{"id":303231,"date":"2024-09-23T00:40:10","date_gmt":"2024-09-22T22:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=303171"},"modified":"2024-10-04T12:18:16","modified_gmt":"2024-10-04T10:18:16","slug":"oracle-java-17-nach-sept-2024-kostenpflichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/09\/23\/oracle-java-17-nach-sept-2024-kostenpflichtig\/","title":{"rendered":"Oracle Java 17 nach Sept. 2024 kostenpflichtig"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Im September 2024 endet der kostenlose Support f\u00fcr Oracle Java 17 und kommerzielle Nutzer ben\u00f6tigen ein kostenpflichtiges Abo von Oracle. Das d\u00fcrfte teuer werden, da Oracle die Lizenzgeb\u00fchren nach der Zahl der Mitarbeiter im Unternehmen berechnet. Firmen m\u00fcssen reagieren und entweder auf JAVA 21 oder ein kostenloses JDK von anderen Anbietern wechseln, wenn sie die Lizenzgeb\u00fchren vermeiden m\u00f6chten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/97c872bee24b4410b05bb0c46dc34c02\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Ich greife erneut das Thema Java-Lizenzierung im kommerziellen Umfeld auf, weil sich ab Oktober 2024 ggf. eine \u00c4nderung ergibt. Die mal von Sun entwickelte Programmiersprache <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/94b24ac8cf8e4d6082662d9d567c7532\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>JAVA war seinerzeit kostenlos. Aber seit der \u00dcbernahme durch Oracle ist JAVA (begann mit der Version 8) inzwischen f\u00fcr kommerzielle Eins\u00e4tze kostenpflichtig &#8211; das gilt selbst f\u00fcr Bildungseinrichtungen. Auf der JAVA-Seite findet sich <a href=\"https:\/\/www.java.com\/de\/download\/java8_update.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Information<\/a>\u00a0zu den Oracle JAVA-Lizenzen.<\/p>\n<h3>JAVA 17 als NFTC-Lizenz<\/h3>\n<p>Im September 2021 wurde Java 17 ver\u00f6ffentlicht, und viele Unternehmen wechselten auf die neue Version. Am 13.09.2021 gab es wohl eine Ank\u00fcndigung f\u00fcr das neue Java LTS-Release 17, welches wieder kostenfrei genutzt werden k\u00f6nne (<a href=\"https:\/\/www.de.logicalis.com\/de\/java-support-ist-kostenpflichtig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe<\/a>). Nach dem Download von Oracle Java 17 LTS und Annahme der \"No Fee Terms and Conditions\"-Agreements (NFTC) bekam der Nutzer kostenfreie Updates bis September 2024.<\/p>\n<p>Bei Java 17 handelt es sich zudem um eine Long Term Support Version (LTS), f\u00fcr die Oracle f\u00fcnf Jahre kostenpflichtigen Premium-Support und weitere drei Jahre Extended Support anbietet. Das qualifiziert sie als stabile L\u00f6sung f\u00fcr den Unternehmenseinsatz.<\/p>\n<p>Aber wir sind nun am genannten Termin angelangt und die kostenlose\u00a0NFTC-Lizenz\u00a0 wandelt sich automatisch zur kostenpflichtigen OTNLA-Lizenz. Sprich: Ab Oktober 2024 schl\u00e4gt die Oracle-Falle zu, Firmen, die JAVA weiter verwenden und Updates haben wollen, m\u00fcssen eine kostenpflichtige Lizenz erwerben.<\/p>\n<p>Das wird aber teuer, wie ich 2023 im Artikel <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/02\/21\/am-lizenzhaken-3-fach-hhere-lizenzkosten-fr-ms-sql-server-user-basierende-oracle-java-se-lizenzen\/\">Am Lizenzhaken: 3 fach h\u00f6here Lizenzkosten f\u00fcr MS SQL-Server, User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/a> angesprochen hatte. Ein neues Preismodell von Oracle basiert nicht mehr auf der Anzahl der verwendeten JAVA-Eins\u00e4tze sondern auf der Anzahl der Mitarbeiter. Es gibt zwar verschiedene Preisstufen f\u00fcr unterschiedliche Mitarbeiterzahlen, aber es f\u00fchrt dazu, dass jeder Mitarbeiter im Unternehmen f\u00fcr die Lizenzierung gez\u00e4hlt wird, auch wenn er keine Java-Software verwendet.<\/p>\n<p>Dies hat zur Folge, dass Unternehmen, die Java SE einsetzen, von erheblichen Preissteigerungen betroffen sind. Ich hatte im Juni 2024 im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/23\/oracle-spielt-die-java-lizenzkarte-audits-in-firmen-jagd-auf-nicht-lizenzierte-nutzer\/\">Oracle spielt die JAVA-Lizenzkarte; Audits in Firmen; Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer<\/a> berichtet, dass Oracle nun Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer macht und in Firmen Audits durchf\u00fchrt. Das endet oft in gepfefferten Rechnungen f\u00fcr Lizenzkosten durch die Nutzung von JAVA SE. Im verlinkten Beitrag hatte ich thematisiert, dass Unternehmen, die durch Oracle per Brief zu ihrer JAVA-Verwendung befragt werden, nicht zu viel verraten w\u00fcrden.<\/p>\n<h2>Wechsel zu Alternativen<\/h2>\n<p>Simon Ritter von Azul meint, wer ein teures JAVA-Abo vermeiden m\u00f6chte, hat zwei M\u00f6glichkeiten: Er k\u00f6nnte zu JAVA 21 wechseln und dort eine NFTC-Lizenz beantragen. Oder die Firma entschlie\u00dft sich, gleich die JAVA-Laufzeitumgebung eines anderen Herstellers zu verwenden.<\/p>\n<h3>Wechsel zu JAVA 21 als NFTC-Lizenz<\/h3>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, zur n\u00e4chsten JAVA LTS-Version zu wechseln &#8211; das w\u00e4re der JDK 21. Sie f\u00e4llt derzeit noch unter die NFTC-Lizenz und erfordert daher keine Java SE Universal Subscription. Allerdings m\u00fcssen Unternehmen dann sp\u00e4testens in zwei Jahren auf JDK 25 migrieren, weil JDK 21 in die OTNLA-Lizenz \u00fcbergeht. Abgesehen davon kann es passieren, dass bestehende Anwendungen unter JDK 21 nicht wie erwartet funktionieren, schreibt Simon Ritter von Azul. Bisher sei Java zwar stets gut abw\u00e4rtskompatibel gewesen. Doch seit JDK 9 wurden nicht nur neue Funktionen hinzugef\u00fcgt, sondern auch \u00e4ltere entfernt. Das kann zu Problemen f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Wechsel zu einem alternativen JDK<\/h3>\n<p>Ich hatte bereits im Artikel <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/08\/02\/bittere-oracle-java-preise-abonnenten-wechseln-auf-openjdk\/\" rel=\"bookmark\">Oracles Java-Preise: Abonnenten wechseln auf OpenJDK<\/a> erw\u00e4hnt, dass man nicht auf Oracles JAVA angewiesen sei. Es gibt alternative Anbieter f\u00fcr die JAVA-Laufzeitumgebung, wie <a href=\"https:\/\/aws.amazon.com\/de\/corretto\/?filtered-posts.sort-by=item.additionalFields.createdDate&amp;filtered-posts.sort-order=desc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amazons Corretto<\/a> oder <a href=\"https:\/\/developer.ibm.com\/languages\/java\/semeru-runtimes\/downloads\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IBM Semeru Runtimes<\/a> oder <a href=\"https:\/\/adoptium.net\/de\/temurin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eclipse Temurin<\/a>,<\/p>\n<p>Simon Ritter von Azul weist in einer Mitteilung darauf hin, dass es auch ein Support-Modell wie Azul Platform Core (kostenpflichtig) g\u00e4be. Mit diesem Modell erhielten Unternehmen Sicherheit und Komfort beim Einsatz von JAVA und w\u00fcrden im Vergleich zu Oracle in der Regel mindestens 70 Prozent Kosten sparen.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/02\/21\/am-lizenzhaken-3-fach-hhere-lizenzkosten-fr-ms-sql-server-user-basierende-oracle-java-se-lizenzen\/\">Am Lizenzhaken: 3 fach h\u00f6here Lizenzkosten f\u00fcr MS SQL-Server, User-basierende Oracle Java SE-Lizenzen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/23\/oracle-spielt-die-java-lizenzkarte-audits-in-firmen-jagd-auf-nicht-lizenzierte-nutzer\/\">Oracle spielt die JAVA-Lizenzkarte; Audits in Firmen; Jagd auf nicht lizenzierte Nutzer<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/08\/02\/bittere-oracle-java-preise-abonnenten-wechseln-auf-openjdk\/\" rel=\"bookmark\">Oracles Java-Preise: Abonnenten wechseln auf OpenJDK<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im September 2024 endet der kostenlose Support f\u00fcr Oracle Java 17 und kommerzielle Nutzer ben\u00f6tigen ein kostenpflichtiges Abo von Oracle. 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