AARP warnt vor betrügerischen Kreditreparatur-Angeboten

Verbraucherschützer warnen vor illegalen Schuldenhilfe-Angeboten, die mit Vorkasse-Gebühren und falschen Versprechen Verbraucher abzocken. Die Betrugsmaschen werden zunehmend raffinierter.

Die Verbraucherschützer der AARP warnen eindringlich vor einer Welle betrügerischer „Kreditreparatur“-Angebote. Diese zielen gezielt auf Verbraucher ab, die nach den Weihnachtsausgaben mit Schulden kämpfen.

Die Warnung des AARP Fraud Watch Network fällt nicht zufällig in die ersten Januartage. Denn genau jetzt treffen die Kreditkartenabrechnungen der Feiertage ein. Betrüger nutzen die finanzielle Unsicherheit vieler Haushalte aus. Sie locken mit unrealistischen Versprechen wie „sofortige Schuldentilgung“ oder „garantierter Score-Anstieg“.

Die Masche mit den Vorkasse-Gebühren

Das zentrale Element der Betrugsmaschen: hohe Vorauszahlungen. Unter dem federal Credit Repair Organizations Act sind solche Vorkasse-Gebühren für Kreditreparatur-Dienstleistungen jedoch illegal. Die Anbieter geben sich oft als seriöse Kreditberater aus. Ihre Werbung schaltet sie aggressiv in sozialen Medien oder per unerwünschter Telefonanrufe.

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Besonders dreist sind Versprechen, negative, aber korrekte Einträge wie Zahlungsverzüge von der Schufa löschen zu können. „Kein seriöses Unternehmen kann das legal tun“, betonen die AARP-Experten. Solche Garantien seien ein sicheres Betrugszeichen.

Diese Alarmzeichen sollten Sie kennen

Die Verbraucherschützer listen konkrete Warnsignale auf. Ein gefährlicher Ratschlag der Betrüger: den Kontakt zu den eigenen Gläubigern abzubrechen. Das kann zu Klagen, höheren Zinsen und einer weiteren Verschlechterung der Bonität führen.

Weitere rote Flaggen sind:
* Garantien für einen bestimmten Punkt-Anstieg (z.B. „100 Punkte in 30 Tagen“)
* Fehlende schriftliche Verträge mit Leistungsbeschreibung, Kosten und Zeitrahmen
* Angebote, die nur über Druck oder drängende Kurznachrichten kommuniziert werden

Seit Ende 2025 beobachten Experten zudem raffiniertere Methoden. Betrüger nutzen künstliche Intelligenz, um täuschend echte, juristisch klingende Dokumente zu erstellen. Diese sollen angeblich Gläubiger zur Schuldenlöschung zwingen. In Wirklichkeit sind sie wertlos und können Verbraucher sogar in Betrugsfälle verwickeln.

So schützen Sie sich richtig

Die AARP rät zu größter Skepsis bei unaufgeforderten Schuldenhilfe-Angeboten. Statt auf kommerzielle „Kliniken“ sollte man auf akkreditierte, gemeinnützige Beratungsstellen setzen. Die National Foundation for Credit Counseling (NFCC) wird als vertrauenswürdige Quelle genannt.

Jeder Verbraucher hat zudem das Recht, unrichtige Einträge bei den Auskunfteien Equifax, Experian und TransUnion kostenlos selbst zu widersprechen. Dafür braucht es kein teures Dienstleistungsunternehmen.

Wer betroffen ist oder einen Verdacht hat, sollte dies umgehend melden – etwa bei der AARP-Hotline (877-908-3360) oder der lokalen Polizei. Solche Meldungen helfen, neue Betrugsvarianten früh zu erkennen.

Im Fokus der Betrüger: die digitale Identität

Die Warnung vor Kreditreparatur-Betrug ist Teil einer größeren Bedrohungslage für 2026. Analysten beobachten, dass solche Angebote oft nur der Anfang sind. Haben Betrüger erst persönliche Daten wie Sozialversicherungsnummern erbeutet, wechseln sie häufig zu noch dreisteren Methoden.

Dazu zählen sogenannte „Digital Arrest“-Scams. Dabei geben sich Täter als Strafverfolgungsbehörden aus und drohen mit sofortiger Verhaftung, falls nicht gezahlt wird. Die AARP will mit ihrer frühjährlichen Warnung genau diesen Einstieg in die Kriminalitätskette unterbrechen.

Die Betrugswelle wird voraussichtlich das gesamte erste Quartal 2026 anhalten. Experten rechnen mit einem Höhepunkt Ende Januar, wenn viele Rechnungen überfällig werden. Gleichzeitig dürften Betrüger vermehrt Deepfake-Audio in automatisierten Anrufen einsetzen, um noch überzeugender zu wirken.

Verbraucher sollten sich auf weitere Warnungen vor „Schuldenhilfe“-Angeboten in sozialen Netzwerken einstellen. Letztlich bleibt die beste Verteidigung gesunde Vorsicht und die Überprüfung jedes Anbieters über unabhängige Kanäle.

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