ACEMAGIC F9A: Mini-Workstation mit 126 TOPS für lokale KI

Acemagic präsentiert KI-Workstation F9A mit 126 TOPS, Retro-Modell X3 und günstige Einsteiger-PCs. Branche warnt vor Speicherknappheit.

Der Mini-PC-Hersteller Acemagic hat sein Sortiment deutlich ausgebaut. Im Fokus: eine leistungsstarke KI-Workstation für den professionellen Einsatz sowie neue Modelle für Einsteiger und Retro-Fans. Die Ankündigungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt für kompakte Desktop-Computer boomt – und die Branche mit einer drohenden Speicherknappheit kämpft.

KI-Workstation mit 126 TOPS Rechenleistung

Am 7. August stellte das Unternehmen die ACEMAGIC F9A vor, eine Mini-Workstation mit zwei Litern Volumen, die speziell für KI-Anwendungen entwickelt wurde. Herzstück ist der AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads. Bis zu 128 GB LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher lassen sich in das kompakte Gehäuse packen.

Die eigentliche Stärke liegt in der KI-Beschleunigung: Die Neural Processing Unit (NPU) liefert 50 TOPS, das gesamte System kommt auf 126 TOPS. Damit lassen sich große Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausführen – ohne Cloud-Anbindung. Zur Ausstattung gehören ein Oculink-Port, zwei USB4-Schnittstellen mit 40 Gbit/s sowie WLAN 7. Die Abmessungen: 158 x 158 x 85 Millimeter.

Retro-Charme trifft moderne Technik

Einen Tag später, am 8. August, absolvierte der Retro X3 seinen Testlauf. Das Modell im Retro-Design setzt auf den Ryzen 7 H255 mit acht Kernen und 16 Threads, kombiniert mit 16 GB LPDDR5-6400-Speicher und einer 1-TB-SSD. Der Einstiegspreis liegt bis zum 9. August bei rund 700 Euro, danach steigt er auf knapp 900 Euro.

Anzeige

Wer sich für die neueste Computer-Hardware interessiert, sollte auch das Betriebssystem optimal darauf abstimmen. Dieser Gratis-Ratgeber bündelt alles Wichtige, damit der Wechsel auf das aktuelle System reibungslos und ohne Datenverlust klappt. Windows 11 Komplettpaket jetzt kostenlos sichern

Beim Stromverbrauch zeigt sich das Gerät genügsam: Im Büroalltag zieht es nur 30 Watt, beim Spielen steigt der Verbrauch auf 70 bis 85 Watt. Im Stresstest wurden maximal 95 Watt gemessen.

Günstige Einstiegsmodelle für den Massenmarkt

Auch preisbewusste Käufer bedient Acemagic: Am 7. August tauchten Listen für die Modelle A3S und K1 auf. Der A3S nutzt einen Ryzen 7 8745HS mit 32 GB DDR5-RAM, der K1 kommt mit einem Ryzen 7 7730U und 16 GB Arbeitsspeicher. Beide sind für umgerechnet etwa 220 bis 230 Euro zu haben – ein Preisniveau, das selbst günstige Desktop-Komplettsysteme unter Druck setzt.

Anzeige

Moderne PCs benötigen im Falle eines Systemfehlers eine schnelle Lösung zur Wiederherstellung. Der kostenlose Ratgeber zeigt leicht verständlich, wie Sie einen Notfall-Stick für eine einfache Neuinstallation auf jedem Rechner erstellen. Gratis-Anleitung für Windows 11 Boot-Stick anfordern

Branche im Wandel: Speicherknappheit droht

Acemagic ist nicht der einzige Hersteller, der auf den Ryzen AI Max+ 395 setzt. Bereits Anfang August brachten ASRock und GMKtec mit dem AI BOX-A395 und dem EVO X3 konkurrierende Modelle auf den Markt. Der trend ist klar: Lokale KI-Verarbeitung wird zum Verkaufsargument.

Doch die Branche steht vor einem Problem. Branchenberichte vom 7. August deuten auf Engpässe bei DRAM- und SSD-Komponenten hin. Der Konkurrent AOOSTAR hat die Speicherausstattung seines Flaggschiffs NEX 395 bereits von 128 GB auf 64 GB reduziert. Analysten sprechen bereits von einer „RAMpocalypse“, die den gesamten Mini-PC-Sektor in den kommenden Monaten treffen könnte. Für Verbraucher könnte das steigende Preise und längere Lieferzeiten bedeuten – ein ungünstiger Zeitpunkt, wo die Nachfrage nach lokalen KI-Lösungen gerade erst an Fahrt aufnimmt.