Acemagic F9A Pro: Mini-Workstation mit 131 TOPS für lokale KI

Acemagic zeigt eine kompakte KI-Workstation mit AMD-Chip, bis zu 192 GB Speicher und lokalem Betrieb großer Sprachmodelle ohne Cloud.

Auf der IFA 2026 in Berlin (4. bis 8. September) hat Acemagic die Mini-Workstation F9A Pro vorgestellt, die mit dem neuen AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 ausgestattet ist.

Der Prozessor bietet 16 Kerne und 32 Threads mit Taktraten bis zu 5,2 GHz sowie eine integrierte Radeon-8065S-Grafik mit 40 Compute Units. Für KI-Aufgaben steht eine NPU mit 55 TOPS zur Verfügung, die in Kombination mit CPU und GPU eine Gesamtleistung von 131 TOPS erreicht.

Speicherausstattung für große KI-Modelle ausgelegt

Der F9A Pro lässt sich laut Acemagic mit bis zu 192 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit einer Taktrate von 8533 MT/s ausstatten, wovon bis zu 160 GB der GPU zugewiesen werden können.

Ergänzt wird die Ausstattung durch zwei USB4-Anschlüsse, zwei 2,5-GbE-Netzwerkports, Wi-Fi 7 sowie eine OCuLink-Schnittstelle für externe Grafikkarten.

Live-Demo mit großem Sprachmodell

Auf der Messe demonstrierte Acemagic den Betrieb des KI-Modells DeepSeek V4 Flash mit 284 Milliarden Parametern direkt lokal auf dem F9A Pro, ohne Anbindung an Cloud-Server.

Nach Angaben des Herstellers unterstützt das Gerät zudem größere Modelle wie 120B in Q4-Quantisierung sowie 300B-MoE-Architekturen. Gegenüber der Vorgängerversion mit dem 395er-Chip soll die neue Plattform eine um 60 Prozent bessere Leistung erzielen.

Preise und Verfügbarkeit

Für die bereits existierende 395-Version des F9A mit 128 GB Speicher nennt Acemagic einen Preis von rund 2.999 bis 3.999 US-Dollar. Die neue, leistungsstärkere 495-Version soll dagegen über 5.000 US-Dollar kosten. Ein offizieller, verbindlicher Preis steht laut Hersteller noch aus. Die Vorbestellung für die 395-Version mit 128 GB soll am 10. September starten.

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Weitere Hersteller mit ähnlichen Konzepten

Acemagic ist nicht der einzige Anbieter, der auf den neuen AMD-Chip setzt. Auch BOSGAME kündigte parallel zur IFA 2026 eine Mini-Workstation namens M5 MAX mit demselben Ryzen AI Max+ PRO 495 an. Das Gerät verfügt ebenfalls über 16 Kerne, 32 Threads, Taktraten bis 5,2 GHz und eine Radeon-8065S-Grafikeinheit mit einer Gesamtleistung von 131 TOPS.

Die vorgestellte Konfiguration umfasst 128 GB LPDDR5X-Speicher und eine 2-TB-SSD, ergänzt um OCuLink, zwei USB4-Anschlüsse, zwei 10-GbE-Ports und Wi-Fi 7. BOSGAME plant den Marktstart des M5 MAX für den Zeitraum Ende September bis Mitte Oktober 2026 zu einem Preis zwischen 3.600 und 3.800 US-Dollar. Eine Version mit 192 GB Speicher soll Anfang 2027 folgen.

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Auch Framework hat einen Desktop-Rechner mit demselben Prozessor angekündigt. Das Gerät bietet bis zu 192 GB LPDDR5X-Speicher mit einer Bandbreite von 273 GB/s bei ebenfalls 131 TOPS Gesamtleistung, untergebracht in einem kompakten 4,5-Liter-Gehäuse. Preis und Erscheinungstermin sind bei Framework bislang noch nicht bekannt.

Die parallelen Ankündigungen mehrerer Hersteller zeigen, dass der Ryzen AI Max+ PRO 495 als Basis für kompakte Workstations mit lokaler KI-Verarbeitung an Bedeutung gewinnt. Insbesondere die Möglichkeit, große Sprachmodelle ohne Cloud-Anbindung direkt auf dem Gerät auszuführen, dürfte für Entwickler und Unternehmen mit Datenschutzanforderungen interessant sein.