{"id":302775,"date":"2024-09-09T00:01:00","date_gmt":"2024-09-08T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=302775"},"modified":"2024-09-20T18:40:27","modified_gmt":"2024-09-20T16:40:27","slug":"deutsche-regierung-will-die-meisten-nutzerdaten-von-technologieunternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/09\/09\/deutsche-regierung-will-die-meisten-nutzerdaten-von-technologieunternehmen\/","title":{"rendered":"Deutsche Regierung will die meisten Nutzerdaten von Technologieunternehmen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Stop - Pixabay\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Stop01.jpg\" alt=\"Stop - Pixabay\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\" \/>Interessante Information, die mir letzte Woche zuging und die ich nun hier im Blog einstelle. Staatliche Stellen klopfen ja immer wieder bei gro\u00dfen Technologieunternehmen wie Meta, Google oder Microsoft an, um Daten von bestimmten Nutzerkonten zu bekommen. Das ist bei US-Beh\u00f6rden Usus, und auch die Europ\u00e4er sind da im gleichen Boot. Interessant ist, welche Staaten in Europa die meisten Auskunftsersuchen stellen. Die Antwort lautet: Spitzenreiter bei diesen Anfragen sind staatliche Stellen aus Deutschland (Regierung bzw. Regierungsbeh\u00f6rden).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/fee2fe72e29b464a82e328a917bb6317\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die Mannschaft von SurfShark widmet sich datengesteuerten Untersuchungen zu digitalem Wohlbefinden, Datenschutz, Cybersicherheit und anderen Themen. In diesem Kontext hat man sich angeschaut, wie oft staatliche Stellen in Europa Daten zu Benutzern von Firmen wie Apple, Meta, Google und Microsoft abrufen.<\/p>\n<p>Im Untersuchungszeitraum zwischen 2013 und 2022 wurden von deutschen Regierungsbeh\u00f6rden Daten zu 709,4 Tausend Konten von den Anbietern Apple, Meta, Google und Microsoft angefordert (Quelle: <a href=\"https:\/\/surfshark.com\/government-requests-for-user-data\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Report on Government<\/a>). Das sind 8 % der angeforderten Konten weltweit und 57 % der angeforderten Konten in Westeuropa.<\/p>\n<p>Auf die USA und die EU entfallen 58 % aller Konten, die von 2013 bis 2022 von staatlichen Stellen abgefragt wurden. Die USA haben mehr als doppelt so viele Konten pro 100K Einwohner beantragt wie alle EU-L\u00e4nder zusammen. Betrachtet man die Top 10, so ist die H\u00e4lfte der L\u00e4nder in der EU (Deutschland, Frankreich, Irland, Portugal und Belgien). Singapur, das Vereinigte K\u00f6nigreich, S\u00fcdkorea und Brasilien bilden den Rest.<\/p>\n<p>Zwischen 2013 und 2022 kamen die Unternehmen den Anfragen nach Nutzerdaten im Durchschnitt zu 72 % nach. Apple ist seit 2016 f\u00fchrend bei der Offenlegungsquote und hat diese von 75 % im Jahr 2016 auf 83 % im Jahr 2022 erh\u00f6ht. W\u00e4hrend Apples Durchschnitt bei 82 % liegt, haben die \u00fcbrigen Unternehmen etwas niedrigere Offenlegungsquoten: Google &#8211; 72,9 %, Meta &#8211; 72,8 %, und Microsoft &#8211; 67 %. Hier noch einige Kernpunkte, die Surfshark herausgearbeitet hat<\/p>\n<ul>\n<li>Deutschland steht mit der Zahl der Anfragen international auf Platz 2 und europaweit auf Platz 1 in Bezug auf die Anzahl der \u00fcber 10 Jahren angeforderten Online-Konten (850 Konten pro 100.000 Einwohner).<\/li>\n<li>Im Vergleich kommt \u00d6sterreich mit 136 Konten\/100.000 Einwohner auf Platz 22 und die Schweiz belegt mit 245 Konten\/100.000 Einwohner Platz 15 weltweit.<\/li>\n<li>Die Gesamtrate der Offenlegung von Big-Tech-Daten in Deutschland liegt bei 65,4 %. Google hat die meisten Kontoabfragen von deutschen Beh\u00f6rden erhalten und Apple die wenigsten von allen 4 untersuchten gro\u00dfen Tech-Unternehmen (Google, Meta, Microsoft, Apple).<\/li>\n<li>Insgesamt lag die Anzahl der angefragten Konten aller 190 untersuchten L\u00e4nder im Jahr von 2013 bis 2022 bei fast 9 Millionen.<\/li>\n<li>Die US- und EU-Beh\u00f6rden forderten von 2013 bis 2022 rund 60 % aller Konten an. Die Anzahl der abgefragten Konten in den USA seit 2013 liegt bei 3,3 Millionen.<\/li>\n<li>Insgesamt liegt die Quote von 2013 bis 2022 bei 72 %. Apple ist seit 2016 an der f\u00fchrenden Position und die Rate ist seit 2016 von 75 % bis auf 83 % gestiegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die deutschen Beh\u00f6rden beantragten mehr als siebenmal so viele Einsichten in die Daten von Benutzerkonten pro Einwohner wie der weltweite Durchschnitt (115 Konten \/ 100k).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/infogram.com\/de-government-requests-for-user-data-1hnp27e5qz3gy4g?live\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/hjJ5Kpmm\/image.png\" \/><\/a><br \/>\nQuelle: Surfshark<\/p>\n<p>Innerhalb der letzten 10 Jahre haben die Unternehmen ungef\u00e4hr 269.000 Anfragen auf Preisgabe der Daten ganz oder teilweise entsprochen<strong>. <\/strong>Zwischen 2013 und 2022 kamen die Unternehmen den Anfragen nach Nutzerdaten im Durchschnitt zu 72 % nach. Apple ist seit 2016 f\u00fchrend bei der Offenlegungsquote und hat diese von 75 % im Jahr 2016 auf 83 % im Jahr 2022 erh\u00f6ht. W\u00e4hrend Apples Durchschnitt bei 82 % liegt, haben die \u00fcbrigen Unternehmen etwas niedrigere Offenlegungsquoten: Google &#8211; 72,9 %, Meta &#8211; 72,8 %, und Microsoft &#8211; 67 %.<\/p>\n<p>\"Die Untersuchungen von Surfshark zeigen, dass staatliche Anfragen nach Nutzerdaten erheblich zugenommen haben. Der j\u00fcngste Gesetzesvorschlag des Europarats zur Chat-Kontrolle k\u00f6nnte den staatlichen Zugriff auf die Daten von Privatpersonen erheblich erweitern. Nach diesem Vorschlag m\u00fcssten die Nutzer zustimmen, dass ihre Textnachrichten, Audiodateien und andere gemeinsam genutzte Materialien vor der Verschl\u00fcsselung gescannt werden. Es ist zwar wichtig, dass die Beh\u00f6rden \u00fcber Instrumente zur Bek\u00e4mpfung schwerer Straftaten verf\u00fcgen, aber es muss auch sichergestellt werden, dass diese Ma\u00dfnahmen nicht gegen das Grundrecht auf Privatsph\u00e4re versto\u00dfen\", sagt Goda Sukackaite, Privacy Counsel bei Surfshark.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interessante Information, die mir letzte Woche zuging und die ich nun hier im Blog einstelle. Staatliche Stellen klopfen ja immer wieder bei gro\u00dfen Technologieunternehmen wie Meta, Google oder Microsoft an, um Daten von bestimmten Nutzerkonten zu bekommen. 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