{"id":325315,"date":"2026-05-25T00:01:10","date_gmt":"2026-05-24T22:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=325315"},"modified":"2026-05-22T13:58:10","modified_gmt":"2026-05-22T11:58:10","slug":"dbir-2026-sicherheitsluecken-sind-das-haeufigste-einfallstor-fuer-angriffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/05\/25\/dbir-2026-sicherheitsluecken-sind-das-haeufigste-einfallstor-fuer-angriffe\/","title":{"rendered":"DBIR 2026: Sicherheitsl\u00fccken als h\u00e4ufigstes Einfallstor f\u00fcr Angriffe"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>So im Hinterkopf hatte ich eigentlich, dass durch Social Engineering oder Phishing gehackte und \u00fcbernommene Konten der gr\u00f6\u00dfte Einfallsvektor f\u00fcr Cyberangriffe seien. Aber ein DBIR 2026-Report von Verizon legt andere Erkenntnisse vor: Sicherheitsl\u00fccken sind das h\u00e4ufigste Einfallstor f\u00fcr Angriffe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/352d56ba06454cf1b8619ce690253f33\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Das Thema ist mir die letzten Tage direkt von Verizon zugegangen &#8211; ich hatte es aber auch in nachfolgendem <a href=\"https:\/\/xcancel.com\/etguenni\/status\/2057196942967329228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Posting<\/a> gesehen, der die Erkenntnisse bereits zusammenfasst.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-325317\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DBIR-2026.jpg\" alt=\"DBIR 2026\" width=\"524\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DBIR-2026.jpg 586w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DBIR-2026-300x278.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 524px) 100vw, 524px\" \/><\/p>\n<p>Die Erkenntnisse gehen aus dem von Verizon die Tage ver\u00f6ffentlichten\u00a0j\u00e4hrlichen Data Breach Investigations Report (DBIR) hervor. Der Bericht zeigt, wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) die Cyberbedrohungslandschaft insgesamt ver\u00e4ndert.<\/p>\n<h2>KI verschiebt den Fokus<\/h2>\n<p>Obwohl der Bericht (DBIR 2026) noch auf Daten aus dem Jahr 2025 basiert und somit vor den j\u00fcngsten Fortschritten bei KI-Spitzenmodellen entstanden ist, sind die Trends eindeutig: KI ver\u00e4ndert die Cybersicherheitsbranche grundlegend.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend aktuell vermehrt \u00fcber durch KI entdeckte Schwachstellen berichtet wird, zeigt der DBIR in seinen 19 Erscheinungsjahren erstmals eine zentrale Verschiebung: Die Ausnutzung von Sicherheitsl\u00fccken hat gestohlene Zugangsdaten als h\u00e4ufigstes Einfallstor f\u00fcr Sicherheitsverletzungen \u00fcberholt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Fast ein Drittel (31 %) aller Sicherheitsverletzungen beginnt mit der Ausnutzung von Schwachstellen \u2013 auch im KI-Zeitalter:<\/strong> Erstmals in den 19 Jahren des DBIR hat dieser Angriffsvektor gestohlene Zugangsdaten als h\u00e4ufigstes Einfallstor \u00fcberholt. Gleichzeitig nutzen Angreifer KI, um die Ausnutzung bekannter Schwachstellen zu beschleunigen \u2013 das Zeitfenster f\u00fcr Gegenma\u00dfnahmen schrumpft von Monaten auf wenige Stunden.<\/li>\n<li><strong>Interaktive, dialogbasierte Angriffe auf Mobilger\u00e4te nehmen zu:<\/strong> Beim \u201eHuman Element\" der Cybersicherheit zeigt sich ein Wandel. W\u00e4hrend Nutzer sensibler f\u00fcr klassische Phishing-Mails werden, weichen Angreifer verst\u00e4rkt auf mobile Social-Engineering-Methoden aus \u2013 etwa gef\u00e4lschte SMS oder Anrufe. Diese erzielen eine um 40 % h\u00f6here Erfolgsquote als herk\u00f6mmliches E-Mail-Phishing.<\/li>\n<li><strong>\"Shadow AI\" in Unternehmen nimmt zu und gef\u00e4hrdet sensible Daten:<\/strong> Die Nutzung nicht freigegebener KI-Tools durch Mitarbeitende ist inzwischen die dritth\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr unbeabsichtigte Datenabfl\u00fcsse. Der Anteil der Besch\u00e4ftigten, die regelm\u00e4\u00dfig KI-Tools nutzen, ist innerhalb eines Jahres von 15 % auf 45 % gestiegen \u2013 und erh\u00f6ht damit das Risiko von Datenexfiltration \u00fcber nicht autorisierte Plattformen.<\/li>\n<li><strong>Lieferketten werden unsicherer:<\/strong> Drittparteien sind immer h\u00e4ufiger involviert: Mit der zunehmenden Abh\u00e4ngigkeit von externen Dienstleistern w\u00e4chst auch die Angriffsfl\u00e4che. Der Anteil von Sicherheitsverletzungen mit Beteiligung Dritter ist um 60 % gestiegen und macht inzwischen 48 % aller Vorf\u00e4lle aus.<\/li>\n<li><strong>KI-Bots als n\u00e4chste Bedrohungswelle:<\/strong> Internet-Crawler auf KI-Basis wachsen derzeit rasant\u2013 mit einem monatlichen Anstieg von 21 %, w\u00e4hrend menschlicher Traffic nahezu stagniert (0,3 %). Das deutet auf eine neue Generation von Bedrohungen hin.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So spontan ging mir bei den obigen Punkten und dem Stichwort AI das \"d\u00e4mlicher geht's (n)immer\" durch den Kopf. Ich warne seit Jahren vor den unkalkulierbaren Risiken der Schatten IT und der allgegenw\u00e4rtigen KI-L\u00f6sungen. Aber die Nutzerschaft feiert fr\u00f6hlich Urst\u00e4nde, als g\u00e4be es kein Morgen, wer KI nicht nutzt, ist old school. Was soll schon schief gehen.<\/p>\n<p>Verizon ordnet ein, dass die schnelle gezielte Ausnutzung bekannter Schwachstellen durch KI kann zu einem Kapazit\u00e4tsproblem in Sicherheitsteams f\u00fchren k\u00f6nne. In der Meldung wird die dringende Notwendigkeit, grundlegende Sicherheits- und Risikomanagementpraktiken zu priorisieren, unterstrichen. Mein Eindruck ist, dass die Sicherheitsteams kaum eine Chance haben, wenn das obere Management nicht dahinter steht und Sicherheit \u00fcber KI-Phantasien stellt.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund liefert der DBIR Chief Information Security Officers (CISOs) und Cybersecurity-Verantwortlichen im gesamten Bericht konkrete, resilienzorientierte Handlungsempfehlungen, die auf das aktuelle KI-Zeitalter zugeschnitten sind, hofft Verzion. Und schreibt, dass dazu beispielsweise die Vorbereitung auf eine wachsende Zahl an Patches z\u00e4hlen, da KI Softwarefehler immer schneller identifiziert, die Integration von KI in \"Secure-by-Design\"-Ans\u00e4tze sowie der Einsatz von KI innerhalb von Defense-in-Depth-Strategien, um die gesamte Angriffsfl\u00e4che zu reduzieren. Klingt mir wie ein frommer Wunsch, wie sieht bei euch die Praxis diesbez\u00fcglich aus?<\/p>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen DBIR 2026 sowie branchenspezifische Informationen finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.verizon.com\/business\/resources\/reports\/dbir\/?CMP=OOH_SMB_OTH_22222_MC_20200501_NA_NM20200079_00001\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website von Verizon<\/a> (erfordert aber eine Registrierung zum Download der Reports).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So im Hinterkopf hatte ich eigentlich, dass durch Social Engineering oder Phishing gehackte und \u00fcbernommene Konten der gr\u00f6\u00dfte Einfallsvektor f\u00fcr Cyberangriffe seien. 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