Die neue Hauptversion des Open-Source-Tools 7-Zip bringt spürbare Geschwindigkeitsverbesserungen, erweitert die Formatunterstützung und schließt kritische Lücken. Die Aktualisierung unterstreicht die anhaltende Bedeutung des 7z-Formats in einer Zeit wachsender Sicherheitsbedenken.
Der Entwickler hinter dem allgegenwärtigen, quelloffenen Datei-Archivierer 7-Zip hat Version 26.00 veröffentlicht. Das am 12. Februar 2026 erschienene Update konzentriert sich auf Leistungssteigerungen, breitere Formatunterstützung und wichtige Fehlerbehebungen. Es ist der erste größere Release des Jahres für das weltweit genutzte 7z-Format und seine leistungsstarke Software.
Leistung und Kompatibilität im Fokus
Die Version 26.00 bietet gezielte Verbesserungen für die Nutzererfahrung. Laut offiziellem Änderungsprotokoll wurde der Code für die Handhabung zahlreicher Archivformate optimiert – darunter ZIP, CPIO, RAR und Compound-Dateien. Dies soll mehr Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit beim Arbeiten mit Archiven aus verschiedenen Quellen bringen.
Ein bemerkenswertes Upgrade betrifft moderne Hardware: Das integrierte Benchmark-Tool im 7-Zip-Dateimanager unterstützt nun Systeme mit mehr als 64 CPU-Threads. Das ist vor allem für Nutzer hochwertiger Workstations und Server von Vorteil. Der Dateimanager selbst sortiert Dateilisten jetzt intuitiver, wobei der Dateiname als sekundärer Sortierschlüssel dient.
Zudem behebt das Update ein spezielles technisches Problem: Bisher konnte 7-Zip TAR-Archive mit sogenannten Sparse-Dateien nicht korrekt entpacken. Zusammen mit anderen Fehlerbehebungen trägt dies zur allgemeinen Stabilität bei. Der Release ist für Windows (x86, x64 und ARM64) verfügbar, Konsolenversionen gibt es auch für Linux und macOS.
Warum das 7z-Format seit 20 Jahren relevant bleibt
Das native 7z-Archivformat ist das Herzstück des Tools und seit über zwei Jahrzehnten beliebt. Der Grund: seine überlegenen Komprimierungsfähigkeiten. Das Format nutzt primär die Algorithmen LZMA und LZMA2, die oft deutlich bessere Kompressionsraten als das verbreitete ZIP-Format erreichen. Das macht es ideal, um große Datensätze, Software-Distributionen und Backups zu verkleinern – und spart so Speicherplatz und Bandbreite.
Neben der Komprimierungsstärke bietet das 7z-Format robuste Sicherheitsfunktionen, darunter eine starke AES-256-Verschlüsselung für Dateien und die Archiv-Verzeichnisstruktur. Als Open-Source-Projekt hat es zudem den Vorteil der Transparenz, die Community-Prüfung und Vertrauen ermöglicht. Die 7-Zip-Software kann eine Vielzahl anderer Archivtypen verarbeiten und Formate wie RAR, ISO, CAB und DMG entpacken.
Aktuelle Warnung vor Fake-Webseiten
Das Update kommt zu einem Zeitpunkt erhöhter Wachsamkeit in puncto Softwaresicherheit. In den vergangenen Tagen kursierten Berichte über eine bösartige Webseite, die die offizielle 7-Zip-Download-Seite nachahmte, um Schadsoftware zu verbreiten. Die Betreiber nutzten eine nahezu identische Domain. Experten betonen daher: Nutzer sollten die neue Version ausschließlich von der offiziellen Website 7-zip.org herunterladen.
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Kurz nach der Veröffentlichung meldeten einige Nutzer zudem, dass der neue 7-Zip-26.00-Installer von Microsofts Sicherheitssoftware blockiert wurde. Branchenbeobachter gehen von einem temporären falsch-positiven Alarm aus – ein häufiges Phänomen bei neuen ausführbaren Dateien, die sich in Sicherheitsdatenbanken noch keine Reputation aufgebaut haben. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, Updates zeitnah zu installieren.





