Der Industriekonzern ABB und der IT-Dienstleister Wipro bauen ihre bestehende Zusammenarbeit signifikant aus. Wie aus Berichten vom 1. September 2026 hervorgeht, haben beide Unternehmen eine Vereinbarung zur Bereitstellung und kontinuierlichen Verbesserung globaler Digital-Workplace-Services für den operativen Betrieb von ABB unterzeichnet.
Im Kern der Kooperation steht die Erneuerung eines Vertrags über digitale Arbeitsplatzdienstleistungen, wobei der Schwerpunkt verstärkt auf die Integration moderner Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung gelegt wird.
Technologische Transformation des digitalen Arbeitsplatzes
Die vertragliche Vereinbarung umfasst ein breites Spektrum an technologischen Dienstleistungen, die darauf abzielen, die Effizienz des weltweiten Unternehmensbetriebs von ABB zu steigern. Ein zentraler Bestandteil sind dabei KI-gestützte Workplace-Services.
Wipro setzt hierbei auf verschiedene eigene Plattformen und Lösungen, darunter Wipro Intelligence, AI Live Workspace, WINGS sowie das System SmartOps. Letzteres ermöglicht insbesondere einen KI-gesteuerten Dispatch-Service, der die Zuweisung von IT-Aufgaben optimieren soll.
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Zusätzlich zur KI-Unterstützung sieht die Partnerschaft die Einführung von Generativer KI (GenAI) in Form von Self-Service-Angeboten vor. Diese sollen durch virtuelle Agenten ergänzt werden, die Anfragen der Mitarbeiter automatisiert bearbeiten können. Ein weiterer Fokus liegt auf der sogenannten Auto-Remediation, also der automatisierten Fehlerbehebung, um Ausfallzeiten an digitalen Endgeräten zu minimieren.
Erweiterung des Leistungsumfangs und Sicherheit
Über die reine Software-Unterstützung hinaus deckt der erneuerte Vertrag auch operative Kernbereiche ab. Dazu gehören das Device-Lifecycle-Management, welches den gesamten Lebenszyklus der genutzten Hardware verwaltet, sowie die Gewährleistung der Endpoint-Security zum Schutz der digitalen Infrastruktur.
In der aktuellen Ausbaustufe wurden die Leistungen zudem um agentische KI, Automatisierungslösungen und ein prädiktives Gerätemanagement ergänzt. Letzteres soll durch Datenanalysen Probleme an Endgeräten vorhersehen, bevor diese den Betrieb beeinträchtigen.
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Ein wesentlicher Pfeiler der modernisierten Infrastruktur ist ein KI-gestützter Service-Desk. Dieser soll die Interaktion zwischen den Beschäftigten von ABB und den IT-Unterstützungssystemen durch natürliche Sprachverarbeitung und automatisierte Prozesse effizienter gestalten.
Wirtschaftlicher Hintergrund und strategische Einordnung
Die Zusammenarbeit zwischen ABB und Wipro ist bereits seit längerer Zeit etabliert. Ein früherer Vertrag aus dem Jahr 2022 hatte laut Branchenangaben einen Wert von über 150 Millionen US-Dollar über eine Laufzeit von fünf Jahren.
Der nun bekannt gewordene Abschluss zur Vertragserneuerung wurde bereits in den Finanzergebnissen von Wipro vom 16. April 2026 ausgewiesen, jedoch ohne die konkreten finanziellen Bedingungen der aktuellen Vereinbarung offenzulegen.
In einer Stellungnahme zur Vertragsverlängerung hob Ana Jauregui von ABB die Bedeutung der Kooperation hervor. Sie unterstrich das Ziel, durch die Digital-Workplace-Services einen stabilen und modernen Betrieb sicherzustellen.
Madhavan R von Wipro äußerte sich ebenfalls zur Fortführung der Partnerschaft und verwies auf das Ziel, durch den Einsatz von KI und Automatisierung den geschäftlichen Nutzen für ABB zu maximieren und die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern.
Trotz der Bekanntgabe der technologischen Details behalten beide Unternehmen über die genauen finanziellen Volumina des neuen Kontrakts Stillschweigen. Der Fokus der Partnerschaft bleibt jedoch klar auf der Skalierung digitaler Innovationen innerhalb der globalen Konzernstruktur von ABB gerichtet.

