{"id":324501,"date":"2026-05-03T14:30:11","date_gmt":"2026-05-03T12:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=324501"},"modified":"2026-05-03T19:37:37","modified_gmt":"2026-05-03T17:37:37","slug":"garagenfund-aeltester-dos-quellcode-als-ausdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/05\/03\/garagenfund-aeltester-dos-quellcode-als-ausdruck\/","title":{"rendered":"Garagenfund: \u00c4ltester DOS 1.0-Quellcode als Ausdruck"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; float: left;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Ultrabook.jpg\" width=\"80\" height=\"62\" align=\"left\" \/>Ich trage mal eine Information nach, die Microsoft bereits zum 28. April 2026 ver\u00f6ffentlicht hat. Zum 45 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Erscheinens von DOS 1.0 hat man bekannt gegeben, dass der \u00e4lteste Quellcode von DOS 1.0 als Ausdruck in der Garage von Tim Paterson gefunden wurde. Der Quellcode wurde als Open Source ver\u00f6ffentlicht. Kleiner Blick zur\u00fcck, in diese Zeit, samt eigenen Erinnerungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Die Geschichte von DOS 1.0<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/9ab6683528b541cbac4fb274eef53d47\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Heute geht es sehr weit zur\u00fcck, in die Zeit, Ende der siebziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Dort spielt die Geschichte, die letztendlich zur Entwicklung des sp\u00e4teren MS-DOS f\u00fchrte. Im Herbst 1978 war der Programmierer und Hardware-Entwickler <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tim_Paterson\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tim Paterson<\/a> (gerade mal ein J\u00e4hrchen j\u00fcnger als der Autor dieses Beitrags) beim Unternehmen Seattle Computer Products (SCP) mit der Entwicklung einer CPU-Einsteckkarte f\u00fcr den damals verbreiteten S-100-Bus befasst.<\/p>\n<p>Paterson hatte erst im Juni 1978 ein Seminar \u00fcber die gerade vorgestellte 8086-CPU bei Intel besucht. Es dauerte bis Juni 1979, bis Paterson schlie\u00dflich einen lauff\u00e4higen Prototyp der CPU-Einsteckkarte sowie einen Assembler und einen Maschinensprachemonitor, den 8086-Monitor, entwickelt hatte. Er trat an Microsoft heran, um deren erst kurz zuvor fertiggestellten 8086-BASIC-Interpreter auf seiner neuen Hardware lauff\u00e4hig zu machen. Das Zeugs wurde dann mit Microsoft Basic verkauft.<\/p>\n<p>Geplant war eigentlich, dass das damals f\u00fcr 8-Bit-Prozessoren verf\u00fcgbare CP\/M f\u00fcr die 16-Bit-Architektur der 8086-CPU portiert werden sollte, um den neuen Rechnern mit Intel-CPUs ein Betriebssystem bereitzustellen. Da Digital Research nicht zu Potte kam, begann Paterson mit der Entwicklung eines 86-DOS genannten Betriebssystems. Unter dem Namen <i>QDOS<\/i> (Quick and Dirty Operating System) entstand das Betriebssystem, welches sp\u00e4ter als DOS (IBM-DOS oder MS-DOS) bekannt werden sollte.<\/p>\n<p>Wie man <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/MS-DOS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> nachlesen kann, wurde QDOS 0.1 im August 1980 ver\u00f6ffentlicht und zusammen mit der 8086-CPU-Einsteckkarte ausgeliefert. \u00a0Im Dezember 1980 wurde QDOS 0.3 in <i>86-DOS<\/i> umbenannt. Im April 1981 hatte 86-DOS den Versionsstand 1.0 erreicht.<\/p>\n<p>Am 27. April 1981 erwarb Microsoft alle Rechte an 86-DOS, entwickelte dieses als MS-DOS weiter und verh\u00f6kerte Lizenzen und Produkt unter IBM-DOS oder PC-DOS an IBM.\u00a0Die Version 1.0 von 86-DOS wurde IBM als <i>Microsoft Disk Operating System 1.0<\/i> (kurz MS-DOS) zur Evaluierung vorgelegt, aber nie ver\u00f6ffentlicht. Das IBM-DOS, welches mit den ersten IBM PCs ausgeliefert wurde, war <a title=\"PC DOS\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/PC_DOS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PC\u00a0DOS<\/a> 1.0, eine\u00a0durch IBM fehlerbereinigte Version von MS-DOS 1.14. So viel zur groben Einordnung des nachfolgenden Sachverhalts.<\/p>\n<h2>Tim Paterson, DOS 1.0 und die Garage<\/h2>\n<p>Mir ist die Information zwar zeitnah durch Scott Hanselmann auf X in nachfolgendem <a href=\"https:\/\/xcancel.com\/shanselman\/status\/2049171077079998908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tweet<\/a> untergekommen, aber aus Zeitmangel liegen geblieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/xcancel.com\/shanselman\/status\/2049171077079998908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-324503\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DOS-Source.jpg\" alt=\"DOS 1.0-Source\" width=\"590\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DOS-Source.jpg 640w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DOS-Source-300x274.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Botschaft ist recht einfach: Tim Paterson hat seine Garage aufr\u00e4umen m\u00fcssen und den bisher bekanntesten Ausdruck des Quellcodes von DOS 1.0 wiedergefunden. Microsoft hat dann den Quellcode von DOS 1.0 samt einem Foto von Tims Garage <a href=\"https:\/\/github.com\/DOS-History\/Paterson-Listings\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf GitHub<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Gut, das mit \"der Garage aufr\u00e4umen\" ist von mir geflunkert &#8211; die Geschichte, wie die Listings von Paterson in die H\u00e4nde von \"Computer-Historikern\" und schlie\u00dflich Microsoft kamen, ist <a href=\"https:\/\/opensource.microsoft.com\/blog\/2026\/04\/28\/continuing-the-story-of-early-dos-development\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier nachlesbar<\/a>. Jemand, der das Zeugs sammelt, hat bei Paterson nachgefragt, und der hat die Listings in seiner Garage gefunden und \u00fcbergeben.<\/p>\n<h2>Meine Erinnerungen an diese Zeit<\/h2>\n<p>So ein Beitrag darf nat\u00fcrlich nicht ohne eigene Erinnerungen meinerseits online gehen. Irgendwo war ich \"entfernter\" Zeitzeuge, der das alles irgendwie mitbekam, aber doch nicht mittendrin war. Die Zeit von 1976 bis 1979 (damals hat Tim Paterson in den USA studiert) war f\u00fcr mich von einem FH-Studium Physikalische Technik gepr\u00e4gt (Elektrotechnik wollte ich wegen zu vieler arbeitsloser Elektroingenieure nicht studieren, Kerntechnik kam mir von den Berufsaussichten in 1975 ebenfalls als \"zu unsichere Berufsaussichten\" vor).<\/p>\n<p>So von 1977 bis 1978 war meine Welt in der FH \"IT-technisch\" durch zwei Lochkartenstanzer, FORTRAN und sp\u00e4ter PL\/1 gepr\u00e4gt. FORTRAN musste ich als Pflichtvorlesung belegen, sp\u00e4ter kamen freiwillige Kurse in FORTAN II und PL\/1 hinzu &#8211; programmieren k\u00f6nnte man sp\u00e4ter sicher gebrauchen. Zudem fand ich es praktisch, die vielen Listing-Ausdrucke auf der R\u00fcckseite f\u00fcr Vorlesungsmitschriften verwenden zu k\u00f6nnen (hat mir den Kauf von Schreibbl\u00f6cken beim lokalen ASTA, der Schreibbedarf verkaufte, gespart).<\/p>\n<p>Ich war bekannt daf\u00fcr, immer einen Sto\u00df Listing-Papier im Aktenkoffer zu haben, da ich als einziger Student alle Programmiervorlesungen, denen ich habhaft werden konnte, und in denen ich einen \"Schein erwerben konnte\" mitnahm. Der Mathematik-Professor hatte mich sogar beiseite genommen, in den Rechnerraum geschleppt und gemeint: \"Da steht ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krantz_Computer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krantz Mulby 3<\/a>. Wenn Sie Lust haben, k\u00f6nnen Sie beliebig viel Zeit mit diesem Rechner verbringen, Sie bekommen von mir Rechenzeit.\" War so etwas wie \"geadelt\", war keinem anderen der Studenten unseres Jahrgangs angeboten worden. Aber an dieser Episode zeigt sich, wie die Welten diesseits und jenseits des Atlantik tickten und sich unterschieden haben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Tim Paterson 1978 in Seattle in einem Computerladen jobbte, und Bill Gates erste BASIC-Interpreter schrieb, verlustierte ich mich eher im \"Schwei\u00dfen von K\u00fchlt\u00fcrmen\" oder in \"Elektroinstallation von Reinigungen\", um mein Studium neben BAF\u00d6G aufzubessern und meine Frau mit zu ern\u00e4hren. Lust, am Mulby 3 zu programmieren, h\u00e4tte ich schon gehabt. aber mir fehlte schlicht die Zeit.<\/p>\n<p>Erst 1979 lernte ich im Rahmen meiner Diplomarbeit in der damaligen Kernforschungsanlage J\u00fclich, dass es neben Lochkartenstanzern auch Mini-Computer gab. Im Labor gab es zwar einen PDP, die mit Lochstreifen gebootet wurde und dann das Betriebssystem lud.<\/p>\n<p>Ich hatte dagegen eine Digital PDP 11\/04 mit 8-Zoll-Floppy-Disk-Laufwerk zur Verf\u00fcgung und musste von jetzt auf gleich mit Betriebssystembefehlen wie PIP, DIR, TYPE, COPY etc. des RT 11-Betriebssystems umgehen lernen. Die Story, wie ich damals \"fast\" am Nobelpreis vorbei geschrammt w\u00e4re, habe ich vor einem Jahr <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/06\/01\/ccd-erfinder-georg-elwood-smith-mit-95-jahren-verstorben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fast w\u00e4re aus mir noch ein anst\u00e4ndiger Mensch und wackerer Ingenieur geworden, der zwar wei\u00df, was Programmieren ist, aber nicht \"vom Computervirus befallen war\". W\u00e4hrend Gates und Paterson in Assembler Software schrieben, hatte ich ein sehr breites Studium mit Physik, Mathematik, Kerntechnik, Lasertechnik, Elektrotechnik, Maschinenbau etc., angereichert mit ein wenig Programmierkenntnissen absolviert und ein Ingenieur-Diplom in der Tasche. Was macht man da?<\/p>\n<p>Ich wollte in die Raumfahrt und an Raketen oder Sonden mit bauen, die \"zu den Sternen\" fliegen. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konstantin_Eduardowitsch_Ziolkowski\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zilkowski<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Oberth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hermann\u00a0Oberth<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wernher_von_Braun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wernher von Braun<\/a> und <a href=\"https:\/\/borncity.eu\/senioren\/2017\/11\/25\/zum-tode-von-lutz-kayser-otrag-die-deutsche-rakete\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lutz Kayser von der OTRAG<\/a> waren so etwas wie Ideengeber. Aber ich formuliere es mal so: Hat nicht ganz geklappt, die vorgenannten sind alle tot, Raumfahrt ist ein gef\u00e4hrlicher Job mit Unf\u00e4llen. Und man hat mein Genie nicht erkannt. Ich habe sogar eine Stelle in der Luft- und Raumfahrtindustrie ergattert, in der wieder eine PDP 11\/04 an einer Instron Pr\u00fcfmaschine meinen Weg kreuzte. \"Born kann in FORTAN programmieren, der soll mal machen &#8230;\", und so habe ich daf\u00fcr gesorgt, dass Fl\u00fcgelkastenabdeckungen f\u00fcr Tornados oder Titan-Bauteile f\u00fcr den Airbus oder Milit\u00e4rjets in Dauertests per Programm bis zur Bruchgrenze in der Maschine Belastungstests unterzogen werden konnten. Ich habe am Airbus 300 Klebe- und Nietverbindungen auf L\u00e4sionen und Risse in den Bohrl\u00f6chern gepr\u00fcft &#8211; eine von mir gehasste T\u00e4tigkeit, die mich auf Flugh\u00e4fen wie Charles De Gaule in zugige Wartungshallen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Aber meine \"genialen Konstruktionsentw\u00fcrfe\" verschwanden in Schubladen (\"Born, sieht gut aus, schreiben Sie einen Projektantrag, damit wir Geld f\u00fcr den Bau bekommen\"). Da ich nicht der Geduldigste bin, habe ich nach 1 3\/4 Jahren die Exit-Karte gezogen. Die hatten ihre Chance gehabt, die sie nicht zu nutzen wussten. Es hie\u00df \"Born, die T\u00fcr steht jederzeit f\u00fcr die R\u00fcckkehr offen &#8230;\", aber man schaut nicht zur\u00fcck, wenn man zu neuen Ufern aufbricht. Ein Viertel Jahrhundert sp\u00e4ter musste ich lernen, dass einige meiner \"Konstruktionen\" (Maschinenbau und Feinwerktechnik haben ihre Spuren bei mir hinterlassen und ich hatte einen genialen Werkstattmeister, der meine Ideen und Konstruktionszeichnungen umsetzen konnte; \"Born, was haben Sie denn dort in der Konstruktionszeichnung mit diesem K\u00fcrzel wieder gemeint &#8230; ach so, das zeichnet man aber so und so &#8230;\") dort zwei Jahrzehnte \u00fcberlebten und produktiv in Betrieb waren.<\/p>\n<p>Aber ich war bereits auf\u00a0 eine andere Bahn geraten und hatte in der Gro\u00dfchemie vor den Toren Frankfurts in einer Abteilung f\u00fcr \"spezielle Rechnertechnik\" angeheuert. Dort wurden Rechnersysteme samt Software zur Steuerung und \u00dcberwachung von Chemieanlagen entwickelt, die man nicht \"von der Stange kaufen konnten\". Und so waren pl\u00f6tzlich 8085-Mikroprozessoren samt deren Platinenkomponenten, Intel MDS 800-Entwicklungssystem mit ISIS II-Betriebssystem (ein CP\/M-Verschnitt), In-Circuit-Emulatoren, sowie Compiler f\u00fcr FORTRAN, PL\/M sowie Assembler meine Welt.<\/p>\n<p>Das MDS (Microprocessor Development System) besa\u00df ein 8-Zoll-Floppy-Laufwerk und an einem System hatten wir sogar einen 6 Megabyte-Festplatte, die im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch war, sowohl von der Speichergr\u00f6\u00dfe, als auch vom K\u00fchlschrank-gro\u00dfen Geh\u00e4use.\u00a0Ich habe seinerzeit Echtzeit-Betriebssystemkomponenten und Anwendungssoftware f\u00fcr Messen, Steuern, Regeln f\u00fcr die Mikroprozessorsysteme geschrieben, und nebenbei die Basics f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte der beruflichen T\u00e4tgigkeit erworben.<\/p>\n<p>Statt aber f\u00fcr den Intel 8086 zu programmieren, war bei uns der 8-Bit-Vorg\u00e4nger, der Intel 8085 im Einsatz. Das Ganze \u00e4nderte sich erst, als IBM einen der ersten I<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IBM_Personal_Computer_XT\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BM PC\/XT<\/a>, die man nach Europa gekarrt hatte, der \u00fcber meinen Schreibtisch zu einem Inhouse-Kunden wanderte. Hatte man mir in einer Nacht- und Nebelaktion aufs Auge gedr\u00fcckt, weil der zust\u00e4ndig Kollege gek\u00fcndigt hatte, um bei Siemens\/Nixdorf in Paderborn anzuheuern.<\/p>\n<p>War ein n\u00e4chster Opener, denn es war eine echt wilde Zeit (die Entstehungsgeschichte des IBM PC\u00a0ist <a href=\"https:\/\/www.vclab.de\/geschichten\/geschichte-ibmpc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier beschrieben<\/a>). Der Rechner kostete seinerzeit 30.000 DM, kam mit einem MS-DOS 1.x, CP\/M-86, UCSD-Pascal und vor allem \"fotokopierter\" und handgeleimter Dokumentation von IBM, weil Microsoft das Handbuch nicht fertig bekommen hatte. Und so fiel mir Dokumentation zu BIOS- und DOS-Aufrufen in die Finger, die Bill Gates teilweise noch mit erstellt hatte. Das wurde sp\u00e4ter alles weg rationalisiert, weil Endanwender das nicht brauchten. Einige Tage nach der Auslieferung des Ger\u00e4ts kam dann IBM DOS 2.01 auf Diskette als Nachlieferung, und wir konnten das hierarchische Dateisystem mit Unterverzeichnissen nutzen.<\/p>\n<p>Damals wurden quasi die Fundamente f\u00fcr meine Zeit als Autor gelegt. Das \"<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/MS-DOS-Programmierhandbuch-G%C3%BCnter-Born\/dp\/3890908942\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MS-DOS-Programmierhandbuch<\/a>\", welches es immerhin in der Variante f\u00fcr DOS 6.22 zu Microsoft Press geschafft hat, baute aus dem Wissen \u00fcber die DOS- und BIOS-Aufruf der fotokopierten Microsoft\/IBM-Dokumentation auf (nat\u00fcrlich immer angereichert um aktuelle Informationen und Undokumentiertes). Einige meiner B\u00fccher \u00fcber A86-Assembler, den DOS-Debugger etc. bauen in letzter Konsequenz auf dem Assembler.A86 von Tim Paterson auf (der Debugger war in jedem DOS vorhanden und erm\u00f6glichte per Batch-Programm Assembleranweisungen in Maschinensprache zu \u00fcbersetzen und auszuf\u00fchren).<\/p>\n<p>War im R\u00fcckblick eine sehr spannende, interessante, herausfordernde Zeit. F\u00fchrte bis ins Jahr 1999-2001, wo Dirk Hohndel mein Hausnachbar war. Hohndel war seit 1994 bei The XFree86 Project, Inc. f\u00fcr die X-window Entwicklung verantwortlich und eng mit Linus Torvalds verbandelt. Gibt den Schwank, dass wir am Gartenzaun diskutierten, ob Linus beim Nachbarn auf einer Luftmatratze, oder bei uns im Haus in einem vern\u00fcnftigen G\u00e4stebett schl\u00e4ft &#8211; hat aber am Ende des Tages nicht geklappt, irgendwie hatte Torvalds Terminprobleme.<\/p>\n<p>Tja, im Abschluss noch eine Erkenntnis und eine Eselei: Woran merkst Du, dass du als Boomer alt geworden bist? Wenn Du solche Geschichten quasi als \"Zeitzeuge\" erinnerst. Und so kommen wir von Tim Patersons Garage zu Borns Garage und einem Faux Pax. Nein, in meiner Garage liegen keine Listings rum, da stehen nur ein Auto und Gartenger\u00e4te herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.paules-pc-forum.de\/\/images\/interviews\/gborn\/buecherregal.jpg\" alt=\"buecherregal.jpg\" data-cmp-info=\"10\" \/><br \/>\nWer schreibt, der bleibt \u2013 oder hat ein volles B\u00fccherregal<\/p>\n<p>Aber es gibt ein gro\u00dfes B\u00fccherregal in meinem B\u00fcro, und da stand jahrelang der handgebundene Buchblock mit der von IBM fotokopierten Microsoft DOS-Dokumentation. War ein Zeitdokument, aber Frau lag mir mit \"<a href=\"https:\/\/borncity.com\/senioren\/2020\/07\/28\/ich-hab-die-marie-kondo-gemacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marie Kond\u014d<\/a> befreit, r\u00e4um dein B\u00fcro auf, wirf weg, was Du nicht mehr brauchst, bald kommt Rente\" in den Ohren. Und in einem Anfall von \"ich will endlich ein guter Mensch werden\" habe ich Dussel diese Unterlagen in den Altpapier-Container gegeben. 14 Tage sp\u00e4ter h\u00e4tte ich es gebraucht und \u00e4rgere mich noch heute schwarz, dass ich das Zeug entsorgt habe.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/12\/31\/ein-danke-rckblick-2020-wie-geht-es-weiter-in-2021\/\">Ein Danke: R\u00fcckblick 2020, wie geht es weiter in 2021?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/12\/31\/ein-danke-ein-rckblick-und-ein-ausblick-auf-2020\/\">Ein Danke, ein R\u00fcckblick und ein Ausblick auf 2020<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/31\/der-blog-rckblick-2018-und-ausblick-auf-2019\/\">Der Blog: R\u00fcckblick 2018 und Ausblick auf 2019<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/01\/01\/rckspiegel-der-blog-werbung-und-ein-danke\/\">R\u00fcckspiegel: Der Blog, die Werbung und ein Danke<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/07\/12\/murejubbel-podcast-mit-gnter-born-als-gast\/\">Lebenslinien: Muurejubbel-Podcast mit G\u00fcnter Born als Gast<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/12\/31\/bye-bye-2021-hello-2022-ein-rckblick-ein-danke-und-es-ausblick\/\">Bye Bye 2021, Hello 2022: Ein R\u00fcckblick, ein Danke und ein Ausblick<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/10\/01\/jubilum-28-jahre-gesamtkunstwerk-gnter-born-ohne-sohn\/\">Jubil\u00e4um: 28 Jahre Gesamtkunstwerk \u00bbG\u00fcnter Born \u2013 ohne Sohn\u00ab<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/05\/08\/15-jahre-borns-it-und-windows-blog-aus-dem-maschinenraum\/\">Aus dem Maschinenraum: 15 Jahre \"Borns IT- und Windows-Blog\"<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/05\/18\/jubelarien-16-jahre-it-blog-20-jahre-blogger-und-30-jahre-freier-autor\/\" rel=\"bookmark\">Jubel(arien): 16 Jahre IT-Blog, 20 Jahre Blogger und 30 Jahre freier Autor<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2023\/10\/01\/its-done-30-jahre-als-freier-autor\/\" rel=\"bookmark\">It's done: 30 Jahre als Freier Autor \u2026<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2024\/05\/20\/der-it-blog-ist-vor-17-jahren-gestartet\/\">Der IT-Blog ist vor 17 Jahren gestartet<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2025\/05\/10\/volljaehrig-der-blog-ist-18-geworden\/\" rel=\"bookmark\">\"Vollj\u00e4hrig\" \u2013 der Blog ist 18 geworden \u2026<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/04\/23\/der-sinclair-zx-spectrum-wird-40\/\">Der Sinclair ZX Spectrum wird 40<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/10\/29\/zeitkapsel-die-ra-des-sinclair-zx81\/\">Zeitkapsel: Die \u00c4ra des Sinclair ZX81<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/09\/17\/zx81-entwickler-sir-clive-sinclair-verstorben\/\">ZX81-Entwickler, Sir Clive Sinclair verstorben<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/04\/25\/der-pc-wird-30\/\">Der PC wird 30 \u2026<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2014\/07\/06\/35-jahre-intel-8088-prozessoreine-persnliche-betrachtung\/\">35 Jahre Intel 8088-Prozessor\u2013eine pers\u00f6nliche Betrachtung<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/08\/12\/vor-40-jahren-ibm-und-microsoft-schaffen-den-ibm-pc-5150\/\">Vor 40 Jahren: IBM und Microsoft schaffen den IBM PC 5150<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/borncity.de\/autor\/BornIntr.htm\">Wie man zum Programmieren kommt \u2026<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2014\/12\/17\/schade-dr-dobbs-schliet-zum-jahresende\/\">Schade: Dr Dobb's schlie\u00dft zum Jahresende<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/14\/compuserve-foren-ab-15-dezember-2017-ist-schluss\/\">CompuServe-Foren: Ab 15. 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April 2026 ver\u00f6ffentlicht hat. Zum 45 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Erscheinens von DOS 1.0 hat man bekannt gegeben, dass der \u00e4lteste Quellcode von DOS 1.0 als Ausdruck in der Garage &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/05\/03\/garagenfund-aeltester-dos-quellcode-als-ausdruck\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7459],"tags":[15589,672,3836],"class_list":["post-324501","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-software","tag-dos","tag-microsoft","tag-software"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=324501"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":324517,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324501\/revisions\/324517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=324501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=324501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=324501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}