ACEMAGIC M5: Kompakter Mini-PC mit Intel Core 3 ab 297 Dollar

Neue Mini-PCs und Premium-Chromebooks treffen auf deutlich höhere Hardwarepreise: In Singapur verteuerten sich PCs im zweiten Quartal 2026 um 40 Prozent.

Der Markt für Mini-PCs und Notebooks zeigt sich in einer widersprüchlichen Phase: Hersteller bringen weiterhin kompakte und leistungsstarke Geräte auf den Markt, während Speicherpreise und Komponentenkosten in mehreren Regionen deutlich steigen. Zwei aktuelle Produktvorstellungen verdeutlichen diesen Trend besonders anschaulich – der Mini-PC ACEMAGIC M5 aus China und das geleakte Lenovo Googlebook 15.

ACEMAGIC M5: Kompakter Mini-PC mit Intel Core 3 304

Der ACEMAGIC M5 kam in China mit einem Intel Core 3 304 sowie 12 GB LPDDR5-5600-Arbeitsspeicher auf den Markt. Das Gehäuse misst 128 mal 128 mal 37 Millimeter bei einem Gewicht von 437 Gramm.

Ausgestattet ist der Mini-PC mit zwei M.2-2280-Steckplätzen für PCIe-Gen4-x2-SSDs, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2, einem 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie einem USB-C-Port mit 10 Gbit/s und DisplayPort-Alt-Mode. Hinzu kommen zwei USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s, vier weitere mit 5 Gbit/s, ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss sowie HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4b.

Preislich startet das Gerät laut den Quellenberichten bei 1.999 Yuan (umgerechnet rund 297 US-Dollar) ohne SSD; mit 512 GB Speicher liegt der Preis bei 2.589 Yuan (rund 385 US-Dollar). Damit positioniert sich der M5 im Einstiegs- bis Mittelklassesegment kompakter Desktop-Alternativen.

Lenovo Googlebook 15: Premium-Chromebook mit OLED-Display

Parallel dazu kursierten Spezifikationen zu einem neuen Lenovo-Gerät, das unter der Modellbezeichnung GB 15IPH12 als „Googlebook 15“ geführt wird. Die geleakten Daten nennen einen Intel Core Ultra 5 325 mit vier Xe-Grafikkernen, wahlweise 16 oder 32 GB LPDDR5x-Arbeitsspeicher sowie 256 oder 512 GB Speicherplatz.

Kernstück ist ein 15,3-Zoll-OLED-Display mit einer Auflösung von 2880 mal 1800 Pixeln im 16:10-Format, 120 Hertz Bildwiederholrate, 500 Nits Helligkeit und vollständiger Abdeckung des DCI-P3-Farbraums.

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Der verbaute 70-Wh-Akku soll laut den Leaks bis zu elf Stunden Videowiedergabe ermöglichen. Bei einem Gewicht von 1,29 Kilogramm und einer Bauhöhe von 15,9 Millimetern (0,63 Zoll) reiht sich das Gerät in die Kategorie leichter Premium-Notebooks ein.

Zur Ausstattung zählen zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse, ein USB-A-3.2-Port, HDMI 2.0, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, eine 5-Megapixel-Webcam, vier Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Unterstützung sowie ein haptisches Touchpad mit zusätzlicher „Glowbar“ und einer eigenen Google-Taste für den Assistenten Gemini.

Ein offizieller Preis oder ein Veröffentlichungstermin liegt bislang nicht vor. Die Berichte ordnen das Gerät jedoch klar oberhalb klassischer Chromebooks ein und werten es als Zeichen dafür, dass Google die Positionierung von ChromeOS-Geräten im Premiumsegment vorantreibt. Eine Vorstellung wurde im Vorfeld eines Google-Events am 15. September erwartet.

Marktumfeld: Steigende Preise erschweren den Zugang zu neuer Hardware

Beide Produktvorstellungen fallen in eine Phase spürbarer Preissteigerungen bei Computerhardware. In Singapur registrierte das Marktforschungsunternehmen IDC im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg der PC-Preise um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Laptops verteuerten sich demnach um 26 Prozent auf 1.650 Singapur-Dollar, Desktops um 28 Prozent auf 1.410 Singapur-Dollar, Gaming-Desktops sogar um 39 Prozent auf 1.860 Singapur-Dollar.

Besonders drastisch fiel der Anstieg bei Speicherkomponenten aus: 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher verteuerte sich von 195 auf 763 Singapur-Dollar, eine 1-TB-SSD von 149 auf 328 Singapur-Dollar. Als Folge brachen die PC-Verkäufe bei Händlern in Singapur laut den Berichten um 20 bis 80 Prozent ein. IDC rechnet demnach erst ab 2028 mit einer Entspannung der Lage.

Auch in den USA zeigt sich der Trend zu höheren Preisen: Laut Omdia lagen die durchschnittlichen Sell-in-Preise für PCs im zweiten Quartal 2026 erstmals über 1.000 US-Dollar, ein Anstieg von 12,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Auslieferungen legten im gleichen Zeitraum um 1,0 Prozent auf 18,8 Millionen Einheiten zu, nachdem sie im ersten Quartal noch um 7,0 Prozent gesunken waren.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Omdia dennoch einen Rückgang der Auslieferungen um 10,7 Prozent, während sich Geräte über 1.500 US-Dollar um 36,8 Prozent besser verkauften als günstigere Modelle unter 699 US-Dollar, die ein Minus von 6,5 Prozent verzeichneten.

Vor diesem Hintergrund erscheinen sowohl der günstig positionierte ACEMAGIC M5 als auch das im Premiumsegment angesiedelte Lenovo Googlebook 15 als Versuche der Hersteller, unterschiedliche Käufersegmente trotz eines insgesamt angespannten Preisumfelds bei Speicher- und Halbleiterkomponenten zu bedienen.