{"id":289729,"date":"2023-12-29T13:55:52","date_gmt":"2023-12-29T12:55:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=289729"},"modified":"2024-02-26T00:44:46","modified_gmt":"2024-02-25T23:44:46","slug":"gesundheitsgesetze-iii-mit-digitalisierung-planlos-ins-desaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/29\/gesundheitsgesetze-iii-mit-digitalisierung-planlos-ins-desaster\/","title":{"rendered":"Gesundheitsgesetze III: Mit Digitalisierung planlos ins Desaster?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gesundheit-klein.jpg\" alt=\"Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)\" width=\"200\" border=\"0\" \/>Im Dezember 2023 wurden\u00a0 im EU-Parlament und im deutschen Bundestag mehrere Gesetze f\u00fcr die Digitalisierung im Gesundheitswesen diskutiert und teilweise beschlossen. In Deutschland wird das eRezept ab Anfang 2024 verpflichten, und die elektronische Patientenakte (ePA) soll 2025 ebenfalls verpflichtend kommen. Im Rahmen meiner Artikelreihe zu diesem Themenkomplex greife ich nachfolgend Fragen zur elektronischen Patientenakte (ePA) auf und gehe der Frage \"Steuert die Politik die Krankenversicherten planlos ins Desaster?\" nach. Die Politik hat einen gesetzlichen Rahmen f\u00fcr diese Digitalisierung beschlossen &#8211; aber deckt sich das auch mit der Realit\u00e4t?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Digitalisierung im Gesundheitswesen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/fb9469da9ee34a9a927253e104472811\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Zuerst ein kurzer R\u00fcckblick zu den gesetzlichen Aktivit\u00e4ten, die im Dezember 2023 stattfanden. Das EU-Parlament hat den Weg f\u00fcr den EU Health Data Space (EHDS) freigemacht (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-i-eu-parlament-macht-weg-fr-eu-health-data-space-ehds-frei\/\">Gesundheitsgesetze I: EU-Parlament macht Weg f\u00fcr EU Health Data Space (EHDS) frei<\/a>). Innerhalb der EU sollen medizinische Einrichtungen l\u00e4nder\u00fcbergreifend auf Patientendaten zugreifen k\u00f6nnen. Immerhin soll Patienten innerhalb des EHDS ein Opt-out-Recht einger\u00e4umt werden, so dass man die Erfassung und Weitergabe der Gesundheitsdaten ablehnen kann.<\/p>\n<p>Und im Bundestag wurden Mitte Dezember 2023 die Gesetzesvorhaben (GDNG, DigiG) zur Digitalisierung im Medizinwesen verabschiedet. Mit dem Digitalisierungsgesetz (DigiG) wird ab Anfang 2024 ein verpflichtendes elektronisches Rezept (eRezept) vorgeschrieben. Und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) regelt die verpflichtende Einf\u00fchrung der elektronischen Patientenakte (ePA) mit Out-out-Regelung ab 2025.<\/p>\n<p>Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach sieht \"einen Quantensprung f\u00fcr die Digitalisierung im Gesundheitswesen\", wie man in diesem <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BMG_Bund\/status\/1735256234956063022\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tweet<\/a> nachlesen kann. Ich hatte im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-ii-bundestag-beschliet-digitalisierung-im-gesundheitswesen-gdng-digig\/\">Gesundheitsgesetze II: Bundestag beschlie\u00dft Digitalisierung im Gesundheitswesen (GDNG, DigiG)<\/a> die Details und die \"Versprechen\" des Gesundheitsministers, sowie die \"Schelte der Kritiker\", die \"wissenschaftlich unbegr\u00fcndete \u00c4ngsten sch\u00fcrten\" und alles ausbremsten, thematisiert. Der Gesundheitsminister verstieg sich zur Aussage, dass man \"modernste, sicherste Technologie, f\u00fcr die sich Fachleute schon lange einsetzen\" verwende.<\/p>\n<p>Weiterhin meint Prof. Lauterbach, es sei gut, \"wenn Wissenschaftler, Pharmaunternehmen, KI-Firmen, Medizinproduktehersteller gemeinsam mit diesen Daten forschen, wenn das Gemeinwohl dabei im Vordergrund steht und nicht der Profit\" &#8211; das werde mit dem GDNG erm\u00f6glicht. Lauterbach schw\u00e4rmt von K\u00fcnstliche Intelligenz und gro\u00dfe Datenanalysen die Medizin mehr ver\u00e4ndern werden, als jede andere wissenschaftliche Errungenschaft.<\/p>\n<h2>Von langer Hand vorbereitet<\/h2>\n<p>Alleine die Aussagen von Prof. Dr. Lauterbach stellen an vielen Stellen so etwas wie ein Oxymoron dar &#8211; Forschung von Pharmaunternehmen ohne Profitinteressen w\u00fcrde ich in dieser Kategorie einordnen. Und dass der Zugriff von Pharmaunternehmen samt Auswertung mit KI und Datenanalyse dem Gemeinwohl dient, ist auch eine steile Annahme.<\/p>\n<p>Um es an dieser Stelle klar zu stellen: Wenn wir in einer hehren, idealen Welt leben w\u00fcrden, k\u00f6nnte man sich noch dazu durchringen, den Ansatz, die die Gesundheitsgesetze verfolgen, f\u00fcr eine gute Sache zu halten, die am Ende des Tages eine Verbesserung f\u00fcr die Patienten und Patientinnen bringen. Ich selbst habe als ausgebildeter Ingenieur auch einige Ausfl\u00fcge in die Regelungstechnik unternommen. Von dort sind mir Begriffe wie Sollwert und Istwert gel\u00e4ufig, und die Regelungstechnik versucht den Istwert an den Sollwert heranzuf\u00fchren. Immer wenn dies nicht gelingt, laufen die zu regelnden Prozesse in Probleme. Schaue ich mir das Thema elektronische Patientenakte (ePA) an, liegen wir mit Sollwert und Istwert Lichtjahre auseinander.<\/p>\n<p>Nur zur Erinnerung: Es gibt seit 2021 die M\u00f6glichkeit f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte, die elektronische Patientenakte (ePA) bei ihrer Krankenkasse anlegen zu lassen. Die Leute haben sich aber f\u00fcr eine \"Abstimmung mit den F\u00fc\u00dfen\" entschieden. Nur gut 1% der gesetzlich Versicherten lie\u00dfen sich die ePA einrichten und auch die \u00c4rzte waren zur\u00fcckhaltend, wie ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/21\/elektronische-patientenakte-nur-6-der-rzte-nutzten-es-mitte-2022\/\">Elektronische Patientenakte: nur 6 % der \u00c4rzte nutzten es Mitte 2022<\/a> ausgef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p>Angesichts dieses Desasters musste eine L\u00f6sung her. Ich hatte es im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/30\/neustart-in-2023-fr-elektronische-patientenakte-epa-geplant\/\">Neustart in 2023 f\u00fcr Elektronische Patientenakte (ePA) geplant<\/a> aufbereitet. Im August 2022 erschien von <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230601090228\/https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/ueber-uns\/wer-wir-sind\/ansprechpartner\/mitarbeiter\/cid\/stefan-etgeton\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dr. Stefan Etgeton<\/a>, Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung (er studierte Kulturwissenschaft mit Promotion, Philosophie, sowie Evangelische Theologie), der Artikel <a href=\"https:\/\/blog.der-digitale-patient.de\/opt-out-epa\/\">Warum Opt-out f\u00fcr die ePA m\u00f6glich und sinnvoll ist<\/a> in seinem Blog \"Der digitale Patient\". Kurz zusammengefasst: Die Bundesregierung will das opt-out bei der ePA &#8211; um die forschende Pharmaindustrie und weitere Institutionen an die Daten der Patienten heran zu lassen. Aber die Datensch\u00fctzer sind (noch) dagegen und halten die individuelle Einwilligung als \"besser geeignet\". Das Ganze wird quasi als \"kleines Befindlichkeitsproblem\" der Datensch\u00fctzer konstruiert, was die informelle Selbstbestimmung der Versicherten betrifft, und das man leicht mit opt-out leicht l\u00f6sen k\u00f6nne. Im Artikel wird dann ein \"Rechtsgutachten\", beauftragt von der Bertelsmann-Stiftung und der Stiftung M\u00fcnch, aufgef\u00fchrt, die die argumentativen Grundlagen f\u00fcr das \"opt-out\" bei der ePA liefern soll.<\/p>\n<h2>Ein Desaster ist absehbar<\/h2>\n<p>Nun k\u00f6nnte man sich ja zur\u00fccknehmen und postulieren: \"Wenn alle Beteiligten guten Willens sind, k\u00f6nnte ja was Gutes bei herauskommen\". Die Argumentation von Prof. Lauterbach ist ja auch, dass dem \"Patienten Doppeluntersuchungen erspart bleiben, die Patientenversorgung durch den Arzt verbessert wird, Kosten vermieden und auch die Notfallmediziner durch den schnellen Zugriff auf die Patientendaten Leben retten k\u00f6nnten\". Wer will sich dieser Argumentation verschlie\u00dfen? Aber ich hatte bereits im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/12\/lauterbach-will-die-elektronische-patientenakte-epa-mit-opt-out-ein-desaster-mit-ansage-oder-wolkenkuckucksheim\/\">Lauterbach \"will\" die elektronische Patientenakte (ePA) mit Opt-out \u2013 ein Desaster mit Ansage oder Wolkenkuckucksheim?<\/a> einige Informationen aufgegriffen.<\/p>\n<h3>Forschungsdaten, was kann schon passieren?<\/h3>\n<p>Meine Probleme fangen da an, wo ich mit Nachdenken beginne und den Status Quo in die Zukunft extrapoliere und auch mal darauf schaue, was Fachleute dazu ausf\u00fchren. Vor Wochen ist mir beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Experten-ueber-Gesundheitsdaten-Nur-die-groessten-Konzerne-profitieren-9335548.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Artikel<\/a> bei heise untergekommen, wo Experten prognostizieren, dass lediglich die gr\u00f6\u00dften Konzerne (genannt werden u.a. Amazon, Google und Microsoft von \"Digital Health\" profitieren.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Anonymisierung der \"f\u00fcr Forschungszwecke\" abgerufenen Daten verweise ich auf <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Privatheitsbewahrende-Moeglichkeiten-fuer-den-Schutz-sensibler-Daten-9565891.html?seite=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> von heise, der beleuchtet, welche Problem es gibt, wenn sensible Daten durch privatheitsbewahrenden Methoden gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Mein Postulat: Das wird in der Praxis schief gehen.<\/p>\n<h3>Unklar, wer unter die ePA f\u00e4llt<\/h3>\n<p>Aktuell zeichnet sich f\u00fcr mich noch nicht ab, wie die elektronische Patientenakte genau eingef\u00fchrt wird und f\u00fcr welche Patientenkreise sie gilt. Urspr\u00fcnglich bin ich davon ausgegangen, dass die elektronische Patientenakte (ePA) nur von den jeweiligen Krankenkassen der gesetzlich Versicherten angelegt wird. Zum 16. Dezember 2023 gab es aber <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-ii-bundestag-beschliet-digitalisierung-im-gesundheitswesen-gdng-digig\/#comment-166553\">diesen Kommentar<\/a> eines Lesers, der interessante Einblicke gew\u00e4hrt.<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a7 341 Sozialgesetzbuch (SGB V) F\u00fcnftes Buch \u2013 Gesetzliche Krankenversicherung regelt die Rechtsgrundlagen ausschlie\u00dflich f\u00fcr die gesetzlichen Krankenkassen.<\/li>\n<li>Daneben findet auch die Entwicklung einer elektronischen Patientenakte im Bereich privater Krankenversicherungen statt. Das war mir nur ganz nebul\u00f6s bekannt &#8211; wirft aber Fragen der Art \"werden hier weitere L\u00f6sungen entwickelt, die ins Gro\u00dfe Ganze passen?\" auf.<\/li>\n<li>Dann gibt es noch die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (<em><a href=\"https:\/\/www.kvb.bund.de\/DE\/Startseite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KVB<\/a><\/em>), die sich in <a href=\"https:\/\/www.kvb.bund.de\/DE\/Home\/Aktuelles\/Elektronische_Patientenakte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einem Newsletter<\/a> von M\u00e4rz 2023 zur elektronischen Patientenakte ausl\u00e4sst. Da die KVB weder gesetzliche Krankenkasse noch eine private Krankenversicherung ist, besteht keine Pflicht und auch kein Plan, die ePA f\u00fcr die Mitglieder einzuf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf den Punkt gebracht: Den gesetzlich Krankenversicherten wird die ePA mit Opt-out \u00fcbergest\u00fclpt. Was bei den privater Krankenversicherungen kommt, wei\u00df man nicht (scheint gesetzlich nicht geregelt zu sein) &#8211; und bestimmte Versorgungswerke fallen aus der Regelung ganz heraus. Es gibt also Leute, die sind \"gleicher unter Gleichen\". Da kann man schon ans Nachdenken kommen.<\/p>\n<h3>ePA als Fata-Morgana<\/h3>\n<p>Die Erz\u00e4hlung geht ja dahin, dass der Arzt in der gut gepflegten ePA auf den ersten Blick sieht, was der Patientin und dem Patienten fehlt. Selbst das Argument: \"Wenn ich mal einen Unfall habe, soll der Notfallmediziner auf meine ePA zugreifen, um mich zu retten\" ist mir untergekommen. Sch\u00f6ne Karotten, die den Leuten da vor die Nase geh\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht wird kein Notfallmediziner oder Rettungssanit\u00e4ter bei einem Notfall versuchen, an die Eintr\u00e4ge der ePA heranzukommen und diese zu studieren. Aus meiner Sicht spulen die ein h\u00e4ufig einge\u00fcbtes Handlungsszenario ab, um den Patienten stabil f\u00fcr den Transport in eine Klinik zu bekommen. Und ob Angeh\u00f6rige in einem solchen Fall mehr als eine Versichertenkarte zur Abrechnung pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen, steht auf einem anderen Blatt. Zudem ergeben sich ja durchaus auch rechtliche Fragen.<\/p>\n<p>Als Patient habe ich ja das Selbstbestimmungsrecht \u00fcber meine Daten, darf also festlegen, ob der Arzt an meine Daten herankommt. Was aber, wenn ich dazu nicht in der Lage bin? Darf ein Familienangeh\u00f6riger ohne entsprechende Regel den Zugriff auf die ePA erlauben? Wer mal einen Angeh\u00f6rigen in einer Klinik hatte, wei\u00df, wie kniffelig das Thema Einwilligung f\u00fcr Behandlungen ohne entsprechende Patientenverf\u00fcgungen ist &#8211; und selbst mit einer Patientenverf\u00fcgung kann es schon problematisch werden.<\/p>\n<p>Was auch nicht diskutiert wird: Wie valide und handhabbar ist denn die ePA? Ich hatte bereits 2019 dr\u00fcben im 50 Plus-Blog das Grundproblem im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/senioren\/2019\/04\/25\/arztbriefe-unverstndlich-und-risikoreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arztbriefe: Unverst\u00e4ndlich und risikoreich<\/a> angerissen. Selbst ein in deutscher Sprache verfasster Arztbrief kann f\u00fcr einen deutschen Arzt eine Herausforderung werden. Von einem meiner Physiotherapeuten wei\u00df ich, dass selbst bei Diagnoseschl\u00fcsseln Irrt\u00fcmer und Probleme nicht ausgeschlossen sind. Er berichtete \u00fcber unterschiedliche Ausbildungszeiten, wo abweichende Kodierung der Behandlungsschl\u00fcssel vermittelt wurde. O-Ton: \"Ich habe gelernt, dass ich das aufschreibe, was der Patient hat und was nicht geht, bzw. wo ich behandle. Unsere jungen Physiotherapeutinnen haben teilweise gelernt, aufzuschreiben, was beim Patient geht. Ohne dieses Wissen sind die Akten f\u00fcr Dritte nicht entschl\u00fcsselbar.\" Zudem beklagte sich der Therapeut, dass auch von \u00c4rzten oft mehrere Diagnoseschl\u00fcssel \u00fcbermittelt w\u00fcrden, die ihm unklar seien. Er hat sich dann ein App besorgt, in der er dann die Diagnoseschl\u00fcssel nachlesen und in Klartext aufschl\u00fcsseln lassen kann, um herauszufinden, was der Arzt meint. Beim EUDHS kommt dann noch das Problem der unterschiedlichen Sprachen hinzu, in denen die Diagnosen und Arztbrief vorliegen. Babylon war nichts dagegen.<\/p>\n<p>Was vielen Leuten auch nicht klar ist: Die Art der Speicherung ist meines Wissens bisher nicht wirklich geregelt. Aktuell ist die Patientenakte eine Sammlung der unterschiedlichsten Dokumente (PDF, Word, DICOM-Daten etc.). O-Ton von Gesundheitsminister Lauterbach: \"Wir warten nicht, bis es f\u00fcr alle Befunde eine standardisierte Datenstruktur gibt. F\u00fcr den Anfang wird es m\u00f6glich sein, ganz einfach pdf- oder Word-Dateien einzuspeisen.\"<\/p>\n<p>Was auch nicht wirklich von den Protagonisten thematisiert wurde: Was passiert mit Diagnosen, die in der ePA vorliegen &#8211; die bekommt man dann auch nach 50 Jahren nicht mehr weg. Ich habe es im eigenen Familienumfeld erlebt, wie \u00c4rzte auf Diagnosen aufbauten, die wir als Angeh\u00f6rige als niemals zutreffend erachteten &#8211; und nur durch einen jungen Assistenzarzt \u00fcberpr\u00fcft und verworfen werden konnten. Oder es gab den Hinweis einer \u00c4rztin \"das schreiben wir aber so nicht in die Akte, das bekommt man nie wieder raus\". Das ein Gro\u00dfteil der Leute nicht mit Smartphone affin unterwegs ist oder gar ein solches Ger\u00e4t besitzt, ist ein weiterer Knackpunkt. In der Praxis m\u00fcsste ein Patient oder eine Patientin ohne Smartphone dann in der Praxis oder in der Apotheke seine Daten in der ePA per Gesundheitskarte einsehen und freigeben. Halte ich nicht f\u00fcr praxisgerecht und durchf\u00fchrbar &#8211; die Masse der Leute wird \u00fcberfordert sein.<\/p>\n<h3>Wollen die \u00c4rzte wirklich die ePA?<\/h3>\n<p>Das Ganze ist f\u00fcr den Mediziner und Therapeuten ein Desaster &#8211; niemand hat die Zeit, sich durch zig Word- und PDF-Dokumente zu w\u00fchlen. Zudem ist das Ganze permanent ein Sicherheitsrisiko, ab das ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a> hingewiesen habe. Die Praxen m\u00fcssten eine Person abstellen, die die Daten vor dem Einpflegen auf Sicherheit pr\u00fcft, dann die Datei auf die Praxis-IT \u00fcbertr\u00e4gt und in die ePA einpflegt. Eigentlich kam zu leisten. Sicherheitstechnisch liegt zudem noch vieles im Argen, wie ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/09\/dicom-protokoll-millionen-patientendaten-ungeschtzt-per-internet-zugreifbar\/\">DICOM-Protokoll: Millionen Patientendaten ungesch\u00fctzt per Internet zugreifbar<\/a> k\u00fcrzlich angerissen habe &#8211; hat aber mit der ePA erst einmal nichts zu tun.<\/p>\n<p>Praktisch stellt es sich aus meinem Blickwinkel so dar, dass den \u00c4rzten und Therapeuten mit der ePA nicht wirklich Arbeit abgenommen, sondern ein zus\u00e4tzliches Arbeitspensum aufgeb\u00fcrdet wird. Im Praxisablauf muss sichergestellt sein, dass Patienten und Patientinnen den Zugriff auf die ePA zulassen und die Daten eingepflegt werden. Auf das Sicherheitsrisiko, dass die aufnehmende Stelle tr\u00e4gt, hatte ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a> hingewiesen. \u00dcber den Aufwand und die Kosten f\u00fcr die reine Pflege der ePA haben sich in meinen Augen noch nicht wirklich viele Leute ernsthaft Gedanken gemacht.<\/p>\n<p>Interessant fand ich auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Elektronische-Patientenakte-Was-Aerzte-wirklich-wollen-9566427.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a>, in dem heise einen Mediziner bez\u00fcglich der elektronischen Patientenakte zu Wort kommen lie\u00df. Da schimmern doch arge Zweifel durch.\u00a0Anfang Dezember 2023 erreichte mich die E-Mail eines Mediziners mit der Aussage \"dass die Pl\u00e4ne in Sachen ePA den Unmut der \u00c4rzteschaft erregen, da der Nutzen der ePA im Praxisalltag fraglich sei, und zum anderen Bedenken in Sachen Datenschutz best\u00e4nden\".<\/p>\n<p>Mir liegt ein Dokument des \u00c4rztenachrichtendiensts vor, das Brisanz hat. Laut Gesundheitsminister Lauterbach soll es ein \"Muss zum Bef\u00fcllen der ePA\" durch die Beteiligten im Medizinwesen geben. Also Medikamentationspl\u00e4ne, Laborbefunde, Befundberichte etc. muss der Arzt oder Behandler eingeben.<\/p>\n<p>Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass dieses Bef\u00fcllen der ePA \"nicht im Ermessen der Leistungserbringer\" liege. Kernargument ist, dass der Patient dem Zugriff einzelner Leistungserbringer komplett widersprechen k\u00f6nnen und auch das Abspeichern von Daten ablehnen d\u00fcrfen. Dies soll \u00fcber die Endger\u00e4te der Patienten und eine entsprechende (noch zu erschaffende) Benutzeroberfl\u00e4che der Krankenkassen erfolgen. Neu f\u00fcr mich: Jede Krankenkasse muss k\u00fcnftig eine Ombudsstelle einrichten, die sich um Anliegen im Zusammenhang mit der elektronischen Patientenakte k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Aussagen aus dem Artikel:\u00a0 Auch \u00fcber einen m\u00f6glichen Widerspruch soll die die Ombudsstelle aufkl\u00e4ren \u2013 und auf Verlangen insbesondere den Menschen dabei helfen, die ihre Patientenakte nicht \u00fcber eine eigene Benutzeroberfl\u00e4che verwalten wollen oder k\u00f6nnen. Um die Rechte von \"Nicht-Frontend-Nutzern\" (Menschen ohne Handy oder andere Zugriffsm\u00f6glichkeiten) zu st\u00e4rken, sollen auch Apotheken \"Ma\u00dfnahmen zur Wahrnehmung der Betroffenenrechte bei der ePA-Nutzung\" anbieten d\u00fcrfen. Dort w\u00e4re dann die Einsicht oder L\u00f6schung der ePA-Eintr\u00e4ge sowie eine Beratung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ach ja, der Arzt soll vor \u00dcbermittlung und Speicherung der Daten des Versicherten diesen darauf hinweisen, dass er die Verarbeitung der Daten beschr\u00e4nken kann, wenn diese Anlass zur Diskriminierung oder Stigmatisierung geben kann. Der Arzt wird damit auch noch zum (Rechts-)Berater des Patienten degradiert. Wie da das Arztgeheimnis gewahrt bleiben soll, wenn Daten in die ePA wandern, ist f\u00fcr mich auch offen. Und der EuGH hat k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EuGH-Urteil-Aerzte-muessen-Kopie-der-Patientenakte-gratis-herausgeben-9345990.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geurteilt<\/a>, dass \u00c4rzte eine Kopie der Patientenakte gratis herausgeben m\u00fcssen (bezieht sich aktuell zwar auf die Papierakte, aber wer wei\u00df, was sich da noch alles draus entwickelt).<\/p>\n<p>Kurz festgehalten: Es wird ein b\u00fcrokratisches Monster f\u00fcr die Praxen und Teilnehmer im Medizinbereich geschaffen, das f\u00fcr die Behandlung wenig bis nichts bringt, aber auf der anderen Seiten Kosten ohne Ende erzeugt. Die Erstbef\u00fcllung der ePA geht dar\u00fcber hinaus \"auf Kosten der \u00c4rzte\", denn diese sollen nur einmalig 10 Euro daf\u00fcr abrechnen k\u00f6nnen. Nur mal eine kleine Rechnung: Bei \u00fcber 70 Millionen GK-Versicherte sind das \u00fcber 700 Millionen Euro f\u00fcr die Erstbef\u00fcllung der ePA, deren Nutzen bisher nicht belegt ist. Und in <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Elektronische-Patientenakte-Vollstaendige-Anonymisierung-der-Daten-nicht-sicher-9530230.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> wird die vollst\u00e4ndige Anonymiserung der Daten in der ePA als nicht sicherzustellen angesehen. Da kann man erneut zum Nachdenken kommen.<\/p>\n<h3>Der Arzt haftet und ist immer der Dumme<\/h3>\n<p>Ich formuliere es mal so drastisch in der \u00dcberschrift. Die vorhergehenden Abs\u00e4tze skizzieren, in welches Spannungsfeld der Arzt oder Therapeut gesetzt wird. Gesetzlich ist er zur ePA verpflichtet und muss die TI-Infrastruktur der gematik nutzen, egal ob diese funktioniert oder nicht.<\/p>\n<p>Andererseits ist der Arzt oder die medizinische Stelle mit Patienten und Patientinnen konfrontiert, die die \"Technik\" nicht beherrschen, muss die Sicherheit der Daten und System gew\u00e4hrleisten und zus\u00e4tzlich die zahlreichen rechtlichen Sachverhalte sowie Beratungspflichten wahrnehmen.<\/p>\n<p>Ich postuliere mal, dass viele Patienten und \u00c4rzte sowie Therapeuten damit schlicht \u00fcberfordert sind. Zudem stellt sich die Frage, wie die Patienten damit umgehen &#8211; wird dem Arzt wirklich alles berichtet, wenn man wei\u00df, dass da was in der Patientenakte landet? Das Arztgeheimnis bot bisher einen guten Schutz, um ein Vertrauensverh\u00e4ltnis zu begr\u00fcnden. Wie sieht es damit aus? Und wie viel Zeit bleibt dann noch f\u00fcr die wirkliche Diagnose und Therapie der Erkrankung?<\/p>\n<blockquote><p>Hier mal ein Zitat aus einem Dokument f\u00fcr die \u00c4rzteschaft, in dem es um Datenschutz und Patientendaten geht. <em>Wenn die Akte Arztbriefe aus Krankenh\u00e4usern enth\u00e4lt, so finden sich in diesen Arztbriefen jede Menge Diagnosen aus Ihrer Vergangenheit, die immer wieder \u201eaufgew\u00e4rmt\" werden. Heutzutage sind Krankenhausberichte deutlich l\u00e4nger als fr\u00fcher. Vor allem die Diagnosen nehmen viel Platz ein, nicht selten fast<br \/>\neine Seite. Das liegt am DRG-System, also an der Art und Weise, wie die Krankenh\u00e4user bezahlt werden. Je mehr Diagnosen man einem Patienten zuschreiben kann, um so h\u00f6her f\u00e4llt die Bezahlung des Krankenhauses aus. <\/em><\/p>\n<p>Nach bestimmten Fristen automatisch l\u00f6schen kann man diese Daten nicht, sie k\u00f6nnten ja noch relevant sein. F\u00fcr den Nachbehandler sind viele Daten aus den Arztbriefen nicht relevant. Aber f\u00fcr Versicherungen, Arbeitgeber und was wei\u00df ich was, sind diese Datenhalden eine Fundgrube. Die ePA wird zum Killer f\u00fcr Leute, die eine Berufsunf\u00e4higkeitsversicherung abschlie\u00dfen m\u00f6chten. Da werden Befunde \u00fcber ein ganzes Leben gespeichert. Im Kindergarten den Fu\u00df verknackst, schon wird dieser Punkt von der Versicherung ausgeschlossen. Jemand m\u00f6chte verbeamtet werden? Der Amtsarzt bekommt Zugriff auf die gesamte Krankenakte. Jemand stellt einen Antrag bei Leistungstr\u00e4gern &#8211; dann sind die in der Regel die Daten freizugeben. Die ePA nagelt Leute f\u00fcr 50, 70 oder mehr Jahre gnadenlos fest. Dabei ist Datenschutz kein Luxus, sondern essentiell.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir ist die Tage folgender Tweet unter die Augen gekommen, der das von einer Betroffenen ziemlich gut auf den Punkt bringt &#8211; ist so ganz anders als die \"sch\u00f6ne neue Welt\", die uns der Gesundheitsminister so versprach:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Sh8Un8f.png\" \/><\/p>\n<p>Noch ein Punkt, auf den ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a> hingewiesen habe. Der Arzt haftet immer, auch f\u00fcr Datenschutzverst\u00f6\u00dfe bzw. Datenlecks, die zwischen Praxis und ePA entstehen. Denn er ist der Verarbeiter besonders sensibler Daten nach DSGVO. Gibt es eine Schwachstelle oder einen Bug in der IT-Infrastruktur, die der Arzt selten oder nicht zu verantworten hat, ist er trotzdem verantwortlich. Ich verweise auf <a href=\"https:\/\/www.kvwl.de\/fileadmin\/user_upload\/pdf\/Mitglieder\/IT_und_Praxis\/Telematikinfrastruktur\/infoblatt_datenschutz_haftung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieses Dokument<\/a>, nach dem die gematik als Auftragsverarbeiter immer aus der Haftung f\u00fcr Datenschutzverst\u00f6\u00dfe raus ist. Und <a href=\"https:\/\/www.gematik.de\/newsroom\/news-detail\/aktuelles-berichterstattung-zur-angeblichen-datenschutzverletzung-bei-konnektor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier mal ein Link zu einem Vorfall<\/a>, wo die gematik Stellung bezog. Kann man durchaus als Standpunkt teilen, aber die Sachlage ist schwammig. Passiert etwas in Sachen Datenschutzvorfall, haftet die Stelle, wo die Daten angefallen sind. Der Arzt k\u00f6nnte (Aussage einer Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung) ja den Dienstleister oder Software-Hersteller, der involviert war, privatrechtlich verklagen.<\/p>\n<h3>Wenn der Doktor keinen Vorteil sieht und tsch\u00fcss sagt<\/h3>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20231028121941\/https:\/\/www.arzt-wirtschaft.de\/allgemein\/umfrage-aerzte-fuehlen-sich-mit-digitalisierung-allein-gelassen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> bef\u00fcrworten nur 30 Prozent der \u00c4rzte die ePA und das eRezept, und nur 35 % erwarten Effizienzgewinne. Die L\u00f6sungen werden als nicht praxisgerecht beurteilt. Hier einige Zahlen: 65 % der Befragten sind hingegen skeptisch bez\u00fcglich der ePA und halten diese f\u00fcr zu st\u00f6ranf\u00e4llig (25,2 %), oder brauchen keine digitale Akte (14,3 %), oder sehen Datenschutzrisiken durch den Zugriff von Krankenkassen (9,24 %).<\/p>\n<p>Und hier kommen wir auf einen Punkt, der auch kaum diskutiert wird: Wir erleben ja aktuell, das es da keine \u00c4rzteschwemme gibt, im Gegenteil, die Versorgung in l\u00e4ndlichen Gebieten ist jetzt schon kritisch. <a href=\"https:\/\/www.arzt-wirtschaft.de\/vermischtes\/aerztestatistik-welle-von-eintritten-in-den-ruhestand-steht-bevor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieser Artikel<\/a> zeichnet das Bild, das viele \u00c4rzte wegen Erreichen der Altersgrenze bald in Ruhestand gehen. Nun wird den Therapeuten und \u00c4rzten noch eine Digitalisierung \u00fcbergest\u00fclpt, die viele als nicht funktional oder hilfreich erleben, wobei ihnen auch noch die Kosten (abseits pauschaler Erstattungen) aufgeb\u00fcrdet werden.<\/p>\n<p>In meinem Umfeld habe ich mehrfach erlebt, dass Therapeuten und \u00c4rzte einige Jahre vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze f\u00fcr den Ruhestand die Praxis f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte geschlossen haben (die kassen\u00e4rztliche Zulassung wurde zur\u00fcckgegeben) und nur noch Privatpatienten behandeln. Der SWR-Beitrag <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/friedrichshafen\/terminprobleme-fuer-kassenpatienten-auch-in-region-bodensee-oberschwaben-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> rei\u00dft das u.a. an &#8211; und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalisierung-in-Arztpraxen-Zwischen-Datenautobahn-und-Schotterpiste-9568405.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser heise-Artikel<\/a> thematisiert, dass die Digitalisierungspl\u00e4ne die Patientenversorgung gef\u00e4hrden. Einer der Beweggr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckzug der \u00c4rzte und Therapeuten: Man wolle sich das Ganze mit ePA und Digitalisierung nicht mehr antun.<\/p>\n<p>O-Ton meines Physiotherapeuten: \"Es wird darauf hinauslaufen, dass dann Behandlungen nur noch in medizinischen Zentren stattfinden\".\u00a0 Hier kann ich zur \"Beruhigung\" auf meinen Artikel <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/10\/08\/mvz-pleiten-patientendaten-in-der-cloud-sorgen-fr-probleme\/\">MVZ-Pleiten: Patientendaten in der Cloud sorgen f\u00fcr Probleme<\/a> verweisen. Dort lege ich Konstruktionen offen, die zeigen: \"Es wird schon schief gehen\".<\/p>\n<h2>Zweifel, dass gematik &amp; Co. es packen<\/h2>\n<p>Hier im Blog habe ich ja h\u00e4ufiger darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen quasi eine \"Lizenz zum Gelddrucken\" f\u00fcr Anbieter entsprechender L\u00f6sungen ist &#8211; und dass die gematik, die f\u00fcr die Bereitstellung der Telematikinfrastruktur im Medizinwesen verantwortlich ist, heillos \u00fcberfordert scheint.<\/p>\n<h3>Die Skandale der gematik<\/h3>\n<p>Da gab es den Skandal um den Austausch der sogenannten TI-Konnektoren bei \u00c4rzten und Therapeuten, weil deren Zertifikate abgelaufen waren (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/10\/16\/ti-connectoren-im-gesundheitswesen-der-300-millionen-euro-hack-des-chaos-computer-clubs\/\">TI-Konnectoren im Gesundheitswesen \u2013 der \"400 Millionen Euro\"-Hack des Chaos Computer Clubs<\/a>). Und der letzte Vorfall betraf die L\u00f6sung \"Kommunikation im Medizinwesen (KIM)\", wo gerade ein fetter Implementierungsfehler aufgeflogen ist. Ich hatte das im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/28\/gau-kim-im-gesundheitswesen-kaputt-s-mime-zertifikate-mehrfach-vergeben\/\">GAU: KIM im Gesundheitswesen kaputt \u2013 S\/MIME-Zertifikate mehrfach vergeben<\/a> aufbereitet.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzung: Noch ein Kommentar eines Lesers auf Facebook zum Artikel, der da lautet: \"<em>Das ganze Projekt TI ist eine Zumutung. Alleine die Tatsache, dass die TI f\u00fcr die ambulante Pflege verschoben wurde, der Start f\u00fcr 01.24 bestehen blieb, aber die offizielle Ank\u00fcndigung erst 02.24 erfolgen sollte, sagt alles<\/em>.\" Der Leser beklagt auch \u00fcber die eingesetzten Produkte.<\/p>\n<p>Der KIM-Client von Akquinet habe sich bei jedem Start \u00fcber das Web-Interface und einen Assistenten neu konfigurieren wollen, was erst nach Monaten durch ein Update korrigiert wurde. Die TI-Konnektoren konnten teilweise keine Updates ziehen. Das im Einsatz befindliche KIS (Krankenhaus-Informations-System) muss manuell und auf komplizierteste Weise mit Updates versorgt werden. Deckt sich auch mit den Erkenntnissen aus dem verlinkten Artikel zum KIM-Desaster, wo die Entdecker der Probleme auch von manuell zu installierenden Updates f\u00fcr die Log4J-Schwachstelle berichteten. Auch die elektronische Patientenakte (ePA) versteht kein Mensch, und das eRezept ist voll an der Praxis vorbei, schrieb mir der Leser.<\/p>\n<p>Ein zweiter Leser best\u00e4tigt \u00fcber den gleiche Kanal desolate Zust\u00e4nde und schrieb: \"Ich betreue mit meiner Firma ja selber einige Praxen und Apotheken und es ist echt ein Graus.\" Er zitiert einen IT-Dienstleister f\u00fcr Zahn\u00e4rzte, der aus dem \"normalen\" Umfeld dorthin gewechselt ist und sich \"wie in die Steinzeit zur\u00fcck gebombt f\u00fchlt\". Leider fangen die Probleme auch in den Praxen an, wo man auf veraltete, nicht gewartete IT-Systeme trifft, samt einer Passwortvergabe, das sich jeder vor Ort Zugang verschaffen k\u00f6nnte, usw.<\/p>\n<h3>Konstruktionsfehler im System?<\/h3>\n<p>Ich habe lange dar\u00fcber nachgedacht, warum die gematik scheitert. Ist das B\u00f6swilligkeit, Unf\u00e4higkeit, oder was? Dann kam mit der Gedanke, dass es ein Konstruktionsfehler im System bzw. in der Konstruktion der gematik sein muss. Hier mal ein Auszug aus der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gematik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Die Gematik GmbH (eigene Schreibweise: gematik, zuvor gematik \u2013 Gesellschaft f\u00fcr Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) wurde im Januar 2005[2] von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegr\u00fcndet, um gem\u00e4\u00df gesetzlichem Auftrag die Einf\u00fchrung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und ihrer Infrastruktur in Deutschland voranzutreiben, zu koordinieren und die Interoperabilit\u00e4t der beteiligten Komponenten sicherzustellen.<\/p>\n<p>Die Gesellschafter der Gematik sind das Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit (BMG), die Bundes\u00e4rztekammer (B\u00c4K), die Bundeszahn\u00e4rztekammer (BZ\u00c4K), der Deutsche Apothekerverband (DAV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), die Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenzahn\u00e4rztliche Bundesvereinigung (KZBV).<\/p><\/blockquote>\n<p>Vom Ansatz klingt es logisch, dass die Beteiligten wie \u00c4rzte, Apotheker, Krankenh\u00e4user, Krankenversicherungen und auch das Gesundheitsministerium vertreten sind. In der Praxis l\u00e4uft es aber darauf hinaus, dass da Funktion\u00e4re in den Gremien sitzen, die widerstrebende Interessen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen m\u00fcssen. Ich hatte im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/08\/gematik-gesellschafter-haben-opt-out-fr-elektronische-patientenakte-epa-beschlossen\/\">gematik-Gesellschafter haben Opt-out f\u00fcr elektronische Patientenakte (ePA) beschlossen<\/a> einige Gedanken und Informationen zur gematik und deren Beschl\u00fcsse zusammen geschrieben.<\/p>\n<p>Fachkompetenz in Sachen Digitalisierung im Medizinwesen, IT-Sicherheit, Projektmanagement etc., was es f\u00fcr die Umsetzung braucht, verorte ich an dieser Stelle eher nicht. Eigentlich br\u00e4uchte es an dieser Stelle aber Leute \"mit Kompetenz und Durchblick\" zur Projektsteuerung und \u00dcberwachung. Da diese aber fehlen, wird das Ganze an Berater ausgelagert und Anbieter aus der Wirtschaft erhalten dann den Zuschlag zur Umsetzung. Das ist die Lizenz zum Melken des Goldesels, und es gewinnen auch viele Dickschiffe wie Microsoft &amp; Co. Die Folgen sind bekannt bzw. \u00fcberall sichtbar.<\/p>\n<p>Nachdem die bisherigen Projekte mehr oder weniger als Fiasko endeten, hat das Gesundheitsministerium vermeintlich \"den Datenschutz als Bremser\" ausgemacht. Ich erinnere an den Eklat beim eRezept, wo der BfDI, Ulrich Kelber, dem Gesundheitsministerium \"Scheuklappenmentalit\u00e4t\" gegen\u00fcber der gematik in Sachen sicheres eRezept vorwarf und Korrekturen forderte (siehe <a href=\"https:\/\/www.apotheke-adhoc.de\/nachrichten\/detail\/e-rezept\/kelber-teilt-gegen-gematik-und-bmg-aus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/news\/artikel\/2022\/11\/22\/kelber-kritisiert-scheuklappenmentalitaet-von-bmg-und-gematik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Das \u00c4rzteblatt greift im April 2023 <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/142736\/Streit-um-Datenschutzstandards-bei-Zugang-zu-Gesundheitsanwendungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Disput<\/a> zwischen Ulricht Kelber (BfDI) und Markus Leyck Dieke (Chef der gematik) auf. Der Datensch\u00fctzer hat Recht, ist aber unbequem.\u00a0Ma\u00dfnahme zur Korrektur: Die gematik soll als Beh\u00f6rde dem Gesundheitsministerium enger angegliedert werden, der Bundesbeauftragte f\u00fcr den Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) soll nach meinen Kenntnissen kein Einspruchsrecht mehr bez\u00fcglich Entscheidungen der gematik erhalten. Der Datenschutz soll also beschnitten werden.<\/p>\n<h3>Sind die Krankenkassen besser?<\/h3>\n<p>Bei den Krankenkassen, die die ePA ja implementieren lassen m\u00fcssen, sieht es meiner Meinung nach nicht besser aus.\u00a0Ende April 2023 wurde ein Cyberangriff auf den Krankenkassen-IT-Dienstleister Bitmarck bekannt (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/04\/27\/cyberangriffe-auf-krankenkassen-it-dienstleister-bitmarck-klinikum-hochsauerland-gmbh\/\">Cyberangriffe auf Krankenkassen-IT-Dienstleister Bitmarck, Klinikum Hochsauerland GmbH<\/a>). Durch diesen Angriff waren viele Leistungen diverser Krankenkassen \u00fcber Wochen nicht verf\u00fcgbar. Ich hatte im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/06\/25\/barmer-hack-bei-dienstleister-betrifft-daten-von-bonusprogramm\/\" rel=\"bookmark\">Barmer: Hack bei Dienstleister betrifft Daten von Bonusprogramm<\/a> einige Informationen zur Barmer gegeben, wo Nutzerdaten betroffen waren.<\/p>\n<p>Wenn so etwas bei der ePA passiert, ist der GAU da. Dazu gab es den Blog-Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/07\/04\/nach-barmer-hack-fachrzte-starten-petition-fr-epa-opt-in-jeder-kann-unterzeichnen\/\" rel=\"bookmark\">Nach BARMER-Hack: Fach\u00e4rzte starten Petition f\u00fcr ePA Opt-in \u2013 jeder kann unterzeichnen<\/a> &#8211; der aber folgenlos blieb. Hier bleibt abzuwarten, ob das \"Opt-out\" schlicht juristisch gestoppt wird, da das Prinzip \"Speicherung pers\u00f6nlicher Daten ohne informierte Einwilligung des Betroffenen\" schlicht gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Und ich erinnere an meinen Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/06\/07\/moveit-schwachstelle-tangiert-100-deutsche-firmen-aoks-von-datenabfluss-betroffen\/\">MOVEit-Schwachstelle tangiert 100 deutsche Firmen, AOKs von Datenabfluss betroffen?<\/a>, der zeigt, wie im Bereich der Krankenkassen mit \"L\u00f6sungen gestoppelt\" wird. Auch der Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/06\/08\/ups-krankenkassen-nutzen-die-telematik-infrastruktur-selbst-nicht\/\">Ups: Krankenkassen nutzen die Telematik-Infrastruktur selbst nicht \u2026<\/a> greift den Punkt auf, dass die von der gematik bereitgestellt Telematik-Infrastruktur durchaus mal \"umgangen wird\".<\/p>\n<p>Ich bin zudem mal gespannt, wie die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Krankenversicherer das Problem l\u00f6sen &#8211; vieles soll ja per Apps abgedeckt werden. Ein kleiner Vorgeschmack findet sich im Blog-Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/18\/tracker-in-barmer-android-krankenkassen-app-august-2022\/\" rel=\"bookmark\">Tracker in Barmer Android Krankenkassen-App (August 2022)<\/a>, wo ich mal eine App genauer angeschaut habe. Im November 2023 ist mir dann noch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/E-Patientenakte-E-Rezept-und-weitere-Techniker-bringt-Gesundheits-ID-App-raus-9534068.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Artikel<\/a> untergekommen, der sich mit den Pl\u00e4nen von Krankenkassen wie TK zu Apps f\u00fcr ePA und eRezept befasst.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich den \u00dcberblick beenden. Es g\u00e4be noch vieles auszuf\u00fchren, aber es l\u00e4uft immer auf wenige Kernpunkte hinaus: Kriegen wir das ganze technisch funktional (ich habe meine Zweifel), ist das Ganze f\u00fcr die Praxen und Kliniken handhabbar (ich sehe das noch nicht), bringt es Vorteile, oder wird blo\u00df viel Geld verbrannt (hier sehe ich das letztere als erf\u00fcllt an, am ersteren habe ich meine Zweifel).<\/p>\n<p>Kriegen wir das Ganze sicher? In diesem Punkt bin ich mir sicher, dass wir das nicht sicher hin kriegen &#8211; wir werden unsere Datenskandale erleben. Der Chaos Computer Club (CCC) bef\u00fcrchtet ein Desaster bei E-Patientenakte, wie der Deutschlandfunk es in <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hackertreffen-ccc-wie-gefaehrdet-sind-unsere-gesundheitsdaten-dlf-2c397bc6-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Audiobeitrag<\/a> gerade aufgegriffen hat.<\/p>\n<p>Aus meiner bisherigen Sicht kann ich nur jedem Betroffenen raten, sich das Thema ePA sehr gut zu \u00fcberlegen und ein Opt-out in Anspruch zu nehmen (was nicht gespeichert ist, kann auch nicht eingesehen werden). Ob es eine gute Idee ist, die sich durchhalten l\u00e4sst, den Zugriff auf die Daten zu begrenzen, muss ich mit einem Fragezeichen versehen. Theoretisch hat der Patient oder die Patientin zwar das Recht, Daten zu sperren oder selektiv freizugeben. Aber sp\u00e4testens bei Antr\u00e4gen an Leistungserbringer oder \"wenn man etwas will\" wird doch die \"Zustimmung zum Zugriff auf die Krankenakten\" gefordert. Und damit werden die Schleusen ge\u00f6ffnet &#8211; auch noch nach 50 Jahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Elektronische-Patientenakte-Keine-Panik-das-wird-sowieso-erstmal-nichts-9576638.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/9G9F2ea.png\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der gl\u00e4serne Patient, wie er im Buche steht. Da wei\u00df ich nicht, ob die Botschaft aus obigem Tweet bzw. diesem Artikel wirklich Trost sein kann. Wir werden weiter murksen, viel Geld verbrennen und uns am Ende des Tages verwundet die Augen reiben: \"Wie konnte das blo\u00df passieren. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w4aLThuU008\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nein, Doch, Oh<\/a>\".<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzungen:<\/strong> Auf netzpolitik.org ist der Artikel <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/von-der-epa-zum-ehds-7-thesen-zur-aktuellen-digitalen-gesundheitspolitik\/#netzpolitik-pw\" rel=\"nofollow ugc\">Von der ePA zum EHDS:<br \/>\n7 Thesen zur aktuellen digitalen Gesundheitspolitik<\/a> vom 29. Dez. 2023 zu finden. Dieser reflektiert den Vortrag von Bianca Kastl und Daniel Leisegang auf dem 27C3-Kongress und st\u00fctzt meine obigen Ausf\u00fchrungen. Sehr interessant sind auch die Ausf\u00fchrungen zu neuen Software-Monopolen (Stichwort Epic-System), sowie zur Datensicherheit.<\/p>\n<p>Nachfolgend habe ich die Artikelreihe verlinkt und um einen neuen Artikel zum eRezept erg\u00e4nzt. Tenor: Es wird schon schief gehen.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-i-eu-parlament-macht-weg-fr-eu-health-data-space-ehds-frei\/\">Gesundheitsgesetze I: EU-Parlament macht Weg f\u00fcr EU Health Data Space (EHDS) frei<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-ii-bundestag-beschliet-digitalisierung-im-gesundheitswesen-gdng-digig\/\">Gesundheitsgesetze II: Bundestag beschlie\u00dft Digitalisierung im Gesundheitswesen (GDNG, DigiG)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/29\/gesundheitsgesetze-iii-mit-digitalisierung-planlos-ins-desaster\/\">Gesundheitsgesetze III: Mit Digitalisierung planlos ins Desaster?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/30\/erezept-ab-2024-verpflichtend-ungereimtheiten-fhren-zum-desaster\/\" rel=\"bookmark\">eRezept ab 2024 verpflichtend \u2013 Ungereimtheiten f\u00fchren zum Desaster<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/09\/dicom-protokoll-millionen-patientendaten-ungeschtzt-per-internet-zugreifbar\/\">DICOM-Protokoll: Millionen Patientendaten ungesch\u00fctzt per Internet zugreifbar<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/08\/10\/gematik-untersagt-video-ident-verfahren-in-der-telematikinfrastruktur-9-august-2022\/\">gematik untersagt Video-Ident-Verfahren in der Telematikinfrastruktur (9. August 2022)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/06\/08\/ups-krankenkassen-nutzen-die-telematik-infrastruktur-selbst-nicht\/\">Ups: Krankenkassen nutzen die Telematik-Infrastruktur selbst nicht \u2026<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/06\/kvb-verschiebt-erezept-einlsung-mit-egk-auf-sommer-2025-verschoben\/\">KBV: Gematik verschiebt eRezept-Einl\u00f6sung mit eGK auf Sommer 2023<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/07\/04\/nach-barmer-hack-fachrzte-starten-petition-fr-epa-opt-in-jeder-kann-unterzeichnen\/\">Nach BARMER-Hack: Fach\u00e4rzte starten Petition f\u00fcr ePA Opt-in \u2013 jeder kann unterzeichnen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/10\/16\/ti-connectoren-im-gesundheitswesen-der-300-millionen-euro-hack-des-chaos-computer-clubs\/\">TI-Konnectoren im Gesundheitswesen \u2013 der \"400 Millionen Euro\"-Hack des Chaos Computer Clubs<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/18\/ti-konnektorentausch-rzteverbnde-erstatten-anzeige-wegen-korruptionsverdacht\/\">TI-Konnektorentausch: \u00c4rzteverb\u00e4nde erstatten Anzeige wegen Korruptionsverdacht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/11\/08\/gematik-gesellschafter-haben-opt-out-fr-elektronische-patientenakte-epa-beschlossen\/\">gematik-Gesellschafter haben Opt-out f\u00fcr elektronische Patientenakte (ePA) beschlossen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/05\/vernichtendes-urteil-an-elektronischer-patientenakte-auf-freie-rzteschaft-fa-kongress-3-12-2022\/\">Vernichtendes Urteil an elektronischer Patientenakte auf Freie \u00c4rzteschaft (FA) Kongress (3.12.2022)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/30\/neustart-in-2023-fr-elektronische-patientenakte-epa-geplant\/\">Neustart in 2023 f\u00fcr Elektronische Patientenakte (ePA) geplant<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/12\/lauterbach-will-die-elektronische-patientenakte-epa-mit-opt-out-ein-desaster-mit-ansage-oder-wolkenkuckucksheim\/\">Lauterbach \"will\" die elektronische Patientenakte (ePA) mit Opt-out \u2013 ein Desaster mit Ansage oder Wolkenkuckucksheim?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/21\/elektronische-patientenakte-nur-6-der-rzte-nutzten-es-mitte-2022\/\">Elektronische Patientenakte: nur 6 % der \u00c4rzte nutzten es Mitte 2022<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/28\/gau-kim-im-gesundheitswesen-kaputt-s-mime-zertifikate-mehrfach-vergeben\/\">GAU: KIM im Gesundheitswesen kaputt \u2013 S\/MIME-Zertifikate mehrfach vergeben<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/19\/eu-gesundheitsdatenraum-european-health-data-space-ehds-erste-plne-offene-fragen\/\">EU Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS): Erste Pl\u00e4ne, offene Fragen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/06\/12\/cyberangriff-auf-medizinischer-dienst-bremen-und-niedersachsen\/\">Cyberangriff auf Medizinischer Dienst Bremen und Niedersachsen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/01\/05\/was-ist-bei-amedes-medizinische-dienstleistungen-los-verdacht-auf-cyberangriff\/\">Was ist bei amedes Medizinische Dienstleistungen los? Verdacht auf Cyberangriff?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/08\/09\/sicherheitsrisiko-gebrauchte-medizingerte\/\">Sicherheitsrisiko gebrauchte Medizinger\u00e4te<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/27\/asper-biogene-gen-daten-von-10-000-esten-gestohlen\/\">Asper Biogene: Gen-Daten von 10.000 Esten gestohlen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember 2023 wurden\u00a0 im EU-Parlament und im deutschen Bundestag mehrere Gesetze f\u00fcr die Digitalisierung im Gesundheitswesen diskutiert und teilweise beschlossen. In Deutschland wird das eRezept ab Anfang 2024 verpflichten, und die elektronische Patientenakte (ePA) soll 2025 ebenfalls verpflichtend kommen. &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/29\/gesundheitsgesetze-iii-mit-digitalisierung-planlos-ins-desaster\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,426],"tags":[4293,5727,4328],"class_list":["post-289729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-sicherheit","tag-allgemein","tag-gesundheitswesen","tag-sicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=289729"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289729\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=289729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=289729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=289729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}