{"id":315634,"date":"2025-09-11T06:34:49","date_gmt":"2025-09-11T04:34:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=315634"},"modified":"2025-09-11T08:02:51","modified_gmt":"2025-09-11T06:02:51","slug":"phishing-cybervorfall-bei-der-kulturstiftung-der-laender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/09\/11\/phishing-cybervorfall-bei-der-kulturstiftung-der-laender\/","title":{"rendered":"Phishing: Cybervorfall bei der Kulturstiftung der L\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Bei der Kulturstiftung der L\u00e4nder hat es wohl einen Cybervorfall gegeben. Es wurden E-Mail-Postf\u00e4cher von Mitarbeitern kompromittiert, und dann wurden\u00a0 \"letztes Wochenende\" (6.\/7.9.2025) Phishing-Mails \u00fcber dieses Postfach verschickt. Dort wurden die Empf\u00e4nger zur Eingabe von Outlook-Zugangsdaten aufgefordert. Ein Leser hatte mich gestern informiert und die Best\u00e4tigung eines Hacks liegt vor.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was ist die Kulturstiftung der L\u00e4nder?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/23827b6a4ecf44adaa9fd06697665843\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die <a href=\"https:\/\/www.kulturstiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kulturstiftung der L\u00e4nder<\/a> ist eine\u00a0deutsche rechtsf\u00e4hige Stiftung b\u00fcrgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Sie f\u00f6rdert, entwickelt, ber\u00e4t und begleitet im Auftrag der Bundesl\u00e4nder Projekte und Initiativen von gesamtstaatlicher Bedeutung in den Bereichen Kunst und Kultur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kulturstiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Kulturstiftung der L\u00e4nder\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/QNJTTyTt\/image.png\" alt=\"Kulturstiftung der L\u00e4nder\" width=\"640\" height=\"520\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Ein Leserhinweis zu Phishing-Vorfall<\/h2>\n<p>Ein Blog-Leser hat mich zum 10. September 2025 per Mail kontaktiert und schrieb mir, dass er am \"letzten Freitag\", den 05.09.2025, ungew\u00f6hnliche Aktivit\u00e4ten im SPAM-Filter\u00a0 seiner Firmenumgebung entdeckte. Das Unternehmen erhielt E-Mails der Kulturstiftung der L\u00e4nder, die Outlook-Zugangsdaten abfragten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.postimg.cc\/FKXrG9tQ\/image.png\" alt=\"\u00dcberpr\u00fcfung Mail-Absender &quot;Kulturstiftung der L\u00e4nder&quot;\" width=\"640\" height=\"486\" \/><\/p>\n<p>Eine kurze \u00dcberpr\u00fcfung hat ergeben, dass die E-Mails wohl fingiert, der Absender aber echt war. Obiger Screenshot zeigt, dass die DMARC-\u00dcberpr\u00fcfung bestanden wurde, die Mails kamen von <em>kulturstiftung.de<\/em>.<\/p>\n<h2>Best\u00e4tigung eines Cyberangriffs<\/h2>\n<p>Da musste also etwas passiert sein. Der Blog-Leser hat die Kulturstiftung der L\u00e4nder noch am selben Tag darauf hingewiesen, dass da etwas nicht koscher ist. Zum 10. September 2025 erhielt der Leser dann folgende Best\u00e4tigung, dass \u00fcber das Wochenende wohl verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4ten in der IT der Stiftung festgestellt wurden.<\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrter Herr xxx,<\/p>\n<p>vielen Dank f\u00fcr die Benachrichtigung und vor allem f\u00fcr Ihre Bereitschaft uns zu helfen.<\/p>\n<p>\u00dcber das Wochenende wurden tats\u00e4chlich Phishing-Mails \u00fcber das Postfach eines Mitarbeiters versendet.<\/p>\n<p>Unsere IT-Abteilung hat das Problem mittlerweile analysiert und behoben. Es d\u00fcrften keine weiteren Mails versendet werden.<\/p>\n<p>Aufgrund der hohen Anzahl der gesendeten Mails, deren Adressaten \u00fcberwiegend aus einer internationalen Spamliste stammen, werden wir die Betroffenenrechte und die Hinweise auf m\u00f6gliche Gefahren ab morgen auf unserer Homepage exponiert sichtbar machen.<\/p>\n<p>Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten und nochmals herzlichen Dank f\u00fcr Ihre R\u00fcckmeldung.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p>Kulturstiftung der L\u00e4nder<br \/>\nSchloss Charlottenburg \u2013 Theaterbau<br \/>\nSpandauer Damm 10<br \/>\n14059 Berlin<\/p><\/blockquote>\n<p>Dort wurde das Postfach eines Mitarbeiters kompromittiert und zu Versand von SPAM-Mails verwendet. Der Leser schrieb noch, dass \"Morgen\" wohl eine Meldung auf der Homepage der Stiftung ver\u00f6ffentlicht werden soll. Das ist inzwischen erfolgt, wie obiger Screenshot belegt.<\/p>\n<p>Der Leser schrieb mir noch: \"Ich bezweifle, dass deren IT am Wochenende die Systeme neu aufgesetzt haben. Morgen werden wir aber wohl mehr erfahren.\"<\/p>\n<h2>Es gibt noch Details<\/h2>\n<p>Auf einer <a href=\"https:\/\/www.kulturstiftung.de\/phishing-mail-attacke-betroffeneninformation-gemaess-art-34-abs-1-dsgvo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">separaten Webseite<\/a> geben die Verantwortlichen der Kulturstiftung der L\u00e4nder noch einige Details mehr preis.<\/p>\n<ul>\n<li>Am vergangenen Wochenende des 6. und 7. September 2025 wurden die Outlook-E-Mail-Konten zweier Mitarbeiter der Kulturstiftung kompromittiert.<\/li>\n<li>In Folge des unbefugten Zugangs wurden unter Verwendung eines der kompromittierten E-Mail-Kontos Phishing-Nachrichten versendet, in welchen die Empf\u00e4nger aufgefordert werden, \u00fcber einen in der E-Mail enthaltenen Link ihren Outlook-Account zu aktualisieren.<\/li>\n<li>Es besteht die Gefahr, dass dadurch Empf\u00e4nger zur Preisgabe ihrer Zugangsdaten verleitet werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man beachte die \"kleine Diskrepanz\" in den Angaben. Die Stiftung best\u00e4tigt die Kompromittierung der Outlook-E-Mail-Konten zum 6. und 7. September 2025, was schon mal positiv ist. Aber ich habe hier offenbar Blog-Leser mit hellseherischen F\u00e4higkeiten, die das bereits am 5. September 2025 &#8211; sozusagen vorsorglich &#8211; melden konnten. Kann ein Versehen der Verantwortlichen der Kulturstiftung sein, die in der Aufregung das Datum nicht korrekt benannt haben. Es kann aber auch bedeuten, dass die Leute nicht wissen, wie lange die Postf\u00e4cher bereits kompromittiert sind.<\/p>\n<p>Die Stiftung schreibt, dass man unverz\u00fcglich, nachdem die Stiftung (\u00fcber den Blog-Leser) von diesem Vorgang Kenntnis erhalten habe, Gegenma\u00dfnahmen ergriffen habe:<\/p>\n<ul>\n<li>Die kompromittierten E-Mail-Konten wurde umgehend gesperrt und das Passwort des betroffenen Kontos wurde zur\u00fcckgesetzt.<\/li>\n<li>Der Zugriff die Systeme (und wohl auch das ungenannte Mail-System) \u00fcber externe IP-Adressen wurde unterbunden.<\/li>\n<li>Die Verantwortlichen\u00a0haben den eigenen Datenschutzbeauftragten \u00fcber den Vorfall informiert.<\/li>\n<li>Zudem werde man den Vorfall als Datenschutzvorfall gegen\u00fcber der zust\u00e4ndigen Datenschutzaufsichtsbeh\u00f6rde (Berliner Beauftragte f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit) gem\u00e4\u00df Art. 33 DSGVO melden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Inzwischen ist auch die Information der Betroffen \u00fcber die obige <a href=\"https:\/\/www.kulturstiftung.de\/phishing-mail-attacke-betroffeneninformation-gemaess-art-34-abs-1-dsgvo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ver\u00f6ffentlichung auf der Webseite<\/a> erfolgt. In der Information findet sich dann eine Warnung an die Empf\u00e4nger der Phishing-Mails.<\/p>\n<blockquote><p>Sofern Sie eine Phishing-Mail von der genannten E-Mail-Adresse erhalten haben und dem enthaltenen Link gefolgt sind, besteht das Risiko, dass Ihre Zugangsdaten f\u00fcr E-Mail-Dienste ebenfalls kompromittiert wurden. Dies k\u00f6nnte zu einer missbr\u00e4uchlichen Nutzung Ihrer Daten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zudem ist es m\u00f6glich, dass Sie \u2013 aufgrund der Offenlegung Ihrer E-Mail-Adresse \u2013 k\u00fcnftig unerw\u00fcnschte E-Mails, Spam oder m\u00f6glicherweise weitere Phishing-Versuche erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der genannten Folgen eintritt, kann nicht ausgeschlossen werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der erste Absatz ist der gravierendere Punkt: Wenn die Empf\u00e4nger der E-Mail auf den Phishing-Angriff hereingefallen sind und ihre Outlook-Zugangsdaten angegeben haben, sind diese Postf\u00e4cher ebenfalls als kompromittiert anzusehen. Dass da \u00fcber die gehackten Mail-Konten die Kontaktdaten von den Angreifern abgezogen wurden, ist sozusagen Bonus f\u00fcr die Cyberkriminellen.<\/p>\n<p>Daher vielleicht in Firmenumgebungen kl\u00e4ren, ob da entsprechende Phishing-Vorg\u00e4nge im Umfeld der Kulturstiftung der L\u00e4nder eingetrudelt sind und bei positivem Fund nachgehen, ob da auch Postf\u00e4cher kompromittiert wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Kulturstiftung der L\u00e4nder hat es wohl einen Cybervorfall gegeben. Es wurden E-Mail-Postf\u00e4cher von Mitarbeitern kompromittiert, und dann wurden\u00a0 \"letztes Wochenende\" (6.\/7.9.2025) Phishing-Mails \u00fcber dieses Postfach verschickt. Dort wurden die Empf\u00e4nger zur Eingabe von Outlook-Zugangsdaten aufgefordert. 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