{"id":314280,"date":"2025-08-06T14:19:11","date_gmt":"2025-08-06T12:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=314280"},"modified":"2025-08-06T14:25:40","modified_gmt":"2025-08-06T12:25:40","slug":"neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-dicke-fehler-und-mehr-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-dicke-fehler-und-mehr-teil-2\/","title":{"rendered":"Neues zur elektronischen Patientenakte (ePA): Dicke Fehler und mehr &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Gesundheit\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gesundheit-klein.jpg\" alt=\"Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)\" width=\"200\" border=\"0\" \/>In <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-theorien-dicke-fehler-und-mehr\/\">Teil 1<\/a> meiner heutigen Bestandsaufnahme zur elektronischen Patientenakte (ePA) hatte ich ja \u00fcber Fristen, einen Ausfall bei medisign, ein Interview mit einem Landesdatenschutzbeauftragten und den H\u00fcrden bei der Freigabe der ePA in einer Krankenkassen-App berichtet. In nachfolgendem Teil 2 geht um die Idee, dass \u00c4rzte psychisch Kranke zur Aufnahme in eine Polizeidatenbank melden sollen. Es geht\u00a0um \u00c4rzte, die feststellen, dass Arztbriefe per Praxisverwaltungssystem den falschen Patienten in ihre ePA zugeordnet werden k\u00f6nnen. Und Forscher bescheinigen \"wenn die Leute der ePA vertrauen, wird sie auch akzeptiert\", man m\u00fcsste es nur richtig verpacken.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Studie: Patientenfreundliche Sprache erh\u00f6ht ePA-Akzeptanz<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/d1d16df1c90b49e69eb0d7ea60a331b9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Liest man die Ausf\u00fchrungen aus <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-theorien-dicke-fehler-und-mehr\/\">Teil 1<\/a> quer, d\u00fcrfte sich ein normal denkender Mensch zumindest \u00e4u\u00dferst unwohl f\u00fchlen, dass das so alles mit dieser ePA gut geht und sicher ist. Vorbehalte bleiben wohl bei Leuten, die 1+1 zusammen ziehen k\u00f6nnen. Ich bin ja eher eine Mensch, der sich an \"Nicht an ihren Worten, an den Taten sollt ihr sie messen\" h\u00e4lt. Sch\u00f6nsprech hilft nicht, es muss in der Praxis flutschen und gezeigt werden, dass es funktional und sicher ist.<\/p>\n<p>Aber in der heutigen, schnelllebigen Zeit z\u00e4hlen Worte im Sch\u00f6nsprech halt h\u00e4ufig mehr &#8211; und die Entt\u00e4uschung ist, wenn was schief geht, umso gr\u00f6\u00dfer. Wenn Du keine Erwartungen mehr hast, kannst Du eigentlich nicht entt\u00e4uscht werden. Das waren meine Gedanken, als ich bei heise im Artikel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Elektronische-Patientenakte-Transparenz-erhoeht-Akzeptanz-Realitaet-zeigt-Maengel-10509559.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektronische Patientenakte: Transparenz st\u00e4rkt Vertrauen, Realit\u00e4tscheck n\u00f6tig<\/a> auf die Studie <a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/epub\/10.1177\/20552076251351197\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Enhancing uploads of health data in the electronic health record\u2014The role of framing and length of privacy information: A survey study in Germany<\/a> der TU Berlin stie\u00df.<\/p>\n<h3>Es braucht eine Studie &#8211; geliefert, wie bestellt<\/h3>\n<p>Die Fragestellung, die mit 227 Probanden stattfand, stellte sich die Frage, wie kann ich die Bereitschaft zum Bef\u00fcllen der elektronischen Patientenakte durch Patienten und Patientinnen erh\u00f6hen. In der Studie fanden Tests mit verschiedene Varianten sogenannter Privacy Fact Sheets (PFS) statt. Das sind kompakte Datenschutz-Infobl\u00e4tter, die \u00fcber den Sachverhalt informieren. Die Erkenntnis:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0Ein PFS, bei dem der Patient mit Formulierungen angesprochen wird, bewirkt, dass die Person vier mal h\u00e4ufiger bereit ist, sensible Gesundheitsdaten in die elektronische Patientenakte hochzuladen,<\/li>\n<li>als bei der Vergleichsgruppe, die ein PFS mit Informationen erhielt, die sich auf die Belange der elektronischen Patientenakte konzentrierte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann es \u00fcber den Studientitel verk\u00fcrzt auf die Aussage \"es kommt auf ein positives Framing an\", damit der \"Wurm dem Fisch schmeckt\", herunterbrechen. Die L\u00e4nge der Information scheint keine signifikante Rolle zu spielen. Verspreche den Leuten einen Vorteil, und \"sie bei\u00dfen an\".\u00a0 Klingt negativ, ist aber eine Erkenntnis, zu der es keine Studie braucht.<\/p>\n<h3>Wenn Sch\u00f6nsprech am Wissen der Realit\u00e4t zerschellt<\/h3>\n<p>heise weist in <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Elektronische-Patientenakte-Transparenz-erhoeht-Akzeptanz-Realitaet-zeigt-Maengel-10509559.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seinem Artikel<\/a> berechtigt darauf hin, dass diese Aussagen an der Praxis dann zerschellen &#8211; n\u00e4mlich dann, wenn au\u00dfer (falschem) Sch\u00f6nsprech nichts mehr bleibt. Und die oben erw\u00e4hnten ePA 3.0-Nutzerzahlen im einstelligen Prozentbereich spiegeln eine weitere Realit\u00e4t wieder: \"Es interessiert die Leute eher nicht\".<\/p>\n<p>Ich denke auch, die Mehrzahl der Leser und Leserinnen dieses Blogs und meine Wenigkeit scheitern, wegen ihres Wissens und ihrer Erfahrungen, bez\u00fcglich des \"positiven Framings\" an der schn\u00f6den Wirklichkeit der Praxis &#8211; weil genau gesehen wird, was alles schief l\u00e4uft.<\/p>\n<h2>Psychisch Kranke in der Polizeidatenbank?<\/h2>\n<p>In diesem Kontext noch ein kurzer Informationssplitter, der mich die Tage aus der \"\u00c4rzteschaft\" erreichte. In Hessen gibt es ja politische Bestrebungen, das hessische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz zu \u00e4ndern. Der Ansatz: \u00c4rzte sollen psychisch Kranke, die f\u00fcr die Allgemeinheit gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten, zur Erfassung in einer Polizeidatenbank melden. Hintergrund ist der Anschlag von Aschaffenburg. Was vielleicht gut gemeint ist, kommt mit argen Problemen.<\/p>\n<h3>Hessen will Gesetzes\u00e4nderung<\/h3>\n<p>Der von CDU und SPD vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, dass psychiatrische Fachkliniken bei der Entlassung die \u00f6rtlichen Ordnungs- und Polizeibeh\u00f6rden informieren m\u00fcssen, wenn \"aus medizinischer Sicht die Sorge besteht, dass von der untergebrachten Person ohne weitere \u00e4rztliche Behandlung eine Fremdgef\u00e4hrdung ausgehen k\u00f6nnte\".<\/p>\n<p>Die hessische Staatskanzlei wiegelte gegen\u00fcber dem \u00c4rztenachrichtendienst zwar mit der Aussage \"Die Landesregierung plant kein Landesregister zur Erfassung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.\" ab.<\/p>\n<h3>\u00c4rzte lehnen den Ansatz ab<\/h3>\n<p>In einem (leider nicht frei abrufbaren) Artikel \"Raus aus der Psychiatrie, rein in die Polizeidatenbank?\" geht der \u00c4rztenachrichtendienst auf das Thema ein. Die \u00c4rzte halten das Vorhaben f\u00fcr hoch problematisch, verletzt es doch neben der Schweigepflicht auch juristische Aspekte. Solche Entscheidungen m\u00fcssen Richtern vorbehalten bleiben, und \u00c4rzte bef\u00fcrchten, dass sich psychisch Kranke aus Angst vor einer Erfassung nicht mehr bei Psychiatern vorstellen. \u00c4rzte d\u00fcrfen nicht zu Handlangern der Sicherheitskr\u00e4fte werden, lautet die Forderung im Artikel.<\/p>\n<h3>Dystopische Zukunft?<\/h3>\n<p>Man kann die Entwicklung nun etwas in Richtung Zukunft denken: Alles wird in der ePA 3.0 erfasst. Berechtigungen f\u00fcr einen Zugriff kann der Patient nicht vergeben (ob die funktionieren, st\u00e4nde zudem auf einem anderen Blatt). Wie viel Phantasie erfordert es, sich das Szenario vorzustellen, dass in einige Jahren die Erm\u00e4chtigung kommt, alle gespeicherten ePA-Daten mittels KI auszuwerten, um Verdachtsf\u00e4lle aus diesem Bereich herauszufiltern? Man muss nur einen Blick auf die aktuelle Diskussion um den Palantir-Einsatz bei Polizeibeh\u00f6rden werfen, um zu erkennen, dass die Zukunft bereits heute ist.<\/p>\n<h2>Wenn der Arztbrief in der falschen ePA landet<\/h2>\n<p>Vom \u00c4rztenachrichtendienst gibt es den Artikel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aend.de\/article\/236045\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenpanne: Arztbrief in falscher ePA gelandet<\/a> (leider nur f\u00fcr registrierte Nutzer komplett abrufbar). Ein Hinweis aus der \u00c4rzteschaft sowie <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/07\/30\/sicherheit-beim-zahnarzt-pvs-z1\/#comment-225807\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Leserkommentar<\/a> machten mich auf das Thema aufmerksam.<\/p>\n<p>Es ist ein falscher Fehler passiert? Wom\u00f6glich &#8230;<\/p>\n<p>Zum Sachverhalt: Bei der Praxis-Verwaltungssoftware <a href=\"https:\/\/t2med.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">T2med<\/a> gibt es ein gravierendes Problem. \u00c4rzte k\u00f6nnen einen eArztbrief, der per KIM via E-Mail an Kollegen verschickt wird, aus den \"KIM-Entw\u00fcrfen\" auch direkt in die ePA eines Patienten hochladen. Nun musste der Hersteller die \u00c4rzte unter seinen Kunden informieren, dass es zu einer gravierenden Datenpanne gekommen sei. \"Diese Datenpanne \u00e4u\u00dfert sich dergestalt, dass in die ePA eines Patienten der eArztbrief eines anderen Patienten hochgeladen wurde.\" zitiert der \u00c4rztenachrichtendienst die Information des Herstellers.<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe mal kurz auf der Anbieterseite geschaut &#8211; der Hersteller gibt an, dass das PVS sowohl auf Clients als auch auf Servern unter verschiedenen Betriebssystemen (macOS, Linux, Windows) l\u00e4uft. Eigentlich positiv, aber dieser Bug wirft dann doch wieder Fragen auf &#8211; so etwas darf nicht passieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Anbieter fordert die Kundschaft dringend zum Update des Praxisverwaltungssystems (PVS) auf. Eine gewisse Diskrepanz erkenne ich nun an Aussagen des Herstellers und eines Arztes. Vom \u00c4rztenachrichtendienst wird aus dem Schreiben der T2med GmbH\u00a0 zitiert, dass es \"unter gewissen, f\u00fcr uns nicht reproduzierbaren Umst\u00e4nden\" in T2med zu einer Datenpanne bei der Bef\u00fcllung der elektronischen Patientenakte gekommen sei, als ein eArztbrief mit dem Versand aus den KIM-Entw\u00fcrfen auch gleichzeitig in die ePA geladen wurde.<\/p>\n<h3>Wir sind Einzelfall?<\/h3>\n<p>Vom Anbieter hei\u00dft es, laut \u00c4rztenachrichtendienst, dass \"unklar ist, ob \u00fcberhaupt und wenn ja, wie h\u00e4ufig diese Datenpanne tats\u00e4chlich in Praxen aufgetaucht ist\". Nat\u00fcrlich nehme man diesen potenziellen Fall sehr ernst. Nach erstmaliger Kenntnisnahme des Sachverhalts seiten stichprobenartig viele ePA-nutzende T2med-Arztpraxen kontrolliert\u00a0 worden. Man habe keinerlei fehlerhafte Uploads identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>An dieser Stelle stelle ich mir spontan die Frage: Wie muss ich mir die stichprobenartige Kontrolle der PA-nutzenden T2med-Arztpraxen vorstellen? Wird der Arzt gefragt: \"Eh, kannste mal schauen, ob eArztbriefe in falsche ePAs einsortiert wurden?\" &#8211; oder lautet die Frage \"Ist der Fall einer falschen Zuordnung der eArztbriefe in ePAs anderer Patienten mal aufgetreten?\". Oder kann der Anbieter die Systeme stichprobenartig remote durchforsten und so indirekt auf die f\u00fcr den Arzt (maximal im Quartal per eGK freigegebene) ePA zugreifen? Und wie stellt sich das Ganze unter dem Aspekt des Datenschutzes und des Arztgeheimnisses dar? Fragen \u00fcber Fragen &#8211; m\u00f6glicherweise findet sich die Antwort in folgendem Absatz.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es wird aber eingestanden, dass diese Stichproben nicht repr\u00e4sentativ seien. Ein Update auf die T2med Version 25.8 soll Schutzmechanismen implementieren, die solche Pannen verhindern. Dort gibt es auch eine Funktion zur Pr\u00fcfung, ob in der Praxis in eine oder mehrere ePAs nicht zugeh\u00f6rige eArztbriefe geladen wurden. Jedenfalls wird das Update auf T2med Version 25.8 als \"dringend\" dargestellt, was schnellstm\u00f6glich installiert werden sollte. Soll eine wom\u00f6glich vorhandene Datenpanne nicht weiter vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<blockquote><p>Nur mal als Hinweis f\u00fcr mitlesende \u00c4rzte: Die falsche Zuordnung eines eArztbriefs in eine fremde Patientenakte stellt einen meldepflichtigen DSGVO-Versto\u00df dar. Es handelt sich um Daten einer besonders sch\u00fctzenszwerten Kategorie und die Meldung muss binnen 72 Stunden nach Kenntnisnahme bei der Datenschutzaufsicht erfolgen. Verantwortlich f\u00fcr den DSGVO-Versto\u00df und die Meldung ist der Arzt, nicht der PVS-Hersteller!<\/p><\/blockquote>\n<p>T2med-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter von der Burchard sprach gegen\u00fcber dem \u00e4nd von einem mysteri\u00f6sen Fall, da man ihn technisch nicht nachstellen k\u00f6nne. Bisher habe es bei den Suchl\u00e4ufen noch keinen Treffer gegeben. Man geht \"von einem Einzelfall\" aus.<\/p>\n<h3>Immer diese Leute, die es genau wissen wollen<\/h3>\n<p>So ein wenig hibbelig macht mich dann aber eine (nicht \u00f6ffentlich einsehbare) Einlassung eines Allgemeinmediziners, die mir vorliegt. Dem Arzt war es problemlos m\u00f6glich, den gerade per KIM im Thunderbird angekommenen PDF-Brief eines Kollegen f\u00fcr Patient A per Maus in die Quincy Patientenakte von Patientin B zu ziehen. Es habe auch keinerlei Fehlermeldung gegeben, es sei anschlie\u00dfend problemlos m\u00f6glich gewesen, mittels der Funktion \"Dokument aus Kartei hochladen\" den falsch zugeordneten PDF-Arztbrief aus der Quincy Patientenakte in die ePA von Patientin B hochzuladen. Der Arzt schrieb, dass die Dokumente doch alle einen Header h\u00e4tten, aber die falsche Zuordnung mit Upload ohne jede Fehlermeldung m\u00f6glich war. Und mit der Funktion \"Beliebiges PDF hochladen\" k\u00f6nnen man Beliebiges als PDF in die ePA hochladen.<\/p>\n<p>Diese \"Kollateralsch\u00e4den\" waren doch irgendwie in diesem sch\u00f6nen System nicht vorgesehen &#8211; zumindest im Sch\u00f6nsprech-Vokabular nicht. Stell dir vor, dir wird der rechte Fu\u00df wegen eines falsch einsortierten eArztbriefs in deiner Patientenakte amputiert? Ok, ist flapsig, der Arzt wird Kontrollen einbauen. Aber jetzt mal obige Absatz zur Polizeidatenbank und psychisch Kranken erneut lesen und meine Gedanken mal Revue passieren lassen.<\/p>\n<p>Im Fall der fehlerhaften Zuordnung des eArztbriefs liegt die Verantwortung beim betreffenden Arzt (der auch f\u00fcr seine medizinischen Fachangestellten haftet). Der Arzt, der das Ganze getestet hat, h\u00e4lt f\u00fcr seine Kollegen noch einen Tipp (im Neusprech einen Workaround) bereit: In seiner Praxis werden die Dokumente am Anfang des Titels immer mit der unver\u00e4nderlichen Patientennummer und einem Datum benannt.<\/p>\n<p>Da w\u00fcrde so etwas auffallen, wenn es eine falsche Zuordnung gebe, hie\u00df es. Es hie\u00df aber auch, dass \"viele Praxen KIM-Mails versenden, die alle gleich hei\u00dfen\". Der Arzt nannte konkret den Namen <em>QuincyMAIL_IsPDF-A.pdf<\/em> &#8211; fehlertr\u00e4chtig und ein irrer Aufwand zur Umbenennung.<\/p>\n<p>Das ist die schn\u00f6de Wirklichkeit, die mir immer dann auff\u00e4llt, wenn ich mal \u00fcber Tippgeber einen Blick in die Niederungen der Praxis bekomme. Tangiert hier zwar das Praxisverwaltungssystem des Arzt. Dieses ist aber das Fundament, auf dem KIM und auch die elektronische Patientenakte (ePA 3.0) aufsetzt. Wenn das Fundament auf Treibsand gegr\u00fcndet ist, st\u00fcrzte auch das darauf errichtete sch\u00f6ne Geb\u00e4ude schnell ein. Genau das ist das Bild, was mir seit Monaten vor Augen steht. Da hilft auch kein \"positives Framing\" und Sch\u00f6nsprech, wie oben erw\u00e4hnt. Und das ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich auch der Grund, mich bisher der ePA 3.0 zu verweigern.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-theorien-dicke-fehler-und-mehr\/\">Neues zur elektronischen Patientenakte (ePA): Theorien, Ausf\u00e4lle und mehr &#8211; Teil 1<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-dicke-fehler-und-mehr-teil-2\/\">Neues zur elektronischen Patientenakte (ePA): Dicke Fehler und mehr &#8211; Teil 2<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-i-eu-parlament-macht-weg-fr-eu-health-data-space-ehds-frei\/\">Gesundheitsgesetze I: EU-Parlament macht Weg f\u00fcr EU Health Data Space (EHDS) frei<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/15\/gesundheitsgesetze-ii-bundestag-beschliet-digitalisierung-im-gesundheitswesen-gdng-digig\/\">Gesundheitsgesetze II: Bundestag beschlie\u00dft Digitalisierung im Gesundheitswesen (GDNG, DigiG)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/12\/29\/gesundheitsgesetze-iii-mit-digitalisierung-planlos-ins-desaster\/\">Gesundheitsgesetze III: Mit Digitalisierung planlos ins Desaster?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/01\/04\/elektronische-patientenakte-epa-2-0-als-sicherheitsrisiko\/\">Elektronische Patientenakte (ePA 2.0) als Sicherheitsrisiko?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/12\/30\/neustart-in-2023-fr-elektronische-patientenakte-epa-geplant\/\">Neustart in 2023 f\u00fcr Elektronische Patientenakte (ePA) geplant<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/12\/lauterbach-will-die-elektronische-patientenakte-epa-mit-opt-out-ein-desaster-mit-ansage-oder-wolkenkuckucksheim\/\">Lauterbach \"will\" die elektronische Patientenakte (ePA) mit Opt-out \u2013 ein Desaster mit Ansage oder Wolkenkuckucksheim?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/03\/23\/digitalisierung-im-gesundheitswesen-kelber-kritisiert-epa-schutzlos-gegen-cyberangriffe\/\">Digitalisierung im Gesundheitswesen: Kelber kritisiert ePA, Schutzlos gegen Cyberangriffe<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/03\/19\/eu-gesundheitsdatenraum-european-health-data-space-ehds-erste-plne-offene-fragen\/\">EU Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS): Erste Pl\u00e4ne, offene Fragen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/03\/15\/europischer-gesundheitsdatenraum-ehds-beschlossen-die-haken-fr-patienten\/\">Europ\u00e4ischer Gesundheitsdatenraum (EHDS) beschlossen \u2013 die Haken f\u00fcr Patienten<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/06\/09\/elektronische-patientenakte-das-ende-der-rztlichen-schweigepflicht\/\">Elektronische Patientenakte: Das Ende der \u00e4rztlichen Schweigepflicht?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/07\/06\/news-aus-dem-gesundheitswesen-epa-widerspruch-schwachstellen-und-rzterger\/\" rel=\"bookmark\">News aus dem Gesundheitswesen: ePA, Widerspruch, Schwachstellen und \u00c4rzte\u00e4rger<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/09\/22\/elektronischer-medikationsplan-emp-implementierung-zum-scheitern-verurteilt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektronischer Medikationsplan (eMP): Implementierung zum Scheitern verurteilt?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/09\/23\/elektronische-patientenakte-epa-und-das-opt-out\/\" rel=\"bookmark\">Elektronische Patientenakte (ePA) und das (zwingende) Opt-out<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/10\/22\/elektronische-patientenakte-epa-opt-out-jetzt-erste-plaene-fuer-begehrlichkeiten\/\" rel=\"bookmark\">Elektronische Patientenakte (ePA): Opt-out jetzt! 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In nachfolgendem Teil 2 &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/08\/06\/neues-zur-elektronischen-patientenakte-epa-dicke-fehler-und-mehr-teil-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7263,8537,426,7459],"tags":[451,8487,4328,3836],"class_list":["post-314280","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cloud","category-problem","category-sicherheit","category-software","tag-datenschutz","tag-epa","tag-sicherheit","tag-software"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314280"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314280\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}