{"id":327890,"date":"2026-07-29T00:03:59","date_gmt":"2026-07-28T22:03:59","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=327890"},"modified":"2026-07-27T23:03:08","modified_gmt":"2026-07-27T21:03:08","slug":"phishing-ranking-q2-2026-openai-erstmals-unter-den-top-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/07\/29\/phishing-ranking-q2-2026-openai-erstmals-unter-den-top-10\/","title":{"rendered":"Phishing Ranking Q2 2026: OpenAI erstmals unter den Top 10"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Sicherheitsanbieter Check Point hat k\u00fcrzlich den\u00a0<a href=\"https:\/\/blog.checkpoint.com\/research\/which-brands-are-impersonated-most-inside-the-q2-2026-brand-phishing-report\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brand Phishing Ranking-Report f\u00fcr das Q2 2026<\/a> vorgelegt. Der Anbieter OpenAI taucht erstmals unter den zehn meistimitierten Marken auf, deren Namen beim Phishing missbraucht wird.\u00a0Die Experten beobachteten zudem konkrete Betrugsmaschen mit ChatGPT, PayPal, iCloud und Microsoft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Check Point Research (CPR, die Sicherheitsforschungsabteilung von Check Point\u00ae Software Technologies Ltd.), gibt an, dass\u00a0Microsoft weiterhin Spitzenreiter als meistimitierte Marke bleibt und 23 Prozent aller Marken-Phishing-Versuche im Quartal auf sich vereint. Das sind fast doppelt so viele wie die n\u00e4chstplatzierte Marke aufweist. Erstmals ist mit ChatGPT von OpenAI auch ein KI-Platzhirsch unter den Top 10 mit einem Anteil von 1,1 Prozent an allen von CPR beobachteten Brand Phishing-F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Im zweiten Quartal 2026 belegt LinkedIn mit 11,6 Prozent den zweiten Platz, gefolgt von Google mit 6,7 Prozent, Apple mit 5,8 Prozent und Amazon mit 5,2 Prozent. Zusammen entfiel auf die f\u00fcnf am h\u00e4ufigsten imitierten Marken mehr als die H\u00e4lfte aller in Q2 erfassten Marken-Phishing-Aktivit\u00e4ten. Das verdeutlicht, wie sehr sich Angreifer auf eine kleine Gruppe weltweit bekannter Plattformen konzentrieren, die Menschen t\u00e4glich nutzen und denen sie vertrauen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-327891\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Phishing-Report.jpg\" alt=\"Phishing-Report\" width=\"576\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Phishing-Report.jpg 576w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Phishing-Report-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><br \/>\n<i>Top 10 der meistimitierten Marken in Q2 2026 nach den Analysen von CPR (Quelle: Check Point Software Technologies Ltd.)<\/i><\/p>\n<p>Zusammen machen die f\u00fcnf f\u00fchrenden Markennamen mehr als die H\u00e4lfte aller Marken-Phishing-Aktivit\u00e4ten in diesem Quartal aus. Betr\u00fcger konzentrieren sich nicht auf Tausende, sondern auf eine kleine Gruppe von Marken, die fast jeder kennt und t\u00e4glich nutzt.<\/p>\n<h2>Warum ist ChatGPT pl\u00f6tzlich in die Rangliste aufgestiegen?<\/h2>\n<p>Zum ersten Mal tauchte ChatGPT unter den zehn am h\u00e4ufigsten imitierten Marken auf, die in diesem Bericht erfasst wurden. Dieser Trend zeigt, worauf Angreifer k\u00fcnftig ihr Augenmerk richten werden. Da KI-Tools f\u00fcr Millionen von Menschen, die damit Abonnements, Zahlungen und Arbeitsaufgaben verwalten, von einer Neuheit zur t\u00e4glichen Gewohnheit werden, werden sie zu einem ebenso attraktiven Ziel wie Banken oder Tech-Riesen.<\/p>\n<p>In einem Beispiel vom Juni war eine gef\u00e4lschte Rechnungs-E-Mail zu ChatGPT-Plus so gestaltet, dass sie genau wie eine Benachrichtigung von OpenAI \u00fcber einen Zahlungsfehler aussah. Sie f\u00fchrte dann auf eine Seite, die darauf ausgelegt war, Kreditkartendaten abzugreifen. Es ist zu erwarten, dass KI-Plattformen in den kommenden Quartalen weiter in dieser Liste aufsteigen werden.<\/p>\n<h2>Welche Branchen sind am st\u00e4rksten betroffen?<\/h2>\n<p>Der Technologiesektor war insgesamt der am h\u00e4ufigsten imitierte Bereich, dicht gefolgt von sozialen Netzwerken und dem Bankwesen. Dies deckt sich nahtlos mit der oben dargestellten Markenrangliste. Die Branchen, die am st\u00e4rksten unter Druck stehen, sind diejenigen, die mit digitalen Identit\u00e4ten, beruflichen Beziehungen und Finanztransaktionen arbeiten. Oft sollen Anmeldedaten genau von den Konten abgesch\u00f6pft werden, die die meisten Menschen am st\u00e4rksten sch\u00fctzen w\u00fcrden. Oft wissen die Opfer allerdings gar nicht, dass sie Ziel eines Angriffs sind.<\/p>\n<h2>Wie sehen echte Phishing-Versuche aus?<\/h2>\n<p>Die folgenden Beispiele dokumentierter F\u00e4lle aus dem vergangenen Quartal zeigen, wie vielf\u00e4ltig Betrugsmaschen sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Michael Kors. Eine registrierte Nachahmer-Website des nahmhaften Designer-Mode-Anbieters ahmte das gesamte Einkaufsprozedere nach: Vom St\u00f6bern \u00fcber den Warenkorb bis hin zur Kasse war alles darauf ausgelegt, unter dem Deckmantel eines echten Kaufs Zahlungsinformationen abzugreifen.<\/li>\n<li>UNIQLO. In einem Markt, in dem UNIQLO offiziell nicht vertreten ist, tauchte eine gef\u00e4lschte regionale Shop-Seite auf. Ein verr\u00e4terisches Detail war, dass die Social-Media-Symbole nicht mit den echten Konten von UNIQLO verlinkt waren.<\/li>\n<li>Apple. Eine gef\u00e4lschte iCloud-Anmeldeseite, die auf Russisch angezeigt wurde, verwendete das echte Logo und das Branding von Apple. Die Anmeldeschaltfl\u00e4che selbst funktionierte nicht, was darauf hindeutet, dass sich die Seite vor einer umfassenderen Kampagne noch in der Testphase befand.<\/li>\n<li>PayPal. Eine nahezu identische Anmeldeseite wies ein deutlich verzerrtes PayPal-Logo auf \u2013 ein wahrscheinliches Anzeichen daf\u00fcr, dass es mit einem KI-Bildbearbeitungstool erstellt und nicht aus den tats\u00e4chlichen Vorlagen von PayPal \u00fcbernommen worden war.<\/li>\n<li>Microsoft. Auf einer gef\u00e4lschten Support-Seite wurde ein dringendes Office-Sicherheitsupdate beworben. Durch das Anklicken wurde jedoch nichts von Microsoft installiert, sondern eine getarnte ausf\u00fchrbare Datei bereitgestellt \u2013 der erste Schritt einer Malware-Infektion.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beispiel-Screenshots der Fake-Phishing-Seiten finden sich im <a href=\"https:\/\/blog.checkpoint.com\/research\/which-brands-are-impersonated-most-inside-the-q2-2026-brand-phishing-report\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brand Phishing Ranking-Report f\u00fcr das Q2 2026<\/a>.<\/p>\n<h2>Woran erkennt man Phishing-Versuche?<\/h2>\n<p>In fast jedem Fall von Phishing oder Brand Phishing zeigen sich einige Muster. Ein Gef\u00fchl der Dringlichkeit soll zun\u00e4chst einen Handlungsanreiz liefern. Vermeintliche fehlgeschlagene Zahlungen, Sicherheitswarnungen und erforderliche Updates dr\u00e4ngen einen dazu, zu handeln, bevor man \u00fcberhaupt nachdenken kann. Genau das wollen die Betr\u00fcger forcieren.<\/p>\n<p>Auch kleine visuelle Unstimmigkeiten sind h\u00e4ufig bemerkbar. Ein verzerrtes Logo, eine Schaltfl\u00e4che, die nicht reagiert, Symbole, die ins Leere f\u00fchren. Auf den ersten Blick fallen diese Dinge nicht auf, doch bei genauerer Betrachtung werden sie meist sichtbar. Domains stimmen zudem selten exakt mit der echten Marke \u00fcberein. Eine leicht abweichende Schreibweise, eine ungew\u00f6hnliche Endung oder eine Domain, die eigentlich gar nicht dazu bestimmt ist, Inhalte dieser Marke zu hosten, ist bereits ein starkes Warnsignal.<\/p>\n<p>Von KI generierte Inhalte hinterlassen au\u00dferdem zunehmend ihre eigenen Spuren. Da Logos und Seiten mit KI-Tools gef\u00e4lscht werden, entwickeln sich subtile Verzerrungen und Unstimmigkeiten zu einem der zuverl\u00e4ssigsten Anzeichen, um eine F\u00e4lschung zu erkennen.<\/p>\n<h2>Wie kann man sich vor Phishing-Angriffen sch\u00fctzen?<\/h2>\n<p>Folgende Tipps sollten Nutzer beherzigen, um Phishing-Betr\u00fcgereien einen Schritt voraus zu sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Webadressen einer Marke immer direkt in den Browser eingeben, anstatt auf einen Link in einer E-Mail zu klicken \u2013 insbesondere bei Rechnungen oder Angelegenheiten, die die Kontosicherheit betreffen.<\/li>\n<li>Den Mauszeiger \u00fcber Schaltfl\u00e4chen und Links bewegen, bevor man darauf klickt, um zu sehen, wohin sie tats\u00e4chlich f\u00fchren.<\/li>\n<li>Unerwartete Zahlungs- oder Sicherheits-E-Mails von einer der f\u00fcnf f\u00fchrenden (oben gelisteten) Marken \u2013 und zunehmend auch von KI-Tools wie ChatGPT \u2013 mit besonderer Wachsamkeit behandeln, ganz gleich, wie \u00fcberzeugend das Branding wirkt.<\/li>\n<li>Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo immer sie verf\u00fcgbar ist, da sie auch dann noch wirksam ist, wenn ein Passwort kompromittiert wurde.<\/li>\n<li>Wirkt etwas seltsam, sei es ein verschwommenes Logo oder eine Schaltfl\u00e4che, die nicht reagiert, sollte man sich direkt beim Unternehmen \u00fcber einen bereits bekannten und vertrauten Kanal erkundigen, nicht \u00fcber Angaben in der verd\u00e4chtigen Nachricht selbst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unternehmen k\u00f6nnen sich zudem speziell vor Brand Phishing sch\u00fctzen, in dem sie folgende pr\u00e4ventive Sicherheitspraktiken umsetzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Phishing-Nachrichten zu stoppen, bevor sie den Posteingang erreichen, anstatt sich auf die Erkennung zu verlassen, wenn der Schaden bereits entstanden ist.<\/li>\n<li>Einsatz KI-gest\u00fctzter Erkennung, um Marken-Identit\u00e4tsbetrug, Business Email Compromise, das Sammeln von Anmeldedaten, QR-Code-Phishing und KI-generierte Angriffe mit einer Genauigkeit zu erkennen, die eine manuelle \u00dcberpr\u00fcfung nicht erreichen kann.<\/li>\n<li>Zusammenf\u00fchrung des E-Mail- und Workspace-Schutzes f\u00fcr Microsoft 365, Google Workspace und Kollaborationstools auf einer einzigen Plattform, um die betriebliche Komplexit\u00e4t zu reduzieren.<\/li>\n<li>Automatisierung von Untersuchungen und Reaktionen, damit Sicherheitsteams echte Bedrohungen schneller beseitigen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Omer Dembinsky, Data Research Manager bei Check Point Research, kommentiert:<br \/>\n\"Brand Phishing hat eine neue Stufe erreicht. Angreifer nutzen nicht mehr nur das Vertrauen in bekannte Technologiemarken aus, sondern imitieren nun auch KI-Chatbots, auf die sich die Menschen zunehmend im Alltag verlassen. Generative KI erm\u00f6glicht es Kriminellen in gro\u00dfem Umfang glaubw\u00fcrdige E-Mails, geklonte Websites und gef\u00e4lschte digitale Erlebnisse zu erstellen. Unternehmen m\u00fcssen ihren Fokus verlagern: statt erst nach einem Angriff zu reagieren, m\u00fcssen sie diese Bedrohungen verhindern, bevor Nutzer \u00fcberhaupt mit diesen in Kontakt kommen.\"<\/p>\n<h2>\u00dcber die Datengrundlage<\/h2>\n<p>Die Erkenntnisse stammen aus Check Points KI-Plattform ThreatCloud, die t\u00e4glich Millionen von Indikatoren f\u00fcr Kompromittierungen (IoCs) analysiert. ThreatCloud wird von \u00fcber 50 KI-gesteuerten Engines angetrieben und mit Informationen aus mehr als 150 000 Netzwerken und Millionen von Endpunkten gespeist. Damit bietet ThreatCloud einen der umfassendsten Echtzeit-\u00dcberblicke der globalen Bedrohungslage, die derzeit verf\u00fcgbar sind<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherheitsanbieter Check Point hat k\u00fcrzlich den\u00a0Brand Phishing Ranking-Report f\u00fcr das Q2 2026 vorgelegt. 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