{"id":296275,"date":"2024-06-13T15:02:30","date_gmt":"2024-06-13T13:02:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=296275"},"modified":"2024-06-13T15:02:30","modified_gmt":"2024-06-13T13:02:30","slug":"meta-kassiert-abmahnung-der-vz-nr-wegen-ki-training-und-fotoanalyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/13\/meta-kassiert-abmahnung-der-vz-nr-wegen-ki-training-und-fotoanalyse\/","title":{"rendered":"Meta kassiert Abmahnung der VZ NR wegen KI-Training und Fotoanalyse"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 9px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/FB_thumb.jpg\" width=\"62\" height=\"62\"\/>Meta-Tochter Facebook (und Instagram) plant, Benutzerdaten zum Training seiner AI-L\u00f6sung zu verwenden, r\u00e4umt aber ein (mit H\u00fcrden versehenes) Widerspruchsrecht ein. Zudem werden wohl gepostete Fotos analysiert. Gegen die des Widerspruchs gegen eine Verwendung der Daten f\u00fcr AI-Training hatte ich Beschwerde eingereicht. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist weiter gegangen und hat N\u00e4gel mit K\u00f6pfen gemacht. Die haben Meta diesbez\u00fcglich eine Abmahnung geschickt. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Worum geht es beim Meta-Thema?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/44374252aa1646878a5f1921eacfcf4c\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Facebook-Konzern Meta plant die Daten seiner Nutzer in einer eigenen KI zum Training zu verwenden. Wer das nicht m\u00f6chte, kann dieser Nutzung widersprechen. Das Ganze ist aber ganz sch\u00f6n komplex und mit H\u00fcrden versehen, wie ich im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/04\/meta-und-der-widerspruch-gegen-datennutzung-fr-ki-in-facebook\/\">Meta und der Widerspruch gegen Datennutzung f\u00fcr KI in Facebook<\/a> aufbereitet habe. <\/p>\n<p>Ich selbst habe zwischenzeitlich nicht nur Widerspruch eingelegt, sondern auch beim Hamburgischen Landesbeauftragten f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit formal Beschwerde gegen die Art und Weise, wie der Widerspruch implementiert wurde, eingelegt. Der BfDI erkl\u00e4rte sich vorher auf meine Anfrage f\u00fcr nicht zust\u00e4ndig. Vom LfDI Hamburg habe ich eine Eingangsbest\u00e4tigung, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde. Zudem habe ich noyb wegen des Sachverhalts kontaktiert, dort aber nie eine R\u00fcckmeldung erhalten.<\/p>\n<h2>Details, was Meta vorhat <\/h2>\n<p>Ab dem 26. Juni 2024 Juni k\u00f6nnen pers\u00f6nliche Informationen der Facebook und Instagram-Nutzer und Nutzerinnen, f\u00fcr das Training einer k\u00fcnstlichen Intelligenz Metas verwendet werden. Dazu k\u00f6nnen auch gepostete Fotos und Videos geh\u00f6ren. Meta hat dies im Mai 2024 so nebenbei \u00fcber eine \u00c4nderung der Datenschutzrichtlinien f\u00fcr seine Dienste mitgeteilt. <\/p>\n<p>Nutzer k\u00f6nnen diesem Ansinnen zwar widersprechen, das Widerspruchsverfahren ist jedoch sehr umst\u00e4ndlich und wenig nutzerfreundlich (wie ich oben bereits angerissen habe). Auch eine weitergehende Analyse der privaten Fotobibliothek beh\u00e4lt Facebook sich neuerdings standardm\u00e4\u00dfig vor.<\/p>\n<p>Nutzer und Nutzerinnen der Facebook-App erhalten nun Vorschl\u00e4ge, welche Fotos oder Videos aus dem pers\u00f6nlichen Speicher sie auf der Plattform teilen k\u00f6nnten. <\/p>\n<h2>Verbraucherzentrale mahnt Meta ab<\/h2>\n<p>Aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW versto\u00dfen beide \u00c4nderungen gegen Datenschutzrechte der Verbraucher. Ein Blog-Leser hat mir einen Link auf eine <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.nrw\/pressemeldungen\/presse-nrw\/geplantes-kitraining-und-heimliche-fotoanalyse-meta-abgemahnt-96270\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitteilung der Verbraucherzentrale<\/a> Nordrhein-Westfalen geschickt, die den Sachverhalt ebenfalls aufgreift. Die Verbraucherzentrale NRW hat die Meta Platforms Ireland Ltd. wegen des beschriebenen Sachverhalts abgemahnt und zur Abgabe einer Unterlassungserkl\u00e4rung aufgefordert. <\/p>\n<p>\"Obwohl beide Regelungen einschneidend sind, werden diese ganz nebenbei und als Standardeinstellungen eingef\u00fchrt. Wer seine Daten sch\u00fctzen m\u00f6chte, m\u00fcsste selbst aktiv werden\", sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. \"Das Gegenteil sollte der Fall sein: Nutzer:innen sollten solche Funktionen aktivieren k\u00f6nnen, wenn sie dies w\u00fcnschen.\"<\/p>\n<p>Dazu sagt die Verbraucherzentral: Laut der neuen Datenschutzrichtlinie, die ab dem 26. Juni 2024 gelten soll, will der Internetriese gepostete Inhalte auf Facebook und Instagram zum Trainieren k\u00fcnstlicher Intelligenz verwenden. Das k\u00f6nnen sogar Inhalte sein, die nicht f\u00fcr alle Plattformnutzer bestimmt sind, zum Beispiel auf privaten Profilen. <\/p>\n<p>Meta beruft sich dabei auf ihr berechtigtes Interesse gem\u00e4\u00df DSGVO. \"Meta macht es sich hier zu einfach. Aus unserer Sicht ist klar: Die Verwendung privater Daten f\u00fcr das Training einer k\u00fcnstlichen Intelligenz darf nicht ohne Einwilligung der Nutzer:innen geschehen\", erl\u00e4utert Schuldzinski. \"Denn die dabei verwendeten personenbezogenen Daten k\u00f6nnen sehr schutzw\u00fcrdig sein und Nutzer:innen konnten in der Vergangenheit gar nicht absehen, dass die von ihnen geposteten Informationen in Zukunft einmal f\u00fcr das Training von KI genutzt werden k\u00f6nnten.\" <\/p>\n<p>Zwar bietet Meta die M\u00f6glichkeit, der Verwendung dieser Daten zu widersprechen. Doch der Widerspruchsprozess ist sehr kompliziert und teilweise sogar unm\u00f6glich durchzuf\u00fchren zum Beispiel dann, wenn ein Account gehackt wurde. Der Widerspruch soll n\u00e4mlich nur f\u00fcr eingeloggte Nutzer m\u00f6glich sein.<\/p>\n<h2>Auch Fotovorschl\u00e4ge versto\u00dfen gegen Grundsatz des Datenschutzes<\/h2>\n<p>Auch die neue Funktion in der Facebook-App, die es Meta gestatten soll, im Hintergrund die Daten aller Fotos und Videos auf dem Smartphone auszuwerten, auf die sie Zugriff hat, verst\u00f6\u00dft gegen den Datenschutz. Die Nutzer k\u00f6nnen diese Funktion zwar abschalten, standardm\u00e4\u00dfig ist sie jedoch aktiviert.  <\/p>\n<p>Aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW ist dies ein klarer Versto\u00df gegen das Prinzip der datenschutzfreundlichen Voreinstellung (\"privacy by default\"). \"Der Zugriff auf die Metadaten der Fotos und Videos sollte standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert sein\", sagt Schuldzinski. \"Besonders perfide finden wir, dass Meta die neue Funktion bereits eingef\u00fchrt hat, ohne die Nutzer:innen vorher dar\u00fcber zu informieren. Dann darf es erst recht nicht per Voreinstellung aktiviert sein.\"  <\/p>\n<p>Das Unternehmen hat nach der Abmahnung durch die Verbraucherzentrale NRW bis zum 19. Juni 2024 Zeit, eine Unterlassungserkl\u00e4rung abzugeben. Es sieht so aus, als ob Meta mit der neuesten Volte nicht so einfach durch kommt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meta-Tochter Facebook (und Instagram) plant, Benutzerdaten zum Training seiner AI-L\u00f6sung zu verwenden, r\u00e4umt aber ein (mit H\u00fcrden versehenes) Widerspruchsrecht ein. Zudem werden wohl gepostete Fotos analysiert. 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