{"id":67,"date":"2009-12-14T20:26:23","date_gmt":"2009-12-14T15:26:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server\/"},"modified":"2024-07-26T18:31:02","modified_gmt":"2024-07-26T16:31:02","slug":"vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server\/","title":{"rendered":"4. VMware Player und VMware Workstation\/VMware Server"},"content":{"rendered":"<p>Von der Firma VMware steht eine ganze Palette an Virtualisierungsprodukten zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr den Einsatz im privaten Umfeld kommen der kostenlose VMware Player 3.0, der kostenlose VMware Server 1.x oder die kostenpflichtige VMware Workstation 6 in Frage.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/f775c715cd9d41f09e384830f0c11a3c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die VMware-Produkte lassen sich von der Internetseite www.vmware.com herunterladen. Der Download umfasst f\u00fcr VMware Player 3.0, VMware Server 1.x oder die kostenpflichtige VMware Workstation 6 gut 500 MByte (je nach Produkt sogar mehr). Vom Einsatz des VMware Server 2.0 rate ich ab, da dieser nur noch mit einem Web-Interface zur Bedienung ausgeliefert wird, dessen Konfiguration unter Windows 7 Home Premium recht kniffelig ist (konkret ist es mir bisher nie gelungen, auf den Server zuzugreifen).<\/p>\n<p>Der Vorteil von VMware Server 1.x gegen\u00fcber dem VMware Player 3.0 besteht darin, dass dieses Produkt umfangreichere Konfigurierm\u00f6glichkeiten bietet und auch Schnappsch\u00fcsse zul\u00e4sst. Allerdings ist im VMware Server 1.x keine Aero-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Windows-Gastbetriebssysteme m\u00f6glich. Aero wird aber vom VMware Player 3.0 sowie von VMware Workstaion 6.0 unterst\u00fctzt. In der Workstation stehen auch Schnappsch\u00fcsse und erweiterte Konfigurierm\u00f6glichkeiten bereit.<\/p>\n<h3>VMware Player 3.0 als Virtualisierungsl\u00f6sung<\/h3>\n<p>Waren die fr\u00fcheren Versionen des VMware Player strikt auf die Wiedergabe einer virtuellen Maschine begrenzt (die mit VMware Workstation, VMware Server etc. konfiguriert wurde), verf\u00fcgt der Player in der Version 3.0 auch \u00fcber eine M\u00f6glichkeit, eigene virtuelle Maschinen aufzusetzen.<\/p>\n<p>Der VMware Player 3.0 besitzt mit ca. 500 Mbyte allerdings den gr\u00f6\u00dften Download-Umfang im Vergleich zu den anderen Virtualisierungsl\u00f6sungen der Wettbewerber, bietet daf\u00fcr aber recht viele Funktionen. So lassen sich dem Gastbetriebssystem neben mehreren virtuellen Festplatten und CD-\/DVD-Laufwerken auch serielle, parallele und USB-Schnittstellen bereitstellen. Soundausgang oder ein virtueller Druckerausgang k\u00f6nnen ebenfalls konfiguriert werden.<\/p>\n<p>Nach der Installation wird der VMware Player \u00fcber Startmen\u00fc- und Desktopeintr\u00e4ge aufgerufen. \u00dcber die Befehle des Men\u00fcs <em>File<\/em> lassen sich neue virtuelle Maschinen aufsetzen, wobei dies durch einen Assistenten unterst\u00fctzt wird. Bestehende virtuelle Maschinen werden in der linken Spalte des Playerfensters aufgelistet. W\u00e4hlen Sie einen Eintrag an und klicken Sie auf den im rechten Fensterteil angezeigten Hyperlink <em>Edit virtual machine settings<\/em>, erscheint ein separates Eigenschaftenfenster. \u00dcber die Registerkarte <em>Hardware und Options<\/em> k\u00f6nnen Sie die Einstellungen der virtuellen Maschine anpassen. Die Schaltfl\u00e4chen <em>Add<\/em> und <em>Remove<\/em> der Registerkarte <em>Hardware<\/em> erm\u00f6glichen Ihnen dabei Komponenten wie virtuelle Festplatten (IDE und SCSI-Adapter), Netzwerkadapter etc. zur virtuellen Maschine hinzuzuf\u00fcgen oder wieder zu entfernen. Voraussetzung zur Konfigurierung einer virtuellen Maschine ist aber, dass diese nicht aktiv ist.<\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Auch beim VMware Player lassen sich virtuelle Festplatten (.vhd-Dateien) als Laufwerke einbinden. Wenn Sie eine neue virtuelle Maschine im VMware Player einrichten und dort eine bestehende .vhd-Datei als Festplatte einf\u00fcgen m\u00f6chten, ist aber ein kleiner Trick notwendig.<\/p>\n<ol>\n<li>Im Assistenten zum Aufsetzen einer neuen virtuellen Maschine lassen Sie nur eine Festplatte mit 100 Mbyte anlegen.<\/li>\n<li>Sobald die virtuelle Maschine eingerichtet wurde, rufen Sie die Registerkarte <em>Hardware<\/em> auf und entfernen die gerade angelegte Einheit \"Hard Disk\". Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen Sie \u00fcber <em>Add<\/em> den Assistenten zum Konfigurieren neuer Ger\u00e4te aufrufen.<\/li>\n<li>W\u00e4hlen Sie eine Festplatte als neues Ger\u00e4t, l\u00e4sst sich im Dialogfeld des Assistenten die Option <em>Use an existing virtual disk<\/em> ausw\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Im <em>Dialogfeld Browse for Virtual Disk File<\/em> zur Auswahl der virtuellen Laufwerksdatei m\u00fcssen Sie dann das Listenfeld mit dem Dateityp von \"VMware virtual disks (*.vmdk)\" auf \"All files (*.*)\" umstellen. Dann k\u00f6nnen Sie auch .vhd-Dateien ausw\u00e4hlen und als virtuelle Festplatten einbinden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Achten Sie aber darauf, dass diese .vhd-Dateien nicht unter Windows 7 eingebunden (gemountet) sind, da es sonst zu Zugriffskonflikten kommt.<\/p>\n<p><strong>Achtung:<\/strong> Sie k\u00f6nnen bestehende Windows-Betriebssysteminstallationen \u00fcber Tools wie disk2vhd (aus den Sysinternals-Tools) oder Paragon Virtualisation Manager 2009 in eine .vhd-Datei clonen. Beim Einbinden dieser .vhd in eine virtuelle Maschine verwendet VMware aber einen SCSI-Kontroller f\u00fcr das Festplattenlaufwerk. Windows verf\u00fcgt zwar \u00fcber SCSI-Treiber, die aber unter VMware (und auch unter VirtualBox oder VPC) nicht funktionieren. Vielmehr sind spezielle Treiber aus den Gasterweiterungen der jeweiligen Betriebssystemumgebung erforderlich. Diese lassen sich aber erst nach dem Booten des Gast-Betriebssystems installieren. Damit endet das Clonen also mit der klassischen \"Katze bei\u00dft sich in den Schwanz\"-Situation. Zur Installation der Gasterweiterungen wird ein laufendes Betriebssystem ben\u00f6tigt &#8211; Windows kann aber wegen fehlender SCSI-Unterst\u00fctzung nicht starten. Es kommt dann beim Booten eine Fehlermeldung, dass Windows nicht gefunden wurde oder besch\u00e4digt sei und Sie bitte eine Reparatur versuchen m\u00f6gen. Die Computerreperaturfunktionen finden aber nur dann eine Festplatte, wenn Sie beim Booten von einer Windows-Installationsdisk einen SCSI-Treiber aus den VMware-Tools einbinden. Beim Paragon Virtualisation Manager 2009 lassen sich zwar spezielle Treiber beim Clonen laufender Betriebssysteme einbinden. Mir ist es aber nicht gelungen, eine funktionsf\u00e4higes Windows XP-System auf eine .vhd zu clonen. Ich bin daher den Weg gegangen, das Betriebssystem in eine VMware .vmdk-Datei zu clonen. Anschlie\u00dfend habe ich den VMware Konverter 4.01 verwendet, um diese virtuelle Festplatte zu konvertieren. Anschlie\u00dfend lie\u00df sich diese virtuelle Maschine erfolgreich unter VMware Player 3.0 booten. Mangels Zeit habe ich dann weitere Versuche abgebrochen (allerdings hatte ich das gleiche Fehlerbild, sobald ich Gast-Betriebssysteme unter VPC oder VirtualBox in einer .vhd-Festplatte installieren lie\u00df und nicht darauf geachte habe, die Gasterweiterungen sofort zu installieren &#8211; auch dort habe ich mangels Zeit auf weitere Tests verzichtet).<\/p>\n<h3>Gastbetriebssystem im VMware Player 3.0 ausf\u00fchren<\/h3>\n<p>Ein Doppelklick auf den Eintrag einer virtuellen Maschine oder der Hyperlink <em>Play virtual maschine<\/em> bootet diese. Bei einer neuen virtuellen Maschine l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend ein Gastbetriebssystem \u00fcber CD\/DVD installieren. Unter VMware Player bzw. VMware Server habe ich so einige Gast-Betriebssysteme, angefangen von Windows XP, Windows Vista bis zu Windows 7, aber auch Linux-Derivate wie Ubuntu 8.x, SuSE Linux 11.x, Xandros, Moblin, Cromium OS sowie eine Experimentalvariante von Mac OS X zum Laufen gebracht. Besonders genial, die auf einem 64-Bit-BSD-Unix aufsetzende Mac-Variante l\u00e4uft mit Virtualisierungsunterst\u00fctzung durch die CPU sogar unter einem 32-Bit Windows 7 Home Premium. Ist allerdings nur ein \"proof of concept\", da es nicht alle OS-Funktionen tun. Je nach Gastbetriebssystem sind unterschiedliche Klimmz\u00fcge erforderlich. Bei Xandros Linux (Eee PC) muss z.B. ein eigener Kerneltreiber f\u00fcr die Netzwerkunterst\u00fctzung installiert werden und das Gastbetriebssysstem zeichnet sich durch eine \"laggende\" Maus aus. Linpus Lite (Acer Aspire One) lie\u00df sich grunds\u00e4tzlich nicht installieren (hab's aber noch nicht in den neuesten Virtualisierungsl\u00f6sungen pobiert). Bei Windows XP gab es die interessante Erfahrung, dass der Windows XP-Mode einen BlueScreen ausl\u00f6st, w\u00e4hrend die gleiche virtuelle Maschine einwandfrei unter VirtualBox booten konnte. Hier empfehle ich, eine Retail-Version von Windows XP SP3 (Home Edition oder Professional) zu installieren, da beide Varianten problemlos und \"smooth\" in der virutellen Maschine laufen. Gemischte Erfahrungen habe ich auch mit Chromium OS gemacht. Android empfehle ich eher in dem von Google im SDK bereitgestellten Emulator laufen zu lassen, da dieser weniger Ressourcen als eine Virtualisierungsl\u00f6sung verbr\u00e4t.<\/p>\n<p>Ist ein Gastbetriebssystem in der virtuellen Maschine installiert, wird dies gestartet und kann anschlie\u00dfend im Fenster des VMware Player ablaufen. Der \u00fcber das Men\u00fc <em>VM<\/em> w\u00e4hlbare Befehl <em>Enter Unitiy<\/em> schaltet das Windows-Gastsystem ebenfalls in einen Integrationsmodus, bei dem das Programmfenster verschwindet. Anwendungsfenster des Gastbetriebssystem tauchen auf direkt dem Windows 7-Desktop auf. Zeigt der Benutzer auf die Start-Schaltfl\u00e4che des Windows 7- Startmen\u00fcs, erscheint eine weitere Schaltfl\u00e4che, \u00fcber die sich das Startmen\u00fc eines Gast-Windows \u00f6ffnen l\u00e4sst. Als Besonderheit sei zu erw\u00e4hnen, dass VMware Player 3.0 bei Drucklegung dieses Buches die einzige L\u00f6sung war, die das Anzeigeschema Aero bei einem installierten Windows 7-Gastbetriebssystem unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3>Gasterweiterungen<\/h3>\n<p>Auch unter VMware Player m\u00fcssen Sie Gasterweiterungen installieren, um die Maus zwischen dem Fenster der virtuellen Maschine und dem Desktop bewegen zu k\u00f6nnen. Ohne Gasterweiterunen bewirkt ein Mausklick auf das Fenster des Gasts, dass Mausbewegungen und Tastatureingaben von der virtuellen Maschine gefangen werden. Um zum Hostbetriebssystem zur\u00fcck zu wechseln, m\u00fcssen Sie die Tastenkombination (Strg)+(Alt) dr\u00fccken. Dann werden Mauszeiger und Tastatureingaben f\u00fcr das Hostbetriebssystem freigegeben.<\/p>\n<p>1. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/teil-1-virtualisierungslosungen-fur-windows-7-im-uberblick\/\">Virtualisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Windows 7 im \u00dcberblick (Teil 1)<\/a><br \/>\n2. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/13\/2-microsoft-virtual-pc-2007-und-windows-virtual-pc\/\">Microsoft Virtual PC 2007 und Windows Virtual PC (Teil 2)<\/a><br \/>\n3. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/sun-virtualbox-3-1\/\">Sun VirtualBox 3.1 (Teil 3)<\/a><br \/>\n4. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/vmware-player-und-vmware-workstationvmware-server\/\">VMware Player und VMware Workstation\/VMware Server (Teil 4)<\/a><br \/>\n5. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/5-windows-xp-mode-fur-windows-7\/\">Windows XP-Mode f\u00fcr Windows 7 (Teil 5)<\/a><br \/>\n6. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2009\/12\/14\/6-fazit-und-erfahrungen\/\">Fazit und Erfahrungen (Teil 6)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Firma VMware steht eine ganze Palette an Virtualisierungsprodukten zur Verf\u00fcgung. 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