\/><b><\/b>Check Point Research hat mir gerade seine neuen Statistiken zu Cyber-Angriffen f\u00fcr den Zeitraum Q1 bis Q3 2023 ver\u00f6ffentlicht. Bislang haben die weltweiten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zugenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde w\u00f6chentlich eine Organisation im globalen Schnitt 1200 mal angegriffen. In Deutschland waren im laufenden Jahr w\u00f6chentlich 386 Organisationen von einem Cyber-Angriff betroffen (-8 Prozent, stets im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Sektoren im Fokus<\/h2>\n<p>Der Gesundheitssektor steht mit einem Anstieg der weltweiten Angriffe um 11 Prozentaktuell besonders im Fadenkreuz von Hackern (<i>siehe Abbildung 1 im Anhang<\/i>). Bemerkenswert ist zudem, dass eine von 34 Organisationen weltweit mit einem Ransomware-Angriff konfrontiert wurde, was einen Anstieg von 4 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. <\/p>\n<p>Der Sektor Bildung und Forschung verzeichnete mit durchschnittlich 2160 Angriffen pro Organisation und Woche die meisten Angriffe, was einem R\u00fcckgang von 5 Prozent gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2022 entspricht. Der Sektor Regierung und Milit\u00e4r wurde mit durchschnittlich 1696 Angriffen pro Woche am zweith\u00e4ufigsten angegriffen (+0,4 Prozent), w\u00e4hrend das Gesundheitswesen mit durchschnittlich 1613 Angriffen pro Woche dicht dahinter liegt (+11 Prozent). <\/p>\n<p><b><\/b> <\/p>\n<h3>\u00dcber 960 Angriffe auf europ\u00e4ische Organisationen pro Woche<i> <\/i><\/h3>\n<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Anzahl w\u00f6chentlicher Attacken pro Unternehmen Im Jahr 2023 verzeichnete im regionalen Vergleich Afrika mit durchschnittlich 1987 Angriffen (+6 Prozent). Auch in der APAC-Region stieg die durchschnittliche Anzahl der w\u00f6chentlichen Angriffe pro Unternehmen um 15 Prozent auf durchschnittlich 1963 Angriffe. In Europa war die Anzahl mit 966 Organisationen leicht r\u00fcckl\u00e4ufig (-1 Prozent). <\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass unter den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern D\u00e4nemark mit 575 Angriffen einen drastischen Anstieg um 66 Prozent erfuhr. In der DACH-Region jedoch sind die Zahlen, wie zuvor mit Deutschland angedeutet, dem europ\u00e4ischen Trend entsprechend r\u00fcckl\u00e4ufig.<b><i> <\/i><\/b><\/p>\n<table cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\" width=\"477\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\"><strong><em>Region<\/em><\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\"><strong><em>Durchschn. Angriffe pro Woche pro Organisation<\/em><\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong><em>Ver\u00e4nderung zum Vorjahr<\/em><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Europa<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">966<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">-1%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Afrika<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">1987<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">+6%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Asian-Pacific<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">1963<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">+15%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Lateinamerika<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">1663<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">+0.4%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Nordamerika<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">939<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">+5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\"><b>DACH-Region<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">&nbsp;<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Deutschland<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">386<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">&#8211; 8 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">Schweiz<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">367<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">&#8211; 6 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"153\">\u00d6sterreich<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"168\">448<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">-2 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Ransomware zielt haupts\u00e4chlich auf den Sektor Regierung und Milit\u00e4r <\/h3>\n<p>Auch zu Ransomware-Angriffen legen die Sicherheitsforscher von CPR aktuelle Zahlen vor: Im Jahr 2023 war bis dato jede Woche eine von 34 Organisationen weltweit von einem versuchten Ransomware-Angriff betroffen (+4 Prozent) \u2013 allen voraus Organisationen in Afrika und Lateinamerika: Im Schnitt erlebte dort eine von 19 Organisationen w\u00f6chentlich einen Angriff. Nordamerika verzeichnete mit 25 Prozent im Vorjahresvergleich den h\u00f6chsten Anstieg. <\/p>\n<p>Im laufenden Jahrtrafen bisher die meisten Ransomware-Angriffe den Sektor Regierung und Milit\u00e4r: eine von 24 Organisationen war betroffen (-11 Prozent), knapp dahinter der Gesundheitssektor mit einer von 25 Organisationen (+3 Prozent). Mit einem \u00e4hnlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr folgte der Bildungs- und Forschungssektor auf Platz 3 mit einer von 27 Organisationen. Viele der meistattackierten Branchen umfassen kritische Infrastrukturen (KRITIS) und Dienstleistungen, einschlie\u00dflich des Versorgungssektors, der auf Platz 6 liegt und im letzten Jahr einen dramatischen Anstieg der Ransomware-Angriffe um 26 Prozent verzeichnete. <\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr Ransomware-Angriffe<\/h2>\n<\/p>\n<p>F\u00fcr den seit geraumer Zeit ansteigenden Trend von Ransomware-Angriffen gibt es diverse Gr\u00fcnde: <\/p>\n<ul>\n<li><b>Lukratives Gesch\u00e4ftsmodell:<\/b> Die M\u00f6glichkeit, Geld von Einzelpersonen, Unternehmen oder sogar Regierungen zu erpressen, macht Ransomware f\u00fcr die T\u00e4ter zu einem profitablen Gesch\u00e4ft. <\/li>\n<li><b>Ausgefeite Techniken:<\/b>\u00dcber den Einsatz fortschrittlicher Taktiken, wie die Ausnutzung von Zero-Day-Schwachstellen und Social Engineering, umgehen Hacker herk\u00f6mmliche Sicherheitsma\u00dfnahmen. <\/li>\n<li><b>Ransomware-as-a-Service (RaaS):<\/b> Das Aufkommen von Ransomware-as-a-Service-Plattformen macht es unerfahrenen Personen leicht, Ransomware-Angriffe auszuf\u00fchren. Dieses Modell stellt b\u00f6sartige Tools und Infrastruktur als Miete zur Verf\u00fcgung und senkt die Einstiegsh\u00fcrde f\u00fcr angehende Cyber-Kriminelle. <\/li>\n<li><b>Schwache IT-Sicherheit wird ausgenutzt:<\/b> Viele Unternehmen, vor allem kleinere, verf\u00fcgen \u00fcber unzureichende Schutzma\u00dfnahmen. Schwache Passw\u00f6rter, veraltete Betriebssysteme und unzureichende Mitarbeiterschulungen bieten Angreifern die M\u00f6glichkeit, sich Zugang zu verschaffen. <\/li>\n<li><b>Kritische Infrastrukturen im Visier:<\/b>Hacker haben es zunehmend auf kritische Infrastrukturen abgesehen. Sie spekulieren auf die erh\u00f6hte Zahlungsbereitschaft in diesen Sektoren, um Unterbrechungen zu vermeiden,die schwerwiegende Folgen haben k\u00f6nnten. <\/li>\n<li><b>Unzureichende Regulierung: <\/b>In einigen Regionen sind die Vorschriften und Gesetze zur IT-Sicherheit nicht robust genug, um Angreifer wirksam abzuschrecken. Dieser Mangel an Konsequenzen ermutigt sie. <\/li>\n<li><b>Anonymit\u00e4t von Krypto-W\u00e4hrungen:<\/b> Die Verwendung von Krypto-W\u00e4hrungen, wie Bitcoin, f\u00fcr L\u00f6segeldzahlungen bietet ein Ma\u00df an Anonymit\u00e4t, das herk\u00f6mmliche Banksysteme nicht bieten. Dies erleichtert die f\u00fcr Ransomware-Operationen erforderlichen Finanztransaktionen ohne einfache R\u00fcckverfolgbarkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um sich vor Ransomware-Angriffe zu sch\u00fctzen, sollten Organisationen daher folgende Tipps beherzigen:&nbsp; <\/p>\n<ul>\n<li><b>Schulungen der Mitarbeiter: <\/b>Phishing-E-Mails sind eine der beliebtesten Methoden zur Verbreitung von Ransomware. H\u00e4ufige Schulungen sind daher von entscheidender Bedeutung, wobei die eigenen Mitarbeiter die erste Verteidigungslinie bilden. Diese Schulungen \u00fcber die klassischen Zeichen und die Sprache, die in Phishing-E-Mails verwendet werden, aufkl\u00e4ren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Aktuelle Patches: <\/b>Computer auf dem neuesten Stand zu halten und (vor allem kritische) Patches anzuwenden, verringert die Anf\u00e4lligkeit eines Unternehmens f\u00fcr Ransomware-Angriffe. Sie werden oft \u00fcbersehen oder lassen lange auf sich warten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Bessere Bedrohungsabwehr: <\/b>Die meisten Ransomware-Angriffe k\u00f6nnen erkannt und abgewehrt werden, bevor es zu sp\u00e4t ist. Um ihre Chancen auf Schutz zu maximieren, m\u00fcssen Unternehmen eine automatisierte Bedrohungserkennung und -abwehr einrichten. Dazu geh\u00f6ren das Scannen und \u00dcberwachen von E-Mails sowie von verd\u00e4chtigen Dateiaktivit\u00e4ten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>KI als Verb\u00fcndeter im Kampf gegen IT-Bedrohungen:<\/b> KI-gesteuerte Produkte erg\u00e4nzen das menschliche Fachwissen, verst\u00e4rken die Verteidigungsma\u00dfnahmen und bieten so einen robusten Schutz gegen eine Vielzahl von Angriffen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Anti-Ransomware-L\u00f6sungen: <\/b>Solche \u00fcberwachen Programme auf Verhaltensweisen, die Ransomware andeuten. Werden diese erkannt, k\u00f6nnen sie Ma\u00dfnahmen ergreifen, um die Verschl\u00fcsselung zu stoppen, bevor weiterer Schaden entsteht.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Robuste Datensicherung: <\/b>Ransomware soll die Opfer zur Zahlung eines L\u00f6segelds zwingen, damit sie wieder Zugriff auf ihre verschl\u00fcsselten Daten erhalten. Dies ist jedoch nur wirksam, wenn das Ziel tats\u00e4chlich den Zugriff auf seine Daten verliert. Eine robuste, sichere Datensicherungsl\u00f6sung ist ein probates Mittel, um die Auswirkungen eines Ransomware-Angriffs abzuschw\u00e4chen. Dabei m\u00fcssen die Backups selbst ebenfalls sicher vor der Ransomware gelagert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr informationen&nbsp; finden sich im Beitrag <a href=\"https:\/\/blog.checkpoint.com\/security\/a-continuing-cyber-storm-with-increasing-ransomware-threats-and-a-surge-in-healthcare-and-apac-region\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">A Continuing Cyber-Storm with Increasing Ransomware Threats and a Surge in Healthcare and APAC region<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Check Point Research hat mir gerade seine neuen Statistiken zu Cyber-Angriffen f\u00fcr den Zeitraum Q1 bis Q3 2023 ver\u00f6ffentlicht. Bislang haben die weltweiten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zugenommen. 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