{"id":306479,"date":"2024-11-27T02:29:10","date_gmt":"2024-11-27T01:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=306479"},"modified":"2024-11-27T02:29:10","modified_gmt":"2024-11-27T01:29:10","slug":"interpol-operation-serengeti-fuehrt-zu-1-006-festnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/11\/27\/interpol-operation-serengeti-fuehrt-zu-1-006-festnahmen\/","title":{"rendered":"Interpol Operation Serengeti f\u00fchrt zu 1.006 Festnahmen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>In der Operation \"Serengeti\" haben Beh\u00f6rden in Afrika unter Koordination von INTERPOL und AFRIPOL einen Schlag gegen Strukturen von Cyber-Kriminellen gef\u00fchrt. Bei Razzien wurden 1.006 Verd\u00e4chtige verhaftet und 134 089 b\u00f6sartige Infrastrukturen und Netzwerke zerschlagen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Serengeti kennt man eigentlich nur als Nationalpark in Tansania, wenn ich richtig informiert bin. INTERPOL und AFRIPOL haben diesen Namen aber auch f\u00fcr eine unl\u00e4ngst <a href=\"https:\/\/www.interpol.int\/News-and-Events\/News\/2024\/Major-cybercrime-operation-nets-1-006-suspects\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">durchgef\u00fchrte Operation<\/a> im Bereich Cyber-Kriminalit\u00e4t verwendet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.interpol.int\/News-and-Events\/News\/2024\/Major-cybercrime-operation-nets-1-006-suspects\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/hPZvVBBX\/image.png\" alt=\"Serengeti\" width=\"524\" height=\"532\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Operation Serengeti fand zwischen dem 2. September und dem 31. Oktober 2024 statt. Sie richtete sich gegen Cyber-Kriminelle, die hinter Ransomware, Kompromittierung von Gesch\u00e4fts-E-Mails (BEC), digitaler Erpressung und Online-Betrug stecken. Das sind allesamt Bedrohungen, die im Bericht zur Bewertung der Cyber-Bedrohungslage in Afrika 2024 genannt werden.<\/p>\n<p>In der Operation gingen Beh\u00f6rden in 19 afrikanischen L\u00e4ndern in einer gemeinsamen Operation von INTERPOL und AFRIPOL gegen Cyberkriminalit\u00e4t vor. Die von den teilnehmenden L\u00e4ndern an INTERPOL \u00fcbermittelten Informationen \u00fcber laufende F\u00e4lle flossen in 65 Cyber-Analyseberichte ein, die erstellt wurden, um sicherzustellen, dass die Ma\u00dfnahmen vor Ort erkenntnisgest\u00fctzt sind und sich auf die wichtigsten Akteure konzentrieren.<\/p>\n<p>Bei der Auswertung bzw. w\u00e4hrend der Operation wurden mehr als 35.000 Opfer identifiziert. Die so gesammelten F\u00e4lle waren weltweit mit finanziellen Verlusten in H\u00f6he von fast 193 Millionen US-Dollar verbunden. Am Ende der Operation konnte INTERPOL die Verhaftung von 1.006 Verd\u00e4chtiger vermelden. Zudem seien 134.089 b\u00f6sartige Infrastrukturen und Netzwerke zerschlagen worden, hei\u00dft es in der <a href=\"https:\/\/www.interpol.int\/News-and-Events\/News\/2024\/Major-cybercrime-operation-nets-1-006-suspects\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung<\/a>.<\/p>\n<p>Partner aus dem privaten Sektor, darunter Internetdienstanbieter, spielten ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie Informationen weitergaben, Analysen unterst\u00fctzten und kriminelle Aktivit\u00e4ten unterbanden.<\/p>\n<p>Valdecy Urquiza, Generalsekret\u00e4r von INTERPOL, sagte: \"Von Multi-Level-Marketing-Betr\u00fcgereien bis hin zu Kreditkartenbetrug in industriellem Ausma\u00df &#8211; die zunehmende Zahl und Raffinesse von Angriffen auf die Internetkriminalit\u00e4t gibt Anlass zu ernster Sorge.<\/p>\n<p>Die Operation Serengeti zeigt, was wir erreichen k\u00f6nnen, wenn wir zusammenarbeiten, und allein diese Verhaftungen werden unz\u00e4hlige potenzielle k\u00fcnftige Opfer vor echtem pers\u00f6nlichem und finanziellem Leid bewahren. Wir wissen, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist, und deshalb werden wir weiterhin gegen diese kriminellen Gruppen weltweit vorgehen.\"<\/p>\n<p>Botschafter Jalel Chelba, der Exekutivdirektor von AFRIPOL, sagte: \"Durch Serengeti hat AFRIPOL die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Strafverfolgung in den Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union erheblich verbessert. Wir haben wichtige Verhaftungen erm\u00f6glicht und den Einblick in Trends der Internetkriminalit\u00e4t vertieft. Wir konzentrieren uns jetzt auch auf neue Bedrohungen wie KI-gesteuerte Malware und fortgeschrittene Angriffstechniken.\"<\/p>\n<h2>Einblicke in F\u00e4lle<\/h2>\n<p>In Kenia konnten die Beamten einen Fall von Online-Kreditkartenbetrug aufkl\u00e4ren, bei dem ein Schaden von 8,6 Mio. USD entstanden war. Die Gelder wurden durch betr\u00fcgerische Skripte gestohlen, die nach \u00c4nderung des Sicherheitsprotokolls des Bankensystems ausgef\u00fchrt wurden. Die Gruppe von Cyber-Kriminelle leitete die Gelder umgehend \u00fcber SWIFT an Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Nigeria und China und anschlie\u00dfend an Institutionen f\u00fcr digitale Verm\u00f6genswerte, die in mehreren L\u00e4ndern regulierte Handels- und Finanzdienstleistungen anbieten, weiter.<\/p>\n<p>Bislang wurden fast zwei Dutzend Personen verhaftet.\u00a0Acht Personen, darunter f\u00fcnf chinesische Staatsangeh\u00f6rige, wurden im Senegal wegen eines Online-Ponzi-Schemas im Wert von 6 Mio. USD verhaftet, von dem 1.811 Opfer betroffen waren. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung wurden \u00fcber 900 SIM-Karten, 11.000 USD in bar, Telefone, Laptops und Kopien der Personalausweise der Opfer gefunden.<\/p>\n<p>Die nigerianischen Beh\u00f6rden haben einen Mann verhaftet, der beschuldigt wird, Online-Investitionsbetrug betrieben zu haben. Es wird vermutet, dass er mehr als 300.000 USD verdient hat, indem er seine Opfer \u00fcber Messaging-Plattformen mit falschen Versprechungen von Kryptow\u00e4hrungsrenditen gelockt hat.<\/p>\n<p>In Kamerun haben die Beh\u00f6rden eine Gruppe verhaftet, die im Verdacht steht, Opfer aus sieben verschiedenen L\u00e4ndern gehandelt zu haben, um einen Multi-Level-Marketing-Betrug durchzuf\u00fchren. Nach Zahlung eines \u201eMitgliedsbeitrags\" wurden den Opfern Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten oder Schulungen versprochen, aber sobald sie in Kamerun waren, wurden sie gefangen gehalten und mussten andere in das System locken, um ihre Freiheit zu erlangen. Ersten Sch\u00e4tzungen zufolge hatte die Gruppe bereits mindestens 150.000 USD an Geb\u00fchren kassiert.<\/p>\n<p>Angolanische Ermittler haben eine internationale kriminelle Gruppe ausgehoben, die in Luanda ein virtuelles Casino betrieb. Die Gruppe, die es vor allem auf brasilianische und nigerianische Spieler abgesehen hatte, betrog Hunderte von Menschen \u00fcber ihre Online-Plattform, indem sie Mitgliedern, die neue Abonnenten anwarben, einen Anteil an den Gewinnen anbot. Rund 150 Personen wurden verhaftet, und die Beamten beschlagnahmten 200 Computer und mehr als 100 Mobiltelefone.<\/p>\n<p>Die Operation Serengeti wurde mit finanzieller Unterst\u00fctzung des britischen Foreign, Commonwealth and Development Office, des deutschen Ausw\u00e4rtigen Amts und des Europarats durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Operation \"Serengeti\" haben Beh\u00f6rden in Afrika unter Koordination von INTERPOL und AFRIPOL einen Schlag gegen Strukturen von Cyber-Kriminellen gef\u00fchrt. 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