{"id":297465,"date":"2024-07-19T00:01:00","date_gmt":"2024-07-18T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=297465"},"modified":"2024-07-19T08:09:09","modified_gmt":"2024-07-19T06:09:09","slug":"ransomware-befall-caritas-braucht-2-jahre-um-das-wirtschaftlich-zu-verkraften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/07\/19\/ransomware-befall-caritas-braucht-2-jahre-um-das-wirtschaftlich-zu-verkraften\/","title":{"rendered":"Ransomware-Befall: Caritas braucht 2 Jahre, um das wirtschaftlich zu verkraften"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Mal wieder ein Informationssplitter aus dem Bereich Cybersicherheit, der mir durch Zufall unter die Augen gekommen ist. Die Caritas in M\u00fcnchen wurde 2022 Opfer eines Cyberangriffs und es war klar, dass man mit l\u00e4ngeren Ausfallzeiten rechnen m\u00fcsse. Nun sind fast zwei Jahre vergangen und die Caritas glaubt nun die Folgen des Angriffs wirtschaftlich verkraftet zu haben. Aber es sind immer noch Investitionen wegen dieses Vorfalls zu stemmen. Hier nochmals ein Blick auf den Sachverhalt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Cyberangriff auf Caritas in 2022<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/da258977bb0a4fd9b42d54d74e105da1\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Ich habe im Blog nachgeschaut, die Caritas M\u00fcnchen und Oberbayern wurde im September 2022 Opfer eines Cyberangriffs. Die IT dieser Organisation wurde mit einer Ransomware lahm gelegt. Ich hatte seinerzeit im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/09\/18\/ransomware-angriff-auf-caritas-mnchen-und-oberbayern-sept-2022\/\">Ransomware-Angriff auf Caritas M\u00fcnchen und Oberbayern (Sept. 2022)<\/a> berichtet.<\/p>\n<p>Die M\u00fcnchner Caritas rechnet bereits damals mit l\u00e4ngerfristigen Einschr\u00e4nkungen bei der EDV, da der Ransomware-Angriff wohl umfangreich war und die Organisation wegen eingestellter E-Mail-Kommunikation auf FAX-Ger\u00e4te zur Kommunikation zur\u00fcckgreifen musste. Damals wurde bekannt, dass beim katholischen Sozialverband 350 Dienste und Einrichtungen mit etwa 10.000 Mitarbeitern von dem Angriff betroffen waren.<\/p>\n<p>Caritas Sprecherin Bettina B\u00e4umlisberger sagte seinerzeit, dass in den Pflegeheimen oder Kinderg\u00e4rten ohnehin vieles noch analog laufe und deswegen die Computerprobleme nicht so gravierend seien. SentinelOne best\u00e4tigt, dass mehrere Server und Rechner der Organisation mit rund 10 000 Besch\u00e4ftigten von diesem Vorfall betroffen waren. Der Vorstandsvorsitzende Herrmann Sollfrank musste einr\u00e4umen, \"dass es konkrete Hinweise gebe, dass es den Cyberkriminellen gelungen sei trotz aller Schutzvorkehrungen Daten aus den Systemen abzugreifen\". Welche Daten bei dem Angriff genau gestohlen wurden und wie sicherheitskritisch diese sind, blieb allerdings noch unklar. Zeitnah nach Bekanntwerden der Attacke seien die Server der Caritas \"eingefroren\" (wohl heruntergefahren) worden, damit keine weiteren Daten exfiltriert werden, hie\u00df es.<\/p>\n<h2>Die langen Schatten des Angriffs<\/h2>\n<p>Ich habe den Fall nicht weiter verfolgt, bin aber diese Woche auf nachfolgenden <a href=\"https:\/\/x.com\/Dennis_Kipker\/status\/1813591164815315371\">Tweet<\/a> gesto\u00dfen, der die Folgen des Angriffs verdeutlicht. Die Caritas hat fast zwei Jahre gebraucht, um wirtschaftlich \u00fcber den Cyberangriff hinwegzukommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/muenchen-caritas-nach-cyber-angriff-wieder-im-finanzplus,UIh59wv\"><img decoding=\"async\" title=\"Cyberangriff auf Caritas in 2022\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/3xCLmjPF\/image.png\" alt=\"Cyberangriff auf Caritas in 2022\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bayerische Rundfunk (BR) hat das Ganze im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/muenchen-caritas-nach-cyber-angriff-wieder-im-finanzplus,UIh59wv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen: Caritas nach Cyber-Angriff wieder im Finanzplus<\/a> nachbereitet. Es wurden Daten von Mitarbeitern und Caritas-Klienten gestohlen, was einen immensen Schaden verursachte. Der Ransomware-Vorfall in der IT im September 2022 hat der Organisation ein Minus von 23 Millionen Euro beschert. Erst im Juli 2024 konnte die Caritas wieder ein Plus von 2 Millionen Euro auf ihrem Konto verbuchen, wie Caritas-Finanzdirektor Thomas Schwarz bei der Vorstellung der Zahlen f\u00fcr das Jahr 2023 anmerkte.<\/p>\n<p>Der Schaden durch den Cyber-Angriff 2022 ist aber auch im Sommer 2024 noch nicht vollst\u00e4ndig ausgestanden. Caritas-Finanzdirektor Thomas Schwarz merkt an, dass \"auch noch im laufenden Jahr Aufwendungen durch die Renovation unserer IT\" anfallen. Erst Ende des Monats Juli 2024 werde die digitale Infrastruktur wieder auf Stand sein. \"Deswegen haben wir nat\u00fcrlich eine Belastung von \u00fcber zwei Jahren gehabt, die durch diesen Cyber-Angriff entstanden ist \u2013 neben den weiteren Herausforderungen, die die Sozialwirtschaft insgesamt hat und hatte\", so Schwarz.<\/p>\n<p>Der Vorfall und die Nachbereitung zeigen, wie drastisch die Folgen von Cyberangriffen sein k\u00f6nnen. Und die Caritas ist eine Organisation und kein Produktionsbetrieb. Trotzdem gab es gravierende Sch\u00e4den durch den Ransomware-Angriff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal wieder ein Informationssplitter aus dem Bereich Cybersicherheit, der mir durch Zufall unter die Augen gekommen ist. Die Caritas in M\u00fcnchen wurde 2022 Opfer eines Cyberangriffs und es war klar, dass man mit l\u00e4ngeren Ausfallzeiten rechnen m\u00fcsse. 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