Accordion-Supercharger: Tesla bringt 16-Stalls-Konzept auf Lkw

Tesla setzt auf vorgefertigte Supercharger mit 16 V4-Ladepunkten je Lieferung. Die Anlagen sollen Kosten und Aufbauzeit deutlich senken.

Tesla hat sein neues Ladesäulen-Konzept „Accordion“-Supercharger vorgestellt und das erste Exemplar in Betrieb genommen. Wie electrek.co in einem Bericht vom 16. September 2026 schreibt, liefert Tesla künftig 16 V4-Stalls pro Lkw-Ladung aus. Die Installation der vorgefertigten Anlagen soll rund 20 Prozent günstiger ausfallen als bei konventionellen Stationen.

Vorfertigung im Werk als Ziel

Laut electrek.co verfolgt Tesla mit dem neuen Design das Ziel, künftig sämtliche Supercharger bereits im Werk vorzufertigen. Der Aufbau besteht laut thenextweb.com aus jeweils 8 Stalls plus einem 1,2-MW-V4-Kabinett pro Einheit, wobei jedes Fahrzeug mit bis zu 500 kW laden kann.

Zwei solcher Einheiten pro Lkw-Lieferung ergeben die genannten 16 Stalls. Nach Angaben von electrify.tw unterstützen die Einheiten zudem Fahrzeuge mit einer Spannung von bis zu 1000 V.

Die Bauweise ist laut autoevolution.com speziell für Standorte konzipiert, an denen eine klassische „Behind-Curb“-Installation nicht möglich ist – die Stationen lassen sich demnach auch zwischen bestehenden Parkplätzen errichten.

Erste Anlage in Bayern bereits aktiv

Die erste dieser Anlagen ist laut thenextweb.com in Irschenberg in Bayern, am dortigen FC-Bayern-Store, live geschaltet – Fotos zufolge bereits seit August 2026 online.

Autoevolution.com beziffert die Ausstattung am Standort Irschenberg auf 8 V4-Supercharger mit je 500 kW, was eine Gesamtleistung von 1,2 MW ergibt. Diese Leistung übersteige laut techeblog.com bereits das ab Ende 2027 geltende EU-Minimum von 1.050 kW für Ladepools an Hauptstrecken.

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Tesla selbst hat den Standort in Irschenberg als ersten Accordion-Supercharger bislang nicht offiziell bestätigt, wie electrify.tw berichtet.

Deutlich schnellerer Aufbau

Die werkseitige Vorfertigung soll den Aufbauprozess erheblich beschleunigen. Laut teslaownersaustin.com verkürzt sich das Deployment durch die Vorfertigung von einer mehrwöchigen Bauzeit auf wenige Tage.

Diese Entwicklung setzt einen bereits länger laufenden Trend fort: Ein Vorgänger-Konzept namens „Folding Unit“ reduzierte die Installationszeit laut allthings-elon.com bereits von acht auf vier Tage – während eine Station im Jahr 2022 demnach noch acht Tage benötigte, waren es 2024 nur noch vier.

Zum weiteren Vorgehen äußerte sich laut autoevolution.com Tesla-Manager Max de Zegher: Das Design werde weiter verfeinert, und möglicherweise werde bereits an einer eigenen Lösung für Nordamerika gearbeitet. Konkrete Zahlen zu einem Einsatz in Austin oder Texas nannte Tesla laut teslaownersaustin.com bislang nicht.

Wachstum des Ladenetzwerks

Das neue Konzept fällt in eine Phase, in der Teslas Supercharger-Netzwerk weiter expandiert, wenn auch mit gebremstem Tempo. Laut electrek.co umfasste das Netzwerk im zweiten Quartal 2026 insgesamt 82.357 Connectors an 8.704 Stationen, was einem Jahreswachstum von rund 17 Prozent entspricht – deutlich weniger als die 35 bis 45 Prozent, die Tesla in den Jahren 2020 und 2021 verzeichnete. Allthings-elon.com bestätigt die Größenordnung mit über 82.000 Connectors an mehr als 8.700 Stationen weltweit.

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Der Accordion-Supercharger könnte angesichts dieser Verlangsamung ein Hebel sein, um den Netzausbau durch kürzere Installationszeiten und geringere Kosten wieder zu beschleunigen.