A20 Pro: Apples neuer Chip wird 30 Prozent effizienter

Leaks zum A20 Pro versprechen bis zu 18 Prozent mehr Tempo und 30 Prozent bessere Effizienz. Die 2nm-Fertigung treibt jedoch die Produktionskosten deutlich in die Höhe.

Neue Berichte aus der Zulieferkette zeichnen ein detailliertes Bild vom kommenden A20 Pro Chip, der im iPhone 18 Pro und Ultra zum Einsatz kommen soll. Der Chip, dessen Vorstellung im Rahmen des Apple-Events im September erwartet wird, verspricht laut übereinstimmenden Quellen spürbare Fortschritte bei Rechenleistung und Energieeffizienz – allerdings zu einem erheblich höheren Preis für den Konzern.

Was die Leaks konkret versprechen

Der Weibo-Leaker Fixed Focus Digital berichtete unter Berufung auf Supply-Chain-Quellen, der A20 Pro biete gegenüber dem A19 Pro eine um 18 Prozent schnellere Performance sowie eine um 30 Prozent verbesserte Energieeffizienz.

Ähnliche Zahlen nennt der Analyst Jeff Pu von Haitong: Er erwartet eine 15 Prozent schnellere Performance bei gleichzeitig 30 Prozent besserer Energieeffizienz. Auch MacRumors bestätigt diese Größenordnung und spricht von einem Geschwindigkeitsgewinn von rund 15 Prozent sowie einer Effizienzverbesserung von etwa 30 Prozent gegenüber dem A19.

Erster iPhone-Chip in 2nm-Fertigung

Technologisch markiert der A20 Pro einen Meilenstein: Er soll der erste iPhone-Chip sein, der auf der 2nm-Fertigungstechnologie von TSMC (N2) basiert, kombiniert mit einem sogenannten WMCM-Packaging. Dieses Verfahren verlagert den Speicher seitlich und schafft dadurch Platz für eine größere NPU.

Laut Jeff Pu bringt die N2-Fertigung generell 10 bis 15 Prozent mehr Geschwindigkeit bei gleicher Leistungsaufnahme oder alternativ 25 bis 30 Prozent weniger Stromverbrauch bei gleichem Tempo, zusätzlich steige die Transistordichte um 15 Prozent.

Bemerkenswert: Samsungs Exynos 2600, vorgestellt im Dezember 2025, war bereits der erste 2nm-Chip überhaupt – der A20 Pro wäre damit der erste seiner Art speziell im iPhone-Segment.

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Die verbesserte Effizienz könnte sich laut Berichten direkt auf Akkulaufzeit und anhaltende Performance des iPhone 18 Pro auswirken, insbesondere bei rechenintensiven Anwendungen über längere Nutzungsdauer.

Höhere Kosten für Apple – und möglicherweise für Kunden

Die technologischen Fortschritte haben ihren Preis. Laut TrendForce kosten N2-Wafer rund 30.000 US-Dollar, während 3nm-Wafer bislang zwischen 18.000 und 20.000 US-Dollar lagen – ein Anstieg von 10 bis 20 Prozent.

Für Apple selbst bedeutet das laut AppleInsider, dass die Einkaufskosten pro A20-Chip auf bis zu 280 US-Dollar steigen könnten, was einem Anstieg von etwa 80 Prozent gegenüber dem A19 entspräche.

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Diese gestiegenen Produktionskosten könnten sich auch auf die Endkundenpreise auswirken. Jeff Pu geht davon aus, dass das iPhone 18 Pro zwischen 250 und 300 US-Dollar teurer werden könnte als das aktuelle Pro-Modell, das derzeit bei 1.099 beziehungsweise 1.199 US-Dollar startet.

Ausblick auf die Apple-Präsentation

Offizielle Bestätigungen zu den Leistungsdaten des A20 Pro stehen noch aus. Apples Event im September gilt als der Termin, an dem der Konzern voraussichtlich detaillierte Angaben zu den Leistungssteigerungen des neuen Chips machen wird.

Bis dahin bleiben die kursierenden Zahlen aus der Zulieferkette und von Branchenanalysten die einzige Orientierung für Verbraucher und Beobachter, die abschätzen wollen, welchen Sprung die nächste iPhone-Generation tatsächlich bringen wird.