{"id":323681,"date":"2026-04-13T00:09:52","date_gmt":"2026-04-12T22:09:52","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=323681"},"modified":"2026-04-13T22:59:45","modified_gmt":"2026-04-13T20:59:45","slug":"ki-betrug-im-netz-nur-ein-fuenftel-ueberprueft-die-quelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/04\/13\/ki-betrug-im-netz-nur-ein-fuenftel-ueberprueft-die-quelle\/","title":{"rendered":"KI-Betrug im Netz &#8211; Nur ein F\u00fcnftel \u00fcberpr\u00fcft die Quelle"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt den deutschen Internetnutzern ein schlechtes Zeugnis im Bezug auf das Hinterfragen von KI-Ergebnissen im Internet aus. Nur eine Minderheit \u00fcberpr\u00fcfe Bilder auf Unstimmigkeiten oder versuche eine Quelle f\u00fcr Aussagen im Internet zu finden. Daher ist die Masse der Nutzer anf\u00e4llig f\u00fcr KI-Betrug.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland f\u00fchlt sich zwar in der Lage, KI-generierte Inhalte zu erkennen. Bei mehr als der H\u00e4lfte (59 %) der den\u00a0 Cybersicherheitsmonitor Befragten sind im Internet schon KI-generierten Bilder oder Videos begegnet. Weitere 17 Prozent hatten zumindest schon einmal den Verdacht, dass ein Inhalt KI-generiert sein k\u00f6nnte. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte geht davon aus, KI-generierte Bilder und Videos als solche erkennen zu k\u00f6nnen (47 %). Das Problem: Tats\u00e4chlich schaut jedoch kaum jemand genauer hin, ob Bilder oder Videos im Internet KI-Fake sein k\u00f6nnen. Nur eine Minderheit hat schon einmal etwa nach Unstimmigkeiten im Bild gesucht oder die Quelle \u00fcberpr\u00fcft (28 bzw. 19%).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Verbraucherinnen-und-Verbraucher\/Leistungen-und-Kooperationen\/Digitaler-Verbraucherschutz\/Digitalbarometer\/digitalbarometer_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-323682\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/BSI-CyberSicherheitsMonitor.jpg\" alt=\"BSI-Cybersicherheits-Monitor\" width=\"640\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/BSI-CyberSicherheitsMonitor.jpg 640w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/BSI-CyberSicherheitsMonitor-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Verbraucherinnen-und-Verbraucher\/Leistungen-und-Kooperationen\/Digitaler-Verbraucherschutz\/Digitalbarometer\/digitalbarometer_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cybersicherheitsmonitor<\/a> des Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention der L\u00e4nder und des Bundes (ProPK) zeigt, wie hoch das Risiko ist, Opfer digitaler Betrugsmaschen zu werden.<\/p>\n<p>BSI-Pr\u00e4sidentin Claudia Plattner: \"KI-generierte Inhalte sind l\u00e4ngst im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Um Risiken und Falschinformationen zu identifizieren, ist es daher unverzichtbar, zu erkennen, welche Inhalte, Beitr\u00e4ge und Darstellungen in der Online-Welt KI-generiert sind. Hier setzt der Verbraucherschutz des BSI an: Wir bieten Orientierung und sensibilisieren daf\u00fcr, was mit KI m\u00f6glich ist, wie KI-generierte Inhalte erkannt und welche Ma\u00dfnahmen ergriffen werden k\u00f6nnen.\"<\/p>\n<p>Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipr\u00e4sidentin und Vorsitzende des ProPK: \"Eine Straftat, die wir im Polizeialltag aktuell h\u00e4ufig beobachten, ist der sogenannte Cybertrading-Fraud. Dabei versprechen Kriminelle schnelle Gewinne und hohe Rendite beim Online-Trading. Oft erstellen sie hierf\u00fcr mithilfe von KI Videos, in denen Prominente f\u00fcr lukrative Anlagem\u00f6glichkeiten zu werben scheinen. Wer im Internet auf solche Anlagem\u00f6glichkeiten st\u00f6\u00dft, sollte im ersten Schritt \u00fcberlegen, ob das Angebot \u00fcberhaupt realistisch ist \u2013 oder zu gut, um wahr zu sein.\"<\/p>\n<ul>\n<li>Im Cybersicherheitsmonitor hat rund ein Drittel der Befragten noch keine einzige der g\u00e4ngigen Ma\u00dfnahmen zur Erkennung von KI-generierten Inhalten ergriffen (32%).<\/li>\n<li>Immerhin 40 Prozent h\u00e4tten zumindest schon einmal \u00fcberlegt, ob eine dargestellte Szene realistisch ist.<\/li>\n<li>Nur 28 Prozent haben nach Unstimmigkeiten, etwa fehlerhaften Schatten oder Gliedma\u00dfen, gesucht.\u00a019 Prozent haben zudem die Seriosit\u00e4t der jeweiligen Quelle recherchiert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch das Wissen rund um m\u00f6gliche Betrugsszenarien ist bei deutschen Verbrauchern wohl gering:<\/p>\n<ul>\n<li>Nur 38 Prozent halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Cyberkriminelle zum Beispiel ein KI-Programm manipulieren, damit dieses sensible Daten weitergibt.<\/li>\n<li>Auch dass Kriminelle unsichtbare Anweisungen f\u00fcr KI-Systeme in Dokumente einf\u00fcgen, halten nur 40 Prozent f\u00fcr denkbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tats\u00e4chlich sind beide Szenarien technisch m\u00f6glich, schreibt das BSI und attestiert den Deutschen sozusagen eine KI-Analphabetentum.<\/p>\n<ul>\n<li>Verbraucherinnen und Verbraucher finden beim BSI eine <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Verbraucherinnen-und-Verbraucher\/Informationen-und-Empfehlungen\/Technologien_sicher_gestalten\/Kuenstliche-Intelligenz\/KI-Bilderkennung\/ki-bilderkennung_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Checkliste mit Erkennungszeichen KI-generierter Bilder<\/a>.<\/li>\n<li>Informationen rund um <a href=\"https:\/\/www.polizei-beratung.de\/aktuelles\/detailansicht\/trading-scam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Anlagebetrug<\/a> stellt das ProPK bereit.<\/li>\n<li>Die Kooperationspartner bieten auch eine gemeinsame <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/BSI\/Publikationen\/Broschueren\/Wegweiser_Checklisten_Flyer\/Checkliste_BSI_ProPK_Onlinebanking.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Checkliste f\u00fcr den Ernstfall: Betrug beim Onlinebanking<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf den Websites von <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Verbraucherinnen-und-Verbraucher\/Leistungen-und-Kooperationen\/Digitaler-Verbraucherschutz\/Digitalbarometer\/digitalbarometer_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BSI<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.polizei-beratung.de\/themen-und-tipps\/gefahren-im-internet\/cymon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ProPK<\/a> finden sich au\u00dferdem der Studienbericht zum Fokusthema \u201eOnline-Betrug &amp; K\u00fcnstliche Intelligenz\" des Cybersicherheitsmonitors 2026 sowie die Ergebnispr\u00e4sentation. Am 11. Mai 2026 folgt die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse der Hauptbefragung, die sich mit der Betroffenheit und dem Schutzverhalten der Bev\u00f6lkerung besch\u00e4ftigt. Der Cybersicherheitsmonitor ist ein bereits seit 2019 bestehendes Kooperationsprojekt von BSI und ProPK.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt den deutschen Internetnutzern ein schlechtes Zeugnis im Bezug auf das Hinterfragen von KI-Ergebnissen im Internet aus. 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