{"id":322430,"date":"2026-03-11T10:22:38","date_gmt":"2026-03-11T09:22:38","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=322430"},"modified":"2026-03-12T12:00:40","modified_gmt":"2026-03-12T11:00:40","slug":"meta-kauft-moltbook","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/03\/11\/meta-kauft-moltbook\/","title":{"rendered":"Meta kauft Moltbook &#8211; und Metas Rayban Smart-Glasses Videos landen bei Click-Workern in Kenia"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin: 0px 9px 0px 0px; display: inline; float: left;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/FB_thumb.jpg\" width=\"62\" height=\"62\" align=\"left\" \/>Kleine Meldung am Rande: Facebook Mutter Meta hat wohl Moltbook gekauft. Das ist quasi das \"reddit f\u00fcr Chatbots\", was aus einer Laune heraus im Umfeld des OpenClaw-Projekts (als dies noch Motbot hie\u00df, siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/02\/01\/clawdbot-motbot-openclaw-heisser-ai-scheiss-und-sicherheitsdesaster\/\" rel=\"bookmark\">Clawdbot \u2013 Moltbot \u2013 Openclaw: Hei\u00dfer AI-Schei\u00df und Sicherheitsdesaster<\/a>) entstanden ist. <strong>Erg\u00e4nzung:<\/strong> Passt zum Thema, dass die Videos, die von Metas Rayban-Smart-Brillen auf Meta-Servern landen und dann von Click-Workern in Kenia zum AI-Training ausgewertet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>R\u00fcckblick auf Moltbook<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/cabbf8b196ae4d90b21de0351b83ac58\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Kurzer R\u00fcckblick: Im Januar 2026 machte das Projekt OpenClaw als \"AI-Bot\" ziemlich Furore. Ich hatte im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/01\/26\/clawdbot-ein-opensource-ki-assistent\/\">Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent \u2013 cool und ein Sicherheitsdesaster<\/a>\u00a0\u00fcber das Projekt berichtet.\u00a0Der Bot l\u00e4sst sich in Messaging-Apps (Telegram, WhatsApp, Slack) integrieren und hat ein persistentes Ged\u00e4chtnis (der Bot erinnert sich daran, was man ihm\u00a0 bereits gesagt hat).<\/p>\n<p>Im Umfeld dieses Projekts entstand dann Moltbook &#8211; eine Art reddit f\u00fcr KI-Agenten. Brian Krebs skizziert <a href=\"https:\/\/infosec.exchange\/@briankrebs\/116207646004547063\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> das Umfeld. Matt Schlicht ist der Entwickler von Moltbook. Seiner Aussage nach wurde Moltbook mit OpenClaw programmiert. Schlicht gibt an, dass er keine einzige Zeile Code f\u00fcr das Projekt geschrieben habe &#8211; das wurde alles von OpenClaw (seinerzeit noch MoltBot) geschrieben.<\/p>\n<p>Krebs zitiert Matt Schlicht mit: \"KI-Assistenten wie OpenClaw haben eine gro\u00dfe Anh\u00e4ngerschaft gewonnen, weil sie es den Nutzern einfach machen, 'Vibe-Code' zu schreiben oder ziemlich komplexe Anwendungen und Code-Projekte zu erstellen, indem sie ihnen einfach sagen, was sie konstruieren m\u00f6chten.\"<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus dem Post von Brian Krebs zeigen, dass Moltbook 2eniger als eine Woche nach seiner Gr\u00fcndung mehr als 1,5 Millionen registrierte Agenten hatte. Diest tauschten mehr als 100.000 Nachrichten untereinander aus. Die KI-Agenten auf der Plattform bauten bald ihre eigene Pornoseite f\u00fcr Roboter auf und gr\u00fcndeten eine neue Religion namens Crustafarian mit einer Galionsfigur, die einem riesigen Hummer nachempfunden war. Ein Bot im Forum soll einen Fehler im Code von Moltbook gefunden und ihn in einem KI-Agenten-Diskussionsforum gepostet haben, w\u00e4hrend andere Agenten einen Patch zur Behebung des Fehlers entwickelten und implementierten.<\/p>\n<p>Insgesamt eine komplett irre Geschichte. Krebs zitiert Matt Schlicht mit: \"Ich hatte nur eine Vision f\u00fcr die technische Architektur, und die KI hat sie Wirklichkeit werden lassen. Wir leben in einem goldenen Zeitalter. Wie k\u00f6nnten wir der KI keinen Platz zum Verweilen geben?\" &#8211; sozusagen gelebte Verantwortungslosigkeit. Sicherheitsanbieter ESET hatte dazu die Pressemitteilung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.eset.com\/de\/about\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen\/eset-warnt-moltbook-hack-zeigt-gefaehrliche-schattenseite-des-ki-tempos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESET warnt: Moltbook-Hack zeigt gef\u00e4hrliche Schattenseite des KI-Tempos<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<h2>Meta schl\u00e4gt bei Moltbook zu<\/h2>\n<p>Der Sch\u00f6pfer von OpenClaw, Peter Steinberger, gab ja Mitte Februar 2026 bekannt, dass er bei OpenAI anheuert. Ich hatte im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/02\/16\/openclaw-entwickler-peter-steinberger-heuert-bei-openai-an\/\" rel=\"bookmark\">OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger heuert bei OpenAI an<\/a> dar\u00fcber berichtet. Sein Projekt OpenClaw kann weiter von der Community entwickelt werden. Steinberger hatte auch mit Marc Zuckerberg von Meta Kontakt, entschied sich aber f\u00fcr OpenAI, da ihm die Konditionen f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit von OpenClaw optimaler erschienen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/ai\/2026\/03\/meta-acquires-moltbook-the-ai-agent-social-network\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-322431\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Moltbook.jpg\" alt=\"Moltbook\" width=\"535\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Moltbook.jpg 535w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Moltbook-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber das Projekt Moltbook ist eigenst\u00e4ndig von OpenClaw und Steinberger. Nun wurde bekannt, dass Matt Schlicht sein Projekt Moltbook an Meta verkauft hat. Details \u00fcber den Kauf sind nicht bekannt. Arstechnica berichtet beispielsweise in <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/ai\/2026\/03\/meta-acquires-moltbook-the-ai-agent-social-network\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a> von dieser \u00dcbernahme. Es hei\u00df, dass Meta den Moltbook-Entwickler Matt Schlicht und seinen Gesch\u00e4ftspartner Ben Parr einstellen wird, damit beide bei Meta Superintelligence Labs arbeiten.<\/p>\n<p>Das Ganze sagt viel \u00fcber den Meta-Ansatz aus: M\u00f6glichst alles aufkaufen und in den Superintelligence Labs arbeiten lassen, um zu schauen, ob was sinnvolles bei heraus kommt. Zur Erinnerung: Oben hatte ich Brian Krebs erw\u00e4hnt, der schrieb, dass Matt Schlicht sagt, er habe keine einzige Zeile Code geschrieben, sondern nur OpenClaw als Bot machen lassen.<\/p>\n<p>Was Meta an Moltbook reizt?\u00a0Arstechnica zitiert einen Meta-Sprecher aus einer Pressemitteilung, der begr\u00fcndet, was\u00a0Meta an der Arbeit an Moltbook interessiert: Der \"Ansatz der Moltbook-Gr\u00fcnder, Agenten \u00fcber ein st\u00e4ndig verf\u00fcgbares Verzeichnis zu verbinden, ein neuartiger Schritt in einem sich schnell entwickelnden Bereich\".<\/p>\n<p>Was folgt, ist eine Floskel: \"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um allen Menschen innovative und sichere Agenten-Erfahrungen zu bieten.\", die typisch f\u00fcr die Vorgehensweise ist. Erst probieren, unfertiges auf die Menschheit los lassen, um sp\u00e4ter festzustellen, was nicht geklappt hat. Was kann schon schief gehen?<\/p>\n<h2>Solution a la Meta: Click-Worker in Kenia sehen Videos<\/h2>\n<p>Ich \"klebe\" mal ein weiteres Thema hier an den Beitrag, der zeigt, was bei Meta gestoppelt wird. Meta hat 2025 wohl um die 7 Millionen Rayban Smart-Brillen verscherbelt. Die nehmen \u00fcber Kameras die Umgebung auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Meta-Glass.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-322492\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Meta-Glass.jpg\" alt=\"Meta-Glass\" width=\"583\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Meta-Glass.jpg 583w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Meta-Glass-262x300.jpg 262w\" sizes=\"auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und die K\u00e4ufer sind nicht nur so verstrahlt, daf\u00fcr Geld auszugeben. Die gehen mit dem Teil auf's Klo, tragen diese beim Anziehen und anderen Sachen, die im Schlafzimmer passen. Und die Videos werden zu Meta auf die Server gestreamt &#8211; kann ja nichts schief gehen. Whistleblower aus Kenia haben nun Medien gesteckt, dass sich Click-Worker in Kenia die Videos zum Training der Meta AI ansehen m\u00fcssen.\u00a0Android Headlines hat das beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.androidheadlines.com\/2026\/03\/security-experts-warn-of-privacy-identity-theft-risks-following-meta-ray-ban-nairobi-case.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier aufgegriffen<\/a>.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.svd.se\/a\/K8nrV4\/metas-ai-smart-glasses-and-data-privacy-concerns-workers-say-we-see-everything\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Original-Artikel<\/a>, das die Whistleblower-Tipps aufgegriffen hat, findet sich auf Svenska Dagbladet und G\u00f6teborgs-Posten. Die Click-Worker, die f\u00fcr Meta in Kenia arbeiten, f\u00fchlen sich laut eigener Aussage \u00e4u\u00dferst unwohl. Da kommen Leute nackt aus dem Bad, ziehen sich im Schlafzimmer um oder sitzen auf dem Klo, w\u00e4hrend ein Partner mit einer solchen Brille herum l\u00e4uft. Oder sie tippen ihre Geheimnummer in Bezahlterminals oder Geldautomaten ein. Und alles wird gefilmt. Sieht mir so aus, dass das f\u00fcr Meta nun juristischen \u00c4rger bedeutet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine Meldung am Rande: Facebook Mutter Meta hat wohl Moltbook gekauft. 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