{"id":298020,"date":"2024-08-02T00:12:00","date_gmt":"2024-08-01T22:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=298020"},"modified":"2024-10-04T11:00:17","modified_gmt":"2024-10-04T09:00:17","slug":"bittere-oracle-java-preise-abonnenten-wechseln-auf-openjdk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/08\/02\/bittere-oracle-java-preise-abonnenten-wechseln-auf-openjdk\/","title":{"rendered":"Oracles Java-Preise: Abonnenten wechseln auf OpenJDK"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2024\/08\/02\/oracles-java-pricing-subscribers-switch-to-openjdk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]Hat Oracle sich bei der Preisgestaltung von JAVA-Lizenzen schlicht verzockt? F\u00fcr Abonnenten wird es bitter, wenn Oracle eine Rechnung f\u00fcr die Lizenzierung von JAVA stellt. Dort wird ja auf einer \"per User\"-Basis kalkuliert. F\u00fcr mich unverst\u00e4ndlich: Erst jetzt weichen Betroffene auf OpenJDK aus. Hier nochmals ein Blick auf diesen Sachverhalt, abgeleitet von einer aktuellen Nutzerumfrage.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/94b24ac8cf8e4d6082662d9d567c7532\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>JAVA von Sun war ja mal eine kostenlose Programmiersprache. Aber seit der \u00dcbernahme durch Oracle wurde die JAVA-Lizenz ab einer bestimmten Version f\u00fcr Unternehmen kostenpflichtig. Bei der Uni Stuttgart habe ich im Februar 2019 die Information gefunden, dass sich sich die Lizenzbedingungen von Oracle Java dahingehend ge\u00e4ndert, dass diese Lizenzen nun auch f\u00fcr Bildungseinrichtungen kostenpflichtig sind. Betraf damals Java 8 ab dem Update-Release 211 und alle Versionen ab Java 11. Auf der JAVA-Seite findet sich <a href=\"https:\/\/www.java.com\/de\/download\/java8_update.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Information<\/a> zu den Oracle JAVA-Lizenzen.<\/p>\n<p>Am 13.09.2021 gab es wohl eine Ank\u00fcndigung f\u00fcr das neue Java LTS-Release 17, welches wieder kostenfrei genutzt werden k\u00f6nne (<a href=\"https:\/\/www.de.logicalis.com\/de\/java-support-ist-kostenpflichtig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe<\/a>). Nach dem Download von Oracle Java 17 LTS und Annahme der \"No Fee Terms and Conditions\"-Agreements (NFTC) bekommt der Nutzer kostenfreie Updates bis September 2024. F\u00fcr die meisten kommerziellen Nutzer hie\u00df es aber seit Jahren, dass die Verwendung von JAVA SE kostenpflichtig sei.<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es aber ein weiteres Problem, dass ich 2023 im Artikel <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/02\/21\/am-lizenzhaken-3-fach-hhere-lizenzkosten-fr-ms-sql-server-user-basierende-oracle-java-se-lizenzen\/\">Am Lizenzhaken: 3 fach h\u00f6here Lizenzkosten f\u00fcr MS SQL-Server, User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/a> angesprochen hatte. Ein neues Preismodell basiert nun nicht mehr auf der Anzahl der verwendeten JAVA-Eins\u00e4tze sondern auf der Anzahl der Mitarbeiter. Es gibt zwar verschiedene Preisstufen f\u00fcr unterschiedliche Mitarbeiterzahlen, aber es f\u00fchrt dazu, dass jeder Mitarbeiter im Unternehmen f\u00fcr die Lizenzierung gez\u00e4hlt wird, auch wenn er keine Java-Software verwendet.<\/p>\n<p>Dies hat zur Folge, dass Unternehmen, die Java SE einsetzen, von erheblichen Preissteigerungen betroffen sind. Ich hatte im Juni 2024 im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/23\/oracle-spielt-die-java-lizenzkarte-audits-in-firmen-jagd-auf-nicht-lizenzierte-nutzer\/\">Oracle spielt die JAVA-Lizenzkarte; Audits in Firmen; Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer<\/a> berichtet, dass Oracle nun Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer macht und in Firmen Audits durchf\u00fchrt. Das endet oft in gepfefferten Rechnungen f\u00fcr Lizenzkosten durch die Nutzung von JAVA SE. Im Beitrag hatte ich thematisiert, dass Unternehmen, die durch Oracle per Brief zu ihrer JAVA-Verwendung befragt werden, nicht zu viel verraten w\u00fcrden.<\/p>\n<h2>Abwanderung der Kunden<\/h2>\n<p>F\u00fcr mich unverst\u00e4ndlich war, dass Firmen nicht l\u00e4ngst auf kostenfreie JAVA SE-Alternativen wie <a href=\"https:\/\/aws.amazon.com\/de\/corretto\/?filtered-posts.sort-by=item.additionalFields.createdDate&amp;filtered-posts.sort-order=desc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amazons Corretto<\/a> ausgewichen sind. Habe ich beispielsweise seit Jahren bei mir im Einsatz, um die Android Entwicklungsumgebung sporadisch einsetzen zu k\u00f6nnen. Die Tage bin ich bei The Register auf <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2024\/07\/25\/oracle_java_licensing_changes\/?td=rt-3a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> gesto\u00dfen, der sich mit dem bitteren Beigeschmack der JAVA-Lizenzierung durch Oracle befasst. Die Konsequenz, die viele Firmen ziehen, ist der Wechsel zu OpenJDK.<\/p>\n<p>Das Marktforschungsunternehmens Dimensional Research hat 663 Personen zu JAVA und dem seit Januar 2023 geltenden Oracle Preismodell einer Nutzer-basierenden Lizenzierung befragt und eine Studie mit den Ergebnissen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<ul>\n<li>Nur 14 Prozent der Oracle Java-Abonnenten planen, bei der Laufzeitumgebung dieses Herstellers zu bleiben, so das Ergebnis der nach der Einf\u00fchrung eines mitarbeiterbasierten Abonnementmodells erstellten Studie.<\/li>\n<li>Bereits 36 Prozent der befragten Java-Nutzer gaben an, dass sie bereits auf das im Januar 2023 eingef\u00fchrte mitarbeiterbasierte Preismodell umgestiegen sind. Sie bekommen die Wirkung des neuen Lizenzmodells also zu sp\u00fcren.<\/li>\n<li>Bei der Befragung gaben 86 Prozent ab, die Oracle Java SE nutzen und derzeit alle oder einen Teil ihrer Java-Anwendungen aus Oracle-Umgebungen auslagern zu wollen bzw. dies konkret planen. Der Grund: Die Oracle-Umgebung wird schlicht zu teuer. Siebenundvierzig<\/li>\n<li>Bei 47 Prozent der Befragten wurde als Grund f\u00fcr den Umzug die Bevorzugung von Open Source genannt. Aber 38 Prozent der Befragten ziehen den Wechsel aufgrund der Unsicherheiten, die durch die st\u00e4ndigen \u00c4nderungen von Oracle bei Preisen, Lizenzierung und Support entstehen, in Betracht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist also das eingetreten, vor dem Experten kurz nach der Einf\u00fchrung des neuen Oracle JAVA-Lizenz- und Preismodells prognostiziert hatten. Es ist zu einem erheblichen Preisanstieg f\u00fcr die Nutzer gekommen, die sich f\u00fcr das neue Oracle-Modell entschieden haben. Gartner hatte bereits 2023 <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2023\/07\/24\/oracle_java_license_terms\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">prognostiziert<\/a>, dass die Kosten f\u00fcr das neue Abo-Paket zwei- bis f\u00fcnfmal so hoch wie f\u00fcr das bisherige nutzungsbasierte Modell sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Untersuchung wurde von Azul, einem Unternehmen, das Unterst\u00fctzung f\u00fcr Open-Source-Java-Plattformen anbietet, gesponsert. Deren CEO Scott Sellers sagte The Register, dass ein starker Trend, weg von Oracle Java SE, hin zu OpenJDK-Alternativen zu beobachten sei. Scott Sellers dazu: \"Einer der Hauptgr\u00fcnde, der von den Befragten genannt wurde, warum die Nutzer von Oracle Java abgewandert sind, waren die Kosten. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass die neue Preisgestaltung diese Bedenken noch verst\u00e4rkt hat. Einer der Hauptgr\u00fcnde, der von den Befragten genannt wurde, warum die Nutzer von Oracle Java abgewandert sind, waren die Kosten. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass die neue Preisgestaltung diese Bedenken noch verst\u00e4rkt hat.\"<\/p>\n<p>Laut des Artikels von The Register w\u00e4hlten 46 Prozent der Befragten eine kostenpflichtige Plattform wie Bellsoft Liberica, IBM Semeru oder Azul Platform Core, um OpenJDK-Anwendungen in der Produktion zu unterst\u00fctzen. Aber 45 Prozent setzen auf eine kostenlose, unterst\u00fctzte Plattform wie Amazon Corretto oder Microsoft Build of OpenJDK; und 37 Prozent w\u00e4hlten eine kostenlose, nicht unterst\u00fctzte Plattform.<\/p>\n<p>Von den Anwendern, die bereits auf OpenJDK umgestiegen sind, gaben 25 Prozent an, dass Oracle deutlich teurer war, w\u00e4hrend 41 Prozent sagten, dass die Lizenzierung von Big Red es etwas teurer gemacht hat als die Alternative, hei\u00dft es bei The Register. Mir scheint es, dass Oracle sich bei diesem Schritt am Ende des Tages verzockt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/27\/oracle-geschftsjahr-endet-am-31-mai-gelegenheit-fr-lizenzschnppchen\/\">Oracle Gesch\u00e4ftsjahr endet am 31. 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