{"id":306,"date":"2010-02-05T23:05:46","date_gmt":"2010-02-05T18:05:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2010\/02\/05\/internetradio-unter-windows-7\/"},"modified":"2024-07-26T18:24:08","modified_gmt":"2024-07-26T16:24:08","slug":"internetradio-unter-windows-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/02\/05\/internetradio-unter-windows-7\/","title":{"rendered":"Internetradio unter Windows 7"},"content":{"rendered":"<p>Umsteiger von Windows XP fragen gelegentlich, wie sich Internetradio unter Windows 7 nutzen l\u00e4sst. Die im Windows Media Player 9 vorhandene Schaltfl\u00e4che Internetradio gibt es ja seit dem Windows Media Player 11 unter Windows Vista (und daher erst recht im WMP 12 von Windows 7) nicht mehr. Der Beitrag skizziert, welche M\u00f6glichkeiten es zum Zugriff auf Internetradiostationen unter Windows 7 mit und ohne Windows Media Player 12 gibt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Nutz den Browser &#8211; ganz einfach!<\/strong><\/p>\n<p>Die einfachste M\u00f6glichkeit, Internetradio zu h\u00f6ren, besteht darin, die Internetseite des gew\u00fcnschten Radiosenders aufzurufen. Meist findet sich dort ein Hyperlink, um Lifestreams wiederzugeben. Je nach Station wird dann der Windows Media Player als Plugin im Browser eingebunden und muss einmalig durch Anklicken freigegeben werden. Manchmal \u00f6ffnet sich auch eine Webseite mit dem eingebundenen Windows Media Player.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"width: 560px; height: 339px;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/webradio1.jpg\" alt=\"webradio1.jpg\" width=\"736\" height=\"444\" \/><\/p>\n<p style=\"background-color: #ffc0c0;\"><strong>Achtung:<\/strong> Bei diesem Ansatz sollten Sie darauf achten, dass Ihnen kein fremder Media Player auf dem System installiert wird. Das Add-On \"Windows Media Player Extension\" Player von Microsoft sollte sich gefahrlos ausf\u00fchren lassen, da es ein Bestandteil des Windows Media Player unter Windows Ist. Komponenten wie das Real Player-Plug-in k\u00f6nnen dagegen die Windows-Installation ruinieren, w\u00e4hrend bei anderen Playern oft nicht sichergestellt ist, dass auch die Privatph\u00e4re gewahrt bleibt. Durch einen Player lie\u00dfen sich wunderbar Spyware und Trojaner auf den Rechner des Anwenders schleusen. Auch kostenpflichtige Abomodelle sind denkbar.<\/p>\n<p><strong>Internetradio-Portale &#8211; da bekommst Du was auf die Ohren!<\/strong><\/p>\n<p>Wer ganz gerne im Internet nach Radiosendern st\u00f6bert, sollte gezielt nach Portalen suchen, die Internetradiostationen zusammenfassen und per Mausklick abrufbar machen. F\u00fcr den deutschsprachigen Raum ist mir das Portal <a title=\"Surfmusik.de\" href=\"http:\/\/www.surfmusik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Surfmusik.de<\/a> recht fr\u00fch aufgefallen. Die Webseite zeigt eine nach L\u00e4ndern und Regionen geordnete Liste von Internetradiostationen. W\u00e4hlen Sie eine Region und dann ein Land, k\u00f6nnen Sie in einer Liste direkt die verf\u00fcgbaren Radiostationen einsehen. Am rechten Listenrand zeigt ein Symbol dann noch an, ob die Radiostation im Windows Media Player- oder im Real Player-Format sendet. \u00dcber einen Hyperlink l\u00e4sst sich dann der Lifestream abrufen. Die Webseite \u00f6ffnet ein eigenes Fenster im Internet Explorer, in dem der betreffende Player zur Wiedergabe eingebunden ist. \u00dcber desen Bedienelemente l\u00e4sst sich die Wiedergabe starten, unterbrechen und beenden sowie die Lautst\u00e4rke regeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/webradio2.jpg\" alt=\"webradio2.jpg\" width=\"540\" height=\"265\" \/><\/p>\n<p>Wenn Sie in einer Suchmaschine Ihres Vertrauens den Begriff \"Internetradio\" eingeben, werden weitere Portale und Webseiten zum Thema angeboten. Um auf ausl\u00e4ndische Radiostationen zuzugreifen, empfiehlt sich eine Suche mit englischen Begriffen. Mit \"greek internetradio\" werden Ihnen z. B. viele griechische Radiostationen aufgelistet. Die Webseite bietet eine gute Stations\u00fcbersicht und erm\u00f6glicht den komfortablen Zugriff auf Radiostationen per Mausklick.<\/p>\n<p><strong>Internetradio im Windows Media Player &#8211; noch da, aber gut versteckt!<\/strong><\/p>\n<p>Der Windows Media Player (WMP) 12 besitzt keine Schaltfl\u00e4che, um Internetradio wiederzugeben. Man kann zwar die <em>Alt<\/em>-Taste dr\u00fccken und im Men\u00fc <em>Datei<\/em> den Befehl <em>URL \u00f6ffnen<\/em> w\u00e4hlen Dann l\u00e4sst sich die URL-des Medienservers der Internetradiostation eintippen. Mit diesem Ansatz kann man quasi jede Internetradiostation, die im Internet im Windows Media-Format sendet, empfangen. Geben Sie z. B. die URL <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20110806205619\/http:\/\/gffstream.ic.llnwd.net\/stream\/gffstream_mp3_w69a\">http:\/\/gffstream.ic.llnwd.net\/stream\/gffstream_mp3_w69a<\/a> im Dialogfeld ein, wird z. B. HR3 \u00fcber Internetradio empfangen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"width: 321px; height: 151px;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/URL1.jpg\" alt=\"URL1.jpg\" width=\"413\" height=\"214\" \/><\/p>\n<p>Wird der Sender wiedergegeben, k\u00f6nnen Sie die Listenanzeige im WMP 12 aktivieren und den Sendereintrag ggf. in eine Wiedergabeliste aufnehmen. Auf diese Weise lassen sich individuelle Zusammenstellungen von Internetradiostationen anlegen. Aber es geht noch mehr. Im WMP 12 ist nach wie vor eine Funktion enthalten, um komfortabel Internetradio zu h\u00f6ren. Microsoft hat das Ganze aber (seit dem WMP 11) etwas versteckt.<\/p>\n<p>Starten Sie den Windows Media Player 12 und stellen Sie sicher, dass eine Internetverbindung besteht.<\/p>\n<ol>\n<li>Klicken Sie in der linken unteren Ecke Windows Media Player-Fensters auf die Schaltfl\u00e4che <em>Media Guide<\/em>.<\/li>\n<li>Der Windows Media Player stellt jetzt eine Verbindung zur Website <em>windowsmedia.com<\/em> her und zeigt diese im Programmfenster an.<\/li>\n<li>Klicken Sie am rechten Rand des Angebots auf den Hyperlink <em>Internetradio<\/em>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"width: 587px; height: 346px;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/webradio3.jpg\" alt=\"webradio3.jpg\" width=\"673\" height=\"400\" \/><\/li>\n<li>In der dann angezeigten Webseite k\u00f6nnen Sie die Hyperlinks mit den Genres anklicken und sich zu den Radiostationen durchklicken.<\/li>\n<li>Bei einem gefundenen Sendereintrag l\u00e4sst sich der Hyperlink <em>Anh\u00f6ren<\/em> zur Wiedergabe anw\u00e4hlen. Der Hyperlink <em>Gehe zu<\/em> erm\u00f6glicht die Webseite der Radiostation abzurufen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/webradio4.jpg\" alt=\"webradio4.jpg\" width=\"450\" height=\"276\" \/><\/p>\n<p style=\"background-color: #f0fcff;\"><strong>Tipp:<\/strong> In der Stationsliste finden Sie auch einen Hyperlink <em>Radiosender suchen<\/em>. Diese \u00f6ffnet eine Seite mit einem Suchformular, in der Sie gezielt nach Genre, Sprache, Region oder Begriffen nach Radiostationen suchen k\u00f6nnen. Manche Stationen erfordern explizit, das Radioprogramm \u00fcber deren Webseite abzurufen. Dann fehlt der Wiedergabe-Link. Auch hier gilt: Achten Sie beim Abrufen von Internetradiostationen im eigenen Interesse darauf, dass Ihnen keine separaten Plug-Ins bzw. ActiveX-Controls zum Abspielen der Musik installiert werden. Neben einer m\u00f6glichen Kostenfalle durch ein bei der Installation eingegangenes Abonnement kommt der Sicherheitsaspekt bei der Installation solcher Komponenten ins Spiel. Bekanntere und seri\u00f6se Stationen werden ihr Material im Windows Media-Format streamen, so dass keine Notwendigkeit zur Installation von Zusatzkomponenten besteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4hm, kann ich vielleicht auch Internetradio aufnehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Mitschneiden (Recording) von Internetradiostationen wird durch den Windows Media Player nicht unterst\u00fctzt. Sie m\u00fcssen auf Programme von Drittherstellern ausweichen. Allerdings gibt es da ein klitzekleines Problem: Vieles von dem \"Schrott\", was da in der Welt rumfliegt, tut es nun ganz und gar nicht unter Windows 7 oder f\u00fchrt zu allerlei Problemen. Die Programme lassen sich ggf. nicht installieren, verlangen zum Betrieb Administratorenrechte oder zernageln Windows bzw. das DirectShow-Filtersystem. Das recht beliebte ClipInc. der Firma Tobit war z. B. in der von mir im August 2007 (noch unter Windows Vista) getesteten Fassung so ein Kandidat (und auch in den Microsoft Social.Answers-Foren taucht ClipInc als Sorgenkind unter Windows 7 auf). Der interne Server (wird zum Aufzeichnen gebraucht) l\u00e4uft als Dienst und bereitet u. U. Probleme beim Zugriff auf Dateien. Und bei der ClipInc-Deinstallation bleiben nicht selten \"Leichen\" im System zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Plug-In Steamripper konnte in Verbindung mit dem Player WinAmp ebenfalls Internetradio mitschneiden. Vorteilhaft, da sich auch Real Media-Streams empfangen lassen. Allerdings ist mein Windows auch eine \"WinAmp-freie Zone\" (es gab in der Vergangenheit zu viel \u00c4rger mit dem Teil). Und neben Media Player Classic sowie VLC Media Player brauch ich nicht noch einen weiteren Player. Bei den letztgenannten Playern gibt es \u00fcbrigens auch die M\u00f6glichkeit, Streams aus dem Internet zu h\u00f6ren &#8211; und man kann DirectShow-Filterketten einbinden, um diese Streams zu speichern. Aber so wirklich prickelnd ist das alles nicht.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nlicher Tipp: Schauen Sie sich das kleine Programm <em>Screamer<\/em> an. Dieser \"Schreihals\" ist die Entwicklung eines schwedischen Systementwicklers, der dieses als Freeware unter www.screamer-radio.com zum Download anbietet. Die ben\u00f6tigte ZIP-Datei ist etwas \u00fcber 700 KByte gro\u00df und l\u00e4sst sich in einen lokalen Ordner entpacken. Anschlie\u00dfend braucht das Programm noch nicht mal installiert zu werden &#8211; einfach eine Verkn\u00fcpfung auf den Desktop ziehen und fertig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/webradio5.jpg\" alt=\"webradio5.jpg\" width=\"378\" height=\"220\" \/><\/p>\n<p>Das Programm ist recht einfach zu nutzen. Im Men\u00fc <em>Vorlagen<\/em> findet sich gleich eine ganze Reihe an Internetsendern und spezielle Sender lassen sich \u00fcber deren URL \u00fcber das Men\u00fc <em>Datei<\/em> und den Befehl <em>URL \u00f6ffnen<\/em> abrufen. Bei Bedarf k\u00f6nnen so Sender auch als Favoriten definiert werden. Dann braucht nur noch die <em>Rec<\/em>-Schaltfl\u00e4che\u00a0 (&gt;)angeklickt zu werden, und schon l\u00e4uft der Radio-Stream als MP3-Datei auf die Platte. \u00dcbertr\u00e4gt der Radiosender ID3-Tags im MP3-Stream, werden diese zur Clip-Trennung und zur Benennung der Dateien benutzt.<\/p>\n<p>Allerdings scheinen manche Radiosender, die Internetradio anbieten, diese ID3-Tags mit den Titelinformationen herauszufiltern. Die Songs m\u00fcssen separat aufgenommen und sp\u00e4ter ggf. mit AudaCity oder anderen Audioeditioren beschnitten werden. Dabei lassen sich auch ID3-Tags einpflegen. Dieses Beschneiden ist i. d. R. sowieso erforderlich, da die Moderatoren liebend gerne endlos in den Titelanfang reinquatschen. Bis auf kleine Macken arbeitet das Programm tadellos.<\/p>\n<p style=\"background-color: #f0fcff;\"><strong>Tipp:<\/strong> Wer ohne Screamer mit dem Windows Media Player Webradio h\u00f6rt und direkt aufnehmen will, kann dies ggf. \u00fcber einen Trick auch unter Windows 7 erreichen. Besorgen Sie sich ein Aufnahmeprogramm wie z. B. No 23-Recorder. Wenn Sie dann den Eingangskanal f\u00fcr das Aufnahmeprogramm \u00fcberpr\u00fcfen, sollte dort der Wert <em>Stereo-Mixer<\/em> auftauchen. Dieser Kanal liefert das an der Soundkarte ausgegebene Audiosignal. Stellen Sie diesen Eingangskanal f\u00fcr die Aufnahme ein, sollte ein Mitschnitt der im Windows Media Player, in YouTube-Videos oder in anderen Anwendungen ausgegebenen Audiosignale m\u00f6glich sein. Der Eingang <em>Stereo-Mixer<\/em> fehlt, sofern Microsoft Audiotreiber installiert sind. Sie m\u00fcssten dann schauen, ob ein Treiber vom Hersteller des Soundchips angeboten wird, der den betreffenden virtuellen Kanal bereitstellt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Lautsprechersymbol im Infobereich der Taskleiste und w\u00e4hlen Sie den Kontextmen\u00fcbefehl <em>Wiedergabeger\u00e4te<\/em>. Auf der gleichnamigen Registerkarte l\u00e4sst sich eine freie Stelle mit einem Rechtsklick anw\u00e4hlen. Dann k\u00f6nnen Sie im Kontextmen\u00fc den Befehl <em>Deaktivierte Ger\u00e4te<\/em> anw\u00e4hlen, um den Eingang ggf. einzublenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umsteiger von Windows XP fragen gelegentlich, wie sich Internetradio unter Windows 7 nutzen l\u00e4sst. 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