{"id":296563,"date":"2024-06-23T00:03:00","date_gmt":"2024-06-22T22:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=296563"},"modified":"2024-10-04T11:00:17","modified_gmt":"2024-10-04T09:00:17","slug":"oracle-spielt-die-java-lizenzkarte-audits-in-firmen-jagd-auf-nicht-lizenzierte-nutzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/23\/oracle-spielt-die-java-lizenzkarte-audits-in-firmen-jagd-auf-nicht-lizenzierte-nutzer\/","title":{"rendered":"Oracle spielt die JAVA-Lizenzkarte; Audits in Firmen; Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2024\/06\/23\/oracle-plays-the-java-license-card-audits-in-companies-hunt-for-unlicensed-users\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]JAVA im Einsatz? Dann sollte man sich drauf einstellen, dass Oracle an die T\u00fcre klopft und \u00fcber Lizenzgeb\u00fchren sprechen will. Top 200 Unternehmen sahen sich bereits einem Audit gegen\u00fcber, wo Oracle die \"Lizenz per User\" \u00fcberpr\u00fcft und ggf. Nachforderungen gestellt hat. Soll sich in den kommenden 6 bis 9 Monate verst\u00e4rken. Und Oracle sp\u00fcrt wohl Nutzer auf, die JAVA ohne Lizenzen verwenden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>JAVA-Lizenzierung Nutzer-bezogen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/5570b0337290400cb9ef67ffd3c61c92\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Ich habe das Thema JAVA hier im Blog seit ewigen Zeiten nicht mehr thematisiert. Der Bruch kam, als JAVA kostenpflichtig wurde (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/08\/07\/oracle-java-ab-2019-kostenpflichtig\/\">Oracle: Java ab 2019 kostenpflichtig?<\/a>). Ich bin dann f\u00fcr den Android SDK, den ich gelegentlich f\u00fcr meine Android-B\u00fccher nutze, auf Amazons Corretto umgestiegen (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/02\/04\/java-amazons-openjdk-corretto-verfgbar\/\">Java: Amazons OpenJDK Corretto verf\u00fcgbar<\/a>). F\u00fcr Kunden, die auf Oracle JAVA setzen, wird es inzwischen wohl ziemlich teuer (siehe meinen Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/02\/21\/am-lizenzhaken-3-fach-hhere-lizenzkosten-fr-ms-sql-server-user-basierende-oracle-java-se-lizenzen\/\">Am Lizenzhaken: 3 fach h\u00f6here Lizenzkosten f\u00fcr MS SQL-Server, User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/a>), da Oracle nun Nutzer-bezogene Lizenzen verlangt.<\/p>\n<h2>Audits in Fortune 200-Unternehmen<\/h2>\n<p>The Register zitiert in <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2024\/06\/10\/fortune_200_oracle_java_audit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a>, dass Oracle, laut einem Lizenzierungsexperten damit begonnen habe, erstmals Java-Audit-Briefe an Fortune-200-Unternehmen zu versenden. Hintergrund ist die \u00c4nderung der Lizenzierungsbedingungen in 2023, die nun eine Nutzer-bezogene Lizenzierung vorsehen. Oracle glaubt, Kunden mit der Java SE Universal Subscription \"ein einfaches, kosteng\u00fcnstiges monatliches Abonnement bieten, das die Java SE-Lizenzierung und den Support f\u00fcr die Verwendung auf Desktops, Servern oder Cloud-Implementierungen umfasst\".<\/p>\n<p>Unternehmen mit begrenzter Java-Nutzung m\u00fcssen die Software im Rahmen des neuen Modells pro Mitarbeiter lizenzieren. The Register zitiert Branchenexperten mit der Aussage, dass dies eine drastische Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber dem bisher von Oracle angebotenen Modell darstellt. Gartner sch\u00e4tzt, dass das Abonnementmodell pro Mitarbeiter zwei- bis f\u00fcnfmal teurer sein wird als die vorherige Lizenzierung.<\/p>\n<p>Laut The Register haben bisher nur kleinere Unternehmen mit bis zu hundert Mitarbeitern Audit-Briefe von Oracle erhalten hatten. In den Schreiben wurde die Unternehmen aufgefordert, ihre Java-Lizenzierung zu kl\u00e4ren. Laut Craig Guarente, Gr\u00fcnder und CEO von Palisade Compliance, einem unabh\u00e4ngigen Beratungsunternehmen f\u00fcr Oracle-Lizenzen, hat Oracle in den letzten Wochen begonnen, auch die gro\u00dfen Unternehmen ins Visier zu nehmen. Die Unternehmen erhielten entsprechende Benachrichtigungen f\u00fcr ein Audit.<\/p>\n<p>Der The Register-Artikel f\u00fchrt ein Unternehmen im Einzelhandel an, das seine Kassensysteme mit JAVA auf eine Nutzer-bezogene Lizenz umstellte. Die Forderung von Oracle belief sich auf 4 Millionen US-Dollar, worauf die Firma auf Open Java umstieg und so 90 Prozent der Kosten eingespart hat.<\/p>\n<p>Craig Guarente r\u00e4t JAVA-Anwendern zu pr\u00fcfen, wo wirklich eine Lizenzierung erforderlich ist, bevor mit Oracle eine lange laufende Lizenzvereinbarung unterzeichnet wird. Dann das k\u00f6nnte teuer werden und Abh\u00e4ngigkeiten zementieren. The Register zitiert den Lizenzierungsexperten mit \"\"Wenn Sie Oracle eine Million Dollar pro Jahr zahlen und ein dreij\u00e4hriges Abonnement abgeschlossen haben, was glauben Sie, was dann bei der Erneuerung passieren wird? Es wird nicht eine Million Dollar sein, sondern so viel, wie Oracle erwirtschaften kann, und wenn Sie an Oracle gebunden sind und sich nicht innerhalb von 30 oder 60 Tagen von Oracle l\u00f6sen k\u00f6nnen, wird Ihre Erneuerung viel h\u00f6her ausfallen.\"<\/p>\n<h2>Warnung an Nutzer, nicht zu viel zu verraten<\/h2>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2023\/07\/05\/unsolicited_oracle_emails_java\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiteren Artikel<\/a> meldet The Register, dass Oracle unaufgefordert E-Mails an Unternehmen verschickt, in denen Oracle anbietet, Java-Abonnementvertr\u00e4ge im Rahmen einer \"New Universal Subscription Site License\" zu besprechen. Ziel ist offenbar das Bestreben, Informationen zu erhalten, um bei k\u00fcnftigen Lizenzverhandlungen punkten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fredrik Filipsson, Direktor des Beratungsunternehmens f\u00fcr Softwarelizenzen Redress Compliance, wird von The Register zitiert, dass sich in den letzten vier Wochen drei kleine Unternehmen wegen der E-Mail an das Unternehmen gewandt h\u00e4tten. Filipsson nennt ein Unternehmen, das Java auf f\u00fcnf Servern einsetzte. Oracle bezifferte das (nutzerbezogene) Abonnement auf 127.000 Dollar.<\/p>\n<p>Filipsson thematisiert in einem Blog im Beitrag <a href=\"https:\/\/redresscompliance.com\/oracle-is-terrorizing-organizations-with-java-audits\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SAY NO TO THIS \"ORACLE JAVA AUDIT\"<\/a> die Gespr\u00e4che zwischen Unternehmen und Oracle \u00fcber die Java-Lizenzierung. Er sagt, wenn ein Kunde Oracle Informationen \u00fcber seine Java-Nutzung zur Verf\u00fcgung stellt, k\u00f6nne Oracle behaupten, dass \"der Kunde Hunderte, manchmal Tausende von Prozessoren aufgrund einiger Java-Installationen auf VMware lizenzieren muss.\" Der Ratschlag ist, keine Informationen herauszugeben und einen unabh\u00e4ngigen Berater zu konsultieren, um zu kl\u00e4ren, was wirklich von Oracle lizenziert werden muss.<\/p>\n<h2>Jagd auf JAVA-Nutzer<\/h2>\n<p>Auch wer kein Kunde von Oracle ist, aber JAVA einsetzt, k\u00f6nnten in den kommenden neun Monaten von Oracle kontaktiert werden, hei\u00dft es in <a href=\"https:\/\/www.deepl.com\/de\/translator#en\/de\/Organizations%20that%20do%20not%20consider%20themselves%20Oracle%20customers%2C%20but%20who%20use%20Java%2C%20can%20expect%20a%20call%20from%20the%20Big%20Red%20in%20the%20next%20three%20to%20nine%20months%2C%20according%20to%20a%20software%20licensing%20specialist.%0A%0AHouse%20of%20Brick%2C%20which%20has%20spent%20years%20advising%20clients%20on%20how%20to%20manage%20their%20commercial%20arrangements%20with%20Oracle%2C%20said%20it%20had%20noticed%20an%20uptick%20in%20organizations%20seeking%20advice%20after%20being%20contacted%20by%20the%20tech%20giant%20about%20their%20Java%20use.%0A%0A%22Even%20if%20you%20are%20not%20an%20Oracle%20customer%2C%20they%20are%20tracking%20product%20downloads%20and%20matching%20the%20IP%20addresses%20to%20your%20organization.%20Oracle%20has%20deployed%20a%20whole%20team%20of%20people%20in%20India%20that%20are%20contacting%20organizations%20worldwide%20with%20claims%20of%20non-compliant%20Java%20SE%20usage%2C%22%20the%20company%20said%20in%20a%20blog%2C%20referring%20to%20the%20runtime%20environment.%0A%0ABig%20Red%20first%20introduced%20two%20new%20licensing%20models%20for%20its%20commercial%20Java%20platform%2C%20Standard%20Edition%20(Java%20SE)%2C%20in%20April%202019%20when%20it%20began%20charging%20license%20fees%20for%20previously%20free%20Java.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem The Register-Artikel<\/a>. House of Brick, ein Beratungsunternehmen, wurde in letzter Zeit von verschiedenen Unternehmen diesbez\u00fcglich kontaktiert. In einem <a href=\"https:\/\/houseofbrick.com\/blog\/oracle-java-licensing-risks-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog-Beitrag<\/a> \u00fcber die Risiken der Verwendung von JAVA Laufzeitlizenzen geht das Unternehmen auf Details ein.<\/p>\n<p>So fragt Oracle wahrscheinlich nach dem Installationsdatum bestimmter Software und will wissen, ob der Kunde auch VMware einsetzt. Dann kommt eine nutzerbezogene Lizenzrechnung, die in die Hunderttausende gehen kann. Auf die Unternehmen kommt Oracle, indem die IP-Adressen von Downloads der JAVA-Runtime getrackt und zur\u00fcckverfolgt werden. Oracle hat ein ganzes Team von Mitarbeitern in Indien eingesetzt, die Organisationen auf der ganzen Welt wegen der nicht konformen Nutzung von Java SE kontaktieren, hei\u00dft es im The Register-Beitrag, der sich auf House of Bricks bezieht. Unternehmen, die die JAVA-Laufzeitumgebung einsetzen, sollten sich auf ein Audit bzw. eine entsprechende Mail einstellen.<\/p>\n<blockquote><p>Anmerkung: Auf Facebook hat mich ein Leser beispielsweise darauf hingewiesen, dass die BRAK (Bundesrechtsanwaltskammer) und die BNOTK (Bundesnotarkammer) JAVA mit ihren Produkten verteilen und hoffentlich lizenziert haben.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[English]JAVA im Einsatz? Dann sollte man sich drauf einstellen, dass Oracle an die T\u00fcre klopft und \u00fcber Lizenzgeb\u00fchren sprechen will. Top 200 Unternehmen sahen sich bereits einem Audit gegen\u00fcber, wo Oracle die \"Lizenz per User\" \u00fcberpr\u00fcft und ggf. 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