Acemagic F9A: Mini-Workstation mit 131 TOPS für KI-Modelle

Acemagic zeigt auf der IFA die F9A mit AMD-Prozessor, bis zu 192 GB Speicher und 131 TOPS. Der Vorverkauf startet am 10. September.

Im Rahmen der Technologiemesse IFA in Berlin hat der Hardware-Hersteller Acemagic seine neueste Entwicklung im Bereich kompakter Hochleistungsrechner vorgestellt.

Mit der Acemagic F9A präsentiert das Unternehmen eine Mini-Workstation, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) konzipiert wurde. Das System basiert auf der neuen Prozessor-Architektur von AMD und kombiniert hohe Rechenkapazität mit einem äußerst kompakten Formfaktor.

Maximale Rechenleistung auf minimalem Raum

Das Herzstück der neuen Workstation bildet der AMD Ryzen AI Max+ Pro 495. Laut Herstellerangaben handelt es sich bei der F9A um das weltweit erste Mini-System, das mit diesem speziellen Prozessor ausgestattet ist.

Die CPU verfügt über 16 Kerne und 32 Threads auf Basis der Zen-5-Architektur und erreicht Taktraten von bis zu 5,2 GHz. Für grafische Berechnungen und zusätzliche Beschleunigung sorgt die integrierte Grafikeinheit Radeon 8065S mit 40 Compute Units (CU).

Besonderes Augenmerk liegt auf der Leistungsfähigkeit bei KI-Prozessen. Die integrierte XDNA 2 NPU (Neural Processing Unit) liefert eine Leistung von 55 TOPS. In Kombination mit den Kapazitäten von CPU und GPU erreicht das System eine Gesamtrechenleistung von 131 TOPS.

Diese Spezifikationen ermöglichen es der Mini-Workstation laut Acemagic, komplexe Sprachmodelle wie DeepSeek V4 Flash 284B vollständig lokal auszuführen, ohne auf Cloud-Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Die Spitzenleistung des Systems wird mit 140 Watt angegeben.

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Speicherarchitektur und Gehäusedesign

Ein wesentliches Merkmal der Acemagic F9A ist die Konfiguration des Arbeitsspeichers. Das System unterstützt bis zu 192 GB LPDDR5X-8533 Unified Memory.

Davon können bis zu 160 GB als Videospeicher (VRAM) adressiert werden, was insbesondere bei der Arbeit mit großen Datensätzen und KI-Modellen einen signifikanten Vorteil darstellt. Für internen Speicher steht ein M.2 2280 PCIe 4.0-Slot zur Verfügung.

Trotz der hohen Leistungsdaten bleibt das Gehäuse mit einem Volumen von etwa 2 Litern sehr kompakt. Die Abmessungen betragen 158,5 x 158,5 x 81,5 mm. Damit folgt das Gerät dem Branchentrend zu immer leistungsfähigeren, aber platzsparenden Hardware-Lösungen, die klassische Tower-Workstations in spezialisierten Arbeitsbereichen ersetzen können.

Konnektivität und Schnittstellen für professionelle Anwender

Um den Anforderungen im professionellen Umfeld gerecht zu werden, verfügt die F9A über eine breite Palette an Schnittstellen. Für externe Grafiklösungen oder schnelle Speicheranbindungen ist ein OCuLink PCIe 4.0 x4-Anschluss vorhanden. Zudem bietet das Gerät zwei USB4-Ports mit Übertragungsraten von jeweils 40 Gbps.

Die Netzwerkanbindung erfolgt über zwei 2,5GbE-Ethernet-Anschlüsse sowie den aktuellen Standard Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Für die Bildausgabe stehen jeweils ein HDMI 2.1- und ein DisplayPort 2.1-Anschluss zur Verfügung. Diese Ausstattung unterstreicht den Anspruch, das Gerät als vollwertige Workstation in modernen Infrastrukturen einzusetzen.

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Markteinführung und Verfügbarkeit

Acemagic hat den Zeitplan für die Markteinführung bereits konkretisiert. Der Vorverkauf für ein Modell mit dem AMD Ryzen AI Max+ 395 soll am 10. September 2026 beginnen. Zu den Preisen machte der Hersteller bisher keine detaillierten Angaben.

Auch für die leistungsstärkere Pro-495-Variante wurde bislang kein konkreter Verkaufspreis kommuniziert. Branchenbeobachter werten die Vorstellung des Geräts auf der IFA als deutliches Signal für den wachsenden Markt lokal betriebener KI-Hardware im professionellen Segment.