{"id":295944,"date":"2024-06-08T00:03:00","date_gmt":"2024-06-07T22:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=295944"},"modified":"2024-06-12T11:37:37","modified_gmt":"2024-06-12T09:37:37","slug":"adobe-aufschrei-ber-die-neuen-servicebedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/08\/adobe-aufschrei-ber-die-neuen-servicebedingungen\/","title":{"rendered":"Adobe: Aufschrei &uuml;ber die neuen Servicebedingungen"},"content":{"rendered":"<p>Adobe fliegt momentan der Versuch um die Ohren, neue Servicebedingungen f\u00fcr seine Nutzerbasis durchzusetzen. Spannende Frage ist, ob die mit ihrem Ansatz \"grab em all, your content belongs to us\" durchkommen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Worum geht es genau?<\/h2>\n<p>Adobe versucht momentan seine Servicebedingungen f\u00fcr Kunden so zu ver\u00e4ndern, dass das Unternehmen Zugriff auf die Nutzerinhalte bekommt, um da was mit KI machen zu k\u00f6nnen. Ich hatte ja bereits im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/03\/23\/stopp-deaktiviert-das-scannen-von-dokumenten-durch-adobe-ai-lsungen\/\">Deaktiviert das Scannen von Dokumenten durch Adobe AI-L\u00f6sungen<\/a> berichtet, dass da was im Busch ist. Adobe war \u00fcber den Artikel nicht wirklich gl\u00fccklich und hat sogar versucht, den Blog-Beitrag \"per Aufforderung\" aus dem Netz zu bekommen.<\/p>\n<p>Ein Blog-Leser hat sich mit <a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2024\/03\/23\/stop-disable-the-scanning-of-documents-by-adobe-ai-solutions\/#comment-17021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Kommentar<\/a> zu meinem englischsprachigen Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2024\/03\/23\/stop-disable-the-scanning-of-documents-by-adobe-ai-solutions\/\">Stop: Disable the scanning of documents by Adobe AI solutions!<\/a> gemeldet und auf die neuen (englischen) <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240606174301\/https:\/\/www.adobe.com\/legal\/terms-linkfree.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Servicebedingungen<\/a> verlinkt. <\/p>\n<blockquote>\n<p>\"4.2 Licenses to Your Content. Solely for the purposes of operating or improving the Services and Software, you grant us a non-exclusive, worldwide, royalty-free sublicensable, license, to use, reproduce, publicly display, distribute, modify, create derivative works based on, publicly perform, and translate the Content. For example, we may sublicense our right to the Content to our service providers or to other users to allow the Services and Software to operate as intended, such as enabling you to share photos with others. Separately, section 4.6 (Feedback) below covers any Feedback that you provide to us.\"<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zur Verbesserung der Dienste geh\u00f6rt auch die Auswertung des Content f\u00fcr Adobe AI-L\u00f6sungen oder f\u00fcr Produkte von Drittanbietern.<\/p>\n<h2>Aufschrei \u00fcber die neuen Servicebedingungen<\/h2>\n<p>In sozialen Medien und im Internet gab es einen Aufschrei, weil Adobe sich weitgehende Rechte an den Dokumenten der Nutzer sichern wollte. Auf X ist mir dieser <a href=\"https:\/\/x.com\/samsantala\/status\/1798292952219091042\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tweet<\/a> von Sam Santala untergekommen, der \u00fcber 10 Millionen Abrufe verzeichnet.&nbsp; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/x.com\/samsantala\/status\/1798292952219091042\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/bNCS3vRv\/image.png\"\/><\/a><\/p>\n<p>Der Nutzer fragt: \"Ich kann Photoshop nicht verwenden, wenn ich nicht damit einverstanden bin, dass Sie vollen Zugriff auf alles haben, was ich damit erstelle, einschlie\u00dflich der NDA-Arbeit?\" Ein \u00e4hnlicher Tenor herrscht bei anderen Postings von Adobe-Nutzern.<\/p>\n<h2>Adobe reagiert<\/h2>\n<p>Bei den Kollegen von VentureBeat hat man das Thema im Beitrag <a href=\"https:\/\/venturebeat.com\/ai\/adobe-responds-to-vocal-uproar-over-new-terms-of-service-language\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adobe responds to vocal uproar over new Terms of Service language<\/a> aufgegriffen und schreibt, dass Adobe einer der f\u00fchrenden Anbieter von Unternehmenssoftware sei, der generative KI einsetzt und sie den Anwendern zug\u00e4nglich macht. Es wird auf die Firefly-AI abgestellt, die Adobe in Photoshop einsetzt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Adobe-Nutzungsbedingungen\" alt=\"Adobe-Nutzungsbedingungen\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/HnD44xzP\/image.png\"\/><br \/>Adobe-Nutzungsbedingungen, Quelle: Venturebeat<\/p>\n<p>Nun wachse die Kritik \u00fcber den Anbieter Adobe, und es gebe Gegenwind, seit die KI-Technologie insgesamt immer mehr Kritiker und Zweifler auf den Plan rief. Insbesondere die neuer Nutzungsbedingungen (siehe obigen Screenshot), die Adobe die Tage verschickt hat, und denen die Nutzer zustimmen m\u00fcssen, bevor sie ihre Apps weiter nutzen k\u00f6nnen, f\u00fchrt zu massiven Protesten. Venturebeat f\u00fchrt den Tweet von Sam Santala und weiteren Nutzern an, die die \u00c4nderungen durch Adobe kritisieren. <\/p>\n<p>Ein Sprecher von Adobe antwortete auf die Fragen von VentureBeat zu den neuen Nutzungsbedingungen und den lautstarken Protesten der Nutzerschaft folgendes:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>This policy has been in place for many years. As part of our commitment to being transparent with our customers, we added clarifying examples earlier this year to our Terms of Use regarding when Adobe may access user content.&nbsp; Adobe accesses user content for a number of reasons, including the ability to deliver some of our most innovative cloud-based features, such as Photoshop Neural Filters and Remove Background in Adobe Express, as well as to take action against prohibited content. Adobe does not access, view or listen to content that is stored locally on any user's device. <\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Richtlinie habe es bereits seit vielen Jahren gegeben, als Transparenzgr\u00fcnden habe man aber Anfang dieses Jahres die Nutzungsbedingungen um Beispiele erg\u00e4nzt, die verdeutlichen, wann Adobe auf Anwenderinhalte zugreifen darf. Adobe greife aus verschiedenen Gr\u00fcnden auf Nutzerinhalte zu, u. a. um einige unserer innovativsten Cloud-basierten Funktionen wie Photoshop Neural Filters und Remove Background in Adobe Express bereitstellen zu k\u00f6nnen und um Ma\u00dfnahmen gegen verbotene Inhalte zu ergreifen, so der Sprecher. Adobe greife nicht auf Inhalte zu, die lokal auf dem Ger\u00e4t eines Nutzers gespeichert sind, und sieht oder h\u00f6rt diese auch nicht an.&nbsp; <\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieser Blog-Beitrag wurde Freitag auf Vorrat geschrieben &#8211; zwischenzeitlich habe ich festgestellt, dass die Kollegen von Golem das Thema in <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/photoshop-und-premiere-pro-adobe-creative-cloud-wird-nun-als-spyware-bezeichnet-2406-185840.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Beitrag<\/a> ebenfalls aufgegriffen haben. <\/p>\n<p>Nun muss jeder Nutzer entscheiden, wie er da vorgehen will &#8211; f\u00fcr mich w\u00e4re die Entscheidung, eher auf Adobe Produkte zu verzichten. Ups, ich stelle gerade fest, dass bei mir einen Adobe-freie Zone existiert. Selbst der Microsoft Edge, in den der Adobe Reader ja bald Einzug halten soll, ist hier nicht vorhanden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adobe fliegt momentan der Versuch um die Ohren, neue Servicebedingungen f\u00fcr seine Nutzerbasis durchzusetzen. 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