{"id":308122,"date":"2025-01-28T17:31:26","date_gmt":"2025-01-28T16:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=308122"},"modified":"2025-01-28T17:31:26","modified_gmt":"2025-01-28T16:31:26","slug":"stimmen-zum-world-data-privacy-day-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/01\/28\/stimmen-zum-world-data-privacy-day-2025\/","title":{"rendered":"Stimmen zum World Data Privacy Day 2025"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Der Data Privacy Day (in Europa als Datenschutztag bekannt) findet jedes Jahr am 28. Januar statt. Ziel des Datenschutztages ist es, das Bewusstsein f\u00fcr den Schutz der Privatsph\u00e4re zu sch\u00e4rfen und bew\u00e4hrte Verfahren f\u00fcr den Datenschutz zu f\u00f6rdern. Er wird derzeit in den Vereinigten Staaten, Kanada, Katar, Nigeria, Israel und 47 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern begangen. In diesem Kontext sind mir zahlreiche Meldungen zu diesem Thema zugegangen. Ich ziehe nachfolgend mal einige Hinweise &#8211; quasi als Erinnerung &#8211; zu diesem Thema zusammen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Vernetzte Datenstr\u00f6me und KI<\/h2>\n<p>Matt Ausman, Chief Information Officer bei Zebra Technologies weist darauf hin, dass mit der wachsenden Zahl vernetzter Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt auch eine Zunahme vernetzter Datenstr\u00f6me verbunden sei. Dies f\u00f6rdert Aspekte wie die Transparenz von Verm\u00f6genswerten und die intelligente Automatisierung, erfordert jedoch gleichzeitig angemessene Datenschutzma\u00dfnahmen zum Wohle des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und Kunden.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit generativer KI ist Datenschutz zu einem zentralen Thema geworden \u2013 sowohl hinsichtlich der Eingabe sensibler Daten in KI-Eingabemasken als auch in Bezug auf die Extrahierung \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher oder urheberrechtlich gesch\u00fctzter Daten. Gleichzeitig stellen faktische Fehler und sogenannte Halluzinationen in den Ergebnissen der generativen KI nach wie vor ein Problem dar. Deshalb m\u00fcssen Diskussionen \u00fcber Datenschutz und Datensicherheit mit \u00dcberlegungen zu sicherem Datenaustausch und hoher Datenqualit\u00e4t in Einklang gebracht werden.<\/p>\n<p>Da Unternehmen erhebliche Investitionen in generative KI-Tools t\u00e4tigen, sollte man sich immer mehr bewusst werden, dass KI-Governance, Daten-Governance, IT, Sicherheit und Recht eng zusammenarbeiten m\u00fcssen. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz von Gesch\u00e4fts- und Kundendaten sowie der Vertraulichkeit zu schaffen und gleichzeitig den Mitarbeitern Freir\u00e4ume f\u00fcr die Nutzung generativer KI-Tools zu lassen. Dar\u00fcber hinaus sollen Kunden von den Vorteilen bei Eink\u00e4ufen und anderen Interaktionen mit Unternehmen profitieren.<\/p>\n<h2>Datenschutz und Privatsph\u00e4re f\u00fcr Logistikunternehmen<\/h2>\n<p>Andre Luecht, Global Strategy Lead f\u00fcr Transport und Logistik bei Zebra Technologies, greift in seinem Statement die Themen\u00a0Datenschutz und Privatsph\u00e4re auf, die f\u00fcr Logistik- und Postunternehmen h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben m\u00fcssen. Sicherheitsma\u00dfnahmen und Richtlinien m\u00fcssen die Daten sch\u00fctzen, die auf zentralen ERP- und CRM-Systemen, in lokalen Zweigstellen sowie bei Zustellern und Haushaltslieferungen gespeichert sind.<\/p>\n<p>Sorgen bereitet Luecht die Situation der Zustellfahrer und Postangestellten. Es gibt immer noch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter verpflichten, private Mobiltelefone zu nutzen \u2013 Ger\u00e4te, die oft nicht den notwendigen Schutz vor Daten- und Softwaresicherheitsrisiken bieten k\u00f6nnen, das in einem professionellen Umfeld jedoch erforderlich ist. Dazu z\u00e4hlen regelm\u00e4\u00dfige Software-Updates, zugelassene Anwendungen, sichere WLAN-Verbindungen und ein IT-gest\u00fctztes Flottenmanagement.<\/p>\n<p>Manche Unternehmen sparen zudem, indem sie die g\u00fcnstigsten Ger\u00e4te auf dem Markt kaufen, was langfristig kostspielig werden kann \u2013 sei es durch Sicherheitsl\u00fccken oder den Schaden f\u00fcr ihren Ruf des Unternehmens. Hinzu kommt, dass Saison- und Zeitarbeiter nach ihrem Ausscheiden oft private Ger\u00e4te mitnehmen, die m\u00f6glicherweise eine Vielzahl sensibler Kundendaten enthalten.<\/p>\n<p>Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt m\u00fcssen sicher mit Kollegen, Kunden und dem Unternehmen kommunizieren k\u00f6nnen, da sie im Umgang mit pers\u00f6nlichen und gesch\u00e4ftlichen Daten an vorderster Front stehen.<\/p>\n<h2>Datenschutz und Privatsph\u00e4re im Gesundheitswesen<\/h2>\n<p>Einen kritischen Punkt spricht\u00a0Kassaundra McKnight-Young, Chief Nursing Informatics Officer und Branchenleiterin im Gesundheitswesen bei Zebra Technologies an, indem festgestellt wird, dass\u00a0Datenschutz und Privatsph\u00e4re ganz oben auf der Agenda von CIOs, IT-Verantwortlichen und Rechtsabteilungen im Gesundheitswesen stehen (wobei ich da ein \"sollten\" anf\u00fcgen w\u00fcrde). Immer wieder ist von Gesundheitsorganisationen, die Opfer von Hackerangriffen oder Ransomware-Attacken geworden sind, bei denen Daten gestohlen und im Darknet verkauft oder L\u00f6segeld f\u00fcr die Entschl\u00fcsselung gefordert wird, zu h\u00f6ren. Da war wohl Datenschutz und Privatsph\u00e4re nicht an erster Stelle bei den Verantwortlichen.<\/p>\n<p>Die Folgen solcher Angriffe sind gravierend. Blockierter Zugang zu Systemen und Patientenakten kann die Versorgung erheblich beeintr\u00e4chtigen und das Vertrauen in die Einrichtung zerst\u00f6ren. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrt der Verkauf pers\u00f6nlicher Patientendaten im Internet zu Identit\u00e4tsdiebstahl. F\u00fcr betroffene Organisationen k\u00f6nnen hohe Kosten entstehen, darunter L\u00f6segeldzahlungen, Wiederherstellungskosten, Anwaltsgeb\u00fchren und potenzielle Bu\u00dfgelder aufgrund von Regelverst\u00f6\u00dfen.<\/p>\n<p>Es gibt auch Berichte \u00fcber Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die pers\u00f6nliche Mobiltelefone und Messaging-Apps verwenden, um vertrauliche Patientendaten, Testergebnisse und medizinische Dokumente zu bearbeiten. Das bedeutet, dass pers\u00f6nliche Patientendaten auf Mobiltelefonen gespeichert sind, die f\u00fcr die IT-Teams des Krankenhauses weder sichtbar noch kontrollierbar sind. Au\u00dferdem gibt es so keine M\u00f6glichkeit, zu erfahren, ob Daten au\u00dferhalb des klinischen Umfelds gespeichert und weitergegeben werden.<\/p>\n<p>Es sei h\u00f6chste Zeit, dass Gesundheitseinrichtungen in sichere, unternehmensgerechte Mobilger\u00e4te investieren,\u00a0die sowohl die Geschwindigkeit und Flexibilit\u00e4t bieten, die medizinisches Personal ben\u00f6tigt, wenn es um die Erfassung, den Zugriff und die Weitergabe von Patientendaten geht, als auch den Schutz der Patientendaten, findet Kassaundra McKnight-Young. Die Risiken ungesicherter Ger\u00e4te und die Kosten, die dadurch entstehen, sind einfach zu hoch.<\/p>\n<h2>Kundenbindung &amp; Co. im Handel<\/h2>\n<p>Im Handel feiern Modelle zur Benutzerdatenerfassung fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde.\u00a0Matthew Guiste, Global Retail Strategy Director bei Zebra Technologies, geht daher auf\u00a0Kundenbindungsprogramme, Self-Checkout, kontaktloses Bezahlen oder die Lieferung von Lebensmitteln nach Hause ein. Alle diese Innovationen basieren auf einem sicheren und kontrollierten Datenaustausch, der f\u00fcr ein hochwertiges Einkaufserlebnis und Vertrauen sorgen soll. Kunden w\u00fcnschen sich angeblich effiziente Einkaufserlebnisse, ihre bevorzugten Produkte im Regal und bequeme Zahlungsm\u00f6glichkeiten. Das erfordert Investitionen der Einzelh\u00e4ndler in sichere Technologien, die Vertrauen in die Marke st\u00e4rken, ist sich Guiste sicher.<\/p>\n<p>Laut der aktuellen Zebrab Global Shopper Study geben 78 % der Verbraucher in Europa (79 % in Nordamerika, 80 % in Lateinamerika, 81 % in der APAC-Region) an, dass sie Einzelh\u00e4ndlern beim Schutz ihrer pers\u00f6nlichen Daten vertrauen. Dieses Vertrauen ist generationen\u00fcbergreifend hoch: 80 % bei der Generation Z, 77 % bei Millennials, 79 % bei der Generation X und 81 % bei den Babyboomern. Das zeigt, dass Einzelh\u00e4ndler in der Vergangenheit vieles richtig gemacht haben \u2013 dennoch gibt es noch Potenzial, das Vertrauen der K\u00e4ufer weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<blockquote><p>Meine Meinung dazu: Ziemlich blau\u00e4ugig, darauf zu vertrauen, dass Daten bei den Discountern in Einkaufs- und Rabatte-Apps sicher und privat sind. Da wird ein Datenschatz gehoben. Die Woche noch auf dem Einwohnermeldeamt der Kommune der Weitergabe meiner Daten widersprochen, weil zu krude Werbung kommt. O-Ton der Verwaltungsangestellten: Haben Sie Payback oder die Shopping-Apps von Edeka, Rewe etc.? Habe ich nat\u00fcrlich nicht.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Nutzung von KI und Cybersicherheit<\/h2>\n<p>Srikrishna Shankavaram, Principal Cybersecurity Architect bei Zebra Technologies, schaut auf KI und Cybersicherheit. Die zunehmende Nutzung von KI bringt beispiellose Herausforderungen f\u00fcr die Cybersicherheit mit sich. KI erm\u00f6glicht es Angreifern, komplexe Attacken in gro\u00dfem Umfang durchzuf\u00fchren. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Phishing-Angriffen, die sich oft gegen normale B\u00fcrger und Angestellte richten.\u00a0Dabei wird KI verwendet, um hochgradig personalisierte und \u00fcberzeugende Nachrichten zu erstellen, die den Erfolg solcher Angriffe erheblich steigern.<\/p>\n<p>Neue Bedrohungen durch KI zeigen sich auch in der Kompromittierung von Unternehmens-E-Mails (BEC). Dabei analysieren KI-gesteuerte Tools E-Mail-Muster und replizieren Kommunikationsstile, wodurch solche Angriffe \u00fcberzeugender werden als je zuvor. Opfer werden dazu gebracht, betr\u00fcgerische Transaktionen zu autorisieren oder sensible Daten preiszugeben, was zu erheblichen finanziellen und betrieblichen Verlusten f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine weitere Gefahr sind Deepfakes. Fortschritte im maschinellen Lernen und bei neuronalen Netzen haben die Erstellung hyperrealistischer F\u00e4lschungen erleichtert. Von der Nachahmung von Stimmen bis hin zur Erzeugung lebensechter Videof\u00e4lschungen stellen Deepfakes ein erhebliches Risiko f\u00fcr Fehlinformationen, Betrug und Datenschutzverletzungen dar. Der Missbrauch dieser Technologien bedroht Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen und stellt die Integrit\u00e4t der digitalen Kommunikation infrage.<\/p>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen angesichts dieser Bedrohungen umfassende Strategien entwickeln, um Daten, Mitarbeiter und Kunden zu sch\u00fctzen. Strenge Datenschutzma\u00dfnahmen, obligatorische Cybersicherheitsschulungen und der Einsatz innovativer Technologien sind entscheidend, um neuen Risiken wie KI-gest\u00fctztem Phishing oder Deepfakes entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>Der Schutz von Kundendaten st\u00e4rkt die Loyalit\u00e4t und verschafft Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. W\u00e4hrend sich die KI weiterentwickelt, muss die Cybersicherheitsgemeinschaft ihr Wissen und ihre Werkzeuge nutzen, um Bedrohungen proaktiv zu erkennen und abzuwehren. Proaktive Verteidigungsstrategien, kombiniert mit Bildung und Innovation, sind unerl\u00e4sslich, um die Herausforderungen zu meistern, die die KI im Bereich der Cybersicherheit f\u00fcr den Datenschutz mit sich bringt.<\/p>\n<p>Eigentlich hatte ich die Hoffnung, am Datenschutztag 2025 \"es ist besser geworden\", postulieren zu k\u00f6nnen. Der obige Abriss zeigt aber, dass \u00fcberall neue Herausforderungen und Gefahren lauern. Der Beitrag ist daher auch eine Art Erinnerung, wachsam zu bleiben und m\u00f6glichst datensparsam zu agieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Data Privacy Day (in Europa als Datenschutztag bekannt) findet jedes Jahr am 28. Januar statt. Ziel des Datenschutztages ist es, das Bewusstsein f\u00fcr den Schutz der Privatsph\u00e4re zu sch\u00e4rfen und bew\u00e4hrte Verfahren f\u00fcr den Datenschutz zu f\u00f6rdern. Er wird &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/01\/28\/stimmen-zum-world-data-privacy-day-2025\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[426],"tags":[451,4328],"class_list":["post-308122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sicherheit","tag-datenschutz","tag-sicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=308122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308122\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=308122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=308122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=308122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}