{"id":295146,"date":"2024-05-09T00:03:00","date_gmt":"2024-05-08T22:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=295146"},"modified":"2024-06-17T14:12:19","modified_gmt":"2024-06-17T12:12:19","slug":"nachlese-software-sicherheitslcken-in-in-deutschen-gesundheitsmtern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/09\/nachlese-software-sicherheitslcken-in-in-deutschen-gesundheitsmtern\/","title":{"rendered":"Nachlese: Software-Sicherheitsl&uuml;cken in Mikropro Health in deutschen Gesundheits&auml;mtern"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Im November 2023 wurde ruchbar, dass es bei der in deutschen Gesundheits\u00e4mtern eingesetzten Software Mikropro Health der Mikroprojekt GmbH massive Sicherheitsl\u00fccken gibt. Das war zwar bekannt, Abhilfe war aber nicht in Sicht, Datensch\u00fctzer aus Rheinland-Pfalz gaben sich entspannt (Schwachstellen seien keine bekannt). Ein Blog-Leser hat mich die vergangenen Monate \u00fcber seine Anfragen bei Frag den Staat an die zust\u00e4ndigen Stellen informiert. Vor einigen Tagen hat der zust\u00e4ndige Minister nun die Sicherheitsl\u00fccken eingestanden. Zeit f\u00fcr eine kurze Nachlese.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Software Mikropro Health in Gesundheits\u00e4mtern<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/a117c286e86c4bde84ba47173c2583b4\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/11\/cyber-security-i-massive-sicherheitslcken-in-deutschen-gesundheitsmtern-keinen-interessiert-es\/\">Cyber-Security I: Massive Sicherheitsl\u00fccken in deutschen Gesundheits\u00e4mtern \u2013 keinen interessiert es<\/a> hatte ich im November 2023 \u00fcber massive Sicherheitsl\u00fccken in den IT-Systemen, die in deutschen Gesundheits\u00e4mtern eingesetzt werden, berichtet. Der Blog-Beitrag ging auf einen Artikel von ZEIT Online (leider hinter einer Paywall) ein, der die Probleme benannte. Konkret geht es um die dort eingesetzte Software <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240117091025\/https:\/\/www.mikroprojekt.de\/oeffentlicher-dienst\/gesundheitsamt\/mikropro-health\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mikropro Health<\/a>. Das ist eine Software der <a href=\"https:\/\/www.mikroprojekt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mikroprojekt GmbH<\/a>, die f\u00fcr Gesundheits\u00e4mter entwickelt wurde. Laut Webseite der Firma k\u00f6nnen Gesundheits\u00e4mter mit der Software sehr brisante pers\u00f6nliche Informationen wie Medizinalkarteien des Amts\u00e4rztlichen Diensts, R\u00f6ntgen- und Tuberkuloseuntersuchungen, etc. speichern bzw. verwalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Mikropro Health \" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/Y0p7rRjf\/image.png\" alt=\"Mikropro Health \" \/><\/p>\n<p>Problem am Ganzen ist, dass die Software Mikropro Health gleich mehrere Schwachstellen aufweist &#8211; attestiert durch eine Analyse der Software. So werden die Zugangsdaten eines Benutzerkontos zur Ersteinrichtung aus dem Quellcode bezogen, hie\u00df es in der Analyse, aus der ZEIT Online zitierte. Das Konto kann auf alle Daten (lesend und schreibend) zugreifen, weitere Konten erstellen und diesen umfassende Rechte zuweisen. Nur wenn der Administrator bei der Ersteinrichtung das Passwort ge\u00e4ndert hat, ist diese Schwachstelle gestopft.<\/p>\n<p>Die Software Mikropro Health speichere die Passw\u00f6rter der Nutzer bei bestimmten Anwendungen standardm\u00e4\u00dfig im Klartext, hei\u00dft es weiter in der Analyse, und die in Mikropro benutzte Datenbank l\u00e4sst in der Standardkonfiguration beliebige SQL-Abfragen zu. Eine \u00dcberpr\u00fcfung, ob der Nutzer \u00fcberhaupt dazu berechtigt sei, ist nicht vorgegeben. Benutzer mit Datenbankzugriff k\u00f6nnen also auf alle Daten zugreifen und diese auch \u00e4ndern oder l\u00f6schen. \u00c4ndern l\u00e4sst sich dies vom Administrator, dem aber \u00fcblicherweise die daf\u00fcr erforderlichen Kenntnissen fehlen.<\/p>\n<p>Weiterhin ist das Berechtigungskonzept der Software schlicht kaputt, hei\u00dft es. Denn die Fachbereiche eines Gesundheitsamts k\u00f6nnen auf die Daten aller anderen Fachbereiche zugreifen und dieses einsehen. Aufgedeckt hat es Zeit Online (Paywall) und die Redaktion von Golem hatte es aufbereitet.<\/p>\n<p>Von mir gab es seinerzeit zeitnah den Betrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/11\/cyber-security-i-massive-sicherheitslcken-in-deutschen-gesundheitsmtern-keinen-interessiert-es\/\">Cyber-Security I: Massive Sicherheitsl\u00fccken in deutschen Gesundheits\u00e4mtern \u2013 keinen interessiert es<\/a>, in dem ich weitere Probleme wie \u00fcberfordertes Personal in den Gesundheits\u00e4mtern adressiert hatte. Normalerweise gehst Du als simpel denkender Mensch davon aus, dass aufgezeigte Schwachstellen umgehend zur Nachbesserung des Herstellers f\u00fchren. Ich hatte ja gerade im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/07\/festes-passwort-fr-datenbankzugriff-bei-eva-software-vw-audi-hndler\/\">Sicherheitsl\u00fccke: Festes Passwort f\u00fcr Datenbankzugriff bei EVA-Software (VW-, Audi-H\u00e4ndler)<\/a> einen Fall bei VW skizziert, der zeigt, wie man professionell mit so etwas umgeht. Die Schwachstellen sind in der VW-Software beseitigt.<\/p>\n<p>Im Gesundheitswesen oder zumindest im oben angerissenen Bereich der Gesundheits\u00e4mter und der Software Mikropro Health ticken die Uhren anders. Der rheinland-pf\u00e4lzische Landesdatensch\u00fctzer, Dieter Kugelmann, sah noch im November 2023, laut Zeit Online, keine Probleme. Der Beh\u00f6rde l\u00e4gen keine Hinweise zu Schwachstellen vor, l\u00e4sst er mitteilen, und hat bislang keinen Grund, datenschutzrechtliche Bedenken gegen die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Der Landesdatenschutzbeauftragte schiebt die Verantwortung f\u00fcr die Datensicherheit auf die Kreisverwaltungen ab, da diese f\u00fcr <em>\"die Datensicherheit verantwortlich\" <\/em>seien (was formal korrekt ist). Das Thema ist nicht auf Rheinland-Pfalz beschr\u00e4nkt, sondern betrifft auch Gesundheits\u00e4mter in anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Ein Leser versucht nachzuhaken<\/h2>\n<p>Ich habe es bisher im Blog nicht thematisiert, weil ich das Thema nicht im Blog \"fassen konnte\" &#8211; die oben zitierten Kernaussagen waren ja im von mir verlinkten Blog-Beitrag dokumentiert. Aber ein Leser hatte mich Anfang 2024 im Hinblick auf das Thema kontaktiert. Er versuchte die oben angerissene Problematik bei Landesdatenschutzbeauftragten und beim deutschen Bundesdatenschutzbeauftragter (Beauftragter f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit, BfDI) nochmals anzubringen. Die Anfrage beim BfDI l\u00e4sst sich bei <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/anfrage\/unterlagen-zum-datenschutz-der-e-health-software-health-der-firma-mikroprojekt-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frage den Staat abrufen<\/a>.<\/p>\n<h3>Ministerium in Rheinland-Pfalz feiert die Digitalisierung<\/h3>\n<p>Das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz hatte noch Ende 2023 ein Schreiben an die Landr\u00e4te geschickt, in der die Digitalisierung des Gesundheitswesens als im Plan gefeiert wurde. Das breit verteilte Schreiben liegt mir vor. Das Rundschreiben liest sich wie \"alles erfolgreich, gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen\". Geht man die Details durch, sieht das f\u00fcr mich so ganz und gar nicht gut aus, und die Integration von SPDI in Mikropro Health aus Datenschutzsicht ist aus meiner Sicht eine Katastrophe. Das K\u00fcrzel SPDI steht dabei wohl f\u00fcr \"Sozialpsychiatrische Dienste\", d.h. Daten aus diesem Bereich flie\u00dfen in die Software Mikropro Health ein, was ich angesichts oben ausgef\u00fchrter Sicherheitsm\u00e4ngel f\u00fcr fatal halte.<\/p>\n<h3>Weitere pikante Details<\/h3>\n<p>Auf der Seite Frage den Staat finden sich bei der Suche nach \"<a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/anfragen\/?page=2&amp;q=gesundheitsamt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheitsamt<\/a>\" eine Reihe Anfragen an Gesundheits\u00e4mter, die sich um Datensicherheit drehen &#8211; aber auch das SORMAS-System betreffen. Spannend fand ich folgende zwei Anfragen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/anfrage\/frau-b-gesundheitsamt-trier-saaburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frau B. Gesundheitsamt Trier-Saaburg<\/a>; es geht um die von ZEIT Online dokumentierte Rolle einer Mitarbeiterin aus dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg, die eine Nebent\u00e4tigkeit bei der oben erw\u00e4hnten Mikroprojekt GmbH angezeigt hat.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/anfrage\/datenleck-im-gesundheitsamt-trier-saarburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenleck im Gesundheitsamt Trier-Saarburg<\/a>; im Gesundheitsamt Trier-Saarburg gab es ein Datenleck in Verbindung mit der Software Mikropro Health der Firma Mikroprojekt GmbH, \u00fcber die der <a href=\"https:\/\/www.volksfreund.de\/region\/konz-saarburg-hochwald\/it-sicherheit-datenleck-beim-gesundheitsamt-trier_aid-107072057\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volksfreund berichtete<\/a>. Im Mai 2023 hatte die IT-Abteilung des Gesundheitsamte Trierer eine Datenbank an einen Dienstleister des Landes \u00fcbermittelt, in der Kontaktdaten sowie sensible Gesundheitsdaten enthalten waren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beide Artikel aus den Medien befinden sich leider hinter einer Paywall, aber die obigen Anrei\u00dfertexte signalisieren bereits, dass die Sache stinkt. Eine Mitarbeiterin aus einem Gesundheitsamt, die (laut eigener Anzeige der Nebent\u00e4tigkeit) auch f\u00fcr die Mikroprojekt GmbH arbeitet. Und eine Datenbank, die in falsche H\u00e4nde ger\u00e4t, obwohl ja \"keine Sicherheitsl\u00fccken\" bekannt sind und die Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz nicht f\u00fcr interessieren. On Top ein Ministerium, welches die Digitalisierung in den Gesundheits\u00e4mtern \"feiert\". Was ich an den Anfragen\u00a0 bei \"Frag den Staat\" noch erkennen kann, ist die Tendenz, den Antragsteller \u00fcber Geb\u00fchren f\u00fcr oft nichtssagende Ausk\u00fcnfte auszubremsen.<\/p>\n<h2>Ministerium r\u00e4umt Datenschutzprobleme ein<\/h2>\n<p>Im April 2024 gab es dann insoweit eine Entwicklung, dass Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) von Rheinland-Pfalz endlich Datenschutzprobleme einr\u00e4umte und auch auf die irgendwie zwielichtig erscheinende Doppelrolle der oben erw\u00e4hnte Mitarbeiterin mit Kritik reagierte. Der Volksfreund hat das Ganze im <a href=\"https:\/\/www.volksfreund.de\/region\/rheinland-pfalz\/software-in-gesundheitsaemtern-minister-raeumt-datenschutzprobleme-ein_aid-110421355\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel hier<\/a> aufgegriffen &#8211; mir ist das Thema bei Golem im Artikel <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/minister-bestaetigt-deutsche-gesundheitsaemter-setzen-unsichere-software-ein-2404-184092.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Gesundheits\u00e4mter setzen unsichere Software ein<\/a> Mitte April 2024 untergekommen. Ich hatte aber erst jetzt die Zeit zur Nachlese des gesamten Vorgangs.<\/p>\n<p>Die Kurzfassung der neuen Berichte: Clemens Hoch best\u00e4tigte essenzielle Probleme mit dem Datenschutz der Software Mikropro Health, die in allen 24 Gesundheits\u00e4mtern von Rheinland-Pfalz sowie auch in \u00c4mtern einiger anderer Bundesl\u00e4nder zum Einsatz kommt. Fehlende Zugriffsprotokollierung, die oben von mir angerissenen, unzureichenden Zugriffsbeschr\u00e4nkungen oder fest im Quellcode hinterlegte Zugangsdaten zur Datenbank mit teilweise sensibelsten Gesundheitsdaten (meldepflichtige Infektionen, Verdachtsf\u00e4lle von Kindeswohlgef\u00e4hrdung oder Informationen zu chronisch-psychische Krankheiten) werden genannt.<\/p>\n<p>Zitat aus dem <a href=\"https:\/\/www.volksfreund.de\/region\/rheinland-pfalz\/software-in-gesundheitsaemtern-minister-raeumt-datenschutzprobleme-ein_aid-110421355\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des Volksfreunds<\/a>, der den Landesdatenschutzbeauftragten, Dieter Kugelmann, der sich noch im ZEIT-Online-Artikel von November 2023 \"entspannt\" gab und Sicherheitsprobleme negierte:<\/p>\n<blockquote><p>\"Uns liegen Hinweise vor, dass die T\u00fcr f\u00fcr eine missbr\u00e4uchliche Nutzung der Daten offen stand.\" Mitarbeiter im Gesundheitsamt konnten demnach sensible Daten von Personen einsehen, obwohl sie dazu keine Berechtigung hatten. Theoretisch h\u00e4tte jeder mit Zugang zur Software \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob sein Nachbar psychisch krank ist \u2013 sofern dazu Daten im Amt vorlagen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Entwickler &#8211; der Volksfreund spricht von Mikroprojekt aus Kaiserslautern &#8211; streiten diese Schwachstellen ab. Die jeweiligen Gesundheits\u00e4mtern h\u00e4tten die Zugriffsrechte auf Daten entsprechend einzustellen. \"Datenschutz innerhalb der Software hat f\u00fcr uns einen gro\u00dfen Stellenwert und wir haben konkrete Ma\u00dfnahmen daf\u00fcr umgesetzt\", wird der Entwickler der Software zitiert. In meinem oben verlinkten Blog-Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter der Gesundheits\u00e4mter mit dieser Anforderung heillos \u00fcberfordert seien. Wenn die Entwicklerfirma Datenschutz und Zugriffsberechtigungen samt Protokollierung der Zugriffe von der Konzeption her nicht von Beginn an vorsieht, wird es &#8211; so zeigt es die Praxis regelm\u00e4\u00dfig &#8211; schwierig.<\/p>\n<p>Laut Kugelmann sei die fehlende Protokollierung gegen\u00fcber der Entwicklerfirma nun \"angemahnt worden\". Schaut man von au\u00dfen auf dieses Projekt, kann man sich nur mit Grausen abwenden. Eine Software, deren M\u00e4ngel in diversen Presseberichten aufgezeigt wurden, trifft auf heillos mit IT-Aufgaben \u00fcberforderte Mitarbeiter der Gesundheits\u00e4mter, die aber teilweise sensibelste Informationen dort ablegen. Alles Zutaten f\u00fcr eine toxische Angelegenheit, welches den Schutz der Daten zur Top Priorit\u00e4t erheben soll. Alles, was Kugelmann &amp; Co. dazu einf\u00e4llt, ist (laut Volksfreund) zu beteuern, dass \"sensible Gesundheitsdaten nicht nach au\u00dfen &#8211; etwa an Hacker &#8211; gelangt seien &#8211; zumindest nicht, soweit ihnen bekannt sei.\"<\/p>\n<p>Auch bez\u00fcglich der oben erw\u00e4hnte Mitarbeiterin des Gesundheitsamts, die auch f\u00fcr die Mikroprojekt GmbH als Beraterin arbeitete, und zudem in einer landesweiten Projektgruppe zum Thema aktiv war, gibt es ein paar Zeilen im <a href=\"https:\/\/www.volksfreund.de\/region\/rheinland-pfalz\/software-in-gesundheitsaemtern-minister-raeumt-datenschutzprobleme-ein_aid-110421355\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel des Volksfreunds<\/a>. Minister Hoch \u00fcbte Kritik und es hei\u00dft, dass die Mitarbeiterin nicht mehr in der Projektgruppe arbeite.<\/p>\n<p>Insgesamt hinterl\u00e4sst das Thema einen mehr als schalen Beigeschmack, wirft aber ein Schlaglicht auf die Digitalisierung in der \u00f6ffentlichen Verwaltung in Deutschland. Es bleibt h\u00e4ufig ohne Folgen, wenn haarstr\u00e4ubende Fehler gemacht werden oder es zu Vers\u00e4umnissen kommt &#8211; gleichzeitig wird aber oft behauptet \"die Daten seien sicher\". Was ich im obigem Thema beispielsweise vermisse, w\u00e4re ein \u00f6ffentlicher Sicherheitsbericht, der beziffert, welche Sicherheitsdefizite es gibt, wer f\u00fcr deren Beseitigung zust\u00e4ndig ist und ein Zeitplan, bis wann diese Probleme behoben sind.<\/p>\n<p>Nach meinen Kenntnissen hei\u00dft es in dieser Hinsicht \"Fehlanzeige\". In diesem Kontext: Gerade fand ja der Parteitag der CDU statt, in der auch das Grundsatzprogramm der Partei verabschiedet wurde. Die Kollegen von heise haben das Ergebnis im Artikel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/DSGVO-CDU-will-Vorgabe-zur-Datenminimierung-streichen-9712988.html\">Grundsatzprogramm: CDU will DSGVO-Vorgabe zur Datenminimierung in Rente schicken<\/a> aufbereitet. Es gibt den alten Spruch \"Wo ein Trog ist, kommen die Schweine\" &#8211; wenn Daten gesammelt wurden, werden die auch ausgewertet. Sch\u00f6ne Aussichten, oder?<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/11\/cyber-security-i-massive-sicherheitslcken-in-deutschen-gesundheitsmtern-keinen-interessiert-es\/\">Cyber-Security I: Massive Sicherheitsl\u00fccken in deutschen Gesundheits\u00e4mtern \u2013 keinen interessiert es<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/12\/cyber-security-ii-it-planungsrat-empfiehlt-kommunal-it-von-nis-2-richtlinie-auszunehmen\/\">Cyber-Security II: IT-Planungsrat empfiehlt Kommunal-IT von NIS-2-Richtlinie auszunehmen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/10\/30\/stillstand-nach-cyberangriffen-auf-kommunen-in-sdwestfalen-und-parkhuser-in-osnabrck\/\">Stillstand nach Cyberangriffen auf Kommunen in S\u00fcdwestfalen und Parkh\u00e4user in Osnabr\u00fcck<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/06\/cyberangriff-auf-sdwestfalen-it-trifft-mindestens-103-kommunen\/\">Cyberangriff auf S\u00fcdwestfalen IT trifft mindestens 103 Kommunen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/11\/10\/neues-zum-cyberangriff-auf-sdwestfalen-it\/\">Neues zum Cyberangriff auf S\u00fcdwestfalen IT<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/09\/dsgvo-falle-fleetback-wenn-du-die-falsche-benachrichtigung-bekommst\/\">DSGVO-Falle Fleetback: Wenn Du die falsche Benachrichtigung bekommst<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/07\/festes-passwort-fr-datenbankzugriff-bei-eva-software-vw-audi-hndler\/\">Sicherheitsl\u00fccke: Festes Passwort f\u00fcr Datenbankzugriff bei EVA-Software (VW-, Audi-H\u00e4ndler)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/08\/cyberspionage-cdu-betreibt-veralteten-nextcloud-server-offener-jitsi-server-der-grnen\/\">Cyberspionage: CDU betreibt veralteten Nextcloud-Server; Offener Jitsi-Server der Gr\u00fcnen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/07\/ivanti-information-disclosure-schwachstelle-seit-2019-offen-keine-reaktion\/\">Ivanti Information Disclosure-Schwachstelle seit 2019 offen \u2013 keine Reaktion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November 2023 wurde ruchbar, dass es bei der in deutschen Gesundheits\u00e4mtern eingesetzten Software Mikropro Health der Mikroprojekt GmbH massive Sicherheitsl\u00fccken gibt. 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