{"id":321545,"date":"2026-02-15T00:19:59","date_gmt":"2026-02-14T23:19:59","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=321545"},"modified":"2026-02-14T08:50:44","modified_gmt":"2026-02-14T07:50:44","slug":"linux-mint-team-will-zu-laengeren-entwicklungszyklen-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/02\/15\/linux-mint-team-will-zu-laengeren-entwicklungszyklen-kommen\/","title":{"rendered":"Linux Mint-Team will zu l\u00e4ngeren Entwicklungszyklen kommen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; float: left;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Linux.jpg\" width=\"64\" height=\"76\" align=\"left\" \/>Die Entwickler der Linux-Distribution Mint habe im Januar 2026 den Plan verk\u00fcndet, k\u00fcnftig l\u00e4ngere Entwicklungszyklen f\u00fcr einzelne Mint-Versionen anzustreben. Das Release-Management verbr\u00e4t einfach viel Zeit, die man lieber in einige andere Dinge stecken m\u00f6chte. Was genau geplant ist, steht aber noch nicht fest.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/687aa292a695457ab73c9c99ef898285\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Nicht nur Microsoft ist zur Erkenntnis gelangt, dass recht kurze Entwicklungszyklen f\u00fcr ein Betriebssystem zu Problemen f\u00fchrt. Bei Microsoft wurde der halbj\u00e4hrliche Release-Zyklus f\u00fcr Windows-Funktionsupdates auf j\u00e4hrlich umgestellt. Und ich erinnere mich so um das Jahr 2000, dass SUSE alle drei Monate eine neue Version herausbrachte. Einer meiner Nachbarn war CTO bei der SUSE und erkl\u00e4rte mir am Gartenzaun, dass man die drei Monate Release-Zyklen brauche, um die Finanzierung (durch Verkauf von DVDs) sicherzustellen. Das Ergebnis ist bekannt: Irgendwann gab es die SUSE so als unabh\u00e4ngige deutsche Firma nicht mehr, denen ging das Geld auch und die wurden von Novell gekauft (siehe <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Netzwerkspezialist-Novell-kauft-Linux-Distributor-SuSE-2-Update-87953.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen heise-Artikel<\/a> von 2003).<\/p>\n<h2>Mint-Entwickler zur Entwicklung und zu Release-Zyklen<\/h2>\n<p>Zum 11. Februar 2026 hat sich das Mint Team in den <a href=\"https:\/\/blog.linuxmint.com\/?p=4991\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Monthly News \u2013 January 2026<\/a> zu verschiedenen Punkten ausgelassen (ist <a href=\"https:\/\/www.neowin.net\/news\/linux-mint-is-shutting-down-its-shorter-development-cycle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> aufgefallen). So soll die n\u00e4chste Version von Linux Mint mit <em>mintsysadm<\/em> ein Administrator-Tool bekommen, um die Benutzer- und Kontodetails zu verwalten. Das soll ein Problem beheben, dass die meisten Desktop-Umgebungen ihre eigenen Benutzertools bereitstellen. Diese L\u00f6sungen leiden darunter, dass sie oft nicht ordnungsgem\u00e4\u00df gewartet werden und keine Unterst\u00fctzung f\u00fcr moderne Anwendungsf\u00e4lle bieten.<\/p>\n<p>In weiteren Abschnitten l\u00e4sst man sich \u00fcber bestimmte Entscheidungen in Bezug auf die Mint-Entwicklung aus und gibt an, dass man die Unabh\u00e4ngigkeit sch\u00e4tze. Diese erm\u00f6glicht den Mint-Entwicklern eigene L\u00f6sungen zu entwickeln, wenn sie mit der Alternative nicht zufrieden sind. Man habe in der Vergangenheit einige Schritte\u00a0 diesbez\u00fcglich unternommen, indem an LTS festgehalten, Snap abgelehnt und Alternativen zu einem neuen GNOME entwickelt wurden, welches sich nicht wie GNOME anf\u00fchlte. Diese Entscheidungen seien nicht leicht zu treffen gewesen, und einige von ihnen kosteten viel Zeit und Ressourcen f\u00fcr die Umsetzung, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob wie Mint als Distribution verteilt werde (z. B. mit KDE) oder wie man aktiv L\u00f6sungen entwickele (z. B. mit XApp und Cinnamon), verbringe das Team viel Zeit mit dem Release-Management. H\u00e4ufige Releases seien wichtig, da das Team so viel Feedback und Fehlerberichte im Hinblick auf \u00c4nderungen erhalte. Das Ganze f\u00fchrt aber dazu, dass das Team immer wieder denselben Prozess wiederholen muss. Dieser Prozess funktioniert sehr gut und f\u00fchrt zu schrittweisen Verbesserungen von Release zu Release.<\/p>\n<p>Aber er sei sehr zeitaufwendig und schr\u00e4nke die Ambitionen des Teams in Bezug auf die Entwicklung ein. Mit einem Release alle sechs Monate plus LMDE verbringen die Entwickler mehr Zeit mit Testen, Fehlerbehebung und Releases als mit der Entwicklung. Das ist also quasi die gleiche Falle, die ich oben bei Microsoft mit den semi-annual Feature-Updates bei Windows 10 gelaufen ist.<\/p>\n<p>Microsoft ist dann auf einen j\u00e4hrlichen Release-Zyklus \u00fcbergegangen. Das Mint-Team ist noch nicht zu einer Entscheidung gelangt, schreibt aber: \"Wir denken dar\u00fcber nach, dies zu \u00e4ndern und einen l\u00e4ngeren Entwicklungszyklus einzuf\u00fchren. Zuf\u00e4lligerweise wird unsere n\u00e4chste Ver\u00f6ffentlichung auf einem neuen LTS basieren und uns sind gerade die Codenamen ausgegangen \"<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwickler der Linux-Distribution Mint habe im Januar 2026 den Plan verk\u00fcndet, k\u00fcnftig l\u00e4ngere Entwicklungszyklen f\u00fcr einzelne Mint-Versionen anzustreben. Das Release-Management verbr\u00e4t einfach viel Zeit, die man lieber in einige andere Dinge stecken m\u00f6chte. 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