{"id":313270,"date":"2025-07-05T20:39:27","date_gmt":"2025-07-05T18:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=313270"},"modified":"2025-07-07T00:59:21","modified_gmt":"2025-07-06T22:59:21","slug":"s-4-hana-lizenzkosten-senken-und-compliance-optimieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/07\/05\/s-4-hana-lizenzkosten-senken-und-compliance-optimieren\/","title":{"rendered":"S\/4 HANA &#8211; Lizenzkosten senken und Compliance optimieren"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DNxhm89.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/2025\/07\/07\/s-4-hana-reduce-license-costs-and-optimize-compliance\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]Bei der Umstellung auf S\/4HANA und das neue Lizenzmodell von SAP ist eine strategische Optimierung der Nutzerberechtigungen unverzichtbar. Worauf m\u00fcssen Unternehmen bei der Optimierung ihres Berechtigungsmanagements achten?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bj\u00f6rn Rolka, Associate Partner &amp; Manager des Center of Excellence \u201eGovernance, Risk und Compliance\" (GRC) bei Convista, hatte mir bereits vor einiger Zeit einen Beitrag zukommen lassen, der beschreibt, worauf Unternehmen bei der Optimierung ihres Berechtigungsmanagements bei der Umstellung auf S\/4HANA und das neue Lizenzmodell von SAP achten m\u00fcssen und wie sie es so gestalten k\u00f6nnen, dass sie ihre Lizenzkosten senken und zugleich ihre Compliance verbessern. Ich stelle die Informationen mal hier im Blog ein &#8211; vielleicht ist es f\u00fcr einige Leser hilfreich.<\/p>\n<h2>ERP-Suite S\/4HANA von SAP<\/h2>\n<p>Mit S\/4HANA steht Unternehmen eine moderne ERP-Suite mit Schwerpunkt auf der Echtzeit-Datenanalyse und -verarbeitung zur Verf\u00fcgung, die es erm\u00f6glicht, Erkenntnisse aus ihren Daten f\u00fcr Gesch\u00e4ftsentscheidungen zu gewinnen und mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen Prozesse zu automatisieren.<\/p>\n<p>Da der Support und die Wartung f\u00fcr SAP Enterprise Resource Planning (ERP) ausl\u00e4uft, m\u00fcssen SAP-Kunden bis 2027, allersp\u00e4testens bis 2030, auf S\/4HANA migrieren. Bereits jetzt reduziert SAP die Anrechnungen von Altlizenzen j\u00e4hrlich um zehn Prozent, was die Umstellung auf S\/4HANA unaufhaltsam verteuert, wenn die Migration hinausgez\u00f6gert wird.<\/p>\n<h2>SAP-Lizenzkosten auf Basis des Nutzerverhaltens<\/h2>\n<p>Dass die Bemessung der Lizenzkosten bei SAP zuk\u00fcnftig nicht mehr auf Basis des tats\u00e4chlichen Nutzungsverhaltens, sondern der vergebenen Berechtigungen erfolgt, bedeutet, dass zu viele unn\u00f6tige Berechtigungen rasch zu einer teureren Lizenzkategorie f\u00fchren und eine Kostenexplosion zur Folge haben k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus entstehen durch zu viele oder falsche Berechtigungen Compliance-Risiken, weil dies die Gefahr von Sicherheitsvorf\u00e4llen und Verst\u00f6\u00dfen gegen regulatorische Anforderungen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Unternehmen, die den Umstieg auf S\/4HANA planen, sollten deshalb zun\u00e4chst bestehende Strukturen bereinigen und das Berechtigungsmanagement neu strukturieren, bevor der Wechsel zu S\/4HANA erfolgt. Denn mit einer systematischen Optimierung der Berechtigungen k\u00f6nnen Unternehmen die genannten Herausforderungen in Chancen verwandeln.<\/p>\n<h2>Unternehmensrisiken und Lizenzkosten reduzieren<\/h2>\n<p>Eine sauberes Berechtigungsmanagement mit einer korrekten, granularen Zuweisung von Rollen und Berechtigungen ist grundlegend, um sicherzustellen, dass Benutzer nur auf die Daten und Funktionen zugreifen k\u00f6nnen, die sie f\u00fcr die effiziente Erf\u00fcllung ihre Aufgaben ben\u00f6tigen. Dies sorgt daf\u00fcr, dass Mitarbeiter weder in ihren Arbeitsabl\u00e4ufen eingeschr\u00e4nkt werden noch au\u00dferhalb ihrer Kompetenzen agieren, und dass die Sicherheit und Integrit\u00e4t von Unternehmensdaten und -systemen gewahrt bleiben.<\/p>\n<p>Sch\u00e4den durch versehentliches Handeln, wie zum Beispiel die Aufhebung einer Liefersperre oder die falsche Verwendung einer Massenver\u00e4nderungsfunktion, k\u00f6nnen damit verhindert werden. Ebenso wird sichergestellt, dass zum Beispiel Bilanzen nicht gesch\u00f6nt werden, Stakeholdern oder Steuerbeh\u00f6rden ein Schaden entsteht und dem Unternehmen wirtschaftliche und strafrechtliche Konsequenzen drohen. Nicht zuletzt sind Konten mit zu hohen Berechtigungen auch ein Risiko, wenn Accounts durch Cyberangriffe kompromittiert werden, Angreifer dadurch unbemerkt sensible Unternehmensdaten exfiltrieren oder ganze Systeme mit Ransomware infizieren, um ein L\u00f6segeld zu erpressen.<\/p>\n<p>Das Argument, dass Mitarbeiter \u00fcber mehr Berechtigungen verf\u00fcgen sollten als unbedingt notwendig, um m\u00f6glichst breit einsatzbereit zu sein, kann deshalb sowohl aus Compliance- und Sicherheitsgr\u00fcnden kostspielig werden, als auch, wenn diese Berechtigungen auf Grundlage eines alten SAP-Lizenzkosten-Modells vergeben wurden. Da die Lizenzierung bei der technischen Zuweisung von Berechtigungen bisher in den meisten Unternehmen vernachl\u00e4ssigt wurde, m\u00fcssen nun viele ihre Berechtigungsstrukturen \u00fcberpr\u00fcfen und anpassen, um die Kosten unter Kontrolle halten. Nachfolgend finden sich deshalb drei Schritte, mit denen Unternehmen ihre Berechtigungsmanagement optimieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Fahrplan f\u00fcr die Berechtigungsoptimierung<\/h2>\n<h3>Schritt 1: Bestandsaufnahme der Berechtigungen<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst sollten Unternehmen den Status quo analysieren und pr\u00fcfen, welche Berechtigungen derzeit vergeben sind, sowie inaktive Nutzer oder Rollen, die nicht verwendet werden, identifizieren. Hierf\u00fcr k\u00f6nnen sie Analysetools nutzen, um detaillierte Einblicke in ihre Berechtigungen zu erhalten. Tipp: Auch historische Berechtigungen, die \u00fcber Jahre hinweg nicht bereinigt wurden, sollten ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h3>Schritt 2: Optimierung der Berechtigungen<\/h3>\n<p>Im zweiten Schritt sollten Unternehmen f\u00fcr jede Benutzergruppe granular spezifische Rollen mit klaren Berechtigungen definieren und erstellen. Die Vergabe von zu weitreichenden Berechtigungen, die f\u00fcr eine Benutzergruppe nicht einmal ben\u00f6tigt werden, sollte dabei vermieden werden. Dies kann unter Umst\u00e4nden zu einer teureren Lizenzkategorie f\u00fchren. Bei den Rollenbereinigung werden unn\u00f6tige Berechtigungen aus den Rollen entfernt und auf das notwendige Minimum reduziert. Dieser Ansatz folgt dem Need-to-know-Prinzip, einem Sicherheitskonzept im Datenschutz, bei dem der Zugriff auf sensible Daten nur denjenigen Personen gestattet sein sollte, die diese Informationen zwingend f\u00fcr ihre Arbeit ben\u00f6tigen. Die Feinabstimmung der Berechtigungen auf Benutzerebene vermeidet eine \u00dcberlizenzierung und gew\u00e4hrleistet die optimale Ausnutzung der Lizenzen.<\/p>\n<h3>Schritt 3: Implementierung eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses<\/h3>\n<p>Der Einsatz von Monitoring-Tools erm\u00f6glicht es, die Nutzerberechtigungen fortlaufend zu \u00fcberwachen und schnell auf Ver\u00e4nderungen zu reagieren. Zudem sollte eine regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung erfolgen, um sicherzustellen, dass die Berechtigungen den aktuellen Anforderungen des Unternehmens und der SAP-Lizenzierung entsprechen. Mittels automatisierter Zuweisung und \u00dcberpr\u00fcfung von Berechtigungen kann der Administrationsaufwand minimiert werden. Ein klar definierter Eskalationsprozess f\u00fcr \u00dcberberechtigungen spart zudem Zeit und stellt sicher, dass keine neuen Kostenfallen entstehen.<\/p>\n<h2>Was ist das Fazit?<\/h2>\n<p>Die Umstellung auf SAP S\/4HANA bietet Unternehmen eine Gelegenheit, ihre SAP-Berechtigungsstrukturen zu \u00fcberarbeiten und auf den neuesten Stand zu bringen. Durch die Identifizierung und Entfernung unn\u00f6tiger Berechtigungen k\u00f6nnen nicht nur die SAP-Lizenzkosten ma\u00dfgeblich gesenkt werden. Die konsequente Einhaltung von Best Practices im Berechtigungsmanagement minimiert auch Sicherheitsrisiken, verbessert die Transparenz und unterst\u00fctzt bei der Einhaltung von Compliance-Vorgaben.<\/p>\n<p>Frage an die Leserschaft: Ist jemand von dieser Umstellung betroffen? Falls ja, wie seid ihr die obige Fragestellung bzw. Problematik angegangen? Ist ein Berechtigungsmanagement in diesem Bereich Standard?<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/11\/15\/sap-warum-firmen-zgig-auf-sap-s-4hana-umsteigen-sollten\/\" rel=\"bookmark\">SAP: Warum Firmen z\u00fcgig auf SAP S\/4HANA umsteigen sollten<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/13\/eol-fr-sap-ecc-erp-falle-fr-kunden-s4-hana-mangel-an-beratern-und-systemintegratoren\/\" rel=\"bookmark\">EOL f\u00fcr SAP ECC ERP-Falle f\u00fcr Kunden; S4\/HANA-Mangel an Beratern und Systemintegratoren<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/02\/24\/sap-ecc-rp-falle-viele-sap-kunden-ab-2030-ohne-support\/\" rel=\"bookmark\">SAP ECC RP-Falle, viele SAP-Kunden ab 2030 ohne Support?<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[English]Bei der Umstellung auf S\/4HANA und das neue Lizenzmodell von SAP ist eine strategische Optimierung der Nutzerberechtigungen unverzichtbar. 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