{"id":6960,"date":"2012-01-06T20:21:06","date_gmt":"2012-01-06T18:21:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2012\/01\/06\/windows-8-details-zum-storage-space\/"},"modified":"2019-03-25T00:13:08","modified_gmt":"2019-03-24T23:13:08","slug":"windows-8-details-zum-storage-space","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2012\/01\/06\/windows-8-details-zum-storage-space\/","title":{"rendered":"Windows 8: Details zum Storage Space"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/12\/05\/windows-8-storage-space-und-refs\/\">Hier<\/a> hatte ich ja bereits Anfang Dezember 2011 von einer als Storage Space bezeichneten Technik berichtet. Nun hat Steven Sinofsky im Windows Team Blog einen Artikel [<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">3<\/a>] zum Thema ver\u00f6ffentlicht und beschreibt die neue Windows 8-Funktion.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/4ee4442c82f44c0d836d6f13a56b507c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Eigentlich dachte ich, dass diese Funktion Windows 8 Server vorbehalten bleibt. Es handelt sich dabei um ein Feature, mit dem sich Festplatten zu virtuellen Speichereinheiten zusammenfassen lassen, so dass Inhalte fehlertolerant auf den Medien gespiegelt werden k\u00f6nnen. Sinofsky best\u00e4tigt nun, dass Windows 8 eine Funktion namens <em>Storage Spaces <\/em>beinhalten wird, die folgendes bietet:<\/p>\n<ul>\n<li>Festplattenlaufwerke k\u00f6nnen zu Speicherpools zusammengefasst werden. Der Speicherpool l\u00e4sst sich durch Hinzuf\u00fcgen neuer Disks leicht erweitern. Festplatten d\u00fcrfen dabei \u00fcber USB, SATA (Serial ATA), oder SAS (Serial Attached SCSI) angeschlossen werden. Neu ist f\u00fcr mich, dass der Speicherpool Festplatten unterschiedlicher Kapazit\u00e4t beinhalten darf.<\/li>\n<li>Storages Spaces erm\u00f6glicht die Verwendung von als \"Spaces\" bezeichneten virtuellen Laufwerken, die sich wie physische Festplatten verhalten, aber mit neuen Features (Provisioning, Fehlertoleranz gegen Ausfall eines Datentr\u00e4gers) aufwarten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sinofsky erkl\u00e4rt dann, dass in Windows Home Server eine mittlerweile veralterte Drive Extender-Technology verwendete werde, Storage Spaces diese alte Drive Extender-Technologie aber nicht 1:1 ersetzen solle, aber viele der dort genutzten Funktionen abdecke. Storage Spaces kann dabei genau so gut auf einem einzelnen PC eines Heimanwenders als auch in gro\u00dfen Data-Centern von Firmen mit vielen Rechnern im Verbund eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Von Pools und Spaces<\/strong><\/p>\n<p>Die folgende, von Microsoft publizierte, Abbildung verdeutlicht das Konzept der Storage Pools. Mehrere Festplatten (hier 2 USB-Festplatten) werden f\u00fcr eine Benutzung in einem Pool aufgenommen. Diese Speichermedien werden komplett zum Pool hinzugeschlagen und sind nicht mehr separat durch Windows 8 nutzbar.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft<\/a>)<\/p>\n<p>Dieser Speicherpool kann anschlie\u00dfend zum Anlegen von einem oder mehreren Spaces (virtuellen Disks) genutzt werden. Die nachfolgende, von Microsoft publizierte, Abbildung verdeutlicht die Abbildung der realen Festplatte auf den Speicherpool und die Verwendung von Spaces als virtuelle Disks.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft<\/a>)<\/p>\n<p>Die im Pool angelegte virtuelle Disk l\u00e4sst sich wie jedes regul\u00e4re Festplattenlaufwerk verwenden. Der Administrator kann die virtuelle Disk partitionieren, formatieren und zum Speichern freigeben. Die so erzeugten logischen Laufweke bzw. der Space weist aber einige interessante Eigenschaften auf.<\/p>\n<ul>\n<li>Die logische Speicherkapazit\u00e4t des Space wird gem\u00e4\u00df obiger Skizze mit 10 TByte angegeben, obwohl die zugeordneten physischen Festplatten nur 4 TByte Kapazit\u00e4t aufweisen. Man braucht sich also theoretisch keinen Kopf mehr \u00fcber ungen\u00fcgend \"freien Speicher\" zu machen (jedenfalls nicht, solange die physisch vorhandenen Festplatten nicht voll sind).<\/li>\n<li>Zudem wird eine Art Fehlertoleranz (Resiliency) durch das <i>mirrored<\/i>-Attribut bereitgestellt. Dieses Attribut bewirkt, dass die Inhalt des Space immer durch Windows 8 auf mindestens zwei physische Laufwerke gespiegelt werden.\u00a0 F\u00e4llt ein Laufwerk aus, kann immer noch auf die Daten zugegriffen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Microsoft bezeichnet die Erweiterung der physikalischen Speicherkapazit\u00e4t (hier 4 TB) auf die genannten 10 TB, gespiegelten Speicher als <em>thin provisioning<\/em>. Diese Technik stellt sicher, dass die vorhandene Plattenkapazit\u00e4t nur bei Bedarf (z. B. beim Kopieren von Daten auf das virtuelle Laufwerk) f\u00fcr den Space verwendet wird. Vorher allokierte Speicherbereiche k\u00f6nnen beim L\u00f6schen von Dateien wieder freigegeben und im gleichen oder anderen Spaces des jeweiligen Pools neu verwendet werden. Hierzu setzt die Storage Spaces-Funktion auf die Treiber des unterlagerten (NTFS)-Dateisystems auf.<\/p>\n<p><strong>Speicherplatz ausbaubar<\/strong><\/p>\n<p>Dies erm\u00f6glicht den Speicher nach Bedarf auszubauen. Wird der freie Speicherplatz auf den physisch vorhandenen Laufwerken knapp, k\u00f6nnen neue Laufwerke per USB, SATA etc. zum Pool hinzugef\u00fcgt werden. Storage Space kann dann die neuen Kapazit\u00e4ten dem Pool zuordnen und so den Spaces wieder freien Speicher bereitstellen. Der Benutzer wird \u00fcber eine Popup-Nachricht informiert, wenn der Speicher im Pool knapp wird und neue Festplatten hinzugef\u00fcgt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft<\/a>)<\/p>\n<p>Obige Abbildung von Microsoft zeigt, dass zu den 4 TB weitere 12 TB hinzugef\u00fcgt wurden. Das Wechseln von Festplatten mit Clonen der Daten sollte damit der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Vor allem wird das Ganze einfacher, da der Benutzer lediglich die gekauften Medien zum Pool hinzuf\u00fcgen muss \u2013 den Rest erledigt Windows 8 automatisch. Das Ganze funktioniert, bis die maximale Kapazit\u00e4t von 10 TByte erreicht ist. Diese maximale logische Kapazit\u00e4t l\u00e4sst sich, nach Angaben von Microsoft, auch erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>Fehlertoleranz beim Festplattenspeicher<\/strong><\/p>\n<p>Die zweite (optionale) Kernfunktion von Storage Space ist die M\u00f6glichkeit zur fehlertoleranten Speicherung (Resilence). Wird die betreffende Option durch das <em>mirrored<\/em>-Attribut aktiviert, spiegelt Windows 8 die Daten immer auf mindestens zwei (optional 3) unterschiedlichen physikalischen Laufwerken des Speicherpools. F\u00e4llt ein physikalisches Laufwerk aus, k\u00f6nnen die Daten von den Spiegelplatten gelesen werden. Ein Konzept, welches auch bei RAID-Laufwerken zur Anwendung kommt. Bei Storage Space ist es aber so, dass die Spiegelung auf mehrere Platten den restlichen Windows-Komponenten komplett verborgen bleibt. Storage Space erledigt alle Aufgaben im Hintergrund und informiert den Administrator lediglich \u00fcber den Ausfall einer physischen Festplatte. Gleichzeitig versucht Storage Space den Ausfall einer Festplatte zu kompensieren und die Daten auf andere Festplatten des Pools zu spiegeln. Dies funktioniert so lange, wie alternative Festplatten mit freier Kapazit\u00e4t im Pool verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft<\/a>)<\/p>\n<p>Sinofsky geht dann im Blog noch auf einige Feinheiten von Storage Spaces im Bezug auf die Fehlertoleranz ein. In einem Q&amp;A-Abschnitt werden auch die Dialogfelder zum Verwalten des Storage Space vorgestellt (siehe obige Abbildung). Unter dem Strich klingt die neue Funktion des Storage Space recht vielversprechend (wenn auch bisherige Windows-Versionen so etwas in Grundz\u00fcgen \u00fcber dynamische Festplatten realisieren konnten). Es bleibt nun abzuwarten, wie sich diese Funktion in der Windows 8 Beta verh\u00e4lt und ob diese auch in den Home-Versionen enthalten sein wird \u2013 die Ausf\u00fchrungen Sinofskys im Blog deuten so etwas indirekt an. Weitere Details lassen sich im Microsoft-Beitrag [<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">3<\/a>] nachlesen. Unter [<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Windows-8-Die-Rueckkehr-des-Drive-Extenders-1404559.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">2<\/a>] hat auch heise.de einen Artikel zum Thema online gestellt, der noch einige Informationen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><br \/>\n1: <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/12\/05\/windows-8-storage-space-und-refs\/\">Windows 8 Storage Space und ReFS<\/a><br \/>\n2: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Windows-8-Die-Rueckkehr-des-Drive-Extenders-1404559.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Windows 8: Die R\u00fcckkehr des Drive Extenders<\/a><br \/>\n3: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20151205145736\/http:\/\/blogs.msdn.com:80\/b\/b8\/archive\/2012\/01\/05\/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Virtualizing storage for scale, resiliency, and efficiency<br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier hatte ich ja bereits Anfang Dezember 2011 von einer als Storage Space bezeichneten Technik berichtet. Nun hat Steven Sinofsky im Windows Team Blog einen Artikel [3] zum Thema ver\u00f6ffentlicht und beschreibt die neue Windows 8-Funktion.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1727,4336],"class_list":["post-6960","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-storage-space","tag-windows-8-beta"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6960\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}