{"id":327610,"date":"2026-07-20T00:07:15","date_gmt":"2026-07-19T22:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=327610"},"modified":"2026-07-17T17:10:16","modified_gmt":"2026-07-17T15:10:16","slug":"bundestags-gutachten-open-source-first-ist-vergaberechtlich-zulaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/07\/20\/bundestags-gutachten-open-source-first-ist-vergaberechtlich-zulaessig\/","title":{"rendered":"Bundestags-Gutachten: Open-Source-First ist vergaberechtlich zul\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Recht\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Para.jpg\" alt=\"Paragraph\" width=\"91\" height=\"88\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Ist die Bevorzugung von Open-Source-Software (OSS) gegen\u00fcber propriet\u00e4rer Software von Herstellern eigentlich nach dem Vergaberecht zul\u00e4ssig? Der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestags hat sich mit dieser Frage befasst und gibt gr\u00fcnes Licht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Open Source Business-Alliance (OSBA) hat zum 16. Juli 2026 per Mail auf den Sachverhalt hingewiesen. Das\u00a0<a href=\"https:\/\/osba.odoo.com\/r\/K3Z\/m\/670203\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages<\/a>\u00a0hat sich mit der Frage befasst, ob \u00f6ffentliche Vergabestellen (beispielsweise im Rahmen der Leistungsbeschreibung) Open Source f\u00fcr Software verpflichtend vorgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Vorgabe f\u00fcr Open Source grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich und mit Blick auf wirtschaftliche oder strategische Erw\u00e4gungen sogar geboten sein kann.<\/p>\n<p>Die Open Source Business Alliance \u2013 Bundesverband f\u00fcr digitale Souver\u00e4nit\u00e4t e.V. (OSBA) bewertet in <a href=\"https:\/\/osba.odoo.com\/r\/HAYQ\/m\/670203\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einem Statement<\/a> das Gutachten und seine Folgen f\u00fcr die Vergabepraxis. Vorstandsvorsitzender Peter Ganten sagt dazu:<\/p>\n<blockquote><p>\"Das Gutachten macht unmissverst\u00e4ndlich klar, dass \u00f6ffentliche Stellen\u00a0sich in ihren Ausschreibungen\u00a0auf\u00a0Open Source\u00a0Software festlegen\u00a0k\u00f6nnen. Das ist wichtig, weil bei\u00a0vielen Verwaltungsmitarbeitenden\u00a0immer noch\u00a0Unsicherheiten vorherrschen. Obwohl die\u00a0St\u00e4rkung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t durch den Einsatz von Open Source Software\u00a0inzwischen\u00a0ein priorisiertes Ziel von Politik und Verwaltung\u00a0ist,\u00a0geht bis heute in Beh\u00f6rden die Behauptung um, eine Vorgabe von Open Source\u00a0in der Ausschreibung\u00a0sei vergaberechtlich nicht zul\u00e4ssig, weil dies\u00a0Anbieter ausschlie\u00dfen\u00a0k\u00f6nnte. Das ist aber nicht der Fall: Jeder Anbieter kann Open Source Software anbieten, denn\u00a0Open Source ist\u00a0eine Lizenzierungsart und\u00a0keine eigene Technologie \u2013 mit einem entscheidenden Vorteil:\u00a0Sie schafft Transparenz und Resilienz f\u00fcr die \u00f6ffentliche Verwaltung.\"<\/p><\/blockquote>\n<p>Die OSBA betont, dass die Vorgabe von Open Source in vielen F\u00e4llen sogar geboten ist. Au\u00dferdem weist der Verband auf ein im Gutachten zitiertes EuGH-Urteil hin, wonach Beh\u00f6rden aktiv gegen Vendor-Lock-Ins, also die Abh\u00e4ngigkeit von einem Anbieter, vorgehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Open Source Software ist ein probates Mittel, um gar nicht erst in derartige Abh\u00e4ngigkeiten zu geraten, wie ebenfalls aus dem Gutachten hervorgeht.\u00a0<a href=\"https:\/\/osba.odoo.com\/r\/HAYQ\/m\/670203\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die gesamte Einsch\u00e4tzung der OSBA findet sich auf der Website der OSBA.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist die Bevorzugung von Open-Source-Software (OSS) gegen\u00fcber propriet\u00e4rer Software von Herstellern eigentlich nach dem Vergaberecht zul\u00e4ssig? Der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestags hat sich mit dieser Frage befasst und gibt gr\u00fcnes Licht.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7459],"tags":[3836],"class_list":["post-327610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-software","tag-software"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=327610"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":327620,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327610\/revisions\/327620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=327610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=327610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=327610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}