{"id":55,"date":"2009-12-13T18:34:32","date_gmt":"2009-12-13T13:34:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick\/"},"modified":"2024-08-31T10:56:12","modified_gmt":"2024-08-31T08:56:12","slug":"teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick\/","title":{"rendered":"1: Virtualisierungsl&ouml;sungen f&uuml;r Windows 7 im &Uuml;berblick (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Microsoft stellt f\u00fcr Windows 7 den sogenannten \"XP-Mode\" bereit, der das Ausf\u00fchren \u00e4lterer Windows-Anwendungen unter Windows XP Professional erm\u00f6glicht. Hinter den Kulissen arbeitet aber eine Virtualisierungsl\u00f6sung \"Windows Virtual PC\", die ganz bestimmte Anforderungen stellt. Der folgende Beitrag beleuchtet, was Windows Virtual PC (VOP) kann und welche Anforderungen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Abseits von VPC gibt es aber andere Virtualisierungsl\u00f6sungen, deren M\u00f6glichkeiten ich ebenfalls anrei\u00dfe.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/fa470d86a8fb4f3a99209d44cae57e6f\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/> <!--more--><\/p>\n<h3>Grunds\u00e4tzliches zu Virtualisierungsl\u00f6sungen<\/h3>\n<p>Virtualisierung stellt eine M\u00f6glichkeit dar, die Hardware eines Computers f\u00fcr mehrere Aufgaben zu nutzen oder Anwendungen bzw. ein Betriebssystem zu isolieren. Hierbei l\u00e4sst sich zwischen Anwendungs- und Betriebssystemvirtualisierung unterscheiden.<\/p>\n<ul>\n<li>Bei Anwendungsvirtualisierung sorgt eine Virtualisierungssoftware daf\u00fcr, dass durch die Anwendung durchgef\u00fchrte \u00c4nderungen sich nicht direkt auf das zugrunde liegende Betriebssystems auswirken. Bei der Anwendungsvirtualisierung unter Windows f\u00e4ngt die Virtualisierungsl\u00f6sung z. B. alle Datei- und Registrierungszugriffe ab und speichert diese \u00c4nderungen in separaten Dateien. Dies erm\u00f6glicht bei Bedarf die Virtualisierungsschicht zu l\u00f6schen, so dass alle von der Anwendung durchgef\u00fchrte \u00c4nderungen (Dateien, Registrierungs\u00e4nderungen) verworfen werden.<\/li>\n<li>Bei der Betriebssystemvirtualisierung stellt die Virtualisierungssoftware eine komplette Virtualisierungsumgebung samt CPU, Arbeitsspeicher, Festplatten, CD-\/DVD-Laufwerken, Netzwerk, USB-Support etc. bereit. In dieser Virtualisierungsumgebung l\u00e4sst sich ein anderes Betriebssystem installieren und unter dem Hostbetriebssystem betreiben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um lediglich eine Anwendung vom Betriebssystem zu isolieren (z.B. sinnvoll bei auftretenden Kompatibilit\u00e4tskonflikten mit anderen Anwendungen oder zum \"schmerzfreien\" Testen von Software), reicht eigentlich eine Anwendungsvirtualisierungsschicht. Dummerweise stehen f\u00fcr Privatanwender unter Windows 7 kaum M\u00f6glichkeiten f\u00fcr diesen Ansatz zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr Privatanwender kommt lediglich Sandboxie zur Anwendungsvirtualisierung in Frage. Allerdings ist Sandboxie stark eingeschr\u00e4nkt, Anwendungen, die eine Installation erfordern, lassen sich nicht wirklich verwenden (zumindest scheitert bei mir der Aufruf der erforderlichen Windows-Installerdienste). Die Altiris SVS-Personal-Anwendungsvirtualisierung h\u00e4tte eine geniale Sache sein k\u00f6nnen &#8211; unter Windows XP habe ich diesen Ansatz recht produktiv zum Testen von Software verwenden k\u00f6nnen. Allerdings wurde Altiris bzw. deren Produktportolio von Symantec aufgekauft und die SVS-Personal 2.1 l\u00e4uft nicht wirklich unter Windows 7.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund m\u00f6chte ich mich in diesem Blog-Beitrag auf die komplette Virtualisierung einer Betriebssystemumgebung konzentrieren. Um eine solche Virtualisierungsl\u00f6sung in Windows 7 einzusetzen, muss eine entsprechende Software installiert werden. Hierbei gibt es verschiedene kostenpflichtige und kostenlose Produkte. wie Microsoft Virtual PC 2007, Windows Virtual PC, VirtualBox 3.1, VMware Player 3.0 (und VMware Server 1.x). Diese hier aufgef\u00fchrten Produkte stehen kostenlos zur Verf\u00fcgung und erm\u00f6glichen unter Windows 7 eigentlich beliebige Gast-Betriebssysteme zu installieren.<\/p>\n<h3>Hardwareanforderungen und Grenzen des Virtualisierungskonzepts<\/h3>\n<p>Aus Sicht des Anwenders ist als erstes zu kl\u00e4ren, welche Anforderungen die Virtualisierungsprodukte haben und was eine solche Virtualisierungsl\u00f6sung kann bzw. was nicht funktioniert.<\/p>\n<p>Ein kritischer Punkt ist die Frage, ob eine Virtualisierungsunterst\u00fctzung durch die CPU vorausgesetzt wird. Dies ist beispielsweise bei Windows Virtual PC der Fall. Warum dieser Ansatz Vorteile bringt, l\u00e4sst sich in einem ganz guten <a title=\"Virtualisierungsgrundlagen\" href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20160330024441\/http:\/\/www.tecchannel.de:80\/server\/virtualisierung\/432777\/amd_pacifica_virtualisierung_von_cpu_speicher\/\">Artikel in tecchannel<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>Sowohl AMD (Pacifica) als auch Intel (Vanderpol) bieten Prozessoren mit entsprechender Funktion an. Problem aus Anwendersicht ist allerdings, dass bis Ende 2009 die typischen Konsumersysteme ohne Virtualisierungsunterst\u00fctzung durch die CPU daherkommen. Bei Rechnern mit AMD-CPU sieht es etwas besser aus, das Athlon II X2 und Opteron seit l\u00e4ngerem die VT-Technik unterst\u00fctzen. Bei Intel-Systemen ist mir im Konsumerbereich erst der Ende November \u00fcber Aldi verkaufte Medion Akoya P7340 D als VT-f\u00e4hig aufgefallen. Es brauchte allerdings 3 Anfragen meinerseits an Medion, bevor im Vorfeld gekl\u00e4rt war, ob die Virtualisierung m\u00f6glich ist. Denn neben der CPU m\u00fcssen auch das BIOS und das Mainboard entsprechende Unterst\u00fctzung bieten. Einige Hersteller (z.B. Sony bei der Vaio-Notebook-Reihe) deaktivieren die Virtualisierungsunterst\u00fctzung im BIOS oder verbauen ein BIOS, welches den Virtualisierungsmodus nicht freischaltet. Dies hat durchaus praktische Gr\u00fcnde, da sich die Virtualisierung pr\u00e4chtig von RootKits nutzen l\u00e4sst, um sich vor dem eigentlichen Betriebssystem zu verstecken. Und im Konsumerbereich ist dies das letzte, was man ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Virtualisierungsl\u00f6sung wie VirtualBox, VMware Player\/Workstation\/Server oder auch Microsoft Virtual PC 2007 erm\u00f6glichen daher auch eine softwareseitige Realisierung der Virtualisierungsfunktionen und sind aus Anwendersicht die momentan schmerzfreiere L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Was man bez\u00fcglich der Virtualisierungsl\u00f6sungen auch beachten sollte, ist die Tatsache, dass sich nicht alles virtualisieren l\u00e4sst. W\u00e4hrend die Bereitstellung von CPU-Leistung, Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher, Soundausgang oder CD-\/DVD-Laufwerken keine Probleme aufwirft, kommt es bei USB-, Parallel- und Serial-Schnittstellen ggf. zu Einschr\u00e4nkungen. Bei VMware k\u00f6nnen aber alle diese Schnittstellenvarianten seit Jahren genutzt werden, w\u00e4hrend VirtualBox eine funktionierende USB-Unterst\u00fctzung erst seit kurzem bereitstellt. Auch die Virtualisierung eines Netzwerkadapters funktioniert bei allen erw\u00e4hnten Virtualisierungsl\u00f6sungen zwischenzeitlich.<\/p>\n<p>Was bei allen L\u00f6sungen nicht funktioniert, ist die exklusive Nutzung von PCI-Steckpl\u00e4tzen in der Virtualisierungsumgebung durch das Gastbetriebssystem. Dies hat den gravierenden Nachteil, dass PCI-Steckkarten (z.B. ISDN-Karten oder DVB-Empf\u00e4nger) nicht an eine virtualisiertes Gast-Betriebssystem durchgereicht werden k\u00f6nnen. Wer also keine Treiber f\u00fcr seine ISDN- oder DVB-Karte f\u00fcr Windows 7 auftreiben kann, kommt mit einer Virtualisierungsl\u00f6sung nicht weiter. Was aber prima funktioniert, ist die Unterst\u00fctzung von USB-Ger\u00e4ten durch die Virtualisierungssoftware. Das USB-Ger\u00e4t wird einfach im Hostbetriebssystem durch einen Universal USB-Treiber der Virtualisierungssoftware eingebunden, die dann die USB-Daten an die virtuelle Maschine weiterreicht. Im Gast-Betriebssystem lassen sich dann die ben\u00f6tigten Treiber installieren. Auf diese Weise habe ich beispielsweise USB-Scanner oder USB-Webcams unter Windows XP in Betrieb nehmen k\u00f6nnen. Selbst der Test eines USB-DVB-T-Sticks verlief mit entsprechender Herstellersoftware unter Windows 7 HP auf einem QuadCore (2,5 GHz) erfolgreich.<\/p>\n<h3>Virtualisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Windows 7<\/h3>\n<p>In den Folgebeitr\u00e4gen m\u00f6chte ich einige Virtualisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Windows 7 beleuchten.<\/p>\n<p>1. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick\/\">Virtualisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Windows 7 im \u00dcberblick (Teil 1)<\/a><br \/>\n2. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/2-microsoft-virtual-pc-2007-und-windows-virtual-pc\/\">Microsoft Virtual PC 2007 und Windows Virtual PC (Teil 2)<\/a><br \/>\n3. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/sun-virtualbox-3-1\/\">Sun VirtualBox 3.1 (Teil 3)<\/a><br \/>\n4. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server\/\">VMware Player und VMware Workstation\/VMware Server (Teil 4)<\/a><br \/>\n5. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/5-windows-xp-mode-fur-windows-7\/\">Windows XP-Mode f\u00fcr Windows 7 (Teil 5)<\/a><br \/>\n6. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/6-fazit-und-erfahrungen\/\">Fazit und Erfahrungen (Teil 6)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Folge von Blog-Beitr\u00e4gen beleuchtet Virtualisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Windows 7.<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[4299,4294],"class_list":["post-55","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-virtualisierung","tag-virtualisierung","tag-windows-7"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}