{"id":842,"date":"2010-07-15T19:47:00","date_gmt":"2010-07-15T14:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2010\/07\/17\/viel-rger-mit-disk2vhd\/"},"modified":"2024-08-09T19:29:12","modified_gmt":"2024-08-09T17:29:12","slug":"vboot-boot-virtual-disk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/07\/15\/vboot-boot-virtual-disk\/","title":{"rendered":"VBoot: Genialer Ansatz zum Booten aus virtuellen Laufwerken"},"content":{"rendered":"<p>Die neu in Windows 7 eingef\u00fchrten virtuellen Laufwerke (.vhd-Dateien) erm\u00f6glichen eine Windows 7-Installation aus einem solchen Laufwerk nativ zu booten. Leider hat das Ganze eine Menge Restriktionen. Daher ist die gerade in Entwicklung befindliche L\u00f6sung VBoot von VMLite eine geniale Alternative, die den Microsoft-Ansatz bei weitem in den Schatten stellt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wer viel mit Betriebssystemen experimentiert, braucht entweder viele Festplatten oder muss sich mit Partitionierungstricks herumschlagen. Ich habe es gerade wieder erlebt, als ich versuchsweise m\u00edt Mac OS X und Windows 7 experimentierte. Nach wie vor ben\u00f6tigt Windows 7 eine Startpartition, die auf einer Festplatte mit Master-Boot-Record liegt. GPT-initialisierte Festplatten, die diese Restrictionen nicht aufweisen, sind der Mac-Welt mit EFI-Support vorbehalten.\u00a0 Pers\u00f6nlich bin ich daher in der Zwischenzeit dazu \u00fcbergegangen, Betriebssysteme m\u00f6glichst in virtuellen Maschinen zu installieren. Bis auf das Linpus Lite der Acer Aspire One Netbooks ist mir dies bisher eigentlich bei allen Betriebssystemen gelungen (auch wenn Mac OS X oder die Linux-Distribution des Eee PC an der einen oder anderen Stelle in den virtuellen Maschinen etwas muckt \u2013 aber f\u00fcr Tests reicht's).<\/p>\n<p><strong>Der .vhd-Ansatz von Microsoft k\u00f6nnte so genial sein \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Aber es ist schon ein gelegentlich eine Krux, auf virtuelle Maschinen wie VirtualBox und VMware Player angewiesen zu sein (Windows Virtual PC f\u00e4llt bei Fremdbetriebssystemen aus und wird von mir kaum genutzt). Daher fand ich das in Windows 7 eingef\u00fchrte Konzept der virtuellen Laufwerke mit .vhd-Dateien schon genial. Fix mal eine .vhd-Datei angelegt, mit der Datentr\u00e4gerverwaltung eingeh\u00e4ngt und schon hat man ein neues Laufwerk (welches als Datei auf einer Partition liegt). Ganz hei\u00df wurde ich, als ich las, dass sich Windows 7 in virtuelle Laufwerke installieren und nativ aus diesen .vhd-Disks booten l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>\u2026 wenn Microsoft das Ganze nicht kastriert h\u00e4tte<\/strong><\/p>\n<p>Was auf den ersten Blick genial erscheint, hat aber eine Menge Restriktionen. Meine Versuche der Windows 7-Installation in .vhd-Dateien erforderte erhebliche Geduld. Es dauerte irre lange, bis die Installation durchgelaufen war (offenbar verz\u00f6gern die .vhd-Treiber die Schreibzugriffe). Dummweise hatte ich bei den ersten Versuchen auch noch ein Windows 7 Home Premium in der .vhd-Disk installiert. Nach dem nativen Booten aus der .vhd-Datei wurde ich nach der Benutzeranmeldung belehrt, dass \"diese Version von Windows 7 leider kein Booten von virtuellen Lauwerken unterst\u00fctze\". Nach prima, da hat Microsoft mal wieder eine lizenzm\u00e4\u00dfige Kastration betrieben \u2013 und damit sich auch jeder daran h\u00e4lt, gleich die betreffenden Restriktionen eingebaut. Nach etwas Lekt\u00fcre kam ich dann auf den Trichter, dass sich lediglich Windows 7 Ultimate und Enterprise auf diese Weise installieren und nativ aus virtuellen Laufwerken booten lassen.<\/p>\n<p>Also waren wieder Virtualisierungsl\u00f6sungen angesagt. Der in manchen Blogs oder Webseiten gepriesene Ansatz, solche .vhd-Dateien abwechselnd nativ und in virtuellen Maschinen zu booten, scheint mir von den Protagonisten niemals getestet worden zu sein. Eine virtuelle Maschine stellt dem Gastsystem eine g\u00e4nzlich andere Hardwareumgebung bereit, als die native Maschine. Folglich muss bei jedem Booten in der jeweils anderen Umgebung eine g\u00e4nzlich andere Hardware mit Treibern versorgt werden. Die Folge: Irre lange Bootzeiten, st\u00e4ndig Treiberinstallationen mit Neustarts beim Einbinden von Disks und h\u00e4ufig wird auch eine Neuaktivierung f\u00e4llig, weil sich die \"Disk\" ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p><strong>Die (kommende) Alternative<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mein neues Windows 7-Buchprojekt f\u00fcr Fortgeschrittene habe ich auch Kontakt mit den Entwicklern der VMLite-Virtualisierungsl\u00f6sung aufgenommen, er\u00f6ffnet diese doch die M\u00f6glichkeit, den Windows XP-Mode auch unter Windows 7 Home Premium zu nutzen. Auf deren Webseiten ist auch das Produkt VBoot angek\u00fcndigt, welches ein natives Booten von unterschiedlichen Betriebssystemen wie Windows XP, Windows Vista, Windows 7 und Linux (jeweils 32 und 64 Bit) aus virtuellen Laufwerken im .vhd-Dateiformat zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Leider war es bisher nicht m\u00f6glich, entsprechende Versionen von VBoot zu bekommen, da der Download-Bereich dieses Produkts noch leer ist. Zwischenzeitlich hat sich dies zumindest tempor\u00e4r ge\u00e4ndert. Wer zu VMLite-Webseite geht und sich die Applicance f\u00fcr Ubuntu 10.04 herunterl\u00e4dt, bekommt beim Entpacken der .7z-Archivdatei auch eine f\u00fcr VBoot angepasste Version von Ubuntu in Form einer .vhd-Datei. Zwei Installerdateien f\u00fcr 32- und 64-Bit-Windows erm\u00f6glichen es, die erforderlichen Booteintr\u00e4ge im Windows 7 Bootlader vorzunehmen. Dann erscheint beim Booten des Rechners ein Bootmen\u00fc, in dem sich neben Windows 7 und \u00e4lteren Windows-Versionen auch ein Eintrag zum Starten von Ubuntu aus der .vhd-Datei befindet.<\/p>\n<p>Ein kurzer Test best\u00e4tigte mir, dass Ubuntu einwandfrei aus der virtuellen Disk bootet und dann nativ auf dem Rechner l\u00e4uft. Wer andere Linux-Distributionen bevorzugt, findet im entpackten Ordner des .7Z-Archivs neben den VBoot-Dateien auch eine HTML-Hilfedatei mit ausf\u00fchrlichen Informationen zur Anpassung der Grub-Eintr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Linux bereits funktioniert, wird in n\u00e4herer Zukunft wohl auch f\u00fcr Windows XP, Windows Vista und Windows 7 (Home Premium, Professional) funktionieren. Nach Aussagen meiner Kontakte laufen bereits einige interne Tests, allerdings geben die Entwickler die modifizierten VBoot-Dateien f\u00fcr Windows noch nicht an Dritte weiter. Es bleibt also spannend, was demn\u00e4chst aus dem Stall von VMLite herauskommt. Zumindest wird es die neue Version 3.1.6 der Virtualisierungsl\u00f6sung VMLite geben, die dann einen verbesserten Nahtlosmodus bei der Integration von Windows XP (Anwendungen erhalten Schaltfl\u00e4chen in der Windows 7 Taskleiste) sowie eine USB-Unterst\u00fctzung beinhaltet. Besonders gespannt bin ich, ob diese USB-Unterst\u00fctzung auch unter 64-Bit-Windows 7-Hosts funktioniert. Beim Pendant VirtualBox 3.1.6 habe ich nach wie vor das Problem, dass die USB-Ports vom Host blockiert werden. Beim Zuweisen im Gast erscheint dann eine Fehlermeldung, dass das Ger\u00e4t blockiert sei. Aus diesem Grunde verwende ich momentan fast ausschlie\u00dflich den VMware Player 3 zur Virtualiserung.<\/p>\n<p>Daher ist die gerade in Entwicklung befindliche L\u00f6sung VBoot von VMLite eine geniale Alternative, die den Microsoft-Ansatz bei weitem in den Schatten stellt.<\/p>\n<p>Update: Seit Mitte Dezember 2010 haben die Entwickler VBoot 1.0 freigegeben. Dort wird auch ein .vhd-Boot von Windows XP, Windows Vista und Windows 7 unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<br \/>\n<\/strong>[1] www.vmlite.com (VMLite-Seite)<br \/>\n[2] <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180617104637\/http:\/\/www.vmlite.com:80\/index.php\/forums\/17-vboot\/2098-ubuntu-1004-vhd-available-for-download\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forenbeitrag mit Link<\/a> zur Downloadseite f\u00fcr Appliances<br \/>\n[3] <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/12\/23\/genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7\/\">Genial: .vhd-Boot f\u00fcr Windows XP, Vista und Windows 7<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neu in Windows 7 eingef\u00fchrten virtuellen Laufwerke (.vhd-Dateien) erm\u00f6glichen eine Windows 7-Installation aus einem solchen Laufwerk nativ zu booten. Leider hat das Ganze eine Menge Restriktionen. 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