{"id":309733,"date":"2025-03-25T12:38:39","date_gmt":"2025-03-25T11:38:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=309733"},"modified":"2025-07-01T15:39:39","modified_gmt":"2025-07-01T13:39:39","slug":"mindfactory-insolvenz-bestaetigt-kundenvertrauen-sinkt-bei-cyberport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/03\/25\/mindfactory-insolvenz-bestaetigt-kundenvertrauen-sinkt-bei-cyberport\/","title":{"rendered":"Mindfactory-Insolvenz best\u00e4tigt; Kundenvertrauen sinkt bei Cyberport"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Recht\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Para.jpg\" alt=\"Paragraph\" width=\"91\" height=\"88\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Das R\u00e4tselraten \u00fcber einen Insolvenzantrag des Elektronik-Versenders Mindfactory ist beendet. Das Unternehmen hat ein \"Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung\" zur Sanierung best\u00e4tigt. Derweil mehren sich Klagen von Cyberport-Kunden \u00fcber schlechten Kundensupport und das Vertrauen schwindet wohl. Hier k\u00f6nnten Sanierungen bei der Muttergesellschaft Hubert Burda Medien die Ursache sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Mindfactory-Insolvenz in Eigenverantwortung<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f1e04b02be954012843fa8f428190118\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mindfactory\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mindfactory GmbH<\/a> ist ein Online-Versandhandel f\u00fcr Unterhaltungselektronik mit einem Ladengesch\u00e4ft am Sitz in Wilhelmshaven. Auf der Webseite des Unternehmens lassen sich Computerbauteile, aber auch Notebooks, PCs, Monitore etc. online ordern. Das Unternehmen wird in der Liste der 100 umsatzst\u00e4rksten Online-Shops Deutschlands gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/k4F9rw56\/image.png\" alt=\"Mindfactory\" width=\"640\" height=\"540\" \/><\/p>\n<p>Im Blog-Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/03\/20\/mindfactory-in-wirtschaftlichen-schwierigkeiten\/\">Mindfactory in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Insolvenz beantragt?<\/a> hatte ich vorige Woche (20. M\u00e4rz 2025) Berichte zitiert, die von wirtschaftlichen Schwierigkeiten beim Online-Versender f\u00fcr Elektronik (Notebooks, Rechnerbauteile etc.) ausgingen.<\/p>\n<h3>Ger\u00fcchte \u00fcber wirtschaftliche Probleme<\/h3>\n<p>Ger\u00fcchte \u00fcber wirtschaftliche Probleme gab es ja l\u00e4nger, da Kunden oft sehr lange auf Gutschriften aus Retouren oder Reklamationen beklagten. Dann fiel auf, dass im Shop pl\u00f6tzlich bestimmte Waren beworben aber nicht mehr bestellbar waren. Schlussendlich wurde der Shop im M\u00e4rz 2025 zur\u00fcckgesetzt und Kunden mussten sich neu registrieren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gab es die Information von PCGH, dass Mindfactory Ende Februar 2025 einen Insolvenzantrag gestellt habe. PCGH bezog sich auf einen Registerauszug der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Eine Meldung eines zust\u00e4ndigen Insolvenzgerichts \u00fcber einen Insolvenzantrag gab es aber nicht.<\/p>\n<blockquote><p>Um der Leserschaft mal einen Eindruck zu geben, mit welchen Idioten du es als Blogger zu tun hast, eine kurze Episode. Im Kommentarbereich schlug ein Text ein, wo jemand sich als \"Vertreter einer Anwaltskanzlei\" ausgab, das Ganze als Fake-Story betitelte, die L\u00f6schung forderte und mit 10.000 Euro Abmahnung drohte. Durch meine Filter landete der Kommentar in der Moderation und ich habe diesen nach kurzer Pr\u00fcfung als \"abgesetzt von einem ziemlich armen W\u00fcrstchen, der sich mal wichtig machen und Angst sch\u00fcren wollte\" schlicht gel\u00f6scht (es passte zu vieles bei diesem Kommentar nicht). Nat\u00fcrlich pr\u00fcft man in solchen Augenblicken seinen Text, ob der juristisch angreifbar ist &#8211; was ich verneinen konnte. Dass hinter dem Blog-Beitrag insofern Substanz war, versteht sich von selbst. Ich konnten den geschw\u00e4rzten Creditreform-Auszug einsehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Daher wurde ger\u00e4tselt, was bei Mindfactory los sei &#8211; zumal der Online-Shop nach dem Neustart wieder Ware anbietet. Meine letzte Information, die sich auch in meinem oben verlinkten Blog-Beitrag befindet, lautete, dass m\u00f6glicherweise die Wortmann AG als Investor mit eingestiegen sei.<\/p>\n<h3>Mindfactory best\u00e4tigt Insolvenzverfahren<\/h3>\n<p>Nun hat das Unternehmen selbst die Einleitung eines \"Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung\" zur Sanierung best\u00e4tigt. Es gibt eine <a href=\"https:\/\/www.pressebox.de\/inaktiv\/mindfactory-ag\/bei-mindfactory-laeufts-wieder-rund\/boxid\/1241916\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a> einer \"Mindfactory AG\", die aber in der Pressebox nicht allgemein freigegeben wurde. Es hei\u00dft dort, dass die Wilhelmshavener Mindfactory GmbH Ende Februar ein sogenanntes Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet habe, um ihre Finanzierung neu zu ordnen. Offenbar hat das Unternehmen einen entsprechenden Antrag beim zust\u00e4ndigen Insolvenzgericht eingereicht und die Genehmigung f\u00fcr ein Eigenverwaltungsverfahren wurde erteilt.<\/p>\n<p>Eigenverwaltungsverfahren (nach \u00a7 270a InsO) ist ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eigenverwaltung_(Deutschland)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Insolvenzverfahren<\/a>, bei dem der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer unter der Aufsicht eines Sachwalters letztlich die Aufgaben eines Insolvenzverwalters \u00fcbernimmt und damit selbst den Sanierungskurs unter Ber\u00fccksichtigung der Gl\u00e4ubigerinteressen bestimmt.<\/p>\n<p>Mindfactory schreibt, dass man als Unternehmen einige Tage ben\u00f6tigt, um die erforderlichen organisatorischen Ma\u00dfnahmen umzusetzen, was nun abgeschlossen sei. Die Lieferanten von Mindfactory haben, so die Aussagen, die Lieferungen wieder aufgenommen, und das ohne Vorkasse. Die Lieferanten gew\u00e4hren Mindfactory sogar einen Preisnachlass, um die eingeleitete Sanierung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Das Unternehmen sieht sich auf dem Weg der \"R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t\" &#8211; der Online-Shop ist wie gewohnt ge\u00f6ffnet, die Kunden k\u00f6nnten zunehmend aus dem vollen Sortiment sch\u00f6pfen. PC Games Hardware (PCGH) hatte die Pressemitteilung von Mindfactory gestern in <a href=\"https:\/\/www.pcgameshardware.de\/Wirtschaft-Thema-238882\/News\/Mindfactory-mit-Insolvenzverfahren-in-Eigenverantwortung-1468848\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung:<\/strong> Zum 1. Juli 2025 wurde bekannt, dass heise Mindfactory \u00fcbernimmt, siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/07\/01\/heise-uebernimmt-hardware-haendler-mindfactory\/\">heise \u00fcbernimmt Hardware-H\u00e4ndler Mindfactory<\/a>.<\/p>\n<h2>Kundenvertrauen schwindet bei Cyberport<\/h2>\n<p>Neben Mindfactory ist auch Cyberport ein gro\u00dfer Online-Anbieter von Elektronikkomponenten und Rechnersystemen. Bei Golem las ich im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/gesunkenes-vertrauen-der-kunden-cyberport-hat-offenbar-auch-probleme-2503-194634.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cyberport hat offenbar auch Probleme<\/a>, dass die Unzufriedenheit von Kunden des genannten Anbieters wohl zu nimmt. Es hei\u00dft, dass bestellte Ware nicht kommt, Produkte defekt ausgeliefert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/geizhals.de\/merchants\/cyberport#ratings\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/Gp7fLxfz\/image.png\" alt=\"Cyberport auf Geizhals\" width=\"640\" height=\"493\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/geizhals.de\/merchants\/cyberport#ratings\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00e4uferbewertung von Cyberport auf Geizhals<\/a> ist in den letzten Monaten extrem gesunken und liegt nur noch bei 2.1 von 5. Golem verweist auf <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/handel\/burda-wie-der-verlag-seine-tochter-cyberport-kaputtspart-a-ca0f9a6c-87aa-48e3-9a1c-65b61059f873\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einen Beitrag<\/a> im Manager Magazin (Paywall), der auf\u00a0Sanierungsversuche der Muttergesellschaft Hubert Burda Medien als Ursache verweist.<\/p>\n<p>Insider gehen von einem unter eine Milliarde Euro gesunkenen Umsatz bei Cyberport aus. Es wird kolportiert, dass \"Warenbestand und Logistik in Schieflage geraten seien und dann die Kundenbasis erodiere\". Im Artikel des Manager Magazins hei\u00dft es, dass der Burda-Vorstand Marc Al-Hames, ein ehemaliger McKinsey-Berater, den Onlineh\u00e4ndler Cyberport sanieren soll.<\/p>\n<p>Doch der Ex-McKinsey-Mann vergraule, durch starke Sparma\u00dfnahmen, die Kunden und gef\u00e4hrde seine eigene Karriere. In der IT sei ein Team mit 50 Personen zur Betreuung des neuen Cyberport Warenwirtschaftssystems aufgel\u00f6st worden. Das schl\u00e4gt wohl in der Organisation durch, wo Cyberport-Angestellte nun die Daten im WaWi-System pflegen sollen. Das f\u00fchre zu chaotischen Verh\u00e4ltnissen, da Warenbestand und Online-Shop nicht mehr zuverl\u00e4ssig verkn\u00fcpft seien. Bestellte Waren sind wohl nicht vorhanden, so dass Kunden warten m\u00fcssen. Hoffnung auf schnelle Besserung ist nicht in Sicht &#8211; die IT-Probleme sollen \"bis Weihnachten\" (2025) anhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das R\u00e4tselraten \u00fcber einen Insolvenzantrag des Elektronik-Versenders Mindfactory ist beendet. Das Unternehmen hat ein \"Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung\" zur Sanierung best\u00e4tigt. Derweil mehren sich Klagen von Cyberport-Kunden \u00fcber schlechten Kundensupport und das Vertrauen schwindet wohl. 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