{"id":7465,"date":"2012-02-12T13:14:53","date_gmt":"2012-02-12T11:14:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2012\/02\/12\/mobilgerteakkus-und-die-umwelt-teil-2\/"},"modified":"2019-01-26T23:06:27","modified_gmt":"2019-01-26T22:06:27","slug":"mobilgerteakkus-und-die-umwelt-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2012\/02\/12\/mobilgerteakkus-und-die-umwelt-teil-2\/","title":{"rendered":"Mobilger&auml;teakkus und die Umwelt &ndash; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Bei fast allen Tablet PCs, Ultrabooks und sogar bei manchen Smartphones sind die Akkus vom Benutzer nicht mehr austauschbar. Die Ger\u00e4te m\u00fcssen teuer beim Hersteller mit neuen Akkus versorgt werden oder enden fr\u00fch als Elektroschrott. Der Skandal: Eigentlich d\u00fcrfte das alles nicht sein \u2026<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/ad419ccbb05c4af9b25a1a2f3737c907\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/12\/17\/wegwerfelektronik-durch-akkutechnik-umweltsauerei-sondersgleichen\/\">Wegwerfelektronik durch Akkutechnik \u2013 Umweltsauerei sondersgleichen<\/a> hatte ich schon mal meine Gedanken zu nicht wechselbaren Akkus zusammen gefasst und etwas zum Thema geschrieben. Gleichzeitig habe ich Ende 2011 Kontakt mit Umweltschutzorganisationen und Politik aufgenommen, um auf das mutwillig verursachte Problem hinzuweisen. Diversen Empf\u00e4ngern ging Mitte Dezember in etwas folgender Text zu.<\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>momentan erleben wir eine starke Zunahme der Popularit\u00e4t von Smartphones, Tablet PCs und Ultrabooks in der Bev\u00f6lkerung. So sch\u00f6n dies sein mag, geht diese Entwicklung leider mit einem gro\u00dfen Umweltskandal einher: Fast alle modernen Ger\u00e4te dieser Kategorie werden mit Akkus ausgeliefert, die sich vom Verbraucher nicht mehr selbst wechseln lassen. Es ist also absehbar, dass solche Ger\u00e4te nach 500 bis 1.000 Ladezyklen (also 3 bis 4 Jahre) als teurer Elektronikschrott enden.<\/p>\n<p>Nachdem ich nun sehe, dass Apple selbst seine Notebooks (wie Mac Book Air) mit fest eingebauten Lithium-Ionen-Akkus versieht &#8211; andere Hersteller ziehen nach &#8211; , wird es Zeit, da gegen vorzugehen. Ich habe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/12\/17\/wegwerfelektronik-durch-akkutechnik-umweltsauerei-sondersgleichen\/\">hier<\/a> (geht ab 17.12. online) die Thematik in meinem Blog adressiert. Bei Recherchen bin ich aber nicht wirklich f\u00fcndig geworden, ob weitere Initiativen an diesem Thema dran sind. Daher w\u00e4re meine Frage, ob Greenpeace sich mit dem Thema befasst bzw. befassen wird.<\/p>\n<p>Ich selbst werden zumindest die EU-Kommission, Parteien im EU-Parlament und im Bundestag diesbez\u00fcglich kontaktieren, um auf die Problematik hinzuweisen und nachzufragen, welche Pl\u00e4ne existieren, um diese Entwicklung zu stoppen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe einige diese Anfragen auch als eine Art \"Elchtest\" konzipiert, um herauszufinden, wie bestimmte Adressaten reagieren. Zwischenzeitlich liegen interessante Informationen und R\u00fcckmeldungen vor \u2013 Zeit also, um in Teil 2 die Erkenntnisse aufzubereiten.<\/p>\n<h3>Greenpeace \u2013 schnell aber unzust\u00e4ndig<\/h3>\n<p>Naiv wie ich bin, war mein erster Gedanke: Greenpeace agiert ja bei den Umweltaktivisten \u2013 vielleicht haben die da schon was aufgegriffen oder sind am Thema interessiert. Immerhin vergibt diese Organisation ja jedes Jahr die Cool TI-Bewertungen an IT-Hersteller. Ich habe das Thema hier in meinem Google+ Profil behandelt.<\/p>\n<p>Bereits am 23.12.2011 traf die Antwort von Greenpeace Deutschland ein. Spitzenreaktion, die haben die organisatorischen Abl\u00e4ufe im Griff.<\/p>\n<blockquote><p>Guten Tag,<br \/>\nvielen Dank f\u00fcr Ihre Anfrage. Ich freue mich \u00fcber das Vertrauen, dass Sie Greenpeace entgegenbringen.<\/p>\n<p>Wir arbeiten nicht zu dem von Ihnen angesprochenen Thema und haben deshalb auch keine Expertinnen oder Experten, die Ihre Frage beantworten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn Greenpeace sich mit Umweltthemen nicht besch\u00e4ftigt, so hei\u00dft das nicht, dass wir sie als weniger wichtig einstufen.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Wir wissen um die F\u00fclle der Umweltprobleme. Um aber erfolgreich zu sein, muss Greenpeace sich auf ausgew\u00e4hlte Bereiche beschr\u00e4nken. Dort verfolgen wir konsequent und mit ganzer Kraft unsere Ziele. Nur so bleiben wir schlagkr\u00e4ftig und effektiv und geben auch dem gesamten Umweltschutz durch internationale Erfolge R\u00fcckenwind.<\/p>\n<p>Wir arbeiten aktuell zu folgenden Themen: Energie, Klima, W\u00e4lder, Meeresschutz, Gentechnik und Chemie. Sie k\u00f6nnen sicher sein, dass wir keines dieser Themen aus dem Blick verlieren, auch wenn wir nicht immer an allen Themen mit der gleichen Intensit\u00e4t arbeiten.<\/p>\n<p>Sicher haben Sie sich eine andere Antwort gew\u00fcnscht &#8211; doch wir k\u00f6nnen Ihnen nicht direkt weiterhelfen.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten Sie ermutigen, selbst im Internet zu recherchieren. Die folgenden Seiten k\u00f6nnen Ihnen &#8211; neben herk\u00f6mmlichen Suchmaschinen wie google oder altavista &#8211; dabei helfen: <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20110409103421\/http:\/\/www.lfm-nrw.de:80\/fileadmin\/lfm-nrw\/Pressemeldungen\/suchenundfinden.pdf\" target=\"_blank\">Suchen und FInden<\/a> (Eine praktische Brosch\u00fcre im PDF-Format zum Thema: \"Finden, was man sucht!\" Strategien und Werkzeuge f\u00fcr die Internetrecherche)<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, selbst aktiv zu werden, gibt Ihnen unsere Online-Community <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20150503155919\/http:\/\/www.greenaction.de:80\/\" target=\"_blank\">www.greenaction.de<\/a> &#8211; GreenAction ist eine Internetplattform, auf der umwelt- und sozial-engagierte Menschen sich vernetzen k\u00f6nnen, um gemeinsam etwas zu ver\u00e4ndern und zu bewegen. Jedes registrierte Community-Mitglied kann eigene Diskussionen und Aktionen initiieren, Projekte und Themen vorstellen, Mitstreiterinnen und Mitstreiter f\u00fcr seine Ideen sammeln, Netzwerke aufbauen und so zusammen mit anderen etwas bewegen.<\/p>\n<p>GreenAction macht die Kraft der Einzelpersonen, Organisationen und Initiativen sichtbar, die sich f\u00fcr Umweltschutz und eine gerechtere Welt einsetzen:<br \/>\nMitmachen<br \/>\nWenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns gern an oder schreiben Sie uns. Wir sind montags bis donnerstags zwischen 9.00 und 17.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 040 30618-0 (Fax -100) f\u00fcr Sie da. Sie erreichen uns au\u00dferdem per E-Mail unter <a href=\"mailto:mail@greenpeace.de\">mail@greenpeace.de<\/a>.<\/p>\n<p>Wir freuen uns, wenn Sie sich weiter f\u00fcr die Umwelt einsetzen und dr\u00fccken Ihnen die Daumen, dass Sie die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten.<br \/>\nFreundliche Gr\u00fc\u00dfe von der Elbe<\/p><\/blockquote>\n<p>Klare Ansage \u2013 f\u00fcr mich nachvollziehbar und zu akzeptieren. Jedenfalls wei\u00df ich, woran ich bin und wie ich die Cool IT-Bewertungen einzusch\u00e4tzen habe.<\/p>\n<h3>\u00dcberraschung: Die Reaktion des BMU<\/h3>\n<p>Ich habe nat\u00fcrlich auch das Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in der Sache kontaktiert. Am 11.01.2012 erreichte mich eine interessante Stellungnahme des Bereichs <em>Produktbezogener Umweltschutz, Normung, umweltfreundliches Beschaffungswesen <\/em>mit folgendem Wortlaut.<\/p>\n<blockquote><p>vielen Dank f\u00fcr Ihren Eintrag in das BMU-Kontaktformular.<\/p>\n<p>Die <span style=\"text-decoration: underline;\">EU-Batterierichtlinie<\/span> enth\u00e4lt in Artikel 11 Regelungen \u00fcber das Entnehmen von Abfallbatterien und -akkumulatoren aus elektrischen und elektronischen Ger\u00e4ten. Diese Vorgaben wurden auf nationaler Ebene durch <span style=\"text-decoration: underline;\">\u00a7 4 des Elektro- und Elektronikger\u00e4tegesetzes<\/span> umgesetzt:<\/p>\n<p><span style=\"color: #400080;\">\"(&#8230;) <span style=\"text-decoration: underline;\">Elektro- und Elektronikger\u00e4te<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">die<\/span> vollst\u00e4ndig oder teilweise <span style=\"text-decoration: underline;\">mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden<\/span> k\u00f6nnen, <span style=\"text-decoration: underline;\">sind so zu gestalten<\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\">dass eine problemlose Entnehmbarkeit der Batterien und Akkumulatoren sichergestellt ist<\/span>. Die Hersteller sollen die Wiederverwendung nicht durch besondere Konstruktionsmerkmale oder Herstellungsprozesse verhindern, es sei denn, dass die Konstruktionsmerkmale rechtlich vorgeschrieben sind oder die Vorteile dieser besonderen Konstruktionsmerkmale oder Herstellungsprozesse \u00fcberwiegen, beispielsweise im Hinblick auf den Gesundheitsschutz, den Umweltschutz oder auf Sicherheitsvorschriften. Satz 2 und \u00a7 13 Absatz 7 gelten nicht f\u00fcr Elektro- und Elektronikger\u00e4te, in denen aus Gr\u00fcnden der Sicherheit, der Leistung, aus medizinischen Gr\u00fcnden oder aus Gr\u00fcnden der Vollst\u00e4ndigkeit von Daten eine ununterbrochene Stromversorgung notwendig und eine st\u00e4ndige Verbindung zwischen dem Ger\u00e4t und der Batterie oder dem Akkumulator erforderlich ist.\"<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr die Markt\u00fcberwachung sind diesbez\u00fcglich die Bundesl\u00e4nder zust\u00e4ndig. Vorschriften zum Produktdesign sind aus binnenmarktrechtlichen Gr\u00fcnden grunds\u00e4tzlich nur EU-weit m\u00f6glich und sinnvoll.\u00a0 Den Rechstrahmen hierf\u00fcr bietet die <span style=\"text-decoration: underline;\">EG-\u00d6kodesign-Richtlinie (125\/2009\/EG).<\/span> Die EU-Kommission pr\u00fcft regelm\u00e4\u00dfig Aufwand und Nutzen von \u00d6kodesign-Durchf\u00fchrungsma\u00dfnahmen f\u00fcr einzelne Produktgruppen und stellt danach ihren Arbeitsplan auf. Der aktuelle Arbeitsplan und der Entwurf des Arbeitsplanes f\u00fcr 2012-2014 enthalten die hier in Rede stehenden Produktgruppen nicht. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt werden die EU-Kommission im gegenw\u00e4rtigen Konsultationsprozess zum k\u00fcnftigen Arbeitsplan jedoch darauf hinweisen, dass die Regelungen der Batterie-Richtlinie bez\u00fcglich der Entnehmbarkeit von Akkumulatoren ggf. nicht ausreichen und darum bitten, zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen \u00fcber die \u00d6kodesign-Richtlinie zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p><\/blockquote>\n<p>Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Es gibt eine EU-Batterieverordnung von 2008, die auch in <a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20150316051004\/http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/elektrog\/\" target=\"_blank\">deutsches Recht<\/a> umgesetzt wurde. Diese Verordnung gibt den Herstellern klar Designregeln vor, die eine Konstruktion vorschreiben, die eine problemlose Entnahme sicherstellt. Nur h\u00e4lt sich keiner daran \u2013 und die f\u00fcr die \u00dcberwachung zust\u00e4ndigen Bundesl\u00e4nder schauen weg. Stattdessen werden lieber containerweise iPads f\u00fcr die Bundestagsverwaltung beschafft. Der F\u00f6rderalismus zeigt wieder einmal seine Bl\u00fcten.<\/p>\n<h3>B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und Europafraktion der Gr\u00fcnen<\/h3>\n<p>B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen sowie deren Europafraktion brauchte bez\u00fcglich einer Reaktion auf die Thematik etwas l\u00e4nger (na ja, war Weihnachten \u2026). Mich interessierte aber, was bez\u00fcglich der Angelegenheit geplant ist. Von der Europafraktion liegt mir bis Mitte Februar 2012 keine Antwort vor. Von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen hat sich der Sprecher f\u00fcr Energie- und Ressourceneffizienz, Oliver Krischner (MdB), am 25.1.2012 gemeldet.<\/p>\n<blockquote><p>Derzeit arbeiten wir sowohl an einer Kleinen Anfrage, als auch einem Antrag zum Thema Ressourceneffizienz, in welchem wir die Bundesregierung auffordern werden endlich konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, bisher handelt es sich bei den Aussagen von Umweltminister R\u00f6ttgen n\u00e4mlich eher um leere Worth\u00fclsen.<\/p>\n<p>Wir stimmen uns dabei eng mit Reinhard B\u00fctikofer ab, der zust\u00e4ndiger Berichterstatter f\u00fcr das Thema Ressourceneffizienz im Europ\u00e4ischen Parlament ist. Reinhard B\u00fctikofer hat in einem Initiativbericht viele gute Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Ma\u00dfnahmen auf europ\u00e4ischer Ebene entwickelt, um das Thema Ressourceneffizienz voranzubringen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin ist man am Thema dran \u2013 und der liebe Rainer B\u00fctikofer wird das auch in der EU verfolgen \u2026<\/p>\n<h3>EU-Kommissarin Neeli Kroes im Elchtest<\/h3>\n<p>Bei der EU-Kommission, die sich um krumme Bananen, Energieeffizienz von Leuchtmitteln, Euro-Rettungsschirm und was noch alles k\u00fcmmern muss, bin ich am 16.12.2011 bez\u00fcglich einer Kontaktstelle nicht sofort f\u00fcndig geworden. Die haben zwar Webseiten \u2013 aber nur sinnfreie Kontaktformulare, wo man kaum eine fundierte Anfrage einspeisen kann.<\/p>\n<p>Also hab ich's ein paar Tage zur\u00fcckgestellt, bevor ich versuchen wollte, mit den zust\u00e4ndigen EU-Kommissaren Kontakt aufzunehmen. Dass die durchaus aktiv werden, zeigt ja die pressem\u00e4\u00dfig gro\u00df gefeierte \"universelle Schnittstelle f\u00fcr Handy-Ladeger\u00e4te\" (eine Selbstverpflichtung der Hersteller, sonst h\u00e4tten iPad und iPhone heute eine microUSB-Schnittstelle) oder die Drohung von EU-Kommissarin Viviane Reding, die Roaming-Geb\u00fchren f\u00fcr Mobilfunkverbindungen im europ\u00e4ischen Ausland zu begrenzen.<\/p>\n<p>Da ich meine Blog-Artikel bei Facebook und Google+ verlinke, kam der Hinweis, dass Neeli Kroes, unsere EU-Kommissarin f\u00fcr die Digitale Agenda (konkret <em>Vice President of the European Commission for the Digital Agenda<\/em>) auch ein <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/108769486150284163276\/posts\" target=\"_blank\">Profil bei Google+<\/a> habe. Neeli Kroes war mir in Erinnerung, weil sie Freiherr zu Guttenberg als <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2011-12\/eu-guttenberg-internet\" target=\"_blank\">Berater der Kommission<\/a> zur \"Internet-Freiheit\" angeheuert hat.<\/p>\n<p>Ich gestehe, mich hat's dann etwas gejuckt, so etwas wie einen Elchtest zu fahren, ob und wie schnell die Kommissarin reagiert. Also habe ich am 9.1.2012 einen Eintrag in ihrer \"new year's message: some things \u2026\" bei Google+ hinterlassen \u2013 und am 16.1.2012 auch noch das Facebook-Profil von Neeli mit einem Verweis auf das Google+ Profil nachgeschoben. Der Eintrag ist zwar von anderen bemerkt und diskutiert worden.<\/p>\n<p>Allein, bis heute gibt es keine Reaktion der EU-Kommissarin oder ihrer Mannschaft. Vielleicht h\u00e4tte ich das Ganze in feinstem niederl\u00e4ndisch schreiben sollen \u2013 dachte aber, Englisch sei auch eine Verkehrssprache in der EU. Und so schlecht sollte mein Englisch auch nicht sein, dass es nicht verstanden worden ist.<\/p>\n<p>Selbst die wohl gelegentlich in Br\u00fcssel, bei der Kommission, angeheuerten Praktikanten scheinen nicht daf\u00fcr eingesetzt zu werden, mal gelegentlich \u00fcber die offiziellen Facebook- und Google+ Profile zu schauen und eventuell auf Benutzereintr\u00e4ge zu reagieren. Soziale Netzwerke sind da offenbar \"One way communication channels\" \u2013 und das bei einer Kommissarin, die f\u00fcr die digitale Agenda der EU verantwortlich zeichnet. Mein Fazit: Elch-Test leider nicht bestanden.<\/p>\n<h3>Wie geht es weiter?<\/h3>\n<p>Die EU-Kommission werde ich nicht vom Haken lassen, daf\u00fcr wird das Thema in naher Zukunft zu wichtig.<\/p>\n<p>Daher werde ich in der Sache jetzt offiziell Beschwerde bei der EU-Kommission wegen Versto\u00dfes gegen EU-Verordnungen einlegen. Die betreffenden Kontaktdaten finden sich nebenstehend (sind mir in anderer Angelegenheit vom EU B\u00fcrgerbeauftragten, P. Nikiforos Diamandouros, zugegangen).<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erw\u00fcnscht: Falls ihr euch hinsichtlich des Themas angesprochen f\u00fchlt, w\u00e4re ich f\u00fcr Unterst\u00fctzung in Form von Kommentaren, der Verlinkung dieses Blog-Beitrags oder Schreiben an Politik und Umweltorganisationen sowie weitere Tipps dankbar. Bei gen\u00fcgend Interesse reiche ich ggf. auch eine Petition beim Europa-Parlament ein. Das Thema ist in meinen Augen zu wichtig, um es allein der Politik und dem \"Vergessen\" anheim fallen zu lassen \u2013 zumal es keine konstruktiv bedingten Gr\u00fcnde gibt, Tablet PCs, Smartphones oder Ultrabooks mit fest eingel\u00f6teten oder montierten Akkus zu fertigen. Zumindest zeigen einzelne Firmen, das genau das problemlos geht. Mir dr\u00e4ngt sich vielmehr der Schluss auf, dass durch diese Konstruktionsmerkmale von den Herstellern einfach nachgeholfen werden soll, dass die Produktwechsel-Zyklen auf die Lebensdauer von Akkus verk\u00fcrzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei fast allen Tablet PCs, Ultrabooks und sogar bei manchen Smartphones sind die Akkus vom Benutzer nicht mehr austauschbar. Die Ger\u00e4te m\u00fcssen teuer beim Hersteller mit neuen Akkus versorgt werden oder enden fr\u00fch als Elektroschrott. Der Skandal: Eigentlich d\u00fcrfte das &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2012\/02\/12\/mobilgerteakkus-und-die-umwelt-teil-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,439,737,1613],"tags":[1771,4345,4334,1522,1751],"class_list":["post-7465","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-ipad","category-tablet-pc","category-ultrabook-gerate","tag-akku-wechsel","tag-smartphone","tag-tablet-pc","tag-ultrabook","tag-umweltschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7465"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7465\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}