Acer baut Gaming-Ökosystem mit neuen Headsets und Mäusen aus

Acer erweitert sein Predator-Gaming-Ökosystem mit dem drahtlosen Headset Galea 570 und der Hochleistungsmaus Cestus 530. Beide Geräte sollen im ersten Quartal 2026 erscheinen.

Acer drängt mit zwei neuen High-End-Peripheriegeräten stärker in den Gaming-Markt. Auf der CES 2026 in Las Vegas stellte der taiwanesische Hardware-Hersteller die drahtlose Kopfhörer Predator Galea 570 und die Gaming-Maus Predator Cestus 530 vor. Beide Produkte sollen im ersten Quartal 2026 in Europa erscheinen und zusammen mit neuen KI-fähigen Laptops ein geschlossenes Ökosystem bilden.

Mit dieser Strategie verfolgt Acer ein klares Ziel: Aus einzelnen Geräten soll ein vernetztes System aus Hardware und Software werden. Ein Ansatz, mit dem sich der Konzern gegen etablierte Player wie Razer oder Logitech behaupten will. Die neuen Geräte richten sich an ambitionierte Gamer, die Wert auf Präzision und Vielseitigkeit legen.

Predator Galea 570: Flexibles Audio für Marathon-Sessions

Der Predator Galea 570 ist ein drahtloser Over-Ear-Kopfhörer, der für lange Gaming-Sessions konzipiert wurde. Ausgestattet mit 50-mm-Treibern soll er tiefe Bässe und klare Höhen liefern – entscheidend für räumliches Hören in kompetitiven Shootern.

Die größte Stärke des Modells ist seine Flexibilität. Es unterstützt einen „Triple-Mode“: Nutzer können zwischen einer ultraschnellen 2,4-GHz-Funkverbindung (per USB-Dongle), Bluetooth 5.4 für mobile Geräte und einer klassischen 3,5-mm-Kabelverbindung wechseln.

Für die Kommunikation sorgt ein Dual-Mikrofon-System. Ein abnehmbares Bügelmikrofon dient dem klaren Team-Chat, ein eingebautes Mikrofon ist für den Alltagsgebrauch gedacht. Beide nutzen Umgebungsgeräuschunterdrückung (ENC). Die Akkulaufzeit gibt Acer mit etwa 30 Stunden (Bluetooth) bzw. 23 Stunden (2,4 GHz) an. Der Preis liegt bei 149 Euro.

Predator Cestus 530: Maus mit Elite-Sensorik

Als präzises Gegenstück zum Headset präsentiert Acer die Predator Cestus 530. Das Herzstück der Gaming-Maus ist der hochangesehene PixArt PAW3395 Optiksensor. Er erreicht eine maximale Empfindlichkeit von 26.000 DPI und eine Tracking-Geschwindigkeit von 650 IPS.

Das entscheidende Feature ist jedoch die Abtastrate. Die Cestus 530 unterstützt im drahtlosen und kabelgebundenen Modus eine Rate von 8.000 Hz. Das bedeutet, sie sendet Daten achtmal schneller an den PC als Standard-Mäuse mit 1.000 Hz. Theoretisch führt das zu geringerer Latenz und flüssigeren Cursor-Bewegungen – ein klarer Vorteil für E-Sportler.

Auch diese Maus bietet dreifache Konnektivität (Kabel, Bluetooth, 2,4 GHz), ist für 80 Millionen Klicks ausgelegt und wiegt etwa 105 Gramm. Mit einem Preis von 99 Euro positioniert sie sich unterhalb vieler Konkurrenzmodelle mit ähnlicher Hochleistungsausstattung.

Steuerung per QuarterMaster-Software

Beide Geräte sind eng mit Acers hauseigener Software Predator QuarterMaster verzahnt. Die Anwendung dient als zentrale Steuerung: Für das Headset lassen sich Equalizer-Einstellungen anpassen, für die Maus Tastenbelegungen, Beleuchtung und Sensor-Kalibrierung ändern.

Diese Integration ist ein zentraler Baustein von Acers Ökosystem-Strategie. Sie soll Nutzern ein nahtloses Erlebnis bieten – und die Bindung an die Marke erhöhen.

Marktchancen und Herausforderungen

Die neuen Produkte treffen einen Nerv der Zeit. Die Grenzen zwischen Gaming- und Lifestyle-Hardware verschwimmen immer mehr. Die Bluetooth-Funktionalität und das Alltags-Mikrofon des Galea 570 zeigen, dass Acer diese Entwicklung erkannt hat.

Die 8.000-Hz-Funktechnik der Cestus 530 platziert die Maus in der Oberklasse. Doch kann Acer die Stabilität dieser anspruchsvollen Verbindung garantieren? Sie belastet die CPU-Ressourcen stärker als niedrigere Abtastraten.

Eine mögliche Schwachstelle ist die Akkulaufzeit des Headsets. 23 Stunden im 2,4-GHz-Modus liegen im unteren Bereich für 2026. Konkurrenten bieten bei ähnlichem Preis oft 50 Stunden und mehr.

Die Verfügbarkeit ist für das erste Quartal 2026 in Europa und Nordamerika geplant. Damit fallen die Peripheriegeräte in dieselbe Launch-Phase wie die neuen Predator Helios Neo 16S AI Laptops. Acer setzt auf Synergien: Wer früh zugreift, kann sich ein farblich abgestimmtes Komplett-Set zusammenstellen.

Der Erfolg wird letztlich von der Praxis abhängen. Liefern die Geräte die versprochene Performance und Stabilität? Gelingt es Acer, mit seinem Ökosystem eine treue Community aufzubauen? Die Antworten darauf werden den Kurs der Predator-Marke im harten Accessoires-Markt des Jahres 2026 maßgeblich bestimmen.