{"id":319479,"date":"2025-12-27T00:03:30","date_gmt":"2025-12-26T23:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=319479"},"modified":"2025-12-27T09:31:12","modified_gmt":"2025-12-27T08:31:12","slug":"rueckzug-von-social-media-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/12\/27\/rueckzug-von-social-media-teil-2\/","title":{"rendered":"Neuer Trend: R\u00fcckzug von Social Media? &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin: 0px 9px 0px 0px; display: inline; float: left;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/FB_thumb.jpg\" width=\"62\" height=\"62\" align=\"left\" \/>In Teil 1 dieser Artikelreihe hatte ich ja von einer viralen Bewegung, weg von neuem Technik-Schei\u00df, hin zu alter Technik berichtet. In Teil 2 geht es darum, dass wohl einige j\u00fcngere Leute den sozialen Medien wie Facebook den R\u00fccken kehren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Facebook testet Bezahlmodell<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/1c12505d458b4383880524f5729ebb66\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Ich bin ja als IT-Blogger noch auf Facebook, X und weiteren Plattformen unterwegs, da ich dort die Leserschaft erreiche. Die Tage ist mir dann folgender Post von einem Leser unter die Augen gekommen &#8211; nein, es ist nicht der 1. April.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-14.png\" alt=\"Facebook testet Abo-Modell\" width=\"571\" height=\"800\" \/><\/p>\n<p>Die Botschaft: Facebook testet ein Abomodell f\u00fcr 10 britische Pfund pro Monat. Im Text von nixCraft hei\u00dft es, dass Facebook derzeit eine neue Beschr\u00e4nkung testet, die die Anzahl der Links begrenzt, die bestimmte Nutzer in ihren Beitr\u00e4gen teilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Laut Benachrichtigungen, die Nutzer in Gro\u00dfbritannien und den USA erhalten haben, werden diejenigen, die dieses Limit \u00fcberschreiten, aufgefordert, ein monatliches Abonnement ab 9,99 \u00a3 abzuschlie\u00dfen, um weiterhin unbegrenzt Links teilen zu k\u00f6nnen. Die BBC hatte das Thema zum 18. Dezember 2025 im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cp9kv3lezgro\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook tests \u00a39.99 monthly subscription for sharing more than two links<\/a> aufgegriffen. Ob das mal gut geht?<\/p>\n<h2>Paradigmenwechsel bei Social Media<\/h2>\n<p>Ist nat\u00fcrlich nur in Infosplitter, aber sehr interessant. Denn diese Nachricht komme zu einer Zeit, in der soziale Medien mit einer existenziellen Krise konfrontiert sind, wird mir gesagt. Der Chef von Instagram, Adam Mosseri, sieht einen \"Paradigmenwechsel\" weg von \u00f6ffentlichen Beitr\u00e4gen, da Nutzer sich zunehmend auf Direktnachrichten und geschlossene Gruppen zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>Parallel zu obiger und nachfolgender Information zu Series bin ich beim Schreiben dieses Artikels vor einigen Tagen auf den The Register-Artikel <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2025\/12\/19\/internet_bad_for_society\/?td=rt-3a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Faith in the internet is fading among young Brits<\/a> gesto\u00dfen. Dort hei\u00dft es, dass junge Briten dem Internet zunehmend kritisch gegen\u00fcber stehen und es laut einer aktuellen Studie der britischen Regulierungsbeh\u00f6rde Ofcom zunehmend als sch\u00e4dlich f\u00fcr die Gesellschaft und ihre psychische Gesundheit ansehen.<\/p>\n<p>Die britische Kommunikationsaufsichtsbeh\u00f6rde stellte fest, dass im Juni 2025 nur ein Drittel der 18- bis 34-J\u00e4hrigen der Meinung war, dass das Internet gut f\u00fcr die Gesellschaft ist, gegen\u00fcber 42 Prozent im Jahr zuvor. Zwar sank dieser Wert auch bei den \u00e4lteren Altersgruppen, jedoch weniger stark (34 Prozent gegen\u00fcber 38 Prozent im Jahr 2024), was bedeutet, dass die \u00fcber 55-J\u00e4hrigen die Auswirkungen des Internets auf die Zivilisation proportional positiver bewerten als j\u00fcngere Menschen.<\/p>\n<p>Trotz ihrer zunehmenden Negativit\u00e4t verbringen junge Erwachsene in Gro\u00dfbritannien deutlich mehr Zeit online\u00a0 (imho auf Social Media Plattformen und in Messengern) als \u00e4ltere Altersgruppen, durchschnittlich sechs Stunden und 20 Minuten pro Tag auf privaten (und nicht auf beruflichen) Ger\u00e4ten, zehn Minuten mehr als in den vorangegangenen 12 Monaten und deutlich mehr als die vier Stunden und 30 Minuten aller Erwachsenen.<\/p>\n<p>Der The Registry-Artikel befasst sich mit der Frage, warum viele dieser Digital Natives, die zwischen der Entwicklung des ersten Webbrowsers und Servers durch Sir Tim Berners-Lee im Jahr 1990 und der Einf\u00fchrung des ersten iPhones durch Apple im Jahr 2007 geboren wurden, das Vertrauen in das Internet verlieren.<\/p>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass sich ihre Online-Erfahrungen erheblich von denen ihrer Eltern unterscheiden, da sie mehr Inhalte sehen, die von Algorithmen ausgew\u00e4hlt wurden, als solche, die sie selbst aktiv ausgew\u00e4hlt haben. Ein weiterer Grund k\u00f6nnte das wachsende Interesse daran sein, wie das Internet jungen Menschen schaden kann. Es ist jedenfalls ein Trend, der eine Abkehr vom Internet, wie wir es kennen, einleiten k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Series &#8211; neues soziales Netzwerk von Yale-Absolventen<\/h2>\n<p>Das Problem aktueller Social Networks ist \"Vertrauen\".\u00a0Vom News Feed auf Facebook bis zu den Stories auf Snapchat mangelt es Nutzern nicht an M\u00f6glichkeiten, Inhalte online zu teilen. In letzter Zeit z\u00f6gern die Menschen jedoch zunehmend, ihre authentischsten Momente zu teilen, da soziale Medien derzeit mit einem Stigma behaftet sind.<\/p>\n<h3>Series \u00fcber iMessage im Aufwind<\/h3>\n<p>Ein neues soziales Netzwerk auf iMessage hat k\u00fcrzlich eine Million Nachrichten erreicht, indem es einen neuen Ansatz f\u00fcr das Teilen von Inhalten im Internet verfolgt. Es geht um eine\u00a0neue Plattform von jungen Yale-Absolventen mit dem Namen Series, erreichbar unter <a href=\"https:\/\/series.so\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">series.io<\/a>. Das wird wohl gerade von Medien wie Business Insider und Co. gehyped.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/series.so\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Series als neue Plattform\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-15.png\" alt=\"Series als neue Plattform\" width=\"640\" height=\"621\" \/><\/a><\/p>\n<p>Series, das soziale Netzwerk auf iMessage, hat in der zweiten Dezember-H\u00e4lfte 2025 bekannt gegeben, dass es \u00fcber 1 Million Nachrichten ausgetauscht und gleichzeitig 10.000 aktive Nutzer pro Tag erreicht hat \u2013 ganz ohne Feeds, Follower oder die Angst, die eine ganze Generation davon abgehalten hat, \u00f6ffentlich zu posten, hei\u00dft es in einer Mitteilung, die ich vor einigen Tagen erhalten habe.<\/p>\n<h3>Series als neuer Ansatz<\/h3>\n<p>F\u00fcr viele Social Media-Teilnehmer hat der Druck, perfekte Inhalte zu kuratieren, dazu gef\u00fchrt, dass das Teilen eher wie Arbeit als wie echte menschliche Verbindung empfunden wird.\u00a0Series l\u00f6st dieses Problem, indem es das Konzept des Postens komplett abschafft. Stattdessen senden Nutzer eine anpassbare Nachricht an eine kuratierte Liste von Personen innerhalb der Plattform, vollst\u00e4ndig \u00fcber iMessage (ein sicherer Messaging-Dienst von Apple f\u00fcr Apple-Ger\u00e4te).<\/p>\n<p>Der Begriff \"Series\" leitet sich von dem sequenziellen Ansatz des Produkts ab, mit dem sichergestellt wird, dass die Nachricht eines Nutzers die richtigen Personen erreicht. Nutzer haben Nachrichten verschickt, die zu engagierten Videografen, Dates in Amsterdam und der Gr\u00fcndung eines Unternehmens gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>\"Series entstand aus den Einschr\u00e4nkungen bestehender sozialer Plattformen\", sagt Nathaneo Johnson, CEO von Series. \"Wir sind alle an einen Feed gew\u00f6hnt, in dem wir die beste Version von uns selbst pr\u00e4sentieren. Aber das erlaubt uns selten, unseren aktuellen Gem\u00fctszustand zu kommunizieren \u2013 haupts\u00e4chlich aufgrund des Stigmas, das mit Online-Posts verbunden ist. Series l\u00f6st dieses Problem, indem es jede Interaktion zwischen Ihren Inhalten und Ihrem Publikum so kuratiert, dass sie sich intim und pers\u00f6nlich anf\u00fchlt, was zuvor nicht m\u00f6glich war.\"<\/p>\n<p>\u200b\u200bSeries greift diesen Paradigmenwechsel auf, anstatt ihn zu bek\u00e4mpfen. Man integriert die Plattform in iMessage, und konzentriert sich auf private, pers\u00f6nliche Kontakte statt auf \u00f6ffentliche Beitr\u00e4ge. Die Plattform bietet sie den Menschen das, was sie sich eigentlich von sozialen Medien w\u00fcnschen: sinnvolle Verbindungen.<\/p>\n<p>Dieser Ansatz stellt ein grundlegendes Umdenken dar\u00fcber dar, was soziale Netzwerke bedeuten. Anstatt die Interaktionsmetriken und die auf der Plattform verbrachte Zeit zu optimieren, optimiert Series die Suche nach der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt. Bei der Millionengrenze an Nachrichten geht es nicht um den Konsum von Inhalten, sondern um gef\u00fchrte Gespr\u00e4che, gekn\u00fcpfte Kontakte und aufgebaute langfristige Beziehungen.<\/p>\n<h3>Hintergrund zu den Gr\u00fcndern<\/h3>\n<p>Nathaneo Johnson und Sean Hargrow gr\u00fcndeten Series in ihrem Juniorjahr an der Yale University, nachdem sie beobachtet hatten, wie eine ganze Generation von Plattformen ersch\u00f6pft war, die eher auf Engagement als auf echte Verbindungen ausgelegt waren. Beide besuchen noch immer die Yale University, haben bis heute 5,1 Millionen Dollar aufgebracht, wurden in die diesj\u00e4hrige Forbes-Liste \"30 under 30\" aufgenommen und skalieren nun das, was als Plattform f\u00fcr College-Studenten begann, zu einer nationalen Bewegung.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/12\/26\/im-switching-back-to-old-tech-bewegung-teil-1\/\">\"I'm switching back to old tech\"-Bewegung<\/a> -Teil 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/12\/27\/rueckzug-von-social-media-teil-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neuer Trend: R\u00fcckzug von Social Media? <\/a> &#8211; Teil 2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Teil 1 dieser Artikelreihe hatte ich ja von einer viralen Bewegung, weg von neuem Technik-Schei\u00df, hin zu alter Technik berichtet. In Teil 2 geht es darum, dass wohl einige j\u00fcngere Leute den sozialen Medien wie Facebook den R\u00fccken kehren.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8625,5070,908],"tags":[8382,1199,4338],"class_list":["post-319479","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ai","category-facebook","category-internet","tag-ai","tag-facebook","tag-internet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=319479"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":319633,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319479\/revisions\/319633"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=319479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=319479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=319479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}