{"id":329608,"date":"2026-09-15T00:01:01","date_gmt":"2026-09-14T22:01:01","guid":{"rendered":"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=329608"},"modified":"2026-09-15T00:24:50","modified_gmt":"2026-09-14T22:24:50","slug":"revolut-hack-ueber-kompromittierte-italienische-behoerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/09\/15\/revolut-hack-ueber-kompromittierte-italienische-behoerden\/","title":{"rendered":"Revolut-Hack \u00fcber kompromittierte italienische Beh\u00f6rden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" title=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Sicherheit_klein.jpg\" alt=\"Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)\" width=\"200\" align=\"left\" \/>Zum Wochenende hatte ich \u00fcber einen Datenabfluss bei der Neobank Revolut berichtet. Die Bank ist auf eine gef\u00e4lschte Datenanforderung einer angeblichen Beh\u00f6rde hereingefallen und hat sensible Kundendaten (Ausweiskopien etc.) an Betr\u00fcger herausgegeben. Die Aktion wurde meinen Informationen nach von langer Hand durch einen Hack italienischer Beh\u00f6rden vorbereitet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>R\u00fcckblick auf den Revolut-Hack<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/eb1888f0ac68476a8f4b1df7616db157\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Die 2015 digitale Bank (Neobank) <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/fe508f6f759b488ba511fba8817c9d45\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" data-cmp-info=\"10\" \/><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Revolut\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Revolut<\/a> mit Sitz in London ist Opfer eines \"Hacks\" geworden. Bereits zum 28. Juli 2026 berichtete die Berliner Zeitung in\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/angebliches-datenleck-bei-revolut-75-millionen-datensaetze-im-darknet-bank-widerspricht-10241717\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Artikel<\/a>, dass ein Cyberkrimineller im Darknet eine Datenbank mit angeblich 75 Millionen Eintr\u00e4gen der Neobank Revolut anbietet. Der Preis von 500 Dollar lie\u00df das Angebot als \"unseri\u00f6s\" gelten und das Unternehmen bestritt einen aktuellen Sicherheitsvorfall.<\/p>\n<p>Zum Samstag, den 12. September 2026, sind mir auf X mehrere Tweets (<a href=\"https:\/\/x.com\/LefterisJP\/status\/2098664847432921272\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/x.com\/LefterisJP\/status\/2098664847432921272\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) untergekommen, die \u00fcber ein Datenleck bei der Revolut-Bank berichteten. Die Bank informierte Kunden \u00fcber einen Vorfall, bei dem viele sensible Kundendaten wie Kopien von P\u00e4ssen und F\u00fchrerscheinen, Selfies zur Identit\u00e4tspr\u00fcfung sowie pers\u00f6nliche Informationen (Namen, Geburtsdaten, Berufe, Postadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern), aber auch Daten wie IBAN, Kontoausz\u00fcge und vollst\u00e4ndige Transaktionshistorien, einschlie\u00dflich Bitcoin-Operationen abgeflossen sind.<\/p>\n<p>Die sensiblen Daten dieser Kunden sollen direkt von der Revolut-Neobank an einen Akteur KYC (Kidnap Your Customer) weitergegeben worden sein. Dem Akteur KYC ist es wohl gelungen, die Bank \u00fcber eine gef\u00e4lschte beh\u00f6rdlichen Anfrage zur Datenweitergabe zu t\u00e4uschen und so die Daten zu erhalten. Ich hatte im Blog-Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2026\/09\/13\/datenleck-revolut-gibt-sensible-nutzerdaten-an-angreifer\/\">Datenleck: Revolut gibt sensible Nutzerdaten an Angreifer<\/a> die mir bekannten Informationen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<h2>Aktion von langer Hand vorbereitet<\/h2>\n<p>Gerade bin ich \u00fcber nachfolgenden <a href=\"https:\/\/x.com\/IntCyberDigest\/status\/2099576835939946735\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tweet<\/a> von International Cyber Digest gesto\u00dfen. Diese Quelle ist i.d.R. gut vernetzt und h\u00e4lt valide Informationen vor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/x.com\/IntCyberDigest\/status\/2099576835939946735\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-329611\" title=\"Revolut Hack\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Revolut-Hack.jpg\" alt=\"Revolut Hack\" width=\"586\" height=\"621\" srcset=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Revolut-Hack.jpg 640w, https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Revolut-Hack-283x300.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Quelle gibt an, in Kontakt mit dem (oder den) Revolut-Hacker(n) zu stehen. Seinen Angaben zufolge hat der Angreifer nicht nur Revolut-Daten entwendet, sondern auch mehrere italienische Strafverfolgungsbeh\u00f6rden kompromittiert. Der oder die Hacker behaupte(n), dass die gegen Revolut gerichtete Operation sechs Monate lang lief und dass italienische Strafverfolgungssysteme genutzt wurden, um Datenanfragen an Revolut zu senden.<\/p>\n<p>Die Angreifer behaupten, \u00fcber 147 GB an Daten zu verf\u00fcgen, die sie von der italienischen Seite erbeutet haben. Darunter befinden sich angeblich interne Dokumente, Kalender und pers\u00f6nliches Material, darunter auch die Chat-Protokolle eines Bundesbeamten, der sich mit seiner Frau streitet.<\/p>\n<p>Die Hacker haben zudem laut <a href=\"https:\/\/x.com\/IntCyberDigest\/status\/2099576839018619021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Tweet<\/a> eine Webseite mit Informationen ver\u00f6ffentlicht.\u00a0Der Angreifer \"IAmNotAVillain\" gibt an, dass der Gro\u00dfteil der Revolut-Daten aus der Schweiz und Frankreich stammt. Revolut habe angeblich auch Daten zu Einwohnern aus Zypern, Portugal, Deutschland, Spanien, Bulgarien, Tschechien, Rum\u00e4nien, Polen, Malta, Norwegen, Schweden, Italien, Griechenland, Niederlande, Lettland, \u00d6sterreich, Belgien, Estland, Kroatien, Irland, Slowakei, Finnland, Litauen, Ungarn, D\u00e4nemark, T\u00fcrkei, Monaco, Luxemburg, Bahamas, Slowenien und Gro\u00dfbritannien weiter gegeben. Unter den Datens\u00e4tzen tauchen wohl auch prominente Namen von Revolut-Kunden auf.<\/p>\n<p>Dieses Szenario klingt in sich logisch, wenn es zutrifft. Wenn die Angreifer italienische Strafverfolgungssysteme hacken konnten, er\u00f6ffnet dies die M\u00f6glichkeit, \u00fcber diese Systeme Auskunftsersuchen an die Bank zu stellen. Diese musste davon ausgehen, dass diese Ersuchen legitim waren. Sprich: Das gesamte System der Digitalisierung beginnt zu wackeln. Wem kannst Du noch vertrauen, wenn eine Herausgabeanforderung f\u00fcr Daten eintrudelt? In Deutschland kenne ich es von bestimmten Stellen (z.B. Mail-Provider), dass Anfragen \u00fcberwiegend abgelehnt werden, weil der Nachweis der Berechtigung durch Beh\u00f6rden oder Strafverfolger unzureichend belegt wurde (z.B. ungesicherte \u00dcbermittlung der Anfrage).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Wochenende hatte ich \u00fcber einen Datenabfluss bei der Neobank Revolut berichtet. Die Bank ist auf eine gef\u00e4lschte Datenanforderung einer angeblichen Beh\u00f6rde hereingefallen und hat sensible Kundendaten (Ausweiskopien etc.) an Betr\u00fcger herausgegeben. 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