{"id":327983,"date":"2026-07-30T23:47:17","date_gmt":"2026-07-30T21:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=327983"},"modified":"2026-07-31T01:37:58","modified_gmt":"2026-07-30T23:37:58","slug":"ai-worming-in-microsoft-word-mittels-copilot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/07\/30\/ai-worming-in-microsoft-word-mittels-copilot\/","title":{"rendered":"\"AI Worming\" in Microsoft Word mittels Copilot"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; float: left; border-width: 0px;\" title=\"Edge\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Copilot.jpg\" alt=\"Copilot\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Der norwegische Sicherheitsforscher H\u00e5kon M\u00e5l\u00f8y ist auf eine Schwachstelle in Microsoft 365 gesto\u00dfen. In Microsoft Word-Dokumenten eingebettete Instruktionen k\u00f6nnen Microsoft Copilot ansprechen und dort einzelne Operationen ausl\u00f6sen. So ist es m\u00f6glich, Dokumentinhalte zu ver\u00e4ndern oder in ein zweites Dokument zu kopieren, ohne dass der Nutzer das mitbekommt. Der Ansatz erm\u00f6glichte sogar die\u00a0 Infektion weiterer Dokumente. Microsoft will diese Schwachstelle inzwischen abgeschw\u00e4cht haben &#8211; der Entdecker sagt aber, dass es derzeit keine wirksame Abhilfe gebe.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/69224ed33dcb4b13901581877e2af474\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Der Sachverhalt lag eigentlich die ganze Zeit \"auf dem Tisch\", es brauchte nur noch einen Nachweis, wie sich Microsoft Word austricksen und der von Microsoft integrierte Copilot missbrauchen l\u00e4sst. Genau diese M\u00f6glichkeit hat H\u00e5kon M\u00e5l\u00f8y gefunden, an Microsoft gemeldet und inzwischen im Blog-Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/enklypesalt.com\/posts\/context-collapse-part3-ai-worming-through-word\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Context Collapse, Part 3 &#8211; AI Worming through Word<\/a> dokumentiert. Ich bin u.a. bei The Register auf <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/security\/2026\/07\/29\/word-worm-crawls-into-copilot-spreads-chaos\/5280588\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Sachverhalt<\/a> gesto\u00dfen.<\/p>\n<h2>Der Angriff auf Copilot per Word-Dokument<\/h2>\n<p>H\u00e5kon M\u00e5l\u00f8y schreibt, dass der Angreifer versteckte Anweisungen in ein externes, aber freigegebenes Word-Dokument einf\u00fcgen kann. Wird dieses Dokument dann in Word geladen, k\u00f6nnten diese Anweisungen in Copilot als Teil der Anfrage des Benutzers interpretiert werden.<\/p>\n<p>Letztendlich ist es dadurch m\u00f6glich, dass die Anweisungen dazu f\u00fchren, dass das gerade entworfene oder bearbeitete Word-Dokument durch Copilot manipuliert wird. Copilot k\u00f6nnte die versteckten Anweisungen anschlie\u00dfend auch in das resultierende Dokument kopieren und dieses Dokument so zu einem neuen Tr\u00e4ger f\u00fcr eine Manipulation machen.\u00a0 Wird der Tr\u00e4ger anschlie\u00dfend in einem anderen Copilot-gest\u00fctzten Arbeitsablauf mit Word verwendet, lie\u00dfen sich die Anweisungen erneut durch Copilot auswerten.<\/p>\n<p>Dadurch entsteht quasi ein AI-Word-Worm, der auf weitere Word-Dokument \u00fcberspringen und per Copilot ausgel\u00f6st werden kann. Das ist ein Szenario, auf welches\u00a0 ich bereits seit Einf\u00fchrung des Copilot warte.<\/p>\n<h2>Details werden zur\u00fcckgehalten<\/h2>\n<p>M\u00e5l\u00f8y beschreibt das Problem in seiner Offenlegung zwar sehr ausf\u00fchrlich, h\u00e4lt jedoch die Details des \"Payloads\", die eine prompt-Injection erm\u00f6glichen und die Copilot-Aktionen ausl\u00f6sen zur\u00fcck. Er argumentiert, dass es unverantwortlich w\u00e4re, \u00fcber die Beschreibung der Sicherheitsl\u00fccke hinausgehende Informationen offenzulegen, da es keine zuverl\u00e4ssigen Abhilfema\u00dfnahmen gebe.<\/p>\n<p>The Register zitiert eine Stellungnahme des Sicherheitsforschers folgenderma\u00dfen: \"Wir haben uns mit den vom Forscher gemeldeten Erkenntnissen befasst und danken ihm f\u00fcr die Zusammenarbeit im Rahmen der koordinierten Offenlegung von Sicherheitsl\u00fccken. Um dieser Art von Risiko zu begegnen, verfolgen wir eine Strategie der mehrschichtigen Verteidigung mit Schutzma\u00dfnahmen, die b\u00f6swillige Anweisungen an mehreren Stellen blockieren und dazu beitragen, dass Aufgaben den Anforderungen der Benutzer entsprechen. Wir verst\u00e4rken diese Schutzma\u00dfnahmen kontinuierlich, w\u00e4hrend sich die Technologie und die Bedrohungslage weiterentwickeln. Wir empfehlen unseren Kunden, die neuesten Updates zu installieren, mehrschichtige Sicherheitsma\u00dfnahmen zu nutzen, Inhalte aus unbekannten Quellen mit Vorsicht zu behandeln und von KI generierte Inhalte zu \u00fcberpr\u00fcfen, bevor sie diese verwenden oder weitergeben.\"<\/p>\n<p>Ist irgendwie um den hei\u00dfen Brei herum reden in meinen Augen. Denkbar w\u00e4re es, dass die IT externe Dokumente zur Verwendung in Word \/ Copilot sperrt. Ob dies praktikabel ist, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>\"Meines Wissens nach geh\u00f6rt dies zu den ersten \u00f6ffentlichen Demonstrationen der selbstst\u00e4ndigen Verbreitung eines dokumentbasierten KI-Wurms \u00fcber normale Arbeitsabl\u00e4ufe in einer g\u00e4ngigen kommerziellen Office-Suite\", sagt M\u00e5l\u00f8y. Der Sicherheitsforscher hat seine Erkenntnisse ver\u00f6ffentlicht, weil die mit Microsoft vereinbarte Koordinierungsfrist abgelaufen ist. Er schreibt,\u00a0 dass seine Tests zeigen, dass derzeit keine robuste Abhilfema\u00dfnahme f\u00fcr die \u00fcbergeordnete Schwachstellenklasse verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Zwei Versuche zur Behebung, darunter ein Modell-Upgrade, konnten die Schwachstellenklasse nicht schlie\u00dfen. Keine guten Voraussetzungen, Copilot in Word unbeschwert zu nutzen, finde ich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der norwegische Sicherheitsforscher H\u00e5kon M\u00e5l\u00f8y ist auf eine Schwachstelle in Microsoft 365 gesto\u00dfen. In Microsoft Word-Dokumenten eingebettete Instruktionen k\u00f6nnen Microsoft Copilot ansprechen und dort einzelne Operationen ausl\u00f6sen. 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