5K-Monitore: LG, Acer und MSI starten Display-Revolution

LG, Acer und MSI präsentieren neue Dual-Mode-Displays mit 5K-Auflösung und hohen Bildwiederholraten für Gamer und Kreative.

LG, Acer und MSI bringen eine neue Generation hochauflösender Bildschirme auf den Markt. Die Geräte kombinieren 5K-Auflösung mit hohen Bildwiederholraten und modernster Panel-Technologie.

Die Display-Hersteller setzen in dieser Woche ein deutliches Zeichen: Zwischen dem 13. und 15. Juli 2026 kündigten LG, Acer und MSI gleich mehrere neue Monitore an, die vor allem eines gemeinsam haben – eine deutlich höhere Pixeldichte als bisher üblich. Der Trend geht zu sogenannten Dual-Mode-Displays, die je nach Anwendung zwischen Auflösung und Bildwiederholrate umschalten können.

LG und Acer liefern sich ein Rennen um die beste 5K-Technik

Den Anfang machte LG am 13. Juli mit der europäischen Vorbestellung des UltraGear Evo 27GM950B. Der 27-Zöller ist nach Herstellerangaben der erste 5K-Gaming-Monitor mit Hyper-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Satte 2.304 Local-Dimming-Zonen und eine Spitzenhelligkeit von 1.250 Nits sollen für brillante Kontraste sorgen.

Das Herzstück: Der Monitor arbeitet wahlweise mit nativen 5.120 x 2.880 Pixeln bei 165 Hertz oder schaltet auf QHD (2.560 x 1.440) mit rasanten 330 Hertz um. Der Preis in Deutschland liegt bei 999 Euro – Voraussetzung ist eine Grafikkarte mit DisplayPort 2.1.

Nur einen Tag später zog Acer nach. Der Nitro XV275X Abiippr kostet in den USA umgerechnet rund 500 Euro und bietet ebenfalls ein 27-Zoll-IPS-Panel mit 5K-Auflösung. Die native Bildwiederholrate liegt hier bei 75 Hertz, im Dual-Mode sind es bis zu 300 Hertz. Die Farbraumabdeckung beträgt 99 Prozent sowohl für sRGB als auch Adobe RGB, die HDR-Zertifizierung liegt bei DisplayHDR 600.

Im Ultrawide-Segment mischt INNOCN mit. Der 34C1U ist ein 34-Zoll-Flachbildschirm mit einer Auflösung von 5.120 x 2.160 Pixeln. Mit 120 Hertz und 65 Watt Ladeleistung über USB-C richtet sich das Gerät vor allem an Kreativschaffende. Der Preis: rund 650 Euro.

OLED-Innovationen und Spezialisten für Kreative

MSI sorgte mit einer echten Neuheit für Aufsehen: Der PRO MAX OLED 271UPJW12 ist nach Firmenangaben der erste 27-Zoll-4K-Monitor, der auf Inkjet-Printed-OLED-Technologie (IJP) setzt. Das Druckverfahren ermöglicht präzisere Pixelstrukturen und senkt die Produktionskosten. Die technischen Daten: 120 Hertz, 1.000 Nits Spitzenhelligkeit und eine Farbgenauigkeit von Delta E ≤ 2.

ASUS brachte am 15. Juli die ROG Swift OLED PG27UCWM und PG32UCWM auf den Markt. Beide Modelle nutzen Tandem-RGB-OLED und schaffen im Dual-Mode bis zu 480 Hertz bei Full-HD beziehungsweise 240 Hertz bei 4K. Integrierte GaNFET-Technologie und 90 Watt Power-Delivery runden das Paket ab.

Für Designer und Videobearbeiter hat BenQ den PD2732U angekündigt. Der 27-Zoll-4K-IPS-Monitor deckt 99 Prozent der Adobe-RGB- und DCI-P3-Falbräume ab und bietet Thunderbolt-4-Anschluss. Ein spezieller Hotkey-Puck soll die Arbeitsabläufe beschleunigen. Preis: rund 650 Euro.

Blick in die Zukunft: 3D ohne Brille und neue 5K-Modelle

Acer wagt mit dem Predator XB273K einen Blick in die Zukunft. Der 27-Zoll-4K-Monitor nutzt SpatialLabs-Technologie, um 2D-Inhalte in 3D umzuwandeln – ganz ohne Brille. Der Start erfolgt zunächst in China, für das vierte Quartal 2026 ist die Markteinführung in den USA und Europa geplant. Die Preise liegen voraussichtlich bei umgerechnet 1.200 Euro in den USA und 1.499 Euro in Europa.

Branchenbeobachter rechnen mit weiteren 5K-Modellen noch in diesem Jahr. Gigabyte will im vierten Quartal 2026 einen 5K-Monitor mit 180 Hertz auf den Markt bringen, MSI plant ein ähnliches Gerät für Januar 2027.

Die nötige Rechenleistung für hochauflösende Inhalte liefert unterdessen Intel: Der Chipriese investiert fünf Milliarden Euro in sein irisches Werk in Leixlip. Die Erweiterung soll die Produktion von Intel-3-Wafern für Xeon-6-Prozessoren hochfahren – ein klares Signal, dass die Nachfrage nach leistungsfähiger Server-Hardware für KI-gestützte Bildverbesserung und hochauflösende Inhalte rasant steigt.